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John Sinclair 1056 (eBook)

Blutsauger Costello (3. Teil)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3789-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 1056 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1990 - 1999!

Blutsauger Costello (3. Teil).

Logan Costello und Dracula II. Konnte ein Pakt zwischen diesen beiden Personen grauenvoller und perfekter sein? Kaum, denn das spürten auch wir. Uns rann die Zeit zwischen den Fingern davon. Beide würden zum großen Schlag ausholen.

Während wir in Costellos Haus gegen die Untoten kämpften, sorgte Mallmann für eine gewaltige Erschütterung in der Londoner Mafia.

Er machte seinen Verbündeten zum Blutpartner!

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Blutsauger Costello (3. Teil)


Es war dunkel im Haus, und es leuchteten auch im Park und weiter entfernt keine Lichter.

Finsternis. Stromausfall. Keine Elektronik reagierte. Da kam alles zusammen. Zufall, die frühe Dunkelheit, das Pech. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt.

An Zufall wollte der Londoner Mafiaboß Logan Costello nicht glauben. Er hatte die Schüsse gehört, auch die Schreie. Das große Durcheinander hatte zwar nicht ihn direkt berührt, es reichte aber aus, um ihn nachdenklich werden zu lassen. Bisher hatte er alles kontrolliert, besonders sein Haus und dessen Umgebung. Die Kontrolle war ihm aus den Händen genommen worden.

Nichts lief mehr. Die Sicherungen waren ausgefallen, und es gab nur noch seine Männer, die ihn und die Umgebung schützen konnten. Auch sie waren überrascht worden. Keiner war bisher zu ihm gekommen, selbst Franco nicht, sein engster Vertrauter. Und auch nicht Karina Grischin, die neue Leibwächterin.

Er wusste nicht mehr, wie er sie einschätzen sollte. Er hatte ihr Vertrauen geschenkt, doch Franco hatte es durch sein Reden geschafft, Löcher in das Tuch des Vertrauens zu reißen.

Hatte er recht?

Costello glaubte es plötzlich. Das Ausfallen der Energieversorgung war für ihn kein Zufall, auch wenn in diesem gesamten Viertel die Elektrizität nicht mehr funktionierte. Daran musste jemand gedreht haben. Einer, der Bescheid wusste, mit wem Costello seit neuestem paktierte. Dass er sich mit drei Vampiren umgab.

Karina Grischin. Nur sie kam infrage. Nur sie konnte die Informationen weitergegeben haben. Als Empfänger kam für ihn nur ein Mann in Betracht. John Sinclair, der Geisterjäger. Man durfte ihn nicht unterschätzen. Nicht als Mensch und auch nicht als Mann mit blendenden Beziehungen. Es war durchaus möglich, dass der Ausfall der Stromversorgung auf sein Konto ging, um bestimmte Bedingungen für ein Eindringen in Costellos Haus zu schaffen. Davon ging er nach reiflicher Überlegung aus. Falls es wirklich stimmte, hatte er sich in Karina Grischin sehr getäuscht.

Im Moment war es ruhig geworden. Nicht ganz still, aber es störten ihn keine Rufe oder Schüsse mehr. Eine erzwungene Ruhe, der das dicke Ende noch folgte.

Costello wusste nicht, ob es richtig gewesen war, die drei Vampire aus dem Keller zu befreien. Sie unterschieden nicht zwischen Freund und Feind, und in ihrer verdammten Gier nach Blut würden sie auch seine Leute anfallen.

Ihn sollten sie in Ruhe lassen, das war ihnen von ihrem König befohlen worden. Bisher hatten sie sich daran gehalten. Ob sie es auch in der Zukunft tun würden, war fraglich. Wie gierig sie nach dem Lebenssaft waren, das hatte er mit eigenen Augen sehen können, als die drei sich auf Marco Versini gestürzt hatten. Er war ein Mann, der für Costello gearbeitet, ihn aber verraten hatte. Zur Strafe war er zum Vampir gemacht worden.

Logan Costello hockte weiterhin in seinem Rollstuhl und wartete. Wieder einmal wurde er daran erinnert, wie hilflos er war, wenn die Technik ausfiel. Kein Licht funktionierte mehr im Haus, und der Fahrstuhl konnte er ebenfalls vergessen.

Es blieb ihm nichts weiter übrig, als das Ende der Dunkelheit abzuwarten. Das allerdings konnte dauern, bis der Fehler entdeckt worden war oder die andere Seite es für richtig hielt, die Energie wieder einzuschalten.

Auch im Dunkeln kannte er sich in seinem großen Arbeitszimmer aus. Er konnte es durchfahren, ohne gegen irgendwelche Möbelstücke zu stoßen. Von seinem Schreibtisch fuhr er weg. Er rollte vorbei an den Wänden mit den eingebauten Tresoren. Die Räder hinterließen auf dem Teppich kaum Geräusche. Nur das leise Summen der beiden Elektromotoren war zu hören. Die wurden glücklicherweise durch eine Batterie versorgt und waren vom allgemeinen Netz unabhängig.

Er hielt vor dem breiten Panzerglasfenster an und schaute nach draußen. Auch auf seinem Grundstück schimmerte kein Licht. Die Natur war umhüllt von einem finsteren Schleier, der Bäume und Büsche fraß wie mit einem gewaltigen Maul. Hoch darüber zeichnete sich der Nachthimmel ab. Er war nicht klar. Wolken bedeckten ihn, ohne dabei eine kompakte Masse zu bilden. Es gab zahlreiche Lücken, durch die der Blick auf einige Sterne fiel und auf einen Mond, der eine kreisrunde Form angenommen hatte.

Vollmond!

Costello verzog die Lippen. Vollmond war Vampirwetter, und das passte genau. Seine Gelassenheit hatte ihn längst verlassen. Er wusste jetzt, dass sein Dasein auf der Kippe stand. Entweder würde er sich noch fangen und alles zum Besseren wenden können, oder er würde einen verfluchten Weg gehen, an dessen Ende der Tod stand.

Er wehrte sich dagegen, konnte das schlechte Gefühl jedoch nicht besiegen. Er würde eher den zweiten Weg gehen, denn der Mafioso spürte, dass ihm das Heft aus der Hand genommen war. Er hatte die Situation aus dem Griff verloren. Der Überblick war verschwunden. Nicht er setzte die Prioritäten, sondern andere, speziell Will Mallmann, der sich auch Dracula II nannte. Costello hatte sich stark genug gefühlt, um mit ihm einen Pakt zu schließen. Das kannte er aus seiner Vergangenheit. Da hatte er schon des Öfteren mit den Mächten der Finsternis zusammengearbeitet. Doch das war vorbei, war gelaufen, denn die Zeit war nicht stehen geblieben. Sie hatte für Veränderungen gesorgt.

Es gab keinen Schwarzen Tod mehr, keinen Solo Morasso. Da hatten sich Gewichte verschoben. Vieles, das damals eine Einheit gebildet hatte, war nun gesplittet worden. Andere hatten Macht bekommen, unter anderem Will Mallmann, der ehemalige BKA-Agent und jetzige Blutsauger und König der Vampire, der sich sogar seine eigene Vampirwelt geschaffen hatte.

Costello saß bewegungslos in seinem Rollstuhl und starrte durch die Scheibe. Er wollte nicht behaupten, dass er eine tiefe Furcht empfand. Seine Ahnungen jedoch waren nie so schlimm gewesen wie an diesem Tag. Er hatte in London ein mächtiges Verbrecherimperium aufgebaut. Nun war für ihn sogar vorstellbar, dass dieses Imperium Risse bekam und irgendwann zusammenstürzen würde.

Er zitterte leicht, obwohl er sich dafür schämte. Früher hatte er höchstens aus Wut gezittert. Das aber war vorbei. Jetzt war sein Zittern eine Folge der schleichenden Angst, die immer stärker wurde.

Es war weiterhin still im Haus. Auch im Park sah er keine Bewegung. Die Ruhe konnte nicht normal sein. Sie war erzwungen worden, und das wusste er genau.

Von wem erzwungen?

Er lachte, als er sich selbst die Antwort gab. Natürlich von den drei Personen, die er befreit hatte. Ein Vampir-Trio. Zwei Männer und eine Frau.

Tyra, Kesslee und Tronk!

So lauteten ihre Namen. Es war Mallmann gewesen, der ihm diese Helfer geschickt hatte. Wobei Costello sie nicht mehr als solche ansah. Sie waren ihm entglitten. In einem Bunker hatte er sie versteckt gehalten und später gefesselt in sein Haus geschafft. Auch im Keller waren sie sicher gewesen. In einem Raum, der durch Gitter in zwei Hälften geteilt worden war, und sie hatten sich hinter dem Gitter aufgehalten.

Er stöhnte auf, als er daran dachte. Dann fuhr er mit den Handflächen über die Lehnen hinweg und konnte sehen, dass sie dabei einen Schweißfilm hinterließen.

Costello tat nichts.

Konnte nichts tun.

Er war hilflos!

Schlimme Gedanken schossen durch seinen Kopf. Eine Ära neigte sich dem Ende zu, und es war seine Ära. Er hatte viele Konkurrenten sterben oder untergehen sehen, und es war ihm dabei nie der Gedanke gekommen, dass auch ihm einmal so etwas passieren könnte. Jetzt war es so weit, dass er sich mit diesem Gedanken anfreunden musste. Ob es ihm nun gefiel oder nicht.

Er war allein, fühlte sich allein und wusste zugleich, dass ihm die Befehlsgewalt im eigenen Haus genommen worden war. Niemand würde mehr auf ihn hören, das stand fest. Andere hatten das Kommando übernommen, und er hatte diese anderen sogar freigelassen. Es war von ihm vermessen und verrückt gewesen. Er hatte einen Fehler begangen, denn die Blutsauger würden höchstens auf ihn Rücksicht nehmen, aber nicht auf seine Männer.

Er hörte sich atmen. Schwer und ächzend. Sein Betongesicht verzog sich. Ein Faltenmuster entstand, und in die Züge geriet so etwas wie Bewegung hinein. Hätte er jetzt einen Spiegel gehabt, um sich selbst sehen zu können, dann hätte er in das Gesicht eines alten, verbitterten Mannes geschaut, der dabei war, aufzugeben, weil die alten Werte keinen Bestand mehr hatten.

Er starrte ins Leere. Hinter der Scheibe blieb auch jetzt alles tot. Es gab keine Bewegung. Die Dunkelheit war ein tiefes Loch, das alles verschluckt hatte.

Auf der anderen Seite kam sich Costello vor wie jemand, der sich bewusst zurückgezogen hatte, um nur keine Überraschungen zu erleben. Das war sonst nicht seine Art, aber er konnte nichts dagegen tun. Er brachte einfach nicht den Willen auf, sich vom Fenster wegzudrehen und aus seinem Arbeitszimmer zu fahren, um später durch sein eigenes Haus zu rollen, das ihm zwar gehörte, aber so verdammt fremd geworden war, denn er hatte hier nicht mehr das Sagen.

Unter seiner Anzugjacke fror er. Das Hemd klebte ihm auf der Haut. Der Schweiß lag auf seinem Gesicht. Costello wusste sehr gut, dass der Stillstand keinen Bestand haben würde. Es würde weitergehen, davon war er überzeugt.

Etwas bewegte sich. Hinter ihm, aber Costello glaubte, die Bewegung in der Scheibe vor ihm zu sehen. Das Glas selbst sah aus wie dunkle Wellen, die ineinander übergingen, dabei aber erstarrt waren. Und diese Starre wiederum löste sich auf.

Jemand war gekommen.

Lautlos wie ein Schatten …

Logan Costello tat nichts. Er schluckte nur, weil in seinem Hals der Schleim lag....

Erscheint lt. Verlag 21.10.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-3789-X / 383873789X
ISBN-13 978-3-8387-3789-8 / 9783838737898
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