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John Sinclair 475 (eBook)

Meine Totenbraut

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3244-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 475 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Meine Totenbraut.

Die schlanken Finger der Frau strichen sanft über die Wangen des Mannes. >>Du kannst alles von mir haben, Hector de Valois - alles!<<

Er lächelte und hob die Schultern. >>Nein, meine Liebe, ich möchte es nicht.<< Mit diesen Worten wandte er sich ab. >>Ist sie der Grund?<<

Er nickte.

>>Gut<<, flüsterte die Frau eifersüchtig, und fast drohend streckte sie den rechten Arm aus. >>Vergiss eines nicht, mein Freund. Niemand weist Diablita zurück, auch du nicht ...<<

Bei einem Einsatz machte auch ich, der in manchen Kreisen berüchtigte Geisterjäger John Sinclair, mit der geheimnisvollen Diablita Bekanntschaft. Sie behauptete steif und fest meine Totenbraut zu sein.

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Meine Totenbraut


Die schlanken Finger der Frau strichen sanft über die Wangen des Mannes. »Du kannst alles von mir haben, Hector de Valois – alles!«

Er lächelte und hob die Schultern. »Nein, meine Liebe, ich möchte es nicht.« Mit diesen Worten wandte er sich ab.

»Ist sie der Grund?«

Er nickte.

»Gut«, flüsterte die Frau eifersüchtig, und fast drohend streckte sie den rechten Arm aus. »Vergiss eines nicht, mein Freund. Niemand weist Diablita zurück, auch du nicht …«

»Ja«, sagte Suko und bewegte den Kopf vor und zurück. »Da sieht man wieder, wie erholsam ein Job bei Scotland Yard sein kann. Braungebrannt, so richtig in Form, natürlich bereit zu neuen Schandtaten. Stimmt es, oder habe ich recht?«

»Beides.«

Nach dieser »Begrüßung« fielen wir uns in die Arme. Suko war zum Flughafen gekommen, um Glenda und mich abzuholen. Der Inspektor hatte nicht gelogen. In der Tat sahen wir erholt aus. Die schweizer Wintersonne hatte dafür gesorgt, allerdings erst, nachdem es mir gelungen war, die Hexe vom Gasterntal und ihren Helfer zu vernichten, einen gefährlichen Zombie, der bereits gemordet hatte.

Vier Tage hatten wir nach getaner Arbeit Urlaub genossen, und die waren erfüllt gewesen mit langen Spaziergängen und einigen Skilanglauf-Versuchen. Und gefeiert hatten wir, denn in Kandersteg hatte ich inzwischen Freunde gefunden.1

London hatte ich bereits telefonisch über meinen Erfolg verständigt, sodass Suko bei unserer Ankunft keine großen Fragen zu stellen brauchte. Die Maschine aus Zürich war am späten Nachmittag gelandet, ins Büro wollte ich nicht mehr gehen, aber ich hatte Durst bekommen und fragte meine Freunde, ob sie etwas trinken wollten.

Glenda war dafür, Suko auch, und so suchten wir uns ein kleines Restaurant aus, chic eingerichtet mit viel Messing und Mahagoni. Man konnte italienisch essen, aber keinem von uns stand der Sinn nach einer schnellen Pizza.

»Kaffee, stark«, sagte Glenda und streckte die Beine aus, bevor sie die Arme hochreckte und die Hände hinter den Kopf verschränkte. »Ich brauche einen doppelten Expresso.«

»Und du, Suko?«

»Mineralwasser.«

»Dann bin ich wieder der einzige unter uns, der fremdgeht«, erklärte ich und bestellte einen Rotwein. Sukos Blicke trafen einmal Glenda, dann mich, und er schüttelte einige Male den Kopf, wobei ein Lächeln über seine Lippen glitt.

»Was hast du?«, fragte ich ihn.

»Seid mir nicht böse, aber ihr kommt mir vor, als wärt ihr noch gar nicht richtig auf der Welt.«

»So kann es sein«, erwiderte Glenda. Ihre Augen besaßen einen träumerischen Ausdruck. »Ich habe noch immer das Gefühl, in der Wintersonne zu sitzen und gegen die schneebedeckten Berge zu schauen. Es war einfach zu schön, ein herrliches Erlebnis. Ich hätte noch bleiben können. Leider waren die Zimmer wieder vergeben, aber diese Tage werde ich so leicht nicht vergessen.«

»Und ich musste hier in London hocken«, beschwerte sich Suko.

Glenda strich schnell über seine rechte Wange. »Du tust mir direkt leid, mein Armer.«

»Lüge. Ich sehe dir an, Mädchen, dass du lügst.«,

»John, muss ich mir das Gefallen lassen?«

»Im Prinzip nicht«, sagte ich lächelnd. »Aber er hat ja recht.«

»Ihr Männer haltet immer zusammen. »Glenda zog den Reißverschluss ihrer dreiviertellangen Winterjacke nach unten und fragte gleichzeitig: »Was ist eigentlich mit unserem Gepäck?«

»Dafür wird gesorgt.«

»Hast du das angeordnet, John?«

»Ja, mittlerweile kennt man mich hier. Wir brauchen es später nur mehr in den Wagen zu laden.«

Ein Ober brachte die bestellten Getränke. Er hatte für jeden von uns ein paar freundliche Worte und bewegte sich wie ein Tänzer, als er die Dinge vor uns auf die runde Tischplatte stellte.

Suko formulierte den Trinkspruch. »Dann heiße ich euch in der Heimat willkommen, Freunde.«

Ich musste grinsen. »Du tust gerade so, als wären wir ein Jahr London fern geblieben.«

»Ich freue mich eben, wenn die Menschen, die mir etwas bedeuten, gesund zurückkehren.«

»Genau, John«, sagte Glenda. »Daran solltest du dir auch mal ein Beispiel nehmen. Ich finde es toll, dass sich auch in der heutigen Zeit noch Menschen um andere Menschen Sorgen machen, wo es doch immer heißt, dass die Welt so kalt und gefühllos sei.«

»Na denn, Cheerio.«

Der Wein schmeckte mittelprächtig. Er war mir ein wenig zu »dünn«. Auf dem Metallstuhl drehte ich mich herum, sodass ich zur Theke sehen konnte. Dort standen die Gäste dicht nebeneinander und tranken ihren Kaffee oder nahmen einen Longdrink. Sie wirkten alle ein wenig in Hast und Eile. Viele schauten auf die Uhr, doch ich ließ mein Inneres allmählich ausklingen.

Bisher war ein Thema vermieden worden, das ich jedoch nicht vergessen hatte und anschnitt. »Suko, was hat es Neues gegeben in der Zeit, in der wir in der Schweiz waren?«

»Kaum etwas.«

»Wieso kaum?«

»Es gab da eine Sache mit einem Rundfunkmann, der angeblich vom Teufel besessen war. Ich habe mich um den Knaben gekümmert und fand ihn nur noch tot.«

»Selbstmord?«, fragte Glenda.

»Ja. Wie kommst du darauf?«

»Nur so. War gewissermaßen eine Eingebung.«

Suko nickte. »Er hatte sich tatsächlich umgebracht. Sich selbst mit einem schwarzen Tuch erwürgt. Er lag in seiner Wohnung vor einem Teufelsaltar. Es war kein angenehmes Bild.«

»Gab es Hintergründe?«, fragte ich. »Hast du nachgeforscht?«

»Ja, aber nichts herausgefunden. Der Mann gehörte wohl keiner Gruppe an. Er war allein.«

»Sollen wir trotzdem am Ball bleiben, oder siehst du den Fall als abgeschlossen an?«

»Er ist vorbei.«

Wenn Suko das sagte, brauchte ich mich nicht in die Sache einschalten. Ich zündete mir eine Zigarette an. »Und sonst war nichts, was aus dem Rahmen fiel?«

»Doch.«

Glenda und ich schraken zusammen, als wir die knappe Antwort des Inspektors hörten. Als Suko unsere gespannten Haltungen und erwartungsvollen Gesichter sah, begann er zu lachen und winkte ab. »Nein, so spannend ist es nicht, Freunde. Nur ungewöhnlich. Es geht auch eigentlich nur John etwas an.«

»Rück schon heraus mit der Sprache!«

»Ich habe des Öfteren Anrufe für dich bekommen.«

»So?« Ich hob die Schultern. »Von wem denn?«

»Von einer Frau.«

Ich kannte meinen Freund. »Wenn du so sprichst, Suko, weißt du nicht, wer mich sprechen wollte.«

»Richtig. Sie hat ihren Namen nie sägen wollen, obwohl ich sie des Öfteren danach fragte. Ist ja verständlich. Immer wieder lehnte sie es ab, sodass ich schon sauer wurde.«

»Hat sie dich wirklich nicht mit Informationen versorgt?«

»Nur ein wenig. Sie sprach davon, dass sie ihren Geliebten suchen würde. Und sie ihn nun gefunden hätte.«

Mein Lächeln erstarrte zur Grimasse. Mit dem Zeigefinger deutete ich auf meine Brust. »Und dieser Geliebte soll ich sein?«

»So hörte es sich jedenfalls an. »Du kannst es drehen und wenden, John, ich weiß es auch nicht. Ich fragte natürlich nach. Glaube nur nicht, dass ich eine Antwort bekam. Diese Anruferin suchte ihren Geliebten. Mehr kann ich dir nicht mitteilen.«

Glenda konnte sich ein Lachen nicht verbeißen. »John«, sagte sie und drohte mit dem Zeigefinger. »Ich wusste nicht, dass du so als Geliebter gefragt bist.«

»Ich auch nicht.«

»Nun ja«, meinte Suko mehr scherzhaft. »Wer von uns kennt schon den anderen genau?«

»Hör auf, Mensch! Sag mir lieber, ob du die Stimme erkannt hast? Hat sie jung geklungen, alt, neutral, oder war sie hoffnungsvoll?«

»Fremd.«

Ich trank noch einen Schluck Wein. »Wie fremd?«

»Fremd und anders, John. Ich habe sie noch nie zuvor gehört. Sie besaß einen Dialekt, wie ich meine. Mir kam es vor, als würde es ihr schwerfallen, die Worte zu formulieren. Als müsste sie erst noch nach ihnen suchen.«

»Keine Engländerin?«

»Nein.«

Ich überlegte, auch Glenda dachte nach und kam eher zu einem Entschluss. »Wie oft hast du Fälle allein angegangen, John? Es gab ja viele Frauen, die dir über den Weg gelaufen sind. Attraktive, weniger attraktive, vielleicht heimliche Verehrerinnen, und Frankreich hat dich ja auch in der letzten Zeit angezogen.«

»Wie kommst du darauf?«

»Weil Suko von einem fremden Dialekt sprach.«

»Die Frau hätte ebenso gut Deutsche sein können …«

Suko hob die Hand. »Das nicht. Ich glaube, dass Glenda mit ihrer Vermutung richtig liegt. Diese Unbekannte sprach tatsächlich mit einem französischen Akzent.«

Glenda nahm die Tatsache noch immer von der amüsanten Seite. »John, was hast du in Frankreich oder Paris alles hinterlassen. Etwa gebrochene Herzen?«

»Kaum.«

»Es ist noch schlimmer, wenn man selbst nicht weiß, was man angerichtet hat.«

»Hör doch auf«, sagte ich, weil ich die Sache als ziemlich ernst ansah. »Da steckt etwas dahinter.«

»Meinst du?«

Suko hatte die Frage gestellt. Er bekam auch die Antwort. »Weshalb hätte mich sonst jemand anrufen sollen. Und nicht nur ein- oder zweimal. Jemand will oder wollte mich dringend sprechen. Wie sah es zeitmäßig aus? Wann erfolgten die Anrufe?«

»Immer tagsüber, nie in der Nacht. Sie erreichten mich stets im Büro, als hätte die Frau genau gewusst, wo sie dich finden konnte. Das ist schon außergewöhnlich.«

»Die Mühe bestimmt, die die Unbekannte sich gegeben hat. Jetzt bin ich ja gespannt, ob sie noch einmal anruft.«

...

Erscheint lt. Verlag 5.8.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-3244-8 / 3838732448
ISBN-13 978-3-8387-3244-2 / 9783838732442
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