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John Sinclair 413 (eBook)

Ich stellte die Killer-Mumien

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3173-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 413 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Ich stellte die Killer-Mumien.

Der alte Magier hatte die Söhne der Wüste vor der Nacht des Todes gewarnt. Es war, als hätte er gegen eine Wand gesprochen. Stur und unbelehrbar verwirklichten sie ihren Plan. Sie holten die Mumien und zogen sie auf ihrem großen Schlitten durch die Wüste, wie sie es mit ihren Geschäftspartnern vereinbart hatten. Dass die Fremden aus den Tiefen des Himmels zu ihnen gekommen waren, störte die Söhne der Wüste nicht.

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Ich stellte die Killer-Mumien


Der alte Magier hatte sie gewarnt und von einer Nacht des Todes gesprochen!

Darum kümmerten sich die beiden Männer nicht, die sich zum Schutz in dunkles Sackleinen gehüllt hatten und den schlittenähnlichen Gegenstand durch den feinen Wüstensand zogen. Sie gingen geduckt, die Riemen des Zuggeschirrs hingen über ihren Schultern. Der Wind, ein letzter säuselnder Rest eines tagelang tobenden Sandsturms, wehte ihnen entgegen. Sie hatten die Tücher vor die Lippen gebunden und schmeckten trotzdem die Körner im Mund, die rau auf der Zunge lagen, im Rachen klebten oder zwischen ihren Zähnen knirschten.

Sie waren Söhne der Wüste, sie kannten die Gesetze der Natur und lebten danach, aber auf die Warnungen des Magiers hatten sie nicht geachtet. Die anderen hatten ihnen mehr versprochen, wenn sie ihnen das brachten, was diese forderten.

Die geforderten Mumien lagen wohlverpackt auf dem schlittenähnlichen Gegenstand hinter ihnen.

Bereit, ins Grab gelegt zu werden, um in die Vergessenheit zu geraten. Aber nicht, wenn es nach den Fremden ging, die aus den Tiefen des Himmels gekommen waren und mit den Söhnen der Wüste Kontakt aufgenommen hatten.

Sogar ihre Sprache hatten sie gesprochen, deshalb wussten die Wüstensöhne, was die anderen wollten.

Und sie hatten die Mumien geholt.

Der Magier, der sie warnte, konnte mit niemandem mehr darüber reden. Zwei Messerschnitte hatten seine Kehle durchtrennt.

Und jetzt waren die Mörder unterwegs.

Die Wüste war weit, aber endlich. Der Himmel über ihnen, schwarzblau und mit einem Zelt aus Sternen übersät, schien in die Unendlichkeit hineingreifen zu wollen.

Aus dieser für die beiden Wüstensöhne nicht fassbaren Ferne waren auch die Fremden gekommen, um sie zu besuchen. Aber der Sandsturm hatte die Landschaft verändert und ihr völlig neue Formen gegeben.

Wo vor sieben Monden noch die wellige Hügellandschaft die Wüstenebene durchbrochen hatte, war das Gelände jetzt flach. Dafür sahen sie kleine Sandberge und Hügel dort, wo zuvor der Blick bis zum Horizont hatte gleiten können.

Die Männer hatten schon des Öfteren Sandstürme erlebt. Weil sie sich nach den Sternen richteten, verloren sie auch in einer veränderten Hügellandschaft nie die Orientierung.

Sie gingen weiter.

Ihre Füße schleiften durch den Sand, der sehr weich war und sie bei jedem Schritt einsinken ließ. Manchmal tanzten feine Schleier in der Luft. Immer dann, wenn ein Windstoß herbeifuhr und die feinen Körner in die Höhe schleuderte.

Die Särge waren schwer. Sie hatten sie nicht extra befestigt. Durch ihr Gewicht würden sie nicht von dem Schlitten herabfallen.

Längst war die Tageswende überschritten, und noch immer zogen die beiden Männer ihre Bahn. Hätte ein Vogel sie begleitet, er hätte aus der Luft ihre Spuren verfolgen können.

Die Männer hörten sich selbst keuchen, und sie vernahmen das Klatschen des Wassers in den Schläuchen aus Ziegenlederhaut, die sie sich um die Hüften gebunden hatten.

Irgendwann konnten sie nicht mehr. Sie waren ausgelaugt, nahmen den Schutz von den Gesichtern, gingen noch einige Schritte und hatten dabei das Gefühl, als würde ihnen die Last die Schultern zerreißen.

Ihre Beine waren schwer geworden. Sie zu heben, kostete immer mehr Mühe. Manchmal dachten sie schon daran, im Sand steckenzubleiben, doch der eiserne Wille trieb sie voran.

Bis der Hügel kam.

Sein Sand besaß einen hellen Glanz, den das Mondlicht aus weiter Ferne zur Erde sandte. Wie eine glatte Fläche kam er ihnen vor, und er breitete sich so weit aus, dass es ihnen unmöglich erschien, ihn zu umgehen.

Sie schauten sich an und traten dabei auf der Stelle, weil ihre Beine einfach nicht mehr wollten und die Kraft aus ihren Körpern gewichen war. Trotzdem rissen sie sich zusammen. Wenn sie die anderen nicht trafen und die Häscher des Pharaos sie erwischten, würde man sie wegen des Mordes bestrafen und in siedendes Öl stecken.

Noch einen Versuch starteten sie. Es war zwecklos, sie bekamen den Schlitten mit seiner Last kaum noch von der Stelle.

Dann brachen sie gleichzeitig zusammen, als hätten sie sich untereinander abgesprochen.

Sie fielen in den Sand. Sie spürten beim Fall, wie die Riemen über ihre Gesichter glitten und schmerzhaft in die Haut schnitten. Das war ihnen egal. Es war ihnen überhaupt alles egal. Sie wollten nur liegen bleiben und sich von der gewaltigen Anstrengung erholen.

Sie hielten die Augen geöffnet, atmeten schwer, schauten zum Sternenhimmel und dachten daran, dass aus dieser Unendlichkeit die Fremden kommen würden.

Aber sie kamen nicht, und so verging wieder Zeit. Irgendwann erholten sie sich wieder. Als sie sich bewegten, blieben auch die Wasserschläuche nicht ruhig. Sie hörten das Klatschen der Flüssigkeit, stemmten sich auf die Knie und wussten, was sie zu tun hatten.

Beide tranken.

Das Wasser tat ihnen gut. Zudem war es noch kühl, denn das Leder hielt die Temperatur.

So erholten sie sich, wuschen auch die Gesichter und die durch den feinen Sand entzündeten Augen.

Erst jetzt sprachen sie miteinander. Es waren nur kurze Sätze, und sie überlegten, ob sie fliehen sollten.

»Wir werden bis zum Morgengrauen warten«, schlug der eine vor und erntete ein zustimmendes Nicken.

Dazu aber kam es nicht mehr. Der erste Sprecher hatte nach seinen Worten einen Blick in den Himmel geworfen. Die Augen wurden plötzlich groß. Sein scharfer Blick hatte genau den Punkt der Sternenpracht ausgemacht, der sich am schnellsten bewegte. Der Punkt wurde rasch größer und schien zu landen.

Kaum waren die beiden Männer auf die Beine gesprungen, als sich hinter dem Hügel ein blauweißes Licht ausbreitete, das sehr stark blendete und wie eine Schlange über den Rand des Hügels hinwegkroch.

Das Licht gab dem Sand eine andere Farbe. Er sah plötzlich aus, als würde er aus Metall bestehen, und das Licht nahm noch an Intensität zu, sodass es in die Augen der Männer drang und dort schmerzte. Sie drehten die Köpfe zur Seite, auch das reichte nicht, deshalb schlugen sie die Hände vor die Gesichter und pressten ihre Finger gegen die Augen.

Was um sie herum geschah, konnten sie nicht erkennen. Über die Hügel hinweg kroch ein langer Arm. Er war sehr dünn und bestand aus einem glänzenden Stoff. An seinem Ende schimmerte eine große, geschliffene Glasperle, die alles genau absuchte, in die Höhe schwang, nach rechts und links glitt, sich sogar gegen den weichen Sandboden drückte und auch die beiden knienden Männer beobachtete.

Erst als dieser Taster festgestellt hatte, dass die Luft rein war, zog er sich wieder zurück und sandte ein Signal aus. Ein hoher, quietschender Ton, der gehört wurde, sodass andere Dinge in Angriff genommen werden konnten.

Es sah gespenstisch aus, wie plötzlich hinter dem Hügel die beiden Greifarme erschienen. Sie besaßen lange Krallen, und sie schlugen einen Bogen über die Männer hinweg, um schließlich das schlittenähnliche Gefährt zu erreichen.

Dort packten sie zu.

Es war ein sehr sicherer Griff, und die beiden Särge, in denen die Beute lag, wurden in die Höhe gehievt.

Es lief lautlos ab, als die Greifarme dieser anderen Wesen mit einer hochentwickelten Technik die Beute über die Hügel hinwegzogen und sie in ihrem Raumschiff verstauten.

Das sahen die beiden Ägypter nicht, die sich auch jetzt nicht trauten, die Fremden anzuschauen. Man hatte ihnen einen Lohn versprochen, aber daran dachten sie jetzt nicht.

Die Mörder bibberten vor Angst.

Sie zitterten auch dann noch, als das Raumschiff mit einem pfeifenden Laut in die Höhe jagte, einen bläulichkalten Feuerstreif gegen die Erde presste und den Sand dort verglaste.

Einen Pendelschlag später waren die Unbekannten in der Tiefe des Alls verschwunden.

Die Männer aber lagen im Sand und richteten sich erst nach einer Weile auf. Sie schauten sich an, trauten sich aber nicht, etwas zu sagen. Erst als sie den leeren Schlitten sahen, waren sie beruhigt. Man hatte die Spuren gelöscht.

»Machen wir uns auf den Rückweg?«

»Ja.«

Wieder stemmten sie sich in das Geschirr, umspannten damit ihre Schultern und zogen den jetzt leeren Schlitten weiter.

Sie gingen in den Morgen hinein, sahen die Dämmerung am Horizont, aber auch die Reihe der Reiter, die dort wie angewurzelt stand. Da wussten sie, dass man ihnen keine Chance mehr lassen würde. Gemeinsam sanken sie in den Sand, hörten das Huftrommeln der Reittiere und das Knallen der Peitschen, bevor die Lederriemen ihre Rücken erreichten und dort die Kleidung zerfetzten.

Anschließend packte man sie und warf sie bäuchlings über zwei Kamelrücken.

So wurden sie den Weg wieder zurückgeschafft, um ihrer eigentlichen Bestrafung entgegenzusehen …

*

Das heiße Öl stank wie verschmorte Haut!

Der Folterknecht persönlich hatte die Flammen unter den Rosten angeheizt und die Kessel aufgesetzt. Das Öl kochte nicht, es wurde aber sehr heiß, begann zu stinken, und über seiner Oberfläche lag ein wabriger Dunst. Er trieb gegen das Licht der Fackeln, dessen Flammen das Verlies erhellten. Die Wände bestanden aus Lehm, der Folterkeller selbst lag unter dem Palast, und der hier regierende Folterknecht hatte sich schon oft an den Schreien seiner Opfer ergötzen können.

Auch die beiden aus der Wüste lagen schon bereit. Man hatte sie mit Hanfbändern gefesselt und bis auf einen dünnen Lendenschurz völlig entkleidet.

Die erste Tortur hatten sie bereits hinter sich. Ihre Körper zeigten die Spuren. Lange Striemen,...

Erscheint lt. Verlag 29.7.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-3173-5 / 3838731735
ISBN-13 978-3-8387-3173-5 / 9783838731735
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