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John Sinclair 513 (eBook)

Sandra und die Mördermaske

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3283-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 513 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Sandra und die Mördermaske.

>>Dann ist er gekommen, hat mich gepackt und ins Jenseits geschleppt<<, sagte mein Freund Bill, bevor er sich zurücklehnte und auf meine Reaktion wartete.

Ich hob die Augenbrauen. Mein Lächeln misslang, weil Bills Gesicht todernst blieb. >>Was geschah dann? Bist du gestorben?<<

>>Säße ich dann hier?<<

>>Wohl kaum. Etwas muss doch geschehen sein<<, rätselte ich.

>>Ist es auch. Die Maske entführte mich ...<<

Ich verstand kein Wort, denn Sandra und die Mördermaske waren mir bisher noch nicht über den Weg gelaufen.

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Sandra und die Mördermaske


»Dann ist er gekommen, hat mich gepackt und mit ins Jenseits geschleppt«, sagte mein Freund Bill Conolly zu mir, bevor er sich zurücklehnte und auf meine Reaktion wartete. Ich hob die Augenbrauen. Mein Lächeln misslang, weil Bills Gesicht todernst blieb. »Was geschah dann? Bist du gestorben?«

»Säße ich dann hier?«

»Wohl kaum. Etwas muss doch geschehen sein.« Ich trank einen kleinen Schluck von Bills ausgezeichnetem-Cognac.

»Klar, es ist etwas passiert.«

»Und was bitte?«

»Wir gelangten in einen Raum.«

»Wer ist wir?«, unterbrach ich ihn.

»Die Maske und ich. Es war ja eine Maske, die mich entführte, das hatte ich dir berichtet.«

»Okay, du kamst also in einen Raum.«

Bill nickte und wischte über seine Augen. Er schüttelte auch noch den Kopf. »Es ist ein Wahnsinn, was ich dir jetzt sage, aber es stimmt in allen Einzelheiten. Wir waren in diesem Raum, da erklärte die Maske mir, ich sollte ihr den Körper besorgen.«

»Welchen Körper?«

»Ihren eigenen.«

»Es war also nur eine Maske ohne eigenen Körper. Habe ich das richtig verstanden?«

»So ist es.«

»Wo befindet sich der Körper jetzt?«

Bills schaute mich vorwurfsvoll an. »John, das war, mit Verlaub, eine dumme Frage. Ich habe keine Ahnung, wo sich der Körper befindet. Deshalb soll ich ihn auch suchen.«

Ich trank noch einen Schluck. Eigentlich waren Bill und ich normal. Was man heutzutage so als normal ansieht. Ich hatte zwar einen etwas verrückten Job, Bill auch, er arbeitete als freier Journalist und hatte ebenfalls Dinge hinter sich, wo andere mit den Ohren und noch mehr gewackelt hätten, aber was er mir da unter die Weste schob, das war schon ein starkes Stück.

Bill merkte einiges von dem, was in meinem Innern ablief. »Du glaubst mir nicht, oder?«

»Es fällt mir zumindest nicht leicht.«

»Ausgerechnet dir, John? Bei dir sind doch schon die unmöglichsten Dinge möglich geworden.«

»Stimmt alles. Man hat dich also ausgesucht, den Körper der Maske zu finden.«

»Ja, und man entführte mich.«

»Wo fand dieses Kidnapping statt?« Diese Frage hatte ich tatsächlich noch nicht gestellt und war auf die Antwort gespannt.

»In meinem Bett. Man holte mich aus dem Bett.«

Ich staunte ihn an. »Einfach so?«

»Sicher.«

»Und Sheila, dein Weib?«

Bill nuckelte an seinem Whisky. »Sheila hat nichts bemerkt. Johnny auch nicht, und Nadine, der Wölfin, ist ebenfalls nichts aufgefallen. So ist es gewesen.«

»Aber du bist glücklicherweise zurückgekommen.«

»Da sagst du was. Als ich dieses Abenteuer hinter mir hatte, fand ich mich in meinem Bett wieder. Sheila schlief noch immer ruhig und fest. Alles war unverändert.«

»Wieviel Zeit war vergangen?«

»Vielleicht eine Sekunde oder zwei.« Bill goss noch etwas Sodawasser ins Glas. »Der Begriff Zeit ist im Jenseits aufgehoben.«

Ich schaute zu, wie das Zeug hochschäumte und perlte. Mein Blick wanderte. Die große Scheibe zeigte außen ein Muster aus langen Regenstreifen. Die Tropfen-klopften gegen die Scheibe. Es war ein typisches Novemberwetter. Regnerisch und stürmisch. Sheila war nicht im Haus. Sie und Johnny hatten an diesem Abend Turnen. Sie nahm den Jungen gern mit, ihm machte es auch Spaß.

Bill und ich hatten es uns gemütlich gemacht. Im Kamin brannte das Feuer, hin und wieder knisterte Holz. Winzige Funken sprühten nach allen Seiten weg, gerieten in den Sog des Kamins und verschwanden.

»Was sagt Sheila zu deinem Abenteuer?«

»Sie weiß es nicht. Ich wollte mit dir darüber reden und freue mich, dass du Zeit gefunden hast.«

»Es lag gerade nichts an. Tiger Diabolo existiert nicht mehr. Den haben Suko und ich vor zwei Nächten zum Teufel gejagt. Jetzt kommst du.« Ich schaute zu Boden und lachte leise. »Wenn ich dich ja nicht kennen würde, Bill …«

»Ich phantasiere mir da nichts zusammen, John. Glaub es mir.«

»Okay, ich habe auch nichts gesagt. Ich suche nur nach den Motiven, den Gründen.«

»Die Maske will ihren Körper.«

»Wie sah sie aus?«

»Silbrig und starr. Ihre Augen waren gefüllt. Sie sprühten in einem dunklen Rot.«

»Sie sprach?«

»Ja. Ob ich die Worte akustisch gehört oder nur in Gedanken verstanden habe, das kann ich dir nicht sagen. Jedenfalls konnten wir uns unterhalten.«

Ich holte eine Zigarette aus der Schachtel.

»Gib mir auch ein Stäbchen.«

»Ich schnickte Bill einen Glimmstängel rüber. »Noch mal, Alter. Die Maske hat dich entführt in einen jenseitigen Raum oder eine jenseitige Welt. Dort hat sie dir eine Aufgabe gestellt.«

»So ist es.«

Ich blies den Rauch schräg in die Höhe. »Hat sie dir einen Hinweis gegeben, wo du mit der Suche nach dem Körper anfangen sollst? Ist etwas in dieser Richtung geschehen?«

»Nein, nichts.«

»Keinen Tip?«

»Überhaupt nicht. Das ist ja das Problem. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.«

»Wenn überhaupt.«

Bill hatte verstanden. »Meinst du, ich soll den ganzen Kram einfach ignorieren?«

»Wäre vielleicht besser. Wenigstens so lange, bis sich die Maske wieder bei dir meldet.«

»Keine schlechte Idee.« Bill furchte die Stirn und strich durch das dichte, braune Haar. »Weißt du, John, wir kennen uns lange genug. Ich bin kein Angsthase, das muss dir auch bekannt sein. Was aber hier passiert ist, lässt mich leicht zittern. Da ist einiges gelaufen, vor dem ich mich einfach fürchte. Ich habe das Gefühl, unter Beobachtung zu stehen. Ich bin eingekreist, meine Familie ebenfalls. Man muss etwas dagegen unternehmen.«

»Richtig. Und was?«

»Das ist unser Problem.«

»Die Maske müsste sich melden.«

Bill grinste schief. »Du kannst ja versuchen, sie zu rufen. Vielleicht kommt sie.«

»Hör auf.« Ich drückte die Zigarette aus. »Die Maske hat doch mit dir gesprochen. Ist dir da nichts aufgefallen?«

»Wie meinst du das?«

»In welcher Sprache sie redete. Klangen die Worte altertümlich? Hat sie so mit dir geredet, wie ich es auch getan hätte?«

»Das kann ich nicht sagen.« Bill gab die Antwort amüsiert. »Sie sprach nur den Satz. Sie wollte ihren Körper haben. Ich sollte ihn für sie suchen.«

»Ohne Hinweis?«

»So ist es!«

»Das ist doch Mist! Sie kann doch nicht …«

»Sicherlich hat sie mich nicht ohne Grund ausgesucht, John. Die Maske wird schon wissen, was sie tut. Da sie mich angesprochen hat, muss sie davon überzeugt gewesen sein, den Richtigen zu haben. Also könnte ich etwas wissen, ohne davon zu ahnen. Verstehst du?«

»Klar.«

Bill tippte gegen seine Stirn. »Also müsste ich mir überlegen, ob ich irgendwann in der Vergangenheit mal etwas mit einer silbernen Maske zu tun gehabt habe.«

»Hast du das?«

»Ich bin nicht darauf gekommen. Ich habe alles durchgeblättert, bin tief in die Vergangenheit gestoßen, aber mit einer Silbermaske habe ich mich noch nicht befasst. Du etwa?«

»Auch nicht. Wenigstens sage ich das so spontan.«

»Was machen wir?«

»Wir warten darauf, dass sie wieder erscheint und dich noch einmal bittet.«

»Darauf kann ich verzichten.«

»Dann müssen wir mit der Suche anfangen.«

»Klar. Fragt sich nur, wo das geschehen soll?«

»Die Maske war aus Silber, sagst du?«

»So sah sie aus.«

»Meine Kugeln sind auch aus Silber.«

»Aus geweihtem.«

»Stimmt. Dennoch könnte es sein, dass man die Maske auch aus geweihtem Silber hergestellt hat. Die Person, die sie getragen hat, ist verstorben und kann, aus welchem Grund auch immer, nicht ihre Ruhe finden. Was sagst du zu meiner Theorie?«

»Kann hinkommen.«

»Muss aber nicht, ich weiß. Heutzutage läuft auch niemand mit einer Silbermaske herum.«

»Früher allerdings. Wenn ich da an alte Ritterfilme denke. Da traten oft maskierte Helden auf. Der schwarze Ritter, der Mann mit der Silbermaske, dessen Gesicht völlig entstellt gewesen ist …«

Ich schnippte mit den Fingern. »Das könnte übrigens eine heiße Spur sein, Bill.«

»Dann müssten wir uns alte Ritterfilme ansehen.«

»Bewahre. Da wälze ich lieber Literatur. Sonst wüsste ich nicht, wo wir anfangen sollten.«

»Gibt es keinen Experten, der sich mit Masken auskennt?«

»Wir kennen einige Historiker. Wir könnten sie morgen mal interviewen.«

»Dazwischen liegt eine lange Nacht.«

»Richtig, Bill. Rechnest du damit, dass etwas passiert?«

»Eigentlich ja. Die Maske hat drängend gesprochen. Sie hatte es eilig. Sie will ihren Körper zurückhaben, aus welchen Gründen auch immer. Ich habe noch nichts tun können und rechne damit, dass sie mir Daumenschrauben ansetzen will. Die hat mich entführt, John, und ich habe es nicht bemerkt. Ich war plötzlich weg. Verschwunden. Einfach so. Das ist für mich nicht zu begreifen.«

»Jedenfalls kommen wir nicht weiter, wenn wir nur hier herumsitzen. Hast du zuvor nichts bemerkt, Bill?«

»Nein. Ich glaubte, in einem tiefen Traum zu stecken.«

»Vielleicht hast du alles nur geträumt?«

Bill schüttelte den Kopf. »Bestimmt nicht. Ich sagte, ich glaubte, in einem Traum zu stecken. Ich steckte nicht darin. Das ist der große Unterschied dabei. So etwas bemerkt man schließlich. Ich verschwand einfach aus dem Bett. Ich löste mich auf.«

Meine Zusatzfrage kam sofort. »Kann es sein, dass du einen Astralkörper...

Erscheint lt. Verlag 12.8.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-3283-9 / 3838732839
ISBN-13 978-3-8387-3283-1 / 9783838732831
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