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John Sinclair 324 (eBook)

Die Geliebte des Dämons (3. Teil)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3085-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 324 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Die Geliebte des Dämon.

Das Fratzengesicht starb!

Shao, mit der Kraft der mächtigen Sonnengöttin Amaterasu versehen, hatte dafür gesorgt. Doch sie konnte nicht ahnen, dass der Tod dieses Dämons der Beginn eines schrecklichen Lebens war.

Ein neuer Begriff tauchte auf: Kataya!

Wer ihn hörte, geriet in seinen Bann. So hatte die Rache des Fratzengesichts gewirkt, denn auch Shao musste Kataya Tribut zollen. Sie wurde die Geliebte des Dämon!

John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

Die Geliebte des Dämons (3. Teil)


Der Mann stand auf den Klippen und starrte auf die Ketten, die an dem harten Stein befestigt waren und nach unten baumelten. Bei jeder anrollenden Welle wurden sie bewegt und klirrten gegeneinander.

Es waren leere Ketten, und der blondhaarige Bastard, der daran gebunden worden war, hatte es tatsächlich geschafft, zu entkommen. Ausgerechnet durch die Hilfe seines Freundes, eines Chinesen.

Xang war auch Chinese, und er beschloss, es dem Blondhaarigen und seinem Landsmann heimzuzahlen. Drohend reckte er die Faust und schaute dem Schiff nach, das die Passagiere der gestrandeten und zerstörten Dschunke abgeholt hatte und zum Festland brachte.

Alles war zerstört worden, die Dschunke, die Vampire und das Fratzengesicht.

Hoffnung gab es nicht mehr.

Xang hätte vor Wut schreien können, und er beherrschte sich nur mit äußerster Mühe. Sie waren ihm zwar entgegengekommen, aber sie mussten noch in Hongkong bleiben und wahrscheinlich der Polizei einige Erklärungen abgeben. Sicherlich würden die Beamten auch den Weg zu dieser einsamen Insel im Südchinesischen Meer finden, dann wollte der Kapitän der Dschunke längst verschwunden sein.

Für solche Gelegenheiten wusste er immer einen Ausweg. In einer kleinen, einsamen Bucht am anderen Ende der Insel leg sein Boot bereit, das ihn wieder nach Hongkong bringen würde. Und dort wollte er es ihnen zeigen.

Nicht alle waren erledigt  …

Zuvor jedoch musste er Abschied nehmen. Abschied von einem Schiff, das er bisher so geliebt hatte. Er war ein Diener des doppelköpfigen Fratzengesichts gewesen und würde es auch immer bleiben, auch wenn die Fremden den Dämon vernichtet hatten.

Hatten sie das wirklich?

Xang wollte es nicht glauben. Mit diesem Thema beschäftigten sich auch seine Gedanken, als er den Bereich der Klippen verließ und sich der Inselmitte zuwandte. Sie hatten einen Fehler gemacht, denn er war von ihnen vergessen worden.

So etwas mussten sie einfach büßen, und er würde sich rächen, das stand fest.

Zwar waren seine Möglichkeiten begrenzt, doch er kannte genügend Leute, die ihm verpflichtet waren. Diese Beziehungen wollte er auffrischen. Hongkong sollte zu einer Todesfalle werden, das schwor er bei allen Dämonen, die ihm »heilig« waren.

Obwohl seine Gegner die Insel verlassen hatten, war er vorsichtig. Irgendwo konnten immer Feinde lauern, da hieß es die Augen nicht zu schließen. Es war eine dunkle Nacht. Über den Himmel segelten dicke Wolken, ein steifer Wind spielte mit dem Wasser und trieb die Wellen zu kleinen Bergen hoch, die gegen das Ufer der Insel anrannten. Eine Nacht ohne Licht, wie geschaffen für böse Taten.

Das alles hatte so ablaufen sollen, wären nicht die beiden Fremden erschienen ’ und hätten vieles zunichte gemacht.

Aber nicht alles!

Xang kicherte, als er daran dachte. Da war noch eine Kleinigkeit zurückgeblieben. Es gab da einen Inder namens Mandra Korab. Und er war innerhalb der Bordwand des Schiffes gefangen gewesen. Dem Europäer und dem Chinesen war es nicht gelungen, ihn zu befreien. Jedenfalls hatte Xang nichts dergleichen gesehen.

Das konnte durchaus ein Punkt sein, an dem er einhaken würde. Und zwar kräftig.

Als er daran dachte und die einst so stolze Brigantine sah, wurde sein Blick trübe.

Jetzt war sie leer, zum Teil eingefallen. Kein Mensch befand sich mehr auf Deck. Die Beamten hatten alle mitgenommen. Nur der Wind spielte und jaulte um die Aufbauten oder trieb lockere Planen mit schabenden Geräuschen über Deck.

Das stolze Segel war nicht mehr. Auf seiner Leinwand hatte sich das Fratzengesicht gezeigt und Angst und Chaos verbreitet.

Xang stieß ein zischendes Geräusch aus, als er daran dachte. Er kam sich wie ein Dampfkessel vor, der kurz vor dem Überlaufen stand. Er musste etwas tun, um den inneren Druck abzulassen. Vielleicht half es ihm, wenn er an Bord kletterte.

Es war einfach. Außerdem erwies Xang sich als geschickter Kletterer, erreichte das Deck und schaute sich suchend um.

Einen Menschen oder ein Lebewesen sah er nicht. Ausgestorben und leer wirkte die Brigantine. Der Niedergang war eingestürzt, die Planken zum Teil verbrannt oder verkohlt, als hätte dort ein Feuer gewütet. Nichts war von dieser einst so prächtigen Dsehunke zurückgeblieben, auf die ein Mann wie Xang stolz sein konnte.

Nur mehr Trümmer.

Er unterdrückte mühsam die Tränen und danach die wilden Flüche, als er den zerstörten Niedergang hinabstieg, um unter Deck nachzuschauen.

Es gab dort einen besonderen Raum. Da hatten die Diener des Fratzengesichts gelauert. Eingeschlossen in die Wände, warteten sie auf ihre große Stunde.

Nun war sie vorbei  …

Xang stolperte, als er ein loses Brett übersah, unter das sich seine Fußspitze geschoben hatte. Er schleuderte das Brett irgendwo in die Dunkelheit hinein, bevor er seinen Weg weiter fortsetzte. Vielleicht fand er noch ein Erbe, er wollte es nicht hinnehmen, dass das Fratzengesicht so einfach vernichtet worden war.

Nein, nicht so  …

Und vielleicht war auch noch der Inder da, der in die Gefangenschaft des Dämons geriet, als er das Fratzengesicht bekämpfen wollte. Xang hatte eine Lampe mitgenommen. Der grelle Lichtstrahl erhellte den unheimlich wirkenden Laderaum und fuhr lautlos über die Innenwände hinweg, ohne auf sein Ziel zu treffen.

Er verschwand nur einmal nach draußen. Das war genau die Stelle, in dessen Wand der Inder gesteckt hatte.

Die Bordwand war hier zerstört worden. Xang konnte sich darauf keinen Reim machen. Einer musste sich für die Zerstörung verantwortlich zeigen. Xang glaubte mittlerweile daran, dass es einer der beiden Fremden gewesen war.

Er fand keine Spuren und schritt den geheimnisvollen Laderaum bis zu seinem Ende durch. Auch dort sah er nichts. Der Lampenkegel fiel auf eine leere Wand.

Xang verzog das Gesicht, als wollte er jeden Moment anfangen zu weinen. Bis ihn die Wut überkam und er mit der Fußspitze kräftig gegen die Wand trat.

Das hohlklingende Geräusch ließ ihn aufhorchen.

Für wenige Sekunden wagte der Kapitän es nicht, sich von der Stelle zu rühren. Er kannte das Schiff oder hatte zumindest geglaubt, es zu kennen. Sollte sich hinter diesem Stauraum noch einer befinden? Wenn ja, dann ein wesentlich kleinerer, aber zunächst wollte er sich akustisch davon überzeugen.

Der Kapitän drehte sich. Er trat gegen eine andere Stelle der Bordwand, vernahm auch hier den Klang, doch dieser hörte sich wesentlich dumpfer an.

Jetzt war er fast sicher. Durch seinen wütenden Tritt hatte er ein weiteres Geheimnis der Dschunke gelüftet. Plötzlich wurde er aufgeregt. Nun wollte er es genau wissen. Das Holz war stabil, und er hatte keine Lust, sich den Fuß zu verstauchen. Aus diesem Grunde suchte er nach einem Gegenstand, mit dem er zuschlagen konnte.

Er hatte ihn sehr rasch gefunden. Es war ein stabiler Balken, der einiges aushalten konnte.

Xang nahm ihn in beide Hände, holte aus, bückte sich dabei und hämmerte den Balken gegen die Stelle, hinter der es so hohl geklungen hatte. Abermals klang es so. nur hörte er gleichzeitig das Spittern und gab ein rau klingendes Lachen ab.

Noch dreimal musste er zuschlagen, dann hatte er eine Öffnung in der Wand geschaffen.

Er bückte sich und packte die hervorstehenden Lattenkanten. Hart riss er daran, setzte seine gesamte Kraft ein, erweiterte das Loch von Sekunde zu Sekunde und atmete auf, als es so groß war, dass er hindurchschlüpfen konnte.

Zu sehen war nichts. Er traute sich auch nicht, in den anderen Raum oder das ihm unbekannte Verlies hineinzuleuchten, denn er spürte, dass in der Dunkelheit etwas lauerte.

Tief holte er Atem, bevor er sich bückte und flüsterte: »Wer bist du? Zeig dich  …«

Xang bekam eine Antwort. Sie bestand nur aus einem unheimlichen, rätselhaften und geheimnisvollen Wort.

»Kataya!«, raunte es. »Kataya  …«

*

Es gibt Menschen, die trinken, wenn sie deprimiert sind, eine Flasche Whisky leer. Andere setzen sich in die Ecke und heulen, wieder andere laufen Amok.

Je nach Temperament und Einstellung.

Suko und ich taten nichts dergleichen. Zwischen uns stand nur ein Tisch, um uns herum lagen kleine zertrümmerte Möbel, und wir heulten auch nicht. Wir saßen nur da.

Schweigend hockten wir in dem Hotelzimmer und starrten die Wand an. Auf dem zwischen uns stehenden Tisch lag eine Schiffsplanke, fast quadratisch.

Normales Holz, das gebe ich zu, aber dennoch war es der Grund für unsere Depression, denn innerhalb des Holzes zeichneten sich die Umrisse eines Gesichts ab.

Eines Gesichts mit – die Inder würden sagen – edlen Zügen, dunklen Augen, einer hohen Stirn, einem vollen Mund, hochstehenden Wangenknochen und einer geraden Nase.

Das Gesicht eines Freundes.

Mandra Korab!

Nur dieser eine Name beschäftigte meine Gedanken, wobei Suko sicherlich auch nicht anders dachte. Wir waren nach Hongkong gekommen, um den indischen Freund zu retten und ihm einen seiner Dolche zurückzugeben. Es war uns nicht gelungen. Mandra Korab hatte in einer so höllischen Klemme gesteckt wie nie zuvor. Durch einen Fluch war er zu einem Geistwesen und in den Teil einer Bordwand verbannt worden, wo er jetzt noch steckte. Ohne Chance auf Befreiung.

Wir jedenfalls wussten keine.

Susan Perth hatte uns zwangsläufig verlassen, weil die Kollegen der vom Dienst suspendierten Polizistin einige besondere Fragen an sie hatten und Susan ihnen mithelfen wollte, den Fall bis in alle Einzelheiten zu lösen. Von dem »Bild« wusste nur sie...

Erscheint lt. Verlag 15.7.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-3085-2 / 3838730852
ISBN-13 978-3-8387-3085-1 / 9783838730851
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