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John Sinclair 318 (eBook)

Im Reich der Monster-Spinnen (2. Teil)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3079-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 318 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Im Reich der Monster-Spinnen.

Claudia Darwood wunderte sich, dass sie vor Angst noch nicht gestorben war, denn vor ihr stand ein Monstrum, wie sie es noch nicht einmal im Traum erlebt hatte. Es war der Dämon Okastra, um den sich so viele Sagen und Legenden rankten.

Und Okastra wird seinem Ruf als brutaler Menschenverächter voll gerecht. Auf die wehrlose Frau geht er mit einem Schwert los. - Es ist das Schwert, mit dem er auch Claudias Bruder geköpft hat.

John und Suko können Claudia im Moment nicht beistehen. Sie kämpfen im Reich der Monster-Spinnen um ihr eigenes Leben ...

John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

Im Reich der Monster-Spinnen (2. Teil)


Die Hände des Superintendenten Sir James Powell umklammerten einen nicht nur für ihn außergewöhnlichen Gegenstand. Es war ein Totenschädel, und er hatte zu einem Menschen gehört. Wo der Körper lag, wusste Sir James nicht, er besaß nur diesen Schädel, der aussah, als wäre er mit einer glänzenden Wachsschicht überzogen worden.

Ein schauriges Gebilde, das an die Vergänglichkeit und den Tod erinnerte.

Über den Schädel hinweg schaute Sir James Powell auf einen Mann, der ihm gegenübersaß.

Es war Suko, der Freund und Kollege des Geisterjägers John Sinclair.

Die beiden Männer saßen in dieser späten Stunde zusammen, weil Sir James etwas mit Suko zu besprechen hatte. Irgendwie schien sich der Alte auch nicht wohlzufühlen, wie Suko feststellte, denn er kannte seinen Vorgesetzten lange genug.

»Was halten Sie von der Geschichte, Suko?«, fragte er.

 

»Wie meinen Sie, Sir?«

Der Superintendent lächelte knapp. Er wusste genau, dass der andere ihn verstanden hatte, erwiderte aber nichts in dieser Richtung, sondern kam auf das Thema zu sprechen. »Ich meine den Schädel.«

Suko hob die Schultern. »Wir wissen, wem er gehört hat. Henry Darwood. Das ist alles.«

»Wirklich?«

»Ja.«

»Finden Sie, dass an dem Schädel etwas Besonderes ist oder es etwas gibt, das Sie als besonders bezeichnen würden?«

»Nein, Sir, wenn ich von der Herkunft einmal absehe.«

»Und von seinem Geheimnis«, unterbrach der Superintendent seinen Mitarbeiter.

Welches Geheimnis meinen Sie?«

»Ich bin mir zwar nicht sicher, Suko, aber ich habe das Gefühl, dass uns dieser Schädel noch einige Rätsel aufgeben wird. Der ist nicht normal, und man hat ihn nicht ohne Grund der Schwester des Verstorbenen geschickt.«

»Das sicherlich, Sir.« Suko war mit seinen Antworten vorsichtig. Er wusste nicht, worauf sein Chef hinauswollte. Bei Sir James musste man da immer auf Überraschungen gefasst sein, deshalb wartete er zunächst einmal ab.

Hinzu kam, dass sich Suko geärgert hatte, weil man ihn praktisch aus diesem Fall hinausgeworfen hatte. Vielleicht nicht Sir James, sondern ein anderer, ein Geheimdienstmann mit Namen Snyder. Colonel Snyder, denn er hatte den Stein ins Rollen gebracht.

Dabei ging es um Henry Darwood, der für den Geheimdienst in Spanien tätig war und dessen Schädel seiner Schwester nach London geschickt worden war.

Man setzte John Sinclair allein auf den Fall an, der eine hohe Stufe der Geheimhaltung enthielt, denn die Aktivitäten des Henry Darwood sollten keinesfalls an die Öffentlichkeit gelangen. Was gewisse Kreise zu verbergen hatten, darüber konnte Suko nur mehr spekulieren, aber es war nicht die feine englische Art, ihn auf diese Art und Weise nach allen Regeln der Kunst auszubooten.

Nun schien etwas schiefgelaufen zu sein. Sonst hätte Sir James ihn nicht zu sich kommen lassen.

»Worauf wollen Sie eigentlich hinaus, Sir?«, erkundigte sich der Inspektor.

Der Superintendent stellte den Schädel zur Seite. Dabei hob er die Schulter, und das wunderte Suko. Normalerweise erlebte er bei Sir James nicht diese menschlichen und dann noch negativ zu wertenden Reaktionen. »Ich weiß es selbst nicht«, gab er mit seiner Antwort zu, »aber ich habe wohl einen Fehler gemacht, wie ich zugeben muss.«

»Der wäre, Sir?«

»Ich hätte John Sinclair Unterstützung mitgeben müssen.«

»In meiner Person, Sir?«

»Natürlich. Dass ich es nicht getan habe, ärgert mich, ist aber nicht zu ändern. Außerdem habe ich einen gewissen Druck von ganz oben bekommen, denn die Geheimdienstleute haben leider einen zu großen Einfluss gewonnen. Das zu meiner Entschuldigung, die aber keine sein soll, ich gebe den Fehler zu.«

Suko hatte den Sinn der Rede verstanden. »Es geht also um John«, stellte er fest.

»Richtig.«

Der Inspektor setzte sich gespannter hin. »Was ist mit ihm geschehen?«

»Wenn ich das wüsste …«

In Suko schrillte so etwas wie eine Alarmklingel. »Sie haben keinen Kontakt?« , erkundigte sich Suko.

»Nein.«

»Haben Sie etwas ausgemacht?«

»Natürlich. John sollte sich melden.« Sir James schaute gegen die Wand, wo die Verkleidung auf Knopfdruck verschwinden konnte, wenn er es für nötig hielt. »Er hat es nicht getan, und das bereitet mir große Sorge. Hinter diesem Fall scheint mehr zu stecken, als wir bisher angenommen haben.«

»Wo soll er sich befinden?« Suko wurde konkret.

»An der Nordwestküste Spaniens. Der Ort heißt Campa. Soviel ich weiß, handelt es sich dabei um ein Bergdorf. Mehr habe ich trotz intensiver Bemühungen nicht herausfinden können.«

»Den Namen kenne ich nicht«, gab Suko zu.

»Das habe ich mir gedacht. Niemand von uns weiß, was dort vorgeht. Ich habe auch mit Colonel Snyder über den Job des Henry Darwood geredet. Er wollte nicht so recht mit der Sprache herausrücken, und ich bin da sehr skeptisch. Darwood schien den Auftrag gehabt zu haben, sich um die Basken zu kümmern.«

»Das ist gefährlich.«

»Da sagen Sie etwas, Suko. Diese Leute sind verbohrt. Ich will mir hier kein Urteil über ihre politischen Ziele erlauben, aber ich habe Angst davor, dass John Sinclair zwischen die Mühlsteine des Kampfes geraten und zerdrückt worden ist.«

Er hatte es hart ausgedrückt, und Suko nahm es auch so hin. Der Inspektor kniff die Lippen zusammen. Er nickte und schluckte. »Das wäre natürlich fatal, Sir.«

»Sehr richtig, Suko. Deshalb möchte ich, dass Sie sich um die Sache kümmern.«

»Ich soll nach Spanien fliegen?«

»Und John heraushauen.« Der Superintendent schaute auf den Schädel. »Ich möchte nämlich nicht, dass John Sinclairs Kopf irgendwann hier auf meinem Schreibtisch liegt.«

»Da sprechen Sie mir aus der Seele, Sir. Welche Vollmachten können Sie mir geben?«

»Überhaupt keine. Sie sind auf sich allein gestellt. Wir haben in Spanien keinerlei Befugnisse. Deshalb sage ich Ihnen, dass Sie sich davor hüten müssen, sich erwischen zu lassen.«

»Wie haben Sie sich die Reise vorgestellt? Ich kann offiziell nicht einreisen.«

»Nein, Suko. Sie werden an Land gesetzt. Wir haben da unsere Kanäle und Beziehungen.«

Der Chinese lächelte. »Sie oder der Geheimdienst?«

»Letzterer.«

»Dann arbeitet Snyder mit?«

»Diesmal nicht. Ich habe ihn aus dem Spiel gelassen. Er hätte meine Aktion bestimmt nicht verstanden. Sie werden sich an die Marine wenden, Suko, an einem bestimmten Punkt der Küste abgesetzt und schlagen sich von dort aus nach Campa durch.«

»Wie weit ist es?«

Sir James beugte sich zur Seite. Unter seinem Schreibtisch und von einem Besucher nicht zu entdecken, befanden sich einige Knöpfe. Einen davon betätigte Sir James. Er berührte ihn nur leicht mit dem Finger, und schon geschah die Reaktion.

Ein Teil der getäfelten Wand fuhr lautlos zur Seite. Sie rollte auf Schienen und gab den Blick auf eine Karte frei. Diese Karte zeigte einen Ausschnitt der Nordwestküste Spaniens. Suko hatte gute Augen, er brauchte nicht aufzustehen, um die Städtenamen lesen zu können. Ein Name war dicker geschrieben und sogar unterstrichen.

La Coruña!

Suko verstand sofort. Hat dieser Ort etwas zu bedeuten?«, erkundigte er sich.

»Ja«, sagte Sir James. »Es ist die Stadt, die Campa am nächsten liegt. Aber sie soll uns nicht interessieren.«

»Und der Ort selbst?«

»Liegt mehr zur Küste hin. Schauen Sie genau hin, Suko, dann werden Sie ihn sehen.«

Das tat der Chinese. Und er derkannte, dass Campa nicht nur nahe der Küste lag, sondern auch von Bergen eingeschlossen war. Ein richtiges Gebirgsdorf, unzugänglich, wahrscheinlich von der Zivilisation ein gutes Stück entfernt.

»Was sagen Sie dazu?«, fragte Sir James.

Suko runzelte die Stirn. »Ich weiß nicht, Sir, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es in Campa kein Telefon gibt.«

»Das ist ein Irrtum. Dort existiert eine Verbindung.«

Suko schluckte die Enttäuschung. »Dann wundert es mich allerdings, dass John sich nicht gemeldet hat.«

»Er konnte es nicht.«

»Sie klingen sicher, Sir.«

»Das bin ich auch, denn wir hatten abgemacht, dass sich John Sinclair meldet. Wie Sie wissen, ist John ein Mann, der sich daran hält. Deshalb bin ich so beunruhigt. Nicht einmal wegen des Schädels, mir machen die politischen Verhältnisse dort die größeren Sorgen.«

»Das kann ich verstehen, Sir.«

»Also werden Sie sich dort umsehen. Bevor Sie reisen, weise ich Sie in Einzelheiten ein.«

In den nächsten Minuten erfuhr Suko das, was für ihn überaus wichtig war.

Er machte sich Notizen, nickte ein paarmal, und schüttelte dann den Kopf.

»Was haben Sie?«

Suko fixierte den auf dem Schreibtisch stehenden Schädel. »Kann man ihn als normal bezeichnen, Sir?«

»Wie meinen Sie das?«

»Haben Sie den Schädel untersucht?«

Sir James legte seine Hand auf die blanke Platte. »Das haben wir natürlich«, erwiderte er. »Sehr genau sogar …«

»Aber nicht auf seine magischen Fähigkeiten hin?«

»Nein, leider nicht.«

Suko schluckte. »Vielleicht sollte man das noch ändern. Unter Umständen kann uns der Totenschädel eine Spur mitteilen.«

Der Superintendent nickte. »Und wie wollen Sie das anstellen?«

»Ich will wissen, ob er mit Schwarzer Magie in Berührung gekommen ist, und da gibt es eine...

Erscheint lt. Verlag 15.7.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-3079-8 / 3838730798
ISBN-13 978-3-8387-3079-0 / 9783838730790
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