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John Sinclair 365 (eBook)

Die Grotte der Saurier

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3126-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 365 - Jason Dark
Systemvoraussetzungen
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Die Grotte der Saurier.

existiert seit Urzeiten. Eingemauert in diese Welt, in der Wochen kaum von Jahren zu unterscheiden sind, warten Pater Uranus und Pater Mercurius auf ihre Rettung.

Durch einen Zufall nimmt das Sinclair-Team Kontakt mit ihnen auf ...

John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

Die Grotte der Saurier


»Spürst du es auch, Bruder Uranus?«

»Ja, Bruder Mercurius, schon eine ganze Weile.«

»Dann werden wir bald erlöst sein!«

Uranus lachte. Es klang wie ein fernes Echo. »Ich weiß es nicht, ich kann es nur hoffen.«

»Der Satan lässt keinen Getreuen fallen.«

»Waren wir ihm denn treu?«, fragte Uranus.

»Bis in den Tod.«

»Nein, wir leben doch.«

»Aber wir können uns nicht bewegen. Wir sind eingeschlossen. Das Gestein umgibt uns und den Mosasaurus wie ein immerwährendes Gefängnis  …«

Da wollte Uranus nicht zustimmen. »Du irrst dich, Bruder. Mag die Zeit noch so lang, mag das Gestein noch so hart sein, es gibt Kräfte, die es auflösen können. Und diese Kräfte sind auf dem Weg zu uns. Sie befreien uns, wir werden uns ihrer bedienen, in die Welt hinausgehen und uns umschauen, wie es unserem Herrn geht.«

»Der Teufel ist da. Er ist ewig«, behauptete Mercurius. Er wird seine schützende Hand über uns halten. Wir sind seine Freunde, seine Diener. Vielleicht hat er die Botschaft geschickt …«

»Nein«, widersprach Uranus. »Das ist es nicht. Ich hätte den Teufel gespürt. Ich hätte genau gemerkt, wenn er zu uns gekommen wäre. Du irrst dich. Etwas anderes kommt.«

»Und woher?«

»Lass mich für einen Moment in Ruhe«, bat Uranus. »Vielleicht kann ich es dir sagen.«

»Ja, du bist der Weisere von uns.«

Das Gespräch zwischen den beiden tief in der Erde liegenden Mönchen verstummte. Ein jeder hing seinen Gedanken nach, die endlich wieder vorhanden waren nach der langen Zeit des Schlafs. An ihren Tod hatten sie nie geglaubt und stets auf den vertraut, dem sie dienten. Nun sollte es sich bezahlt machen.

Es verging Zeit. Bei den Eingeschlossenen spielte es keine Rolle, ob Stunden, Minuten oder Tage vergingen. Sie bezeichneten sich selbst als zeitlose Geschöpfe, die auf ihre große Stunde warteten.

Irgendwann meldete sich Uranus wieder. »Hörst du mich, mein Bruder?«

»Ja, sehr deutlich!«, raunte es flüsternd durch das Gestein.

»Ich habe etwas herausgefunden«, meldete Uranus. »Leider ist es noch sehr vage und irgendwie weit weg, aber ich versuche, meine Gedanken allein darauf zu konzentrieren. Wir haben einen Helfer bekommen, Mercuris. Stell dir das vor.«

»Tatsächlich?«

»Ich irre mich nicht.«

»Dann hat Satan endlich unser Flehen erhört«, stöhnte Mercuris auf. »Wir können …«

»Nicht der Satan. Er hat damit nichts zu tun. Wahrscheinlich hat er uns vergessen, Bruder.«

»Was ist es dann?«

Die Frage klang gequält, aber Uranus ließ sich so leicht nicht erweichen. »Es ist ein seltsamer Gegenstand, der seinen Weg in unsere Nähe gefunden hat. Eine magische Geometrie, die sich im Schoße der Erde bewegt und dort alles verändern kann  …«

»Du redest in Rätseln, Bruder.«

»Nein, jetzt nicht mehr, da es immer näher kommt und seine Strahlen alles niederbrennen. Sie sind sehr kräftig, sie werden von Gedanken erzeugt und getrieben. Sie wollen uns eigentlich nicht, aber es lässt sich nicht mehr verhindern  …«

»Rede endlich, Bruder!«

»Ja, Mercurius, ich will es dir sagen. Es ist ein – Würfel!«

*

Seit zwei Tagen befand ich mich wieder in London, zurückgekehrt aus den Staaten. Der Kältewelle war ich entflohen, dafür aber in einen Winter gekommen, den ich als angenehm bezeichnete.

Dennoch war ich unglücklich. Ich konnte mich nicht einmal freuen, Big Ben, Winchester Cathedral, Buckingham Palace oder den Tower zu sehen. In meinem Inneren steckte eine Kälte, die der in den Staaten gleichkam.

Und das hatte seinen Grund.

Es war nicht mehr gelungen, die ehemalige Hexe Jane Collins zu halten. Nach der Transplantation, sie hatte ein Kunstherz empfangen, wollte sie sich nicht mehr zu den früheren Dingen bekennen.

Jane war eine andere geworden, und sie hatte mich verlassen. Von einer Minute zur anderen war sie verschwunden, einfach untergetaucht in dem Wirrwarr der Metropole San Francisco. Ich sollte ihr Zeit geben, hatte sie gefordert. Okay, was war mir anderes übrig geblieben? also gab ich ihr Zeit, um sich entsprechend erholen oder vorbereiten zu können.

Jane musste ich vorläufig vergessen.

Wieder einmal  …

Dafür gab ihre Genesung zu Hoffnungen Anlass. Anders sah es da schon mit meinen Freunden Suko und Bill aus. Wo sie sich befanden, wusste ich nicht. Eine Erdmagie hatte sie geschluckt, und weder Yakup Yalcinkaya noch mir war es gelungen, eine Spur von ihnen zu finden. Zudem hatte uns auch Shimada gestört, aber auch sein Auftauchen brachte keinen Hinweis auf meine beiden Freunde.

Sie blieben verschollen  …

Ob innerhalb der Erde, einer anderen Dimension oder einer fremden Zeit, das alles wusste ich nicht zu sagen, und eigentlich hätte der Fall völlig hoffnungslos aussehen müssen, wenn es nicht einen Schimmer gegeben hätte, den man als lichten Streifen bezeichnen konnte.

Es war der Würfel des Unheils.

Um ihn hatte sich in der letzten Zeit alles gedreht. Trotz intensivster Bemühungen war es mir nicht geglückt, den Würfel in Besitz zu bekommen, dafür hatte es ein anderer geschafft.

Mein Freund Suko.

Er hatte ihn an sich nehmen können und war erst danach verschollen. Zusammen mit Bill, als wir gemeinsam den Buckligen mit den sieben Leben hatten stellen wollen.

Nun, der Bucklige hatte den Würfel zum Glück nicht erwischt, aber ich rannte noch immer hinter ihm her.

»Bitte, John, lass die trüben Gedanken!« Eine weiche Frauenstimme hatte den Satz gesprochen. Über die schmale Tischplatte, die uns trennte, schob sich eine Hand. Sie geriet in den Lichtschein der über und zwischen uns hängenden Stoffleuchte und bekam einen rötlichgelben Schimmer, der auch auf unseren Bestecken blitzende Reflexe hinterließ.

Weit brauchte Glenda Perkins nicht zu greifen, um meine Finger zu erreichen. Sie legte ihre Hand auf die meine, und ich spürte die warme Haut. Mein Lächeln wirkte ein wenig verloren, als ich den Kopf hob und in Glendas Gesicht schaute. Für einen Moment hatte ich das Gefühl, wieder in diesem Lokal in Frisco zu sitzen und Jane Collins anzusehen, die sich so plötzlich von mir getrennt hatte.

»Was bleibt mir übrig, Glenda? Die Zeiten sind wahrscheinlich nicht mehr so rosig, wie sie einmal waren.«

»Du musst Jane vergessen.«

Ich hob den Kopf und runzelte die Stirn. »Vergessen?«, echote ich. »Ja, ja, im Prinzip hast du recht. Nur frage ich mich, ob ich das überhaupt kann. Es hängt zu viel daran.«

»Dann liebst du sie noch?« Bei dieser Frage klang ihre Stimme ein wenig traurig.

Ich war ehrlich zu Glenda. Sie hatte nichts anderes verdient. Meine schwarzhaarige Sekretärin war ein patentes Mädel, und wir mochten uns, obwohl es hin und wieder zwischen uns zu kleinen Streitereien kam. Aber die waren schnell vergessen.

»Nein, Glenda, ich glaube nicht, dass ich sie noch liebe.« Ich schüttelte den Kopf. »Nein, tatsächlich nicht.«

»Soll ich dir das glauben?«

»Das musst du.«

»Es ist doch nicht schlimm, wenn du etwas von deinen Gefühlen preisgibst. Vielleicht erleichtert dich das, und du wirst auch wieder deine Arbeit mit einem anderen Gefühl angehen.«

»Ich war ehrlich zu dir, Glenda. Selbstverständlich trauerte ich Jane Collins auf eine gewisse Art und Weise nach. Es wäre unnatürlich, würde dies nicht so sein, aber du hast Jane lange nicht mehr gesehen. Sie ist eine andere geworden.«

»Das wäre uns wohl allen so ergangen, hätten wir ihr Schicksal hinter uns.«

»Richtig, aber da sind Suko und Bill.« Ich hob beide Arme halbhoch. »Kannst du dir vorstellen, Glenda, dass ich mich traue, Shao und Sheila in die Augen zu sehen?«

»Sie haben dir keinen Vorwurf gemacht.«

»Das stimmt. Kein Wort ist über ihre Lippen gedrungen.« Ich verzog das Gesicht. »Aber ihre Blicke, Glenda, wenn du die Blicke gesehen hättest, verdammt, die gingen tief unter die Haut. Ich kam mir deplatziert vor. Mein schlechtes Gewissen wurde ich einfach nicht los. Aus jedem an mich gerichteten Wort vernahm ich einen Vorwurf.«

»Den du dir einbildest.«

»Möglich, nur bin ich ein Mensch, der sich seine Gedanken macht. In der letzten Nacht habe ich kaum ein Auge zugemacht. Ich quälte mich mit Selbstvorwürfen, wälzte mich im Bett von einer Seite auf die andere und glaubte stets, das Hohnlachen des Teufels zu hören, das durch meinen unruhigen Schlummer schallte.«

»Auch eine Einbildung.«

»Kann sein.« Ich griff zum Bierglas und nahm einen kräftigen Schluck. Inzwischen kam auch der Ober mit dem Essen. Wir saßen in einem kleinen Balkan-Restaurant. Glenda hatte nur eine der Spezial-Suppen bestellt, ich bekam einen Schaschlik. Dazu gab es Salat und eine Schale mit rotem Paprikareis. Das Essen duftete verlockend, doch als mir der freundliche Ober den Teller vorsetzte, hatte ich plötzlich keinen Hunger mehr.

»Während ich die grüne Stoffserviette auseinanderfaltete, ließ es sich Glenda bereits schmecken.

Ich nahm das Besteck und stocherte ziemlich lustlos in dem körnigen Reis. »Willst du nichts essen?«, fragte Glenda.

»Ich bekomme nichts runter.«

Glenda wurde wütend. »Jetzt halt aber mal die Luft an. So schlimm ist es nicht. Jane geht es wahrscheinlich besser, als du dir überhaupt vorstellen …«

»Was ist mit Suko und Bill?«

»Sie haben den Würfel, John. Er lässt sich doch manipulieren, wie du selbst gesagt hast.«

»Hoffentlich können sie das noch.«

»Davon bin...

Erscheint lt. Verlag 22.7.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-3126-3 / 3838731263
ISBN-13 978-3-8387-3126-1 / 9783838731261
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