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John Sinclair 443 (eBook)

Lady Panthera

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3203-9 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 443 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Lady Panthera.

John und Suko mussten die Überraschung erst einmal verdauen. Da stand eine Frau vor ihnen, die behauptete, die Dienerin eines Königs gewesen zu sein, der bereits seit 2000 Jahren tot war! Und Lady Panthera erzählte weiter: >>Am Hof König Salomos habe ich Raubtiere gezähmt. Und so alt bin ich nur geworden, weil ich Salomos Blut getrunken habe ...<<

Erfahre was Lady Panthera von John und Suko verlangt!

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Lady Panthera


Die Nacht war lau und sternenklar. Nur wenige Wachen umrundeten das große Lager, und keiner der Wächter sah die Frauengestalt, die durch die Gassen zwischen den Zelten schlich.

Sie trug einen schwarzen Umhang. Nur die Bleiche ihres Gesichts fiel auf. Sehr schnell hatte sie ihr Ziel erreicht, schlüpfte in eines der Zelte und näherte sich dem Lager des Königs.

Dabei zog sie ein Messer. Die Klinge funkelte im Schein einer Öllampe.

»Blut!«, flüsterte sie. »Das Blut König Salomos …«

Dann stach sie zu!

»Wenn der Mensch zum Raubtier wird und das Raubtier zum Menschen, so flieht, denn dann ist die Zeit der Apokalypse gekommen.«

Zweimal sagte Thriller I diesen Spruch auf, bevor er lachte und sich drehte. Aus dem Lachen wurde ein Grinsen. »Versteht ihr das?«, wandte er sich an Thriller II und Thriller III.

»Wir haben es gehört«, sagte Thriller II.

»Und du?«

»Ich mag so einen Quatsch nicht«, erklärte Thriller III. »Ich will Action, klar?«

»Das wollen wir alle.«

Thriller II bekam hungrige Augen. »Dann machen wir doch endlich Action, verdammt!«

Thriller I hatte die Lage im Griff. Deshalb hatte er sich auch eine Eins hinter seinen Spitznamen gesetzt. »Geduld, Freunde. Wir holen sie noch raus.« Er nickte dem Spruch über der dunkel gestrichenen Tür zu. »Das geht alles über die Bühne, wir räuchern sie aus. Die Typen haben in London nichts verloren.«

Thriller III rieb sich die Hände. »Wenn wir es nicht machen, dann macht es niemand.«

»Eben!«

Im Schutz der Dunkelheit würden sie zuschlagen. Es sollte ein Überfall werden. Ob es dabei Verletzte oder Tote gab, spielte für sie keine Rolle. Sie hatten voll und ganz auf die neue Gewalt gesetzt, und sie waren stolz darauf, denn für sie hatten sich in der letzten Zeit zahlreiche Zeitschriften und Magazine interessiert.

Skinheads nannten sie sich, und sie scherten sich einen Dreck um die Gesetze.

Skinheads gab es überall in Europa und in den Staaten. Eine Bande von jungen Leuten, die etwas gegen Menschen hatten, die eine andere Hautfarbe besaßen. Und da war London das richtige Pflaster für sie. Asylanten gab es genügend, und Skinheads bekamen ebenfalls immer mehr Zulauf. Eine Folge der Arbeitslosigkeit, die sich über das gesamte Land ausgebreitet hatte.

Es war ein warmer Tag gewesen, aber auch in der Nacht schlief London nicht.

Soho kochte über, im Hyde Park ging man spazieren, und auf den breiten Uferstraßen der Themse herrschte ebenfalls reger Betrieb.

Die drei Skinheads hielten sich in Southwark auf, dem Londoner Armenviertel. Hier und in einigen Vorstädten des Nordens wohnten viele Farbige. Täglich wurden es durch neu hinzugekommene Asylanten mehr. England zahlte eben einen hohen Preis für seine Kolonialpolitik.

Die drei Skinheads hatten sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen, die selbstständig agierte. Ihr Anführer war Thriller I. Die richtigen Namen hatten sie fast vergessen, sie redeten sich nur mit Thriller an.

Haare besaßen sie nicht mehr. Ihre Schädel waren kahl rasiert worden. Thriller I hatte sich ein Spinnennetz auf den Kopf tätowieren lassen. Thriller II eine grinsende Fratze, und Thriller III einen nackten Frauenkörper.

Ansonsten liebten sie Leder, Abzeichen und natürlich Waffen. Eisenstangen, Schlagstöcke, Messer und Ketten. Damit hatten sie auch schon gegen Polizisten gekämpft.

Thriller I trug nur Leder. Jacke und Hose bestanden aus diesem Material. Auf ein Hemd hatte er verzichtet. Er mochte es, wenn das Leder die nackte Haut berührte.

Thriller II hatte sich Jeans übergestreift. Seine ärmellose Lederweste stand offen, und die dunkelroten Schnürschuhe besaßen harte Sohlen, damit er wirkungsvoll zutreten konnte.

Thriller III trug ebenfalls Leder. Seine Uniform hatte aber im Kampf schon schwer gelitten.

Sie selbst bezeichneten sich als die rächende Rotte. Sie würden es dem Pack zeigen, und schon längst hatten sie sich einen Plan ausgearbeitet, wie sie vorgehen wollten.

Konzentriert und hart zuschlagen, so hieß ihre Devise. Egal, wer dabei auf der Strecke blieb.

Von der Themse wehte ein fauliger Geruch über die Dächer der Häuser. Hin und wieder stank es auch nach Fisch, denn irgendwo in der Nähe musste eine solche Bude stehen.

Noch einmal las Thriller I den Spruch über der Tür vor, und seine Kumpane wunderten sich darüber.

»Was ist denn da so Besonderes?«, fragte Thriller II.

»Ich weiß auch nicht!«

»Diese …« Er fügte ein nicht druckreifes Schimpfwort hinzu, »glauben, dass sie etwas Besseres sind. Aber den Zahn ziehen wir ihnen.« Thriller II ballte die rechte Hand zur Faust. Die Haut auf seinen Knöcheln war aufgerissen. »Wir machen sie alle.«

Thriller III nickte. Er war der kleinste der Gruppe, aber auch der wildeste. Stiernacken, breites Kreuz, ein Bulldoggen-Gesicht, dessen Stolz ein auf der Oberlippe wachsender Schnäuzer war. Für seine achtzehn Jahre sah der Junge schon alt aus. Seit drei Jahren gehörte er zu den Skinheads, und er hatte auch deren Ausbildung genossen. Körperlich war er fit gemacht worden. In langen, harten Kämpfen hatte man ihn gestählt. Zahlreiche Skinheads besaßen versteckt liegende Ausbildungsstätten.

»Verdammt, ich will die Höhle ausräuchern«, sagte Thriller II, der junge Mann mit der Sattelnase. Der Knüppel eines Polizisten hatte sie auf diese Art und Weise verformt. Seit dieser Zeit hasste Thriller II die Unformierten noch mehr.

Aber ihr Chef zögerte noch. Er sagte auch nichts. Als er sich bewegte, knarrte das Leder der Jacke. Sein Blick war misstrauisch geworden. Dass er die Schrift über der Tür lesen konnte, hatte er einem Scheinwerfer zu verdanken, der von einem flachen Hausdach herüberstrahlte.

Warum der eingeschaltet worden war, wussten die drei nicht. Sie hatten sich mit den Rücken gegen das Rolltor eines Eingangs gedrückt und lauerten darauf, dass endlich etwas geschah.

Seit einer Viertelstunde standen sie jetzt in dieser schmalen Gasse, ohne dass sie von einer anderen Person betreten worden wäre. Nur an ihren Enden waren hin und wieder Fahrzeuge vorbeigehuscht, aber nicht ein Fahrer hatte je in die Gasse hineingeschaut oder seinen Wagen etwa gedreht.

Thriller I schüttelte den Kopf. »Dieser Spruch gefällt mir nicht. Die Hundesöhne kommen aus dem Orient. Ich habe mal gehört, dass hinter den Dingen viel Wahrheit steckt.«

»Ach.«

Thriller I drosch seine Faust gegen die Brust des neben ihm stehenden Thriller II. »Noch so eine Bemerkung, und ich stopfe dich in den Gully. Ich weiß, was ich sage. Manchmal ist es von Vorteil, wenn man eine Schule besucht hat.«

»Kann sein.«

»Das kann nicht nur sein, das stimmt auch!«

»Was ist denn damit?«, fragte Thriller III.

»Eine Warnung. So etwas steht auch an den Gräbern der ägyptischen Pyramiden, habe ich gehört. Ist ja egal, wir machen sie trotzdem nieder. Wir müssen nur vorsichtig sein.«

»Es sind bestimmt zehn, nicht?«

»Ja.«

Thriller III hob die Schultern. »Wenn Sie keine Kanonen haben, ist das nicht tragisch.«

»Die nicht!«, sagte Thriller I. »Die verlassen sich voll und ganz auf andere Dinge.«

»Messer?«

»Kann sein.«

Thriller II scharrte unruhig mit den Sohlen. »Verdammt, ich will endlich Action.«

»Kriegst du, Junge, kriegst du!« Thriller I warf noch einen Blick durch die leere Gasse. In der Nähe des Flusses kam Dunst auf. Und dieser dünne Nebel zog in feinen Schwaden über das Kopfsteinpflaster hinweg.

Thriller I hatte sich entschieden. »Wir werden nicht den Eingang nehmen«, erklärte er und überraschte seine Kumpane damit.

»Weshalb nicht?«, fragte Thriller II.

»Der Spruch.«

Keiner sagte mehr etwas dazu. Sie kannten Thriller I. Wenn der durchdrehte, wurde es schlimm. Da kannte er kein Pardon, und er besaß die Kräfte, um beide durchzuwalken.

Hintereinander überquerten sie die Gasse. Das Haus, das sie sich ausgesucht hatten, war schmal und wirkte baufällig. Bis auf die Tür. Die Fenster waren dunkel.

Bis zur nächsten Einfahrt waren es vielleicht zehn Schritte.

Der Boden war mit Abfall und Unrat bedeckt. Sicher gab es hier auch Ratten, die ließen sich nicht blicken, so kamen die Typen nicht in den Genuss, sie zu zertreten, denn so etwas taten sie gern. Und als Ratten bezeichneten sie auch die Menschen, die eine andere Hautfarbe hatten.

Im Hinterhof brannte kein Licht. Er wirkte wie ein stockfinsterer Vorhof zur Hölle. Die drei Skinheads mussten sich erst orientieren. Im Schein einer schmalen Stablampe sahen sie ihren Weg. Als sie das Schnarchen hörten, blieben sie stehen.

Keine Gefahr, denn nahe der Hauswand lag ein Betrunkener und schlief seinen Rausch aus.

Thriller I hielt die Lampe. Der fahle Lichtbalken glitt an der Hauswand entlang, traf mal ein blindes Fenster und ein Rechteck, in dem nur mehr Scheibenreste steckten.

Das war bei dem Haus, in das sie hineinwollten, nicht der Fall. Zwar klebte an den Scheiben der Schmutz, aber um das Fenster zu öffnen, mussten sie eine Scheibe einschlagen. Zudem lagen die Fenster relativ hoch.

Die Skinheads waren aufeinander eingespielt. Thriller III bückte sich bereits, damit Thriller I auf seinen Rücken steigen konnte. Er bewegte sich sehr geschmeidig. Einen aus Hartgummi bestehenden Knüppel hielt er bereits in der Hand. Um die obere Hälfte hatte er ein Tuch gewickelt, um den Lärm dämpfen zu können.

Thriller III hatte seinen Rücken fast waagerecht durchgebogen. Mit beiden Händen stützte er...

Erscheint lt. Verlag 29.7.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-3203-0 / 3838732030
ISBN-13 978-3-8387-3203-9 / 9783838732039
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