Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

John Sinclair 463 (eBook)

In den Fängen eines Teufels (2. Teil)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3224-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 463 - Jason Dark
Systemvoraussetzungen
1,99 inkl. MwSt
(CHF 1,90)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen

Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

In den Fängen eines Teufels (2.Teil).

Der Orlock war wieder da!

Vor 100 Jahren gestorben, geisterte er wieder durch seine alte Burg.

Man hatte ihn auch den Schänder genannt. Gefährlich war er, brutal und tödlich. Ausgestattet mit einer heimtückischen Waffe, die er schon damals rücksichtslos eingesetzt hatte. Und er war bereit, die alten Zeiten wieder aufleben zu lassen. Den Anfang hatte er bereits gemacht.

Sein erstes Opfer trieb im Pool des Schlosses ...

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

In den Fängen eines Teufels (2.Teil)


»Suko … weg!«

Meine Stimme überschlug sich genau in dem Augenblick, als das Rasiermesser vorschwang und Kurs auf Sukos Gesicht nahm, der sich weit aus dem Fenster gebeugt hatte und zu mir hinstarrte.

Ich hockte in einem Nachbarfenster und hatte die lauernde Gefahr sofort bemerkt. Lauthals warnte ich Suko. Der tauchte im selben Augenblick weg. Gerettet, wenigstens vorerst.

Ich hockte weiterhin in einer verdammt ungünstigen Position auf dem Fensterbrett. Eine falsche Bewegung, und ich fiel in die Tiefe.

Ich drehte den Kopf und peilte schräg in die Höhe. Der unheimliche Schatten kauerte auf dem Dach, direkt vor einer Gaube, die weit vorgebaut worden war.

Noch immer hielt die Gestalt die gemeine Waffe fest. Erst jetzt zog sie es langsam höher.

Ich wusste mittlerweile auch, um wen es sich bei diesem Unheimlichen handelte.

Es war Orlock, ein Toter, der vor rund 100 Jahren gestorben war. Auf seine Spur waren wir praktisch durch Zufall gestoßen. Eigentlich hatte unsere Jagd einem ganz anderen gegolten. Einem ebenfalls Toten, dessen Vorleben wir näher unter die Lupe nehmen wollten. 1

Der Mann hatte van Dyken geheißen. Professor van Dyken, ein bekannter Chemiker, der sein Wissen nicht nur in den Dienst der Wissenschaft gestellt hatte, sondern auch in den eines Konzerns. Der OMEGA-Konzern, das nahm ich stark an, trug die Verantwortung für ein grauenhaftes Waldsterben. Dies wiederum erweckte dämonische Kräfte, gegen die wir auch hatten ankämpfen müssen. Dabei war Lupina, die Königin der Werwölfe, endgültig vernichtet worden.

Uns war nur ein halber Sieg gelungen, und wir hatten uns wieder an den toten Professor erinnert. Wir fanden heraus, dass er hin und wieder nach Mittelengland gefahren war, fast an die Küste, wo es in der Nähe des Dorfes Trevose ein altes Schloss gab.

Hier hatte früher der Orlock gehaust und junge Mädchen hinter die düsteren Mauern gelockt. Er war gestorben, lag aber nicht mehr in seinem Grab, wie wir inzwischen wussten. Er geisterte durch das Schloss und hatte in der Gegenwart wieder einen idealen Nährboden für seine ruchlosen Taten gefunden.

Das Schloss war von der Firma OMEGA zu einer Ausbildungsstätte umfunktioniert worden. Junge Mädchen wurden hier auf ihren Job im Konzern vorbereitet.

Besser hätte es der Orlock nicht treffen können, und auch nicht Professor van Dyken. Er war nicht wegen seiner Forschungen nach Trevose gefahren, sondern wegen der Mädchen.

Heimlich hatte er sie beobachtet. Das war mit dem Leiter der Schule, Kenneth Dalton, abgesprochen worden, obwohl er es nicht so recht zugeben wollte.

Kenneth Dalton war uns suspekt. Er hatte sich zudem als hinterhältiger Typ herausgestellt, der den Orlock unterstützte, denn Suko und ich waren von ihm niedergeschlagen worden.

Das alles war an einem Tag geschehen, wo Kinder und Jugendliche im nahen Dorf die Vernichtung des Orlocks feierten, denn es war in Trevose zu einem Brauch geworden. Damals war von den Menschen ein Albtraum genommen worden, so etwas musste einfach gefeiert werden.

Wie viele Schülerinnen auf dem Schloss lebten, wussten wir nicht. Man hatte uns nur mitgeteilt, dass einige von ihnen sich auf Wochenend-Urlaub befanden. Dies empfand ich als Vorteil.

Im Dorf selbst hatten wir auch die Tochter des Schulungsleiters kennengelernt. Ein hübsches Mädchen namens Alexandra. Mit ihr hatten wir auch im Schloss sprechen wollen, aber sie hatte sich auf telefonische Anrufe ebensowenig gemeldet wie ihre Mitschülerinnen.

Irgendetwas stimmte da nicht, ging nicht mit rechten Dingen zu. Zudem mussten sich innerhalb des Gemäuers zahlreiche Geheimgänge befinden, von denen wir erst einen entdeckt hatten. Einen verborgenen Schacht hinter einer Paneelwand.

Es war besser, dass der Orlock uns jagte, als sich um die Mädchen zu kümmern. Suko und ich konnten uns wehren, auch gegen lebende Tote, wie er einer war.

Ich hatte natürlich keine Lust, die Nacht über auf dem Fensterbrett zu hocken. Die Scheibe, die mir im Weg stand, wollte ich einschlagen.

Meine Beretta hatte ich bereits hervorgeholt. An der Fensternischenkante hielt ich mich fest. Hier hockte ich vor Orlocks superscharfem Messer relativ geschützt. Wie sehr eine Attacke damit schmerzte, hatte ich schon am eigenen Leibe erfahren.

Der Orlock würde weitere Opfer suchen, deshalb mussten wir ihn stellen.

Ich holte mit der freien Hand aus und hämmerte den Kolben der Beretta gegen die schmutziggraue Fensterscheibe. Sie ging zu Bruch. Der größte Teil der Scherben war nach innen gefallen. Durch gezielte Schläge verkürzte ich die spitzen Scheibenreste an den Ecken, konnte gefahrlos den Griff erreichen und das Fenster öffnen.

Sekunden später stand ich im Raum. Im Strahl der Lampe durchquerte ich ihn und suchte den Lichtschalter. Neben der Tür befand er sich an der Wand. Als ich ihn kippte, geschah nichts. Verdammt, jemand hatte auf dieser Etage den Strom abgestellt!

War die Tür verschlossen?

Nein, sie war es nicht. Ich konnte sie völlig normal öffnen. Ein Stein fiel mir vom Herzen. Das Schlüsselloch der Tür zum Nebenzimmer war nämlich von der Gangseite her verstopft worden. Wahrscheinlich hatte Kenneth Dalton dies getan.

Ich war durch die Aktivitäten des Orlocks gewarnt und stürmte nicht wie ein Wilder auf den Flur. Sehr vorsichtig handelte ich und blieb auf der Schwelle stehen.

Auch im Flur waren sämtliche Lichter ausgefallen. Düstere Schatten herrschten vor. An der linken Seite befand sich die Treppe. Von dort kroch ein fahler Lichtschein in den Gang.

Sicherheitshalber wartete ich noch einige Sekunden ab. Erst dann schob ich mich vor.

Natürlich hätte ich gern den Orlock gejagt, doch der würde sich bestimmt nicht mehr auf dem Dach aufhalten. Suko war jetzt wichtiger. Der Raum lag links von dem, den ich verlassen hatte.

Sehr leise bewegte ich mich, leuchtete wieder und schaute zu, wie der Strahl in den leeren Gang schnitt. Vor der Zimmertür stehend, drehte ich die linke Hand, strahlte das Schloss direkt an.

Um meine Lippen huschte ein hartes Grinsen. Es hatte tatsächlich jemand von außen her etwas hineingestopft. Irgendein Stück Kunststoff, das ich mühsam wieder herauszog.

Suko klopfte von innen. Er musste mich schon gehört haben. »Bist du in Ordnung?«, fragte ich.

»Alles klar.«

»Hat dich das Messer erwischt?«

»Na ja …«

Diese Antwort gefiel mir nicht. Wahrscheinlich hatte Suko etwas abbekommen. Er wollte es nur nicht so direkt zugeben.

Als das Schloss endlich frei war. Öffnete ich es mit dem Dietrich.

Suko stand einige Schritte entfernt, fast schon in der Mitte des Zimmers. Zwischen Kinn, Wange und Handfläche sah ich ein helles Taschentuch. Demnach hatte er doch etwas abbekommen.

»Lass mal sehen«, sagte ich und leuchtete ihn an.

Suko nahm das Taschentuch weg. Blut rann durch das Gesicht.

»Eine halbe Sekunde später, John, und du hättest mich ohne Nase und vielleicht auch Kinn sehen können.«

»Wir hätten dir schon was angeklebt.«

»Danke, darauf kann ich verzichten, aber nicht auf den Orlock. Er war es doch – oder?«

»Ja, er hockte oben auf dem Dach und erwartete mich. Fantasie hat er, das muss man ihm lassen.«

»Wann holen wir ihn uns?«

»So schnell wie möglich, aber erst möchte ich mit einem anderen Typen einige Takte reden.«

»Ich freue mich auch schon auf Dalton«, sagte Suko. Er begleitete die Worte durch sein entschlossenes Nicken.

Den Weg zu Daltons Büro kannten wir. Nachträglich war ein Lift in das Schloss eingebaut worden. Wir hatten ihn auf dem Hinweg genommen und wollten auch jetzt mit ihm in die tieferen Stockwerke fahren, aber der Lift funktionierte nicht. Irgendjemand hatte ihn stillgelegt, wie auch die Beleuchtung in unserer Etage.

Suko schüttelte den Kopf. »Ich möchte gern wissen, was uns hier noch alles erwartet.«

Ich schaute mich um. In dieser Schlossetage war es still. Sämtliches Leben schien ihr entrissen worden zu sein. Die Atmosphäre passte. Sie konnte mit dem Begriff Angst umschrieben werden.

Wir suchten den Orlock, aber ich hatte ihn leider nur einmal sehr schwach gesehen. Auch die Szene auf dem Dach konnte ich nicht zählen. Der Orlock war brandgefährlich und vor allen Dingen heimtückisch. Er setzte seine Klingen rücksichtslos ein.

Suko hob die Schultern. »Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass wir die Einzigen außer unseren speziellen Freunden hier im Schloss sind. Wenn ich da an Internate denke, da ist es längst nicht so still wie in diesem Bau.«

»Wochenende«, sagte ich.

»Oder tot.«

Ich schaute Suko an. Im Düstern wirkte sein Gesicht kalt und die Augen fremd.

»Hoffentlich hast du nicht recht«, hauchte ich. »Hoffentlich nicht. Das wäre fatal.«

»Dalton«, erinnerte er mich.

Ich nickte. Wir nahmen den Fußweg. Erst jetzt, wo wir den Weg allein finden mussten, stellten wir fest, wie weiträumig das Schloss war. Durch mehrere Seitentrakte führte uns der Weg. Vorbei an zahlreichen Türen, hinter denen auch die Schulungsräume lagen, wie die Türschilder verrieten.

Schließlich standen wir vor der Bürotür und hörten plötzlich Schritte. Kam Dalton?

Nein, bestimmt nicht, der hätte nicht auf dem Weg durch die Gänge gepfiffen.

Ein Mann erschien. Klein, glatzköpfig, bekleidet mit einem grauen Kittel. An der Hand trug er einen Werkzeugkasten, der ziemlich schwer war, denn der Mann hing schief.

Als er uns sah, blieb er stehen und stellte den...

Erscheint lt. Verlag 5.8.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-3224-3 / 3838732243
ISBN-13 978-3-8387-3224-4 / 9783838732244
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Wasserzeichen)

DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasser­zeichen und ist damit für Sie persona­lisiert. Bei einer missbräuch­lichen Weiter­gabe des eBooks an Dritte ist eine Rück­ver­folgung an die Quelle möglich.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich
HORROR | Die Vorgeschichte des Katz-und-Maus-Duetts

von H. D. Carlton

eBook Download (2025)
VAJONA (Verlag)
CHF 11,70