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John Sinclair 941 (eBook)

Echsenauge

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3672-3 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 941 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1990 - 1999!

Echsenauge.

Kurt Latow wollte Sex. Bestimmten Sex. Und das immer und immer wieder. Er konnte sich keinen anderen mehr vorstellen. Was er brauchte, waren ein paar Geldstücke, das war alles. Man bekam dafür die herrlichsten Blicke geboten. Da waren Blonde, Braune, Rote und Schwarze. Das bezog sich auf die Haarfarben, aber es gab auch exotische Frauen, die aus Afrika und der Karibik stammten. Er konnte wählen, brauchte nur die entsprechende Kabine zu betreten, war allein, aber er sah 'seine' Frau. Sie war nackt, trug nicht einen Fetzen am Leib.

Latow hörte auf zu denken, als er den heruntergekommenen Schuppen betrat, doch er war nicht hergekommen, um die Bausubstanz zu begutachten, er wollte sich in der Peep-Show die Frauen ansehen!

Latow zog die Tür auf. Die Kälte blieb hinter ihm zurück, ebenfalls die neblige Novemberluft, die das Atmen schwer machte und auf die Stimmung drückte.

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Echsenauge


Kurt Latow wollte Sex. Bestimmten Sex. Und das immer und immer wieder. Er konnte sich keinen anderen mehr vorstellen. Was er brauchte, waren ein paar Geldstücke, das war alles. Man bekam dafür die herrlichsten Blicke geboten. Da waren Blonde, Braune, Rote und Schwarze. Das bezog sich auf die Haarfarben, aber es gab auch exotische Frauen, die aus Afrika und der Karibik stammten. Er konnte wählen, brauchte nur die entsprechende Kabine zu betreten, war allein, aber er sah »seine« Frau. Sie war nackt, trug nicht einen Fetzen am Leib.

Latow hörte auf zu denken, als er den heruntergekommenen Schuppen betrat, doch er war nicht hergekommen, um die Bausubstanz zu begutachten, er wollte sich in der Peep-Show die Frauen ansehen!

Latow zog die Tür auf. Die Kälte blieb hinter ihm zurück, ebenfalls die neblige Novemberluft, die das Atmen schwer machte und auf die Stimmung drückte.

Eine andere Welt umfing den Gast. Zwar auch primitiv, aber durch das rote Licht schon leicht »sündig« angehaucht. Und dieses Licht überdeckte den meisten Schmutz, der in den Ecken lag.

An den Wänden hingen Fotos von den Mädchen, die hier Dienst taten. Meist blieben sie nur ein paar Monate, dann wechselten sie in eine andere Peep-Show. Und neue Mädchen kamen hierher, die sich Latow alle ansehen wollte.

Er kannte diese bullige Wärme ja, in der auch noch andere Düfte mitschwangen. In der Regel bestanden sie aus irgendwelchen Parfümen, die hin und wieder gesprüht wurden, damit man den bestimmten Männergeruch nicht wahrnahm.

Es war wie immer wenig los um diese späte Vormittagsstunde. Und wie immer saß Wilbur hinter dem Tresen und las in einem Magazin. Er schaute nicht hoch, als Kurt die Baracke betrat, sondern starrte in das Magazin, auf dessen Titelseite zwei nackte Männer miteinander im Clinch lagen. Wilbur war schwul, kam aber mit den Mädchen ganz gut zurecht. Er war so etwas wie ihre Ersatzmutter, bei der sie sich ausweinen konnten, wenn sie Probleme hatten.

Als Kurt die Tür schloss, hörte er Wilbur kichern. Wahrscheinlich hatte er eine besonders pikante Stelle gefunden oder ein Bild, das ihn anmachte. Wilbur begrüßte den Eintretenden und ließ sein Magazin sinken. Im krassen Gegensatz zu seinem schwarzen Seidenhemd standen die Haare. Hellblond gefärbt waren sie, sehr kurz geschnitten und in die Höhe gekämmt, sodass sie abstanden wie ein Bürste.

Wilbur schminkte sich des Öfteren die Augen. Auch heute hatte er Lidschatten aufgelegt. Er lächelte hämisch, als er den Stammkunden sah. »Auch mal wieder hier, Kurt?«

»Klar. Aber so viel Zeit ist seit meinem letzten Besuch nicht vergangen.«

»Eine Woche?«

»Nein, fünf Tage.«

»Aha.« Wilbur schniefte.

»Welche Kabine möchtest du?«

»Wen gibt’s denn heute zu sehen?«

Wilbur schuf Falten auf seiner Stirn. »Willst du dich nicht überraschen lassen, Kurt?«

»Nein, das will ich nicht. Ich hatte da zweimal eine Blonde, die überhaupt keine echte Blondine war. Da kam ich mir irgendwie schon verarscht vor.«

Wilbur winkte ab. Er war leicht pikiert, vielleicht auch deshalb, weil er selbst gefärbt war. »Stell dich doch nicht so an. Wir Menschen müssen eben manchmal die Fehler der Natur ausbügeln. Das versteht sich doch – oder?«

»Ist mir egal. Ich will was Echtes sehen.«

»Dann nimm die Kabine drei«, sagte Wilbur mit einem vielversprechenden Lächeln.

Kurt stemmte seine Händen auf den Rand des Tresens. Er zwinkerte Wilbur zu, der die vertrauliche Nähe des anderen überhaupt nicht mochte und sich zurückzog. Zumindest rollte er mit seinem Stuhl nach hinten. »Was habt ihr denn für eine Süße in der Kabine drei?«

»Sie ist toll.«

»Und?«

»Schau sie dir an.«

Kurt wollte mehr wissen. »Ist sie blond oder dunkel? Wenn blond, dann hoffentlich echt.«

Wilbur ging der Knabe auf den Wecker. Er verdrehte die Augen und trommelte linkisch mit den Fingern auf den Tresen. »Schau sie dir selbst an, verflixt! Du kennst doch den Weg.«

»Ist schon okay.«

»Hast du genug Münzen?«

»Für dreimal reicht’s.«

»Ist das nicht zu wenig, sowie du geladen bist?« Wilbur musste kichern, verstummte aber, als er den bösen Blick des Kunden sah.

Kurt war sauer. »Wenn du mich hier verarschen willst, trete ich dir in …« Er verstummte und sagte: »Okay, wechsel mir den Schein hier.«

Wilbur schob ihm die Münzen zu und nahm wieder sein Magazin hoch. »Dann wünsche ich dir viel Spaß.«

»Danke, ich dir auch.« Latow deutete auf das Titelbild. »Scheinen ja heiße Jungs zu sein.«

»Die kochen richtig.«

»Gib nur acht, dass sie dich nicht abkochen.« Der drehte sich um und ging auf die Kabine drei zu. Unter der Zahl hing ein Spiegel, in dem sich jeder Kunde betrachten konnte, was Latow auch tat. Früher einmal hatte man ihm gesagt, dass er aussehen würde wie Charles Bronson. Er war darauf stolz gewesen, jetzt nicht mehr, denn der gute Charles wurde in Hollywood nur die greise Granate genannt, und auch an Kurt waren die Jahre nicht spurlos vorbeigegangen.

Er hatte lange Zeit keinen Film mehr mit Bronson gesehen, denn er musste sparen. Das Leben war teuer geworden.

Kurt jobbte als Auslieferungsfahrer für eine Molkerei, transportierte Joghurt, Pudding, Milch, Quark und viele andere Produkte. Im Dienst musste er immer eine Krawatte tragen, ebenso wie einen weißen Kittel.

Kurt schaute noch einmal in sein faltiges Gesicht und auf das graue Haar. Die Haut war rot angelaufen. Es lag einzig und allein an der Aufregung, die ihn festhielt, und er spürte seinen Herzschlag überdeutlich.

Kabine drei! Kurts Hand umklammerte den Türknauf. Für einen Moment hatte er den Eindruck, dass er ziemlich klebrig war. Das konnte er sich aber auch eingebildet haben, jedenfalls drehte er ihn und betrat die Kabine, in der es roch wie immer.

Auch nach Parfüm und nach einem Desinfektionsmittel, mit dem regelmäßig geputzt wurde.

Kurt schloss die Tür hinter sich zu. Innen befand sich ein Haken, an den Kleidung gehängt werden konnte. Kurt Latow lockerte seine Krawatte. Bei den meisten Peep-Shows konnten die Mädchen die Kunden nicht sehen, hier war das anders. Kontakt mit den Augen konnten sie schon aufnehmen, und oft genug hatte Kurt darin die wildesten Versprechen abgelesen, die aber nie eingelöst wurden.

In heller Vorfreude warf Kurt Geld in den Schlitz. Die dunkle Klappe schnellte daraufhin in die Höhe.

Der erste freie Blick.

Es war nicht die Blondine, es war eine neue, und Kurt stöhnte leise auf …

*

Welch eine Frau, welch ein Weib.

Kurt war wie vor den Kopf geschlagen, sodass er sie im ersten Augenblick gar nicht richtig wahrnehmen konnte, weil der Körper vor seinen Augen verschwamm. Einige Male atmete er tief durch, dann ging es ihm besser, und er konzentrierte sich zunächst einmal auf die dunkle Haarpracht, die das Gesicht umgab wie eine gelockte Perücke. Er wollte zuerst nicht glauben, dass das Haar echt war.

Kurt pustete gegen die freie Scheibe. Die Frau lächelte bereits verführerisch. Sie war noch jung, knapp über Zwanzig, und es war genau die Mischung zwischen Frau und Teenager, die Kurt so liebte.

Sie war nicht nackt, sie trug noch einen kurzen Rock und ein scharfes Oberteil.

Die Kabinen der Mädchen waren nicht größer als die der Kunden. Die Tänzerinnen, wie sie sich nannten, waren jedoch so gelenkig, dass sie sich trotz der herrschenden Enge noch anmutig auszuziehen verstanden.

Die junge Frau zwinkerte ihm zu, machte dann einen Kussmund und drehte ihm den Rücken zu. Gleichzeitig hob sie die Arme an. Von beiden Seiten näherten sich die Hände der Rückenmitte, wo ein Druckknopf das rote Oberteil aus dünnem Stoff zusammenhielt.

Sie öffnete den Knopf, der Stoff flatterte zu Boden wie ein müder Schmetterling. Einen BH trug sie nicht, aber ihre Hände bewegten sich wieder nach vorn, und zugleich drehte sie sich zu ihrem Kunden herum.

Latow atmete scharf durch die Nase. Er hatte gehofft, jetzt ihre Brüste zu sehen, doch die Tänzerin bedeckte sie mit den Händen, hielt den Kopf schief und zeigte ein Lächeln, das seine Enttäuschung nachempfinden sollte.

Sie bewegte sich einige Male auf der Stelle hin und her. Die Innenseiten ihrer Oberschenkel rieben dabei gegeneinander, dann wandte sie ihm wieder den Rücken zu, ließ die Arme sinken und machte sich an ihrem Minirock zu schaffen.

Er war dunkel wie das Haar der Tänzerin, saß ziemlich eng, und sie stieg aus ihm heraus wie aus einer Jeans. Es sollte provozieren, und es wirkte.

Dann half sie mit den Händen nach und präsentierte dem Gaffer wenig später einen perfekt gewachsenen Po, ein strammes Hinterteil, das keine Wünsche offen ließ.

Wenn die Vorderseite das hielt, was die Rückseite versprach, konnte er sich auf etwas gefasst machen. Freuden des Himmel und noch mehr, wie er dachte.

Er räusperte sich. Sie war jetzt nackt. Noch wandte sie ihm den Rücken zu. Sie tanzte auf der Stelle, um sich dann mit einer langsameren Bewegung zu drehen, sodass Kurt jede Sekunde auskosten konnte.

Diesmal hielt sie die Brüste nicht mehr bedeckt. Sie hatte die Arme angewinkelt und die Fäuste in die Hüften gestemmt. Sie schwang, und ihre Brüste schwangen mit. Ein herrlicher Anblick, der Latow voll mitriss.

Die dunklen Brustwarzen standen vor wie kleine Kirschen. Sie schien ebenfalls bei der Sache zu sein, was Kurt so liebte. Für ihn war die Kleine einfach perfekt.

Sie lächelte. Sie zeigte sich. Mal tat sie erschreckt, bedeckte ihre Scham, dann hob sie die Schultern und tat...

Erscheint lt. Verlag 30.9.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 2017 • 2018 • Abenteuer • alfred bekker • Bastei • Bestseller • blutig • Clown • Dämon • Dämonenjäger • dan-shocker • Deutsch • eBook • E-Book • eBooks • Extrem • Fortsetzungsroman • Frauen • Geisterjäger • grusel-geschichten • Gruselkabinett • Grusel-Krimi • Gruselroman • Grusel-Roman • Horror • Horror Bücher ab 18 • Horror-Roman • horrorserie • horror thriller • Horror-Thriller • Jason Dark • Julia-meyer • Kindle • Krimi • Kurzgeschichten • larry-brent • Lovecraft • Macabros • Männer • morland • neue-fälle • Paranomal • professor-zamorra • Professor Zamorra • Psycho • Roman-Heft • Serie • Sinclair • Slasher • spannend • Splatter • Stephen King • Stephen-King • Steven King • Terror • Thriller • Tony-Ballard • Top • Zombies
ISBN-10 3-8387-3672-9 / 3838736729
ISBN-13 978-3-8387-3672-3 / 9783838736723
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