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John Sinclair 967 (eBook)

Geister aus der Zukunft (2. Teil)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3699-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 967 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1990 - 1999!

Geister aus der Zukunft (2. Teil).

'Ich werde die vier Männer töten!' hatte Thamar gesagt. In ihrer Stimme hatte dabei eine Entschlossenheit gelegen, die Shao erschreckte.

'Töten?' flüsterte die Chinesin.

'Ja, du hast richtig gehört. Ich werde diese vier Verbrecher töten, denn sie werden nicht aufgeben, das weiß ich genau. Sie wollen uns vernichten, und das kann ich nicht zulassen. Deshalb müssen sie sterben. Ich werde sie auch bekommen. '

'Wie denn?'

Thamar lächelte verhalten. 'Du wirst mir dabei sogar helfen, Shao.' 'Ich? Wieso?'

Thamar deutete auf den Monitor und die Tastatur. 'Das ist unser Werkzeug.' Shao wollte es nicht wahrhaben. 'Tut mir leid, das begreife ich nicht. Das ist doch unmöglich.'

'Nein, das ist es nicht. Man muss sie mit ihren eigenen Waffen schlagen. Das habe ich gelernt, Shao. Ich kenne mich mit der Elektronik aus, denn die Fremden haben nicht nur genommen, sie haben auch gegeben, verstehst du?'

'Nicht ganz. Oder haben sie dir gezeigt, wie man mit dem Computer umgeht?'

'Nein, nicht gezeigt. Sie haben mir das Wissen einfach mitgegeben. Es mir in mein Gehirn eingepflanzt, wenn du so willst.

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Geister aus der Zukunft (2. Teil)


»Ich werde die vier Männer töten!« hatte Thamar gesagt. In ihrer Stimme hatte dabei eine Entschlossenheit gelegen, die Shao erschreckte.

»Töten?« flüsterte die Chinesin.

»Ja, du hast richtig gehört. Ich werde diese vier Verbrecher töten, denn sie werden nicht aufgeben, das weiß ich genau. Sie wollen uns vernichten, und das kann ich nicht zulassen. Deshalb müssen sie sterben. Ich werde sie auch bekommen.«

»Wie denn?«

Thamar lächelte verhalten. »Du wirst mir dabei sogar helfen, Shao.« »Ich? Wieso?«

Thamar deutete auf den Monitor und die Tastatur. »Das ist unser Werkzeug.« Shao wollte es nicht wahrhaben. »Tut mir leid, das begreife ich nicht. Das ist doch unmöglich.«

»Nein, das ist es nicht. Man muss sie mit ihren eigenen Waffen schlagen. Das habe ich gelernt, Shao. Ich kenne mich mit der Elektronik aus, denn die Fremden haben nicht nur genommen, sie haben auch gegeben, verstehst du?«

»Nicht ganz. Oder haben sie dir gezeigt, wie man mit dem Computer umgeht?«

»Nein, nicht gezeigt. Sie haben mir das Wissen einfach mitgegeben. Es mir in mein Gehirn eingepflanzt, wenn du so willst.

Ich weiß, wer mich und die anderen verfolgt. Es ist die NSG. Sie haben die Landung der Fremden und unser Treffen mit ihnen auf elektronischem Weg beobachtet. Ihre Spionagesatelliten umkreisten die Erde. Einen von ihnen werde ich mithilfe deines Computers anzapfen.«

»Und dann?«

»Werden vier Killer sterben.«

Shao trat einen Schritt zurück und schlug gegen ihre Stirn. »Nein«, sagte sie, »das schaffst du nicht. Das ist nicht möglich, Thamar. Das ist …« Sie vollendete den Satz nicht, denn die andere Frau hatte sich so gedreht, dass sie Shao anschauen konnte, und ihr Blick sprach Bände. Shao wusste plötzlich, dass sie unrecht hatte. »Doch?« hauchte sie.

»Ja.«

Die Chinesin spürte den Kloß im Hals. Sie war kaum in der Lage, ein Wort zu sagen. Schließlich presste sie hervor: »Wenn das wirklich zutreffen sollte, wäre das Mord.«

Thamar schüttelte den Kopf. »Nicht bei ihnen. Ich denke an meine Freundin Estelle. Ihr wurde die Kehle durchgetrennt. Wahrscheinlich nachdem man sie gefoltert hat. Das ist kein Mord, Shao, das ist eine Gerechtigkeit, wie ich sie sehe.« Sie deutete auf den Computer. »Schau hin, es ist alles harmlos – noch. Aber ich werde ihn so manipulieren, dass ich mit dem Satelliten oben im All eine Verbindung hergestellt habe. Dann werde ich deren Signale manipulieren. Ich werde sie um ein Vielfaches verstärken können, denn ich sagte dir bereits, dass die Außerirdischen nicht nur genommen, sondern auch gegeben haben. Vielleicht befindet sich in meinem Hirn ein Modem, das alles Empfangene verstärkt. Ich weiß es nicht genau, aber ich kenne meine Kräfte.«

»Was haben die vier Killer denn mit einem im All schwebenden Satelliten zu tun?« rief Shao.

»Sie stehen mit ihm in Verbindung.«

»Wie?« In ihren Augen lag ein Fieber, und sie hatte sich sogar bei der letzten Frage gebückt.

»Ja, Shao, denn auch diese Leute erhalten ihre Befehle. Eben über den großen Bruder im All. Jeder von ihnen ist im Besitz eines winzigen Empfängers, der die Befehle in Worte umwandelt und an einen Kopfhörer weiterleitet. Ein Meisterwerk der Elektronik, von der NSG erfunden und an besondere Außendienstler verteilt. Ich werde die Strahlen so stark verändern, dass sie die Männer vernichten.«

»Nein, das ist …«

»Die Köpfe werden ihnen platzen!« erklärte Thamar mit emotionsloser Stimme.

Shao, die wirklich nicht technikfremd war, schüttelte nur den Kopf. »Das glaube ich nicht. Das kann ich mir nicht vorstellen. So etwas darf es doch nicht geben.«

»Es darf vieles nicht geben, aber es existiert trotzdem!« erklärte die Frau und sie schaltete eine Sekunde später den Computer ein, wobei sich gleichzeitig das Licht in ihrem dritten Auge verstärkte und einen Widerschein auf den Monitor warf.

Shao konnte es nicht fassen. Bis jetzt hatte sie daran gezweifelt. Nun aber musste sie erkennen, welch eine Macht in dieser Frau steckte, die sie so unterschätzt hatte. Aber sie war eine Psychonautin und mehr, denn unbekannte Wesen hatte sie entführt und dafür gesorgt, dass ihre Kräfte noch weiter verstärkt wurden.

Was soll ich tun?

Diese Frage beschäftigte Shao. Die Person vor ihr, gegen deren Rücken sie starrte, war bereit, einen vierfachen Mord zu begehen. Und Shao stand nicht nur auf der Seite des Gesetzes, eben durch ihre Partnerschaft mit Suko, sie hatte auch ein Gewissen, gegen das sie nicht an konnte. Es war einfach da, es meldete sich, und sie kam zu dem Entschluss, Thamar an ihrem Vorhaben zu hindern.

»Bitte«, flüsterte sie, »lass es sein.«

»Stör mich nicht!« Ihre Stimme klang so anders. Kalt und hart, wie jemand, der sich von seinem einmal gefassten Entschluss auf keinen Fall abbringen lassen wollte.

Das Auge spiegelte sich auf dem Monitor des Computers wider. Deshalb konnte Shao es auch so deutlich sehen. Es hatte sich mit einem starken Licht gefüllt. Ein gelber Kranz aus Strahlen umflorte diesen Gegenstand, und auf dem Monitor zeigten sich plötzlich Gebilde, die Shao in keinem ihrer Programme und in keiner Diskette gespeichert hatte.

Blitze huschten von oben nach unten und von links nach rechts über das Viereck. Manche hell, andere farbig. Das Bild erinnerte an ein elektronisches Wirrwarr, aber Thamar entdeckte darin ein System, denn sie nickte einige Male.

»Der Kontakt ist da!« flüsterte sie.

»Und? Sind sie schon tot?«

»Noch nicht. Der Satellit wurde von mir angezapft. Er wird jetzt seine Befehle weitergeben.«

»Wie lange haben die Männer noch zu leben?«

Das Auge auf dem Monitor schimmerte wieder heller. Als hätte es einen Energiestoß bekommen.

Noch war Zeit.

Shao konnte es nicht zulassen. »Bitte, Thamar, überleg es dir. Tu es nicht! Ich bitte dich. Man kann sie auch anders bestrafen.«

Sie ging nicht auf den Einwand ein. »Ich habe Kontakt«, flüsterte sie, »und auch der Satellit wird Kontakt mit den Empfängern bekommen.« Ihre Stimme senkte sich. »Sie haben keine Chance. Nicht die geringste.«

Genau diese Worte waren für Shao das Startsignal. Sie konnte einfach nicht länger zuschauen, auch wenn sie die Morde indirekt nicht mitbekam. Aber ihr Gewissen ließ sich nicht abstellen.

Ein kurzer Schritt brachte Shao direkt hinter Thamar. Sie wollte den Kontakt zwischen ihr und dem Monitor unterbinden, deshalb griff sie mit beiden Händen zu. Wie Klauen presste sie ihre Finger auf die Schultern der anderen.

Shao schrie auf!

Sie hatte das Gefühl, von einem Funkensturm umgeben zu sein. Etwas schlug unbarmherzig durch ihren Körper wie eine mörderische Peitsche. Sie schaffte es nicht, ruhig stehen zu bleiben. Shao zitterte. Sie wollte sich wegdrehen und musste feststellen, dass sie den Kontakt schon lange verloren hatte. Es war ihr nicht bewusst geworden, dass sie rücklings auf dem Teppich lag und dicht neben ihrem Gesicht die Beine des Sessels sah.

Sie lag da und war gelähmt. Nicht mal den kleinen Finger konnte sie bewegen. Die Augen blickten starr zur Decke, aber ihr Gedankenapparat funktionierte noch.

Jetzt sind sie tot! Jetzt sind sie tot! Wie auch immer. Ich habe verloren!

Allmählich ebbten die rätselhaften Energieladungen in ihrem Innern ab. Sie merkte, dass sie sich wieder aufrichten konnte, aber aus eigener Kraft fiel es ihr schwer. Mühsam wälzte sie sich auf die Seite, um sofort danach zu erschlaffen.

»Lass es sein, Shao«, hörte sie Thamars Stimme und wenig später ihre leisen Schritte.

Da war die Fremde bei ihr und bückte sich. Aber sie hob Shao nicht an, sondern strich mit ihren Händen über deren Stirn. Das dritte Auge schwebte dabei wie ein allmählich verblassendes Omen über Shaos Kopf.

»Jetzt kannst du aufstehen!«

»Ja«, murmelte die Chinesin. Sie kam auf die Füße, als wäre nichts zuvor geschehen.

Beide Frauen schauten sich nur an.

*

Die Zunge war wieder zurück in den Mund des Farbigen geschnellt, aber Chris Baker schrie noch immer. Er war gefangen in einem Strom aus Schmerzen. Wir, die Zuschauer, Suko, der Anwalt Walbrook, Vincent Crenna und ich, wir alle konnten dem Mann nicht helfen. Es war ja auch niemand zu sehen gewesen, der ihm die Schmerzen hätte zugefügt haben können.

Sein Schreien war schlimm. Urplötzlich brach es ab. Von einem Augenblick zum anderen fiel der Agent der NSG zu Boden und blieb starr liegen.

Tot?

Ich wollte hin, Suko ebenfalls. Der Anwalt Walbrook stand da wie angegossen, bleich im Gesicht, schweißbedeckt und leicht keuchend. Er sah aus wie jemand, der damit rechnet, als nächster erwischt zu werden, aber keinen von uns traf es.

Wohl aber die anderen drei Agenten. Baker hatte geschrien, als es ihm an den Kragen ging. Seine Leute starben ebenfalls, nur auf eine andere und vielleicht noch grauenhaftere Weise, denn sie vergingen im Sitzen, und kein Laut drang über ihre Lippen. Sie veränderten kaum ihre Haltung. Ein kurzes Zucken, verbunden mit einer Verzerrung ihrer Gesichter, als spürten sie einen bösen Schmerz, und plötzlich wurden ihre Gestalten schlaff. Es gab nichts mehr, was sie hielt.

Einer rutschte vor, aber er fiel nicht. Die beiden anderen waren zur Seite gekippt, als hätten sie den Anweisungen eines Regisseurs gehorcht. Der eine nach rechts, der andere nach links.

Stille. Es war vorbei – unglaublich …

Ich fand mich neben Baker knieend wieder, ohne richtig zu wissen, wie ich dorthin gekommen war. Ich fühlte schon...

Erscheint lt. Verlag 7.10.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-3699-0 / 3838736990
ISBN-13 978-3-8387-3699-0 / 9783838736990
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