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John Sinclair 385 (eBook)

Horrornacht im Himmelbett

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3146-9 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 385 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Horrornacht im Himmelbett.

Nach altem Brauch soll die Hochzeitsnacht für die Frischvermählten Abschluss und Höhepunkt eines Tages sein, der einen neuen Abschnitt ihres Lebens einläutet.

Während SIE bereits im Himmelbett auf ihn wartet, kann ER sich nicht von der Hochzeitsgesellschaft lösen. Als ahnte er etwas von dem bösen Geist, der in dem Himmelbett steckt ...

Was als Liebesnacht geplant war, endet als Horrornacht im Himmelbett ...

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Horrornacht im Himmelbett


Ed Ghiara schreckte hoch, als er das Geräusch hörte, und sofort war die Angst da.

Irgendetwas stimmte nicht!

Er richtete sich auf und spürte den Druck zwischen den Augenbrauen. Er merkte gleichzeitig, wie es kalt seinen Rücken hinabkroch, als wäre mit seiner Körpertemperatur etwas nicht in Ordnung.

Es war einfach die Angst, die ihn so handeln ließ, denn er schaute aus weit geöffneten Augen in den dunklen Flur, in dem nur die Notbeleuchtung brannte …

 

Ein schwaches Licht dicht unter der Decke. Nicht mehr als eine zerfasernde Insel, die vor allen Dingen die Eingangstür erreichte und sie aus dem Dunkeln hervorholte.

Und sie stand spaltbreit offen.

Ghiara pfiff leise durch die Zähne. Er hatte die Tür geschlossen, nicht aber gesehen, dass sie geöffnet worden war. Da hatte er geschlafen, was er als Nachtportier eigentlich nicht hätte tun dürfen. Es musste jemand den Flur und das Hotel betreten haben.

War derjenige noch da? Schlich er vielleicht durch die oberen beiden Etagen, wo die einfachen Zimmer lagen? Ghiara schaute zum Beginn der Treppe hoch. Er sah den alten Teppich auf den Stufen und die üblichen Zimmerpalmen, die auf dem ersten Absatz ein trauriges Dasein fristeten. Eine Gestalt bekam er nicht zu Gesicht.

Ghiara stand auf. Weil er noch immer fror, hängte er sich seine alte Strickjacke über die Schultern und verließ den Platz hinter der Rezeption, nicht bevor er unter die Theke gegriffen und einen handlichen Gummiknüppel hervorgeholt hatte.

Er brauchte wenigstens eine Waffe, um sich verteidigen zu können. Mit diesem Gummiknüppel hatte er schon manchen Einbrecher in die Flucht geschlagen.

Ed Ghiara war kein junger Mann mehr. Vor dreißig Jahren hatte er zu den jugendlichen Schlägern gehört, die ganze Straßenzüge unsicher machten. Heute waren seine Muskeln schlaff geworden. Um sich zu beruhigen, schlug er mit dem Knüppel einige Male auf seine Handfläche. Die klatschenden Geräusche gaben ihm Mut und einen gewissen Auftrieb.

Bis zur Treppe ging er vor und schaute die gebogene Stufenformation hoch. Zu sehen war nichts. Keine Gestalt, kein Fremder, zudem vernahm er auch keine Laute aus den anderen Räumen, die auf einen Überfall hätten schließen lassen können.

Ghiara hatte schon zwei Raube erlebt, er wusste, wie die Sache ablief. Völlig ruhig ging es nie über die Bühne.

Nach oben gehen wollte er auch nicht. Der oder die Einbrecher mussten sich irgendwo hier unten aufhalten. Eine Tür führte in die Küche und den gleichzeitigen Lagerraum, wo die Bierkästen standen und die großen Kühlschränke, die so hoch waren, dass sie einen Menschen fassten.

Ghiara schlich auf die Tür zu, um sie mit einem heftigen Ruck aufzustoßen. Dann knipste er das Licht an.

Nichts hatte sich verändert. Niemand war zu sehen. Die Waren standen unberührt, bedeckt vom Mantel der Stille. Draußen regnete es. Der Sprüh wurde gegen das Fenster mit der Milchglasscheibe geweht und bedeckte sie mit einem feuchten Schmier.

»Ich glaube, ich sehe Gespenster«, murmelte er und schüttelte über sich selbst den Kopf. »Da ist ein Gast zurückgekehrt, der vergessen hat, die Tür zu schließen.«

Mit dieser Erklärung wollte sich der Mann selbst beruhigen. Er wunderte sich darüber, dass es ihm nicht gelang.

Die Furcht blieb.

Eine nicht erklärbare Angst, ein Druck vor dem Schrecklichen oder Unheimlichen, das auf ihn zukommen konnte, und wieder hatte er das Gefühl, von Feinden umlauert zu sein.

Den Raum vor ihm durchsuchte er nicht mehr. Ed zog sich zurück. Durch den schmalen Flur ging er zur Haustür und schloss sie. Gäste sollten schellen. Das war nun mal so.

Irgendwie lief in dieser verdammten Nacht alles verkehrt. Er ärgerte sich über seinen Dienst und über sich selbst, weil er sich so verrückt machen ließ.

Der halbrunde Rezeptionstisch war vom Flur nur als Schatten zu erkennen. Da er geschlafen hatte, brauchte Ghiara auch kein Licht, ging wieder zu seinem Platz und hatte ihn kaum erreicht, als er die Bewegung sah.

Auf dem Tisch.

Dort stand jemand.

Ein Zwerg? Nein, kleiner, aber ein Mensch; jemand der eine gewisse Behaarung zeigte, als wäre diese Person einmal ein Tier gewesen.

Ed Ghiara blieb mit offenem Mund stehen. So sehr staunte er, und gleichzeitig bekam er Angst, als er hinschaute, denn der kleine Mensch auf der Rezeption begann zu grinsen.

Kalt und grausam. Er streckte einen Arm aus, krümmte den Zeigefinger und winkte Ed zu sich heran.

Der näherte sich mit zögernden Schritten. Er wusste, dass etwas Unheimliches geschehen war, dass sich vor seinen Augen jemand zeigte, den es an sich nicht geben konnte.

Ed Ghiara hob seinen Schlagstock. Innerhalb einer Sekunde hatte er sich dazu entschlossen, den anderen zu killen …

*

Auf mich wirkte es immer deprimierend, am Tage in einen leeren Pub zu gehen, wenn es nach schalem Bier roch, nach kaltem Rauch und die Putzfrau mit ihrem Lappen über schmutzige Bohlen wischte, wobei ein mürrischer Wirt zuschaute und sich fragte, weshalb er überhaupt hinter dem Tresen stand.

Noch schlimmer allerdings ist es in der Nacht oder am Abend. Dann in einen leeren Pub zu gehen, machte einfach keinen Spaß, aber mir blieb nichts anderes übrig, denn der Mann, der mich herbestellt hatte, musste eine wichtige Information für mich besitzen.

Ich blieb für einen Moment in der Tür stehen. Hinter mir lagen drei Stufen, die mich zu dieser kleinen Welt innerhalb des Kellers geführt hatten.

Ein Schlauch lag vor mir. Rechts befand sich die Theke mit einem Bierfass darauf. Ansonsten war sie glatt, schmuddelig, und auch der Handlauf hätte mal geputzt werden müssen.

Der Theke gegenüber und an der linken Seite des Raumes war die Wand mit grüner Ölfarbe bestrichen worden. Vier Tische zählte ich, eine dreifache Anzahl von Stühlen, wobei nur zwei von Typen besetzt waren, denen man im Dunkeln ausgewichen wäre.

Die Kerle schienen voll zu sein. Einer hatte den Kopf auf die Tischplatte gelegt, döste vor sich hin, und der andere hatte den Kopf in den Nacken gedrückt, wobei er mit offenem Mund vor sich hinschnarchte.

Der Wirt hinter der Theke las Zeitung und warf mir einen undefinierbaren Blick zu, weil ich die Kneipe zuvor noch niemals betreten hatte. »Wenn du reinkommen willst, schließ die Tür. Dieser Sommer ist scheißkalt. Ich habe keine Lust, mir irgendwas zu holen.«

»Schon klar.« Ich zog die Tür hinter mir zu und hörte nicht mehr die klatschenden Geräusche der Regentropfen. Den Kragen der Lederjacke hatte ich hochgestellt, mein Blick glitt misstrauisch zu den Tischen hinüber, aber der Mann, auf den ich wartete, war noch nicht erschienen.

Curly Inlock ließ sich Zeit.

An der Theke blieb ich stehen. Der Wirt hatte ein langes Gesicht mit einem breiten Kinn. Er trug eine Brille. Sein Hemd war schmutzig. »Was willst du? Bier?«

»Nein, Cola.«

Er verzog den Mund. »Da muss ich erst mal nachsehen, ob ich das überhaupt habe.«

»Bitte.«

Er bückte sich und schimpfte dabei. Es war mir egal, was er dachte. Ich war nicht erschienen, um Alkohol zu trinken. Mir ging es um Curly Inlock und dessen Aussagen.

Inlock war ein Mensch, auf den die Polizei nicht verzichten konnte. Er gehörte zu den Personen, die unter dem Begriff V-Leute oder Spitzel liefen.

Für andere hielt er die Ohren offen. Dabei weniger für die Polizei, als vielmehr für die großen Syndikate oder Banden. Dass er uns, Scotland Yard, hin und wieder eine heiße Information gab, tat er nicht aus Nächstenliebe. Er wollte es sich mit uns nicht verderben. Wenn Curly etwas anbot, hatte das immer Hand und Fuß, aus diesem Grunde war ich auch in die Kneipe gekommen, die nicht einmal einen Namen hatte und so gemütlich war wie ein Folterverlies im Mittelalter.

Was mir Curly genau sagen würde, wusste ich nicht. Aber wir hatten eine Aktion gestartet und ihn in diese Sache mit hineingezogen. Uns ging es darum, einen gewissen Akim Samaran und dessen Leibwächter Kamikaze auszuschalten. Die beiden Männer wuchsen allmählich zu einer Gefahr heran, die wir nicht mehr kontrollieren konnten, denn sie verließen sich auf magische Kräfte, die sie im Hintergrund stützten und dafür Sorge trugen, dass sie stets unter einem gewissen Schutz standen und entsprechend geleitet wurden.

Ich wollte Akim Samaran, der mir zu gefährlich wurde, und ich wollte auch Kamikaze, diesen brutalen Killer, der rücksichtslos über Leichen ging, wenn es seinen Zielen diente.

Bisher war er Suko und mir immer entwischt. Seit ich den zweiten Würfel des Unheils besaß, stand ich auf seiner Abschussliste ganz oben, er allerdings auch auf meiner, wobei ich bei mir nur von einer Liste sprechen wollte.

Der Wirt kam wieder hoch. Seine Brille war etwas verrutscht. Er hielt eine Flasche Cola in der Hand, die bereits einen Staubüberzug zeigte. »Richtig?«, fragte er aggressiv.

»Danke.«

Er stellte mir ein Glas hin, ich schob es wieder zur Seite, was er mit einer Bemerkung quittierte. »Ist Ihnen wohl nicht sauber genug, wie?«

»Genau.«

»Dann sauf doch woanders. Du passt sowieso nicht hierher.«

Ich bat um einen Öffner, bekam ihn und hatte die Flasche wenig später offen. Gelassen setzte ich sie an und begann, in langsamen Schlucken das warme Zeug zu trinken.

Der Wirt beobachtete mich dabei. Er griff auch nicht mehr zur Zeitung, als ich mir eine Zigarette anzündete. Den Rauch blies ich gegen eine der drei mit Fliegendreck übersäten...

Erscheint lt. Verlag 22.7.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-3146-8 / 3838731468
ISBN-13 978-3-8387-3146-9 / 9783838731469
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