John Sinclair 383 (eBook)
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3144-5 (ISBN)
Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!
Londons Gruselkammer Nr. 1.
Er hieß Akim Samaran, und er erstickte fast an seinem Hass, der nur einer Person galt: John Sinclair!
Obwohl ihm nicht der Geisterjäger die letzte Niederlage beigebracht hatte, sondern dessen Freund und Kollege Suko, gab Samaran die Schuld allein John Sinclair, und der sollte dafür büßen.
Verkrochen hatte sich Samaran - zurückgezogen, um seine finsteren Pläne auszubrüten. Es sollte keine schnelle Kugel sein, sondern ein Ereignis, von dem sich John nicht mehr erholen würde.
Akim Samaran dachte lange nach, bis er von einem Augenblick zum anderen die Idee hatte. Und er gab ihr einen Namen: Londons Gruselkammer Nr. 1.
John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.
Londons Gruselkammer Nr. 1
Er hieß Akim Samaran, und er erstickte fast an seinem wilden Hass, der nur einer Person galt: John Sinclair!
Obwohl ihm nicht der Geisterjäger die letzte Niederlage beigebracht hatte, sondern dessen Feund und Kollege Suko, gab Samaran die Schuld allein John Sinclair, und der sollte dafür büßen.
Verkrochen hatte sich Samaran, zurückgezogen, um seine grauenvollen Pläne auszubrüten. Es sollte keine schnelle Kugel sein, sondern ein Ereignis, von dem sich John nicht mehr erholen würde.
Akim Samaran dachte lange nach, bis er von einem Moment zum anderen die Idee hatte. Und er gab ihr einen Namen. Londons Gruselkammer Nr. 1!
Prag lag hinter mir, die schwebenden Leichen ebenfalls, aber das Grauen sollte mir in dieser Nacht begegnen, wenn es stimmte, was ich erfahren hatte.
Jemand war unterwegs, um mich zu töten. Ich erinnere mich noch deutlich an den Anruf, der mich im Büro erreichte. Zuerst hatte ich ihn nicht recht einordnen können.
Die Stimme war verstellt gewesen. »Sinclair, ich habe dich, ich kriege dich. Er wird kommen, und zwar in der folgenden Nacht. Wohin du dich auch verkriechst, er folgt dir und wird dich finden.«
Mehr war mir nicht mitgeteilt worden, der andere hatte kurzerhand aufgelegt und mich mit meinen Gedanken allein gelassen. Natürlich hatte ich mit Suko darüber gesprochen. Keiner von uns war der Ansicht, einem Spinner auf den Leim gegangen zu sein. Es war einfach zu viel in der letzten Zeit geschehen.
»Und du hast die Stimme wirklich nicht erkannt?«, fragte mein Partner.
»Ja und nein.«
Suko setzte sich mir gegenüber auf den Schreibtischstuhl. »Also doch, wenn ich dich …«
»Du verstehst mich falsch. Alles, was ich sage, beruht auf reinen Vermutungen.«
»Lass trotzdem hören!«
Ich beugte mich vor. »Akim Samaran!«
Suko lachte. »Das hätte ich dir auch sagen können, ohne mit dem Mann gesprochen zu haben.«
»So einfach ist das nicht!«, widersprach ich. »Der hatte seine Stimme verstellt.«
Suko winkte ab. »Den erkennt man doch immer.« Er schlug mit der flachen Hand auf den Schreibtisch. »Wenn du schon Bescheid weißt, John, sag mir, was du machen willst.«
Ich hob die Schultern. »Was bleibt mir anderes übrig, als auf ihn zu warten?«
»Ohne Schutz?«
»Ja.«
»Da bin ich gegen.«
Ich zündete mir eine Zigarette an und fragte: »Wieso denn das?«
»Ganz einfach. Wenn es tatsächlich Akim Samaran ist, der dir an den Kragen will, unternimmt er nichts allein, sondern bringt seinen Leibwächter Kamikaze mit. Und was der an Brutalität drauf hat, haben Shao und ich vor zwei Tagen erlebt. Das war mehr als schlimm.1
Der hätte alle Menschen in dem Restaurant getötet, darauf kannst du dich verlassen. Wenn es noch die Mordliga geben würde, wäre Kamikaze ein ideales Mitglied. An Brutalität steht er den ehemaligen in nichts nach.«
»Ich gebe dir recht.«
»Wunderbar«, lächelte Suko. »Dann wirst du dich bestimmt nicht ohne Schutz …«
»Ich schütze mich selbst. Ich werde diesen Tag fast so beenden, wie ich es mir vorgenommen habe.«
»Und was heißt dieses fast, wenn man mal fragen darf, großer Geisterjäger?«
»Ich verzichte nach Feierabend und in meiner Wohnung auf einen Schlummertrunk.«
»Das ist alles?«
»Ja.«
Suko zog die Stirn kraus. »Und so bereitest du dich auf Kamikaze vor?«, fragte er lauernd.
Ich holte tief Luft. »Es steht noch längst nicht fest, dass ich es mit Kamikaze zu tun bekomme. Ich kann deine Aversion gegen ihn ja verstehen, aber du hast …«
»Nichts habe ich«, unterbrach er mich ungewohnt heftig. »Ich habe ihn nur erlebt, das ist alles.«
Kein Wort des Vorwurfs drang über meine Lippen. Ich war in dem China-Restaurant nicht dabei gewesen, als der Killer so fürchterlich gewütet hatte. Dieser Vorgang war dem Inspektor schwer an die Nieren gegangen. Ebenso wie ich hasste er Gewalt, besonders dann, wenn sie sich gegen Wehrlose richtete.
Suko versuchte es mit einem Friedensangebot. »Lass mich wenigstens bei dir bleiben«, bat er.
»Weshalb?«
»Dumme Frage. Da steht noch eine Rechnung offen. So weit wie ein Scheunentor.«
Ich schüttelte den Kopf und drückte gleichzeitig die Zigarette aus. Suko kannte mich. Er stellte keine weiteren Fragen mehr, spielte allerdings auch nicht den Beleidigten und ging zur Tagesordnung über.
Die sah überhaupt nicht gut aus, denn wir hatten noch an den Folgen des letzten Falls zu knacken. Der hatte mich in die Tschechei geführt. Dort war mir bewusst geworden, dass in der Faust-Sage einiges an Wahrheit verborgen ist. Es war mir nämlich gelungen, den kleinen Menschen, den Homunkulus, zu finden.
Zu gern hätte ich ihn nach London mitgenommen und hier meinetwegen untersuchen und analysieren lassen, aber das Menschlein war mir entwischt, obwohl ich es im Gefühl hatte, dass wir mit ihm noch Ärger bekommen würden.
In der letzten Zeit hatte sich sowieso einiges geändert. Seitdem ich den zweiten Würfel, der dem Original aufs Haar glich, besaß, war vieles anders geworden. Wir konnten durch diesen Quader dem Spuk, der das Original besaß, paroli bieten, aber auch er wusste, in wessen Hand sich der zweite Würfel befand, und nicht umsonst hatte er seinen treuen Helfer Akim Samaran losgeschickt, um uns den Würfel abzunehmen.
Das war ihm nicht gelungen. Jetzt lag er wohl verschlossen in den Panzerschränken des Yard, obwohl dies auch keine hundertprozentige Sicherheit war, wie ich aus Erfahrung wusste.
Einmal erkundigte sich Suko noch kurz vor Feierabend, ob ich meinen Entschluss nicht doch noch ändern wollte.
Ich blieb dabei.
Und so hockte ich allein in der Wohnung und wartete auf die Erfüllung des Versprechens, das mir der fast Unbekannte angedroht hatte. Natürlich machte ich mir meine Gedanken, und ich fragte mich, wie jemand so dumm sein konnte, den Mann erst noch zu warnen, den er umbringen wollte. Das war doch Wahnsinn hoch drei.
Nein, da musste etwas anderes dahinterstecken. Mit dieser Warnung verfolgte der Typ, der mit mir telefoniert hatte, sicherlich völlig andere Pläne, von denen ich keine Ahnung hatte.
Allmählich schwand der Tag. Die Helligkeit wurde von den langen Schatten und Nachtwolkenbänken der Dämmerung zurückgedrängt, aber in London hörte das Leben noch längst nicht auf. Vor allen Dingen im Juni nicht. Da wurde so manche Nacht zum Tag gemacht.
Das Telefon meldete sich. Ich hatte am Fenster gestanden, drehte mich um und lief auf den Apparat zu. Ich war gespannt, ob es wieder der Unbekannte war.
Bevor ich mich melden konnte, hörte ich bereits die Stimme meines Freundes Suko. »Etwas Neues?«
Ich stöhnte auf und verdrehte gleichzeitig die Augen. »Ja, man hat mir sieben Monster geschickt, die bereits im Haus sind, aus sieben verschiedenen Richtungen kommen und mich in sieben Stücke hacken wollen. Sonst noch was, du männliche Amme?«
»Das war’s.«
»Dann schlaf gut.«
Ich hörte sein Lachen noch, als ich bereits aufgelegt hatte. Diesmal wollte ich mich setzen, kam aber nicht dazu, weil sich der verdammte Apparat schon wieder meldete.
Suko konnte es nicht sein. Ich hob ab und sagte sicherheitshalber kein Wort.
Dafür sprach der andere. »Hallo, Sinclair, ich bin es. Der, der dir den Killer schickt. Und weißt du was?«
»Nein!«
»Er ist bereits unterwegs.«
»Wie schön für ihn«, erwiderte ich.
Der Unbekannte lachte. »Spotte nicht! Ich will deutlicher werden. Er befindet sich schon in dem Haus, in dem du deine Bude hast.«
War es ein Bluff?
Daran wollte ich einfach nicht glauben. Wenn ich daran dachte, dass viele unschuldige Personen innerhalb der Mauern lebten, war mir überhaupt nicht wohl. Aus Sukos Erzählungen wusste ich, wie wenig Rücksicht Kamikaze kannte. Er hatte es zwar auf mich abgesehen, aber bei ihm konnte man nie wissen. Der drehte auch durch, nahm andere als Geiseln und störte sich auch nicht daran, wenn es zu einer Panik kam. Was dabei passieren konnte, hatte ich vor Kurzem gesehen, als es in Brüssel während eines Fußballspiels zu grauenvollen Ausschreitungen gekommen war.
Da ich überlegte und demnach schwieg, fühlte sich der andere bemüßigt, etwas zu sagen. »Na, Geisterjäger, hat es dir die Sprache verschlagen? Oder weshalb sagst du nichts?«
»Ich spreche nicht mit Leuten, deren Namen ich nicht kenne«, erwiderte ich.
Er lachte ins Telefon. »Du wirst mich kennen, und du wirst mich noch besser kennenlernen, das verspreche ich dir. Ich habe besondere Überraschungen für dich. Wie gesagt, die Erste befindet sich bereits in deinem Haus. Viel Spaß noch.«
Damit legte er auf. Ich starrte auf den Hörer, als könnte er mir eine Antwort geben. Diesmal hatte ich länger mit dem angeblich Unbekannten gesprochen und war davon überzeugt, dass ich ihn kannte. Zwar war ich mir nicht hundertprozentig sicher, doch so redete nur einer:
Akim Samaran!
Er hatte in letzter Zeit einiges einstecken müssen, und es war klar, dass er nicht aufgab. Zudem war er der letzte der Großen Alten. Zu aller Überraschung war dieser Namenlose der Spuk gewesen, und er hatte sich Samaran als Killer ausgesucht. Diesen gefährlichen Perser, der schon dem Teufel gedient, ihm dann jedoch abgeschworen hatte, um sich dem Spuk zuzuwenden.
Jetzt wollte er den zweiten Würfel besitzen, da sich der Erste in der Hand des Spuks befand.
Welches Unheil man mit...
| Erscheint lt. Verlag | 22.7.2015 |
|---|---|
| Reihe/Serie | John Sinclair | John Sinclair |
| Verlagsort | Köln |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror ► Horror |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies |
| ISBN-10 | 3-8387-3144-1 / 3838731441 |
| ISBN-13 | 978-3-8387-3144-5 / 9783838731445 |
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