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John Sinclair 379 (eBook)

Todesfalle unter Wasser (2. Teil)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3140-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 379 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Todesfalle unter Wasser (2.Teil).

Erfahre im zweiten Teil der Fortsetzungsgeschichte wie es weitergeht!

Als mein Gefängnis geflutet wurde, saß ich in einer Todesfalle unter Wasser und wurde zu einem Spielball der schäumenden Wassermassen. Ich hatte den Tod vor Augen und wollte fast aufgeben, denn die Augenblicke, in denen ich Luft holen konnte, wurden kürzer. In immer neuen Wellen rasten mir die Urgewalten entgegen. Mit immer weniger Kraft stemmte ich mich gegen die Wellen an. Das Schicksal nahm seinen Lauf ...

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Todesfalle unter Wasser (2.Teil)


Der einsenharte Wasserstrahl hatte mich mit immenser Kraft getroffen und zu Boden geschleudert. Es war mir nicht mehr gelungen, ihm durch eine schnelle Drehung zu entgehen, so lag ich auf dem Rücken und hatte das Gefühl, meine Brust wäre von diesem wuchtigen Treffer eingedrückt worden.

Zudem hatte ich noch einer Reflexbewegung den Mund aufgerissen, auch ein Fehler, denn das Wasser ergoss sich auch über mein Gesicht. Ich kam gar nicht dazu, die nach Salz und Rost schmeckende Brühe wieder auszuspeien, stattdessen schluckte ich sie herunter.

Dieser gesamte Vorgang hatte sicherlich nicht länger als drei, vier Sekunden gedauert, sie aber schafften mich, denn die Wassermassen nagelten mich förmlich mit dem Rücken an der Schachtwand fest.

 

Ich sackte zusammen, als das Wasser abfloss und wurde von einem neuen Schwall herumgewirbelt.

Ich wurde zu einem Spielball der schäumenden Wassermassen. In einer zweiten Reflexhandlung hatte ich die Hände vor das Gesicht gehalten, um unter anderem den Mund zu schützen.

Ich wollte einfach weg aus der unmittelbaren Gefahrenzone, stützte mich mit flachen Händen am Boden ab und versuchte, dem aus der viereckigen Öffnung schießenden Strahl zu entkommen.

Das schaffte ich unter großen Mühen, rutschte wenige »Schritte« weiter ab und stellte fest, dass ich ins Wasser gefallen war. Es hatte sich bereits auf dem Boden des viereckigen Schachtes angesammelt und stieg von Sekunde zu Sekunde.

Erst jetzt riss ich den Mund wieder auf.

Ich brauchte Luft!

Mein Magen protestierte gegen das Salzwasser. Ich hustete entsetzlich, aber ich war gerettet!

Jedenfalls für die nächsten Minuten, denn die hereinrauschenden Wassermassen hätten mich auch erschlagen können!

Die ganze Zeit über war ich beobachtet worden.

Sechs vor der Schachtöffnung an Spiralfedern hängende Masken schauten mich aus gelbrot und gefährlich glühenden Augen an. Es waren fürchterliche Gebilde, keine lebenden, aber trotzdem in der Lage zu reden, weil sie durch die Macht des Spuks geleitet wurden, der ihnen seinen unseligen Dämonatem eingehaucht hatte.

An der Schachtwand schwangen sie auf und ab, das Bild erinnerte mich an einen Film.

Während ihres Tanzes verschmolzen die Masken optisch miteinander. Ich sah nur noch eine Fratze, aus mehreren Teilstücken zusammengesetzt. Ein buntes Kaleidoskop des Schreckens!

Erst als ich mir das verdammte Wasser aus den Augen gewischt hatte, sah ich wieder klarer und konnte meine Lage überdenken. Sie war mehr als bescheiden.

Von einem alten Luxus-Hotel nahe der englischen Küste, durch einen Bunker in einen Schacht hinein, so konnte man meinen Weg beschreiben, auf den mich Myxin, der kleine Magier, durch seine Warnung geführt hatte. 1

Bill Conolly und ich waren in dieses alte Strandhotel bei Brighton gefahren, um dort einen Ober namens Eddy zu beobachten. Dieser Mann sollte, laut Myxin, ein Dämonendiener sein, dabei auf der Seite des Spuks stehen und mehr über ihn und seine Pläne wissen.

Wir nahmen Kontakt mit Eddy auf, der sich sehr verschlossen und feindselig gab. Als wir ihn zu einem endgültigen Gespräch stellen wollten, erlebten wir ihn als Verwandelten. Da hatte sich die Haut auf seinem Gesicht praktisch ab- und aufgelöst, rann wie Teig an seinem Kopf herab und war stattdessen durch eine grüne dreieckige Maske ersetzt worden.

Eddy entkam uns.

Durch eine Bedienstete erfuhren wir von einem alten Bunker, er lag unweit des Hotels, in den Stranddünen. Den suchte ich auf, traf auf den Spuk, der mir hohnlachend das Gleiche erklärte wie Kara. Es gab angeblich einen zweiten Würfel, den er nur noch zu finden brauchte. Er zeigte mir den Würfel sogar, denn dieses Bild spiegelte sich im Originalwürfel, der in der pechschwarzen Wolke schwebte. Nur so zeigte sich der Spuk.

Er hatte vorgehabt, mich zu vernichten.

Mein Kreuz hielt dagegen. Es hatte den Spuk und auch seine im Hintergrund lauernden sechs Maskenhelfer vertrieben. Dadurch hatte ich wieder freie Bahn bekommen und war prompt in die zweite Falle gelaufen! Als sich der Boden blitzschnell unter meinen Füßen öffnete und mich in die Tiefe des Schachts riss, landete ich hart auf dessen Boden. Dann erwischte der Wasserstrahl mich und ein grausames Spiel auf Leben und Tod begann.

An einer Schachtwand hatten sich sechs andere, aber identische Masken gezeigt, die von oben nach unten durchhingen und wegen ihrer Spiralen auf- und nieder pendelten.

Das Wasser strömte aus einer Öffnung in der mir schräg gegenüberliegenden Schachtwand. Das Loch besaß etwa die Größe eines Schreibtisches, der Wasserdruck war enorm.

Die Erbauer des Bunkers hatten auch an die Errichtung des senkrecht in die Tiefe führenden Schachts gedacht. Welche Gründe dabei eine Rolle spielten, wussten wohl nur sie allein. Vielleicht war er als eine Falle gedacht worden, und die hielt mich nun gefangen.

Wie sollte ich hier wieder herauskommen? Das Wasser stieg immer schneller.

Mit ihm stieg auch meine Angst, und schon erste Anzeichen von Verzweiflung verunsicherten mich.

Durch das geheimnisvolle Leuchten der zuschauenden Masken war Licht vorhanden. Der bunte Wirrwarr spiegelte sich auf der schäumenden kreisenden Oberfläche des Wassers wider, sodass ein farbiges Muster vor meinen Augen ablief, das ständig wechselte, je nachdem, welche Kreise die sprudelnde und immer mehr Nachschub bekommende Flüssigkeit drehte.

Ich saß noch auf dem Boden. Das konnte ich mir bald nicht mehr erlauben, denn schon jetzt erreichte das Wasser meine Brust. Zudem packte es mich manchmal und wollte mich von meinem Platz schwemmen.

Ich stand auf.

Die Kleidung klebte an meinem Körper. Allmählich begann ich auch zu frieren. Das Wasser war mittlerweile so hoch gestiegen, dass es bereits die viereckige Öffnung in der Schachtwand verdeckte.

Mein Blick fiel auf die Masken.

Zuerst waren sie mir grauenhaft und schrecklich vorgekommen. Jetzt eher hohnlachend, als wollten sie über mich triumphieren und auf irgendeine Art und Weise verdeutlichen, dass sie die eigentlichen Herren in diesem verdammten Schacht waren.

Das stimmte auch. Zudem standen sie unter der Kontrolle des Spuks, und dieser Dämon würde auch weiterhin dafür Sorge tragen, dass ich ihm nicht gefährlich werden konnte.

Das Wasser stieg weiter. Es hatte bereits meinen Hosengürtel erreicht. Ich konnte mir ausrechnen, wann die Fluten mein Kinn streiften, den Mund überfluteten und anschließend meinen gesamten Kopf.

Mir musste etwas einfallen.

Wieder schielte ich zu den Masken hin. Ihr Tanz wurde durch nichts unterbrochen.

Auf und nieder – hoch und tief  …

Dabei verströmten sie das rotgelbe Licht. Durch die Bewegungen wirkten sie noch verzerrter, als sie es tatsächlich schon waren. Auch die Spiralen, an denen sie hingen, glühten auf, und ich fragte mich, ob sie nicht irgendwann einmal reißen würden.

Dann zog ich meine Waffe.

Gegen den Spuk kam ich mit einer geweihten Silberkugel nicht an. Vielleicht schaffte ich es bei den Masken. Aber was war damit erreicht, wenn ich eine oder zwei von ihnen tatsächlich zerstörte?

Gar nichts. Ich hätte nur wertvolle Munition verschwendet, die ich später unter Umständen brauchte. Falls ich aus dieser verdammten Falle herauskam.

Da musste mir noch etwas einfallen.

Der Wasserspiegel hatte mittlerweile meine Brust erreicht. Durch das für mich nicht sichtbare Kreisen, Drehen und Rotieren der unter der Fläche wirbelnden Strudel gelang es mir kaum noch, auf den Beinen zu bleiben, denn das Wasser wollte mich wegschwemmen.

Automatisch machte ich Schwimmbewegungen. Sehr langsam, abwartend und mit einem großen Hindernis am Korper, meiner nassen Kleidung, die mich in die Tiefe zu zerren drohte.

Durch eine geschickte Rolle nach vorn tauchte ich unter und’bewegte mich jetzt auf die Öffnung zu, durch die noch immer ein dicker Wasserstrahl hereinschoss.

Kaum geriet ich näher an sie heran, spürte ich bereits die immense Kraft des Wassers, gegen die ich auch mit heftigen Schwimmbewegungen nicht ankam. Ich musste auftauchen.

Den Plan, durch den Gang ins Freie zu gelangen, damit meinte ich das Meer, konnte ich mir abschminken. Also versuchte ich es anders. Erst einmal durch Schwimmen. Ich drehte ein paar Kreise, beobachtete dabei die Masken und stellte fest, dass sich ihre Springhöhe verändert hatte.

Zwar schwangen sie noch von oben nach unten, aber sie passten sich jedem neuen Wasserspiegel an, ohne das kalte Naß zu berühren. Je höher das Wasser stieg, umso mehr zogen sich auch die Masken zurück.

Das brachte mich auf eine Idee. Ich wollte mir den Wasserspiegel zunutze machen. Wenn er weiterhin so stieg, konnte ich mir ausrechnen, wann er den Schachtrand erreichte und ich aufs Trockene, das heißt, in den Bunkergang klettern konnte.

Ein Lächeln zuckte über meine Lippen. Verrechnet, Spuk, fügte ich in Gedanken hinzu. Der Dämon hatte nicht mit der Schläue eines Menschen gerechnet.

Nur war der Spuk raffinierter, als ich gedacht hatte. Ich ahnte, dass die Masken nicht von ungefähr an der Schachtwand hingen.

Ihnen fiel eine ganz bestimmte Aufgabe zu. Mir fiel es wie Schuppen von den Augen, ja, die Masken strömten Gas aus. Erste Schwaden trieben in meine Richtung.

Atmen musste ich ja, bekam das Zeug in den Hals und befürchtete, ersticken zu müssen! Teuflischer Spuk!

*

Sechs farbige Masken leuchteten in der Dunkelheit der Nacht, und es war kein Halloween...

Erscheint lt. Verlag 22.7.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-3140-9 / 3838731409
ISBN-13 978-3-8387-3140-7 / 9783838731407
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