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John Sinclair 303 (eBook)

Die Satans-Zwerge von Sylt (2. Teil)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3064-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 303 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Die Satans-Zwerge von Sylt.

Sieben Dolche hatte Mandra Korab besessen. Doch Luzifer, der oberste Höllenherrscher, sah in ihnen eine Gefahr. Mit einem Trick riss er die Waffen an sich.

Und er schleuderte die sieben Dolche dorthin, wo sie für und nicht gegen ihn arbeiten konnten.

Drei Dolche hatten meine Freunde und ich bereits gefunden.

Die Suche nach dem Vierten führte uns auf die Insel Sylt und zu den dämonischen Satans-Zwergen ...

John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

Die Satans-Zwerge von Sylt (2. Teil)


Sieben Dolche hatte Mandra Korab besessen. Doch Luzifer, der oberste Höllenherrscher, sah in ihnen eine Gefahr. Mit einem Trick riss er die Waffen an sich.

Und er schleuderte die sieben Dolche dorthin, wo sie für und nicht gegen ihn arbeiten konnten.

Drei Dolche hatten meine Freunde und ich bereits gefunden. Die Suche nach dem Vierten führte uns auf die Insel Sylt und zu den dämonischen Satans-Zwergen  …

Zuerst knarrte eine Tür. Danach flammte Licht an der Decke auf. Es riss die zahlreichen Strandkörbe aus der Dunkelheit, die in diesem Kellerraum lagerten.

Dann waren Schritte zu hören. Eine Person kam die Kellertreppe herab. Vom Stufenende her hätte ein Zuschauer zunächst nur die Beine gesehen, die von breiten Hosenaufschlägen umflattert wurden. Der Oberkörper erschien, ein gewaltiger Bauch, über den sich das blauweiß gestreifte Hemd spannte, es folgte ein massiger Brustkasten, auf dem ein fast viereckiger Kopf ohne Hals saß, wenigstens war er inmitten der Speckfalten nicht mehr zu sehen.

Die Gesichtshaut des Mannes mit dem strohblonden Haar zeigte einen roten Schimmer. Die Anstrengung hatte ihn hinterlassen, denn bei dem Gewicht fiel es einem Menschen nicht leicht, die lange Kellertreppe hinunterzusteigen.

Was sein musste, das musste eben sein.

Lars Lengerich gehörte zu den Menschen, die im Sommer viel Geld verdienten. Er vermietete Strandkörbe. Und das Geld, das er im Sommer einnahm, musste auch für den Winter reichen, denn seine kleine Fahrrad-Reparaturwerkstatt warf nicht genug ab, um sich über Wasser halten zu können.

Im Winter, wenn er Zeit hatte, reparierte und säuberte er die Strandkörbe. Das war eine Schufterei, denn ihm gehörten über 200 dieser Körbe. Eine Hilfe hatte Lars Lengerich trotzdem nicht, er arbeitete allein.

Die bereits überholten und reparierten Körbe wollte er dann in einen Nebenraum bringen.

Im zweiten Raum brannte kein Licht.

Lars Lengerich hakte seine Finger unter den Gürtel und zog die Hose in die Höhe, bevor er sich mit schaukelnden Schritten in Bewegung setzte, um auch im Nebenraum das Licht einzuschalten.

Auf der Schwelle blieb er plötzlich stehen.

Lars wusste im ersten Moment auch nicht, weshalb er so reagierte, aber er wollte nicht mehr weitergehen.

Etwas störte ihn.

Ein seltsames Geräusch.

Es hörte sich an wie ein hohles Pfeifen, und dazwischen vernahm er ein Knirschen.

Lars war so geschockt, dass er nicht daran dachte, auch im Nebenraum das Licht einzuschalten. Er wusste nur, dass dieses seltsame Geräusch nicht in diese Atmosphäre passte.

Er dachte an einen Einbrecher. Nein, nicht im Winter, wenn auf der Insel nichts los war. Das konnte er sich abschminken. Das Geräusch musste einen anderen Grund haben.

Vielleicht ein Tier?

Er hatte lange keine Ratten mehr gesehen. Als Kind die Letzte, aber es konnte sich durchaus auch etwas anderes in diesen Keller verirrt haben.

Plötzlich hörte er ein Keuchen, das durch den Raum schwang und eine Gänsehaut über seinen Rücken trieb.

Den Gedanken an ein Tier wies er nun weit von sich. Dieses gequälte Atmen deutete auf einen Menschen hin.

Der hatte sich dort versteckt!

Trotz seiner Größe und der massigen Figur war Lars ein Feigling. Zudem konnte er seine Kräfte kaum richtig einteilen, er hatte große Schwierigkeiten mit der Kondition, und auf einen langen Kampf konnte er sich in keinem Fall einlassen.

Deshalb ging er nicht vor, sondern zurück. Lars Lengerich wollte überhaupt nicht sehen, was in dem zweiten Raum vorging, er merkte nur, dass sich dort etwas Unheimliches tat, denn die Gefahr rollte wie eine Welle auf ihn zu. Und die spürte er.

Lars drehte sich nicht, sondern schritt rückwärts auf die Treppe zu. Dabei hob er seine Füße kaum vom Boden ab. Sie schleiften darüber hinweg, unter den Sohlen knirschte der Staub, und den Eingang behielt Lars Lengerich stets im Blickfeld.

Noch war er leer, zeigte sich dort nur ein düsteres Viereck, das sich vom Boden her abhob und bis zur Decke reichte. Das Licht aus dem ersten Raum fiel zwar über die Schwelle, versickerte aber sehr schnell und wurde von der Dunkelheit aufgesaugt.

Nur ein schmaler, heller Streifen blieb.

Lars zuckte zusammen, als er mit der Hacke gegen die Kante der untersten Treppe stieß. Es war nichts, nur die Tatsache allein, dass er den Widerstand spürte, erschreckte ihn so sehr, und er schaute nach hinten.

Genau in dem Augenblick erschien ein kleiner Schatten auf der Türschwelle, der sich allmählich von dem helleren Licht abhob und Konturen annahm. Lars Lengerich bemerkte es in dem Augenblick, als er sich umdrehte.

Eine Sekunde ist eine sehr kurze Zeitspanne. Sie kann auch lang werden, und das wurde sie für den Mann in diesem Augenblick. Seine Augen weiteten sich, das Blut wich aus seinem Gesicht, er wurde leichenblass, denn mit dem Erkennen des Gegenstandes auf der Türschwelle, wurde für ihn ein Albtraum wahr.

Vor ihm stand ein Zwerg!

Er reichte dem Mann nicht einmal bis zum Oberschenkel und sah wie die Figur aus einem schaurigen Märchen aus.

Dunkelbraun mit einem nackten kahlen Kopf, der im Verhältnis zum Körper übergroß wirkte. Haarlos präsentierte sich der Schädel, und die Augenschlitze sahen aus wie mit dem Messer hineingeschnitten. Dabei leuchteten sie in einem knalligen Rot. Das Gesicht wirkte irgendwie zusammengedrückt und besaß negroide Züge. Hoch und spitz stachen die Ohren vom Schädel ab, während die Lippen wie zwei aufgeworfene Hautfalten wirkten. Der Zwerg war nackt und völlig geschlechtslos. Seltsam lang kamen dem Mann die Finger vor.

Eine Hand hatte das kleine Wesen zur Faust geballt. Und zwischen den Fingern hielt es etwas, das Lars am meisten erschreckte.

Es war ein glühendes Lasso!

Urplötzlich bewegte das kleine Wesen den rechten Arm und sprang gleichzeitig vor. Die Faust öffnete sich, etwas jagte aus ihr heraus, sirrte durch die Luft und öffnete sich während des Fluges.

Eine Schlinge, dachte Lars noch.

Da hatte es ihn schon erwischt.

Mit einer tödlichen Präzision senkte sich die glühende Schlinge über seinem Kopf, den er nicht mehr zur Seite bekam. Noch in derselben Sekunde spürte er den Schmerz.

Der Zwerg hatte die Schlinge zugezogen. Die glühende Schleife verschwand im Speck des Halses. Sie war nicht mehr zu sehen, auch dann nicht, als der Mann nach hinten ging, röchelte und rücklings die Stufen der Treppe hochwankte.

Er schaffte nur zwei.

Entkommen lassen wollte ihn der Zweg nicht, deshalb zog er mit erstaunlicher Kraft die Leine des Lassos straff.

Dann zog er.

Lars riss seinen Mund auf. Röchelnde Laute drangen aus dem Rachen. Die Augen wurden groß wie nie. Seine Gestalt wankte, die Zunge schnellte zwisehen den Lippen hervor, und im nächsten Moment verlor er das Gleichgewicht.

Ohne sich abstützen zu können, prallte er auf den Boden. Er schlug auch mit dem Gesicht auf, seine Nase bekam einiges mit, und unter seinem Gesicht sickerte allmählich eine Blutlache hervor.

Der Zwerg aber glitt zurück in die Dunkelheit des zweiten Raumes. Die Lassoleine blieb dabei gespannt.

Dies sehr lange  …

Als der unheimliche Zwerg sicher war, dass kein Leben mehr in dem Körper steckte, schritt er langsam vor, ohne allerdings sein Mordlasso loszulassen.

Neben dem Opfer verhielt er seinen Schritt.

Ein sehr helles Lachen drang aus seinem Maul.

Dann hob er seinen nackten Fuß.

Er setzte ihn haargenau auf die Brust des Toten und drückte langsam zu. Immer weiter, und etwas Schreckliches geschah.

Der Körper hatte sich verändert. Er war zu Sand geworden. Die Kleidung fiel ineinander. Aus den Hosenbeinen, aus den Armlöchern rieselte der Sand ebenso wie aus dem Kragenausschnitt.

Das Gesicht verging.

Zurück blieb Sand.

Gelb, mit einem leicht braunen Schimmer versehen.

Der Zwerg verschwand ebenso leise, wie er gekommen war. Er hatte den Anfang gemacht. Alles weitere würde die Zukunft zeigen  …

*

Zum Glück ist Sylt eine Insel, auf die man das Auto mitnehmen kann. Wir hatten uns der Autofähre anvertraut und erreichten Westerland an einem trüben Nachmittag.

Sylt gehört zu den bekanntesten Inseln der Nordsee. Das jodhaltige Klima verhalf dem Eiland auch zu einem begehrten Kurort, und so war die Insel auch im Winter nicht ausgestorben, denn zahlreiche Kurgäste verbrachten hier ihre Regenerations-Wochen. Wir waren aber nicht gekommen, um hier eine Kur zu verbringen.

Der Job hatte uns hergeführt.

Suko und ich suchten den vierten Dolch. Drei hatten wir bereits gefunden, vier waren noch verschwunden. Und diese sieben Dolche gehörten unserem gemeinsamen Freund Mandra Korab, der leider in Neapel im Krankenhaus hatte zurückbleiben müssen, weil ihn eine schwere Handverletzung dazu zwang.

Mandra hoffte ja, in einer Woche wieder als geheilt entlassen werden zu können, ich allerdings hatte da meine Bedenken, die auch Suko teilte.

In London hatten wir noch kurz Station gemacht. Dort war alles ruhig gewesen. Es gab keinerlei dämonische Aktivitäten. Nur die Hetze der Menschen kurz vor Weihnachten.

Und an Weihnachten wurden wir auch auf der Insel Sylt erinnert.

Ein großer Weihnachtsbaum stand im Freien und erstrahlte in seiner Lichterpracht. Wir hatten einer deutschen Behörde keinen Bescheid gegeben, und wollten zunächst einmal im verborgenen arbeiten. Vielleicht war die Spur auch falsch, denn Beweise, dass wir den vierten Dolch auf dieser Insel finden konnten,...

Erscheint lt. Verlag 15.7.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-3064-X / 383873064X
ISBN-13 978-3-8387-3064-6 / 9783838730646
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