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John Sinclair 296 (eBook)

Mandraka, der Schwarzblut-Vampir (1. Teil)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3057-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 296 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Mandraka, der Schwarzblut-Vampir.

Die Sensation war perfekt!

Der Teufel bot John Sinclair eine Zusammenarbeit an. Die Einheit im Reich des Bösen sollte wiederhergestellt, fanatische Eigenbrötler beseitigt werden. Zuerst sollte der Kampf gegen die Schwarzblut-Vampire aufgenommen werden, der Teufel hasste sie wie Weihwasser, vor allem aber ihren Anführer. Es war Mandraka - der Schwarzblut- Vampir.

John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

Mandraka – der Schwarzblut- Vampir (1. Teil)


Gräber, Grüfte, alte Schlösser, modrig stinkende Keller – all das sind Orte und Plätze, die einem Menschen das Gruseln lehren, wenn er sie besucht.

Ich aber gruselte mich mitten in London auf einem Trümmergelände. Der Schutt türmte sich haushoch, und die wie verbrannt wirkenden Restmauern stachen in den dunklen Novemberhimmel.

Um Mitternacht sollte ich ihn treffen. Und weil ich misstrauisch war, hatte ich meinen Freund Suko gebeten, mir Rückendeckung zu geben.

Ich schlich über das Gelände. Die Schuttberge lagen bereits hinter mir. Und so näherte ich mich der Hausruine. Tür- und Fensteröffnungen wirkten wie dunkle, viereckige Glotzaugen. Wohl war mir nicht. Mir gefiel diese Sache überhaupt nicht, denn der unbekannte Anrufer hatte den Namen einer Person erwähnt, die schon längst vernichtet war.

Lady X!

Er gab vor, in ihrem Namen zu sprechen und hatte es tatsächlich geschafft, dass ich seiner Aufforderung Folge leistete und mich zu diesem seltsamen Treffpunkt begab.

Lady X!

Immer musste ich an sie denken. Seit dem Anruf war sie mir praktisch nicht aus dem Kopf gegangen. Im fernen Rumänien war sie vernichtet worden. Marek, der Pfähler, hatte dafür gesorgt und durch die Vernichtung eine seiner größten Leistungen vollbracht. 1

Man hatte sie begraben und zusätzlich noch in ihr Grab ein Kreuz gelegt, damit nichts mehr passieren konnte. Es war also alles menschenmögliche getan worden.

Aber war es das wirklich?

Seit diesem seltsamen Anruf war ich davon nicht mehr hundertprozentig überzeugt. In meinem Job konnte mich nichts mehr überraschen, das stand einwandfrei fest.

Gern hätte ich gewusst, wer dieser Anrufer gewesen war. Auf meine diesbezügliche Frage hatte ich nur eine sehr dumme Antwort bekommen.

»Ein Freund!«

Meine Freunde suchte ich mir selbst aus, und dieser Typ war nicht unter ihnen. Sehr weit brauchte ich nicht mehr zu laufen, um das zu erreichen, was einmal der Eingang des Hauses gewesen war. Jetzt gähnte dort ein großes, viereckiges Loch.

Mein Herz klopfte schneller, als ich davor stehen blieb. Sollte ich hineingehen?

Ich dachte daran, dass ich so dicht vor dem Eingang eine gute Zielscheibe abgab und zog mich ein wenig zurück, um aus dem Dunkel des Hauses nicht beschossen werden zu können.

An der Mauer blieb ich stehen, sogar ziemlich nahe an der Tür, und ich schaute nach vorn.

Die aufgeschüttelten Erdhügel erinnerten mich an schwarze Berge. Den Bauwagen, hinter dem Suko in sicherer Deckung lag, erkannte ich nur mehr als Schatten.

Wir hatten verabredet, dass ich mich meldete, wenn ich am Haus war. Das Versprechen hielt ich ein, griff in die Tasche, holte das Gerät hervor und brachte meine Lippen dicht an die Rillen des Lautsprechers. Mit einem Daumendruck legte ich einen kleinen Schalter um, damit sich bei Suko das Signal meldete.

»Was hast du erreicht, John?«

»Ich bin an der Tür.«

»Und?«

»Es ist alles ruhig«, erklärte ich. »Noch …«

»Bei mir auch. Keine besonderen Vorkommnisse, wie man so schön sagt. In zwei Minuten ist es soweit, nicht?«

»Ja.«

»Soll ich kommen?«, fragte der Inspektor.

»Nein, wir haben noch 120 Sekunden.« Wir führten die Unterhaltung im Flüsterton. »Ich betrete jetzt das Haus. Wenn sich in zehn Minuten nichts getan und du auch nichts von mir gehört hast, kommst du und schaust nach. Abgemacht?«

»Ja, aber es gefällt mir nicht.«

»Denkst du mir?« Ich schaltete das Gerät wieder aus, ging ein paar Schritte vor, drehte mich nach rechts und blieb auf der Schwelle des ehemaligen Hauseingangs für einen Moment stehen, bevor ich in das Dunkel der Bauruine tauchte.

Zunächst konnte ich nichts sehen, weil sich meine Augen erst an die herrschenden Lichtverhältnisse gewöhnen mussten. Das ging sehr schnell vorüber, und ich erkannte den Umriss einer Treppe, die nach oben führte. Sie war also noch vorhanden, wenn auch das Geländer fehlte, wie ich nach einigen zurückgelegten Schritten feststellen musste.

An meiner rechten Seite führte die Treppe in ein geheimnisvolles Dunkel hinein.

Ich blieb an der letzten Stufe stehen und schaute hoch.

Irgendwie überkam mich ein seltsames Gefühl. Ich spürte auf meinem Rücken das Kribbeln, schaute weiter die Stufen hinauf, sah die ersten noch relativ klar, dann aber verschammen die nächst folgenden in einer wattigen Finsternis.

Ich konzentrierte mich.

Plötzlich war ich sicher, dass in der ersten Etage etwas auf mich lauerte.

Noch sah ich nichts, aber ich hörte etwas.

Es waren keine Schritte, nur ein leises, vorsichtig angesetztes Tappen, das an meine Ohren drang.

Da also stand er.

Tief holte ich Luft. Der andere hatte mich dort nicht versetzt, und er würde sich auch zeigen.

Etwas bewegte sich in der Finsternis am Ende der Treppe. Ich griff zur Beretta. Bevor ich die Waffe ziehen konnte, starrte ich in ein grell aufflammendes Licht. Es erschien am Ende der Treppe, leuchtete jedoch nicht weiß, sondern dunkelrot, als hätte jemand eine Magnesiumfackel angezündet.

Im Zentrum sah ich die Gestalt.

Ein Horror-Gebilde. Ein Albtraum-Geschöpf mit einer Weste über dem nackten Körper, einer eng anliegenden Hose und einem Schädel versehen, der von einer Echse stammen konnte, aber flammendrot leuchtete.

Das alles hätte mich nicht von den Beinen gerissen. Es war das Projektil, das mich plötzlich traf und aus einer seltsam geformten Waffe abgeschossen worden war.

Eine Mischung aus Pistole und Gewehr.

Der Schlag traf mich in die Brust. Nicht so wuchtig wie bei einer normalen Pistolenkugel, eher mit dem Fausthieb eines Kindes zu vergleichen, aber dennoch spürbar.

Ich zuckte zusammen. Danach konnte ich mich nicht mehr bewegen. Nach unten starrte ich, sah die seltsame Kugel deformiert auf meiner Brust kleben.

Allmählich wurden meine Knie weich. Dass ich nach vorn stürzte, bekam ich zwar mit, konnte jedoch nichts dagegen tun.

Und dann kam das dämonische Geschöpf auf mich zu. Riesenhaft wirkte es, als es die Stufen der Treppe hinter sich ließ und sein Gewehr so senkte, dass die Mündung auf meinen völlig ungeschützten Kopf zeigte.

Warum hilft mir denn das Kreuz nicht?

Es war mein letzter Gedanke vor dem großen schwarzen Nichts!

*

Der im Schatten der Baugrube hockende Inspektor war nicht gerade beruhigt, als er das Sprechgerät ausschaltete. Es gab einfach zu viele Widersprüche in dem Fall. Da war John in die Ruine bestellt worden, aber der geheimnisvolle Anrufer kam einfach nicht oder hatte schon eine Falle gestellt.

Leider war es dunkel. Nur zur Straße hin existierte eine Absperrung, die durch Blinklichter erleuchtet war, damit Fußgänger und Autofahrer gewarnt wurden.

Das Gelände selbst lag im Finstern. Auch die Ruine, in der John verschwunden war.

Die Außenwände des kleinen Bauwagens stanken nach Lack. Das Gefährt musste frisch gestrichen worden sein, und Suko ging der Geruch auf die Nerven. Er stand auf, reckte sich und bewegte sich einige Schritte zur Seite. Neben einem aufgeworfenen Erdhügel blieb er stehen. Der Hügel bestand nicht nur aus Sand und Lehm, auch Schutt lagerte auf ihm. Große Steine, noch mit grauer Mörtelschicht versehen, lagen auf seiner Spitze und an den Seiten.

Der Inspektor hatte den Hügel bereits ein paar Mal umrundet, doch nichts Verdächtiges feststellen können. Wenn irgendwelche Unbekannte in der Nähe lauerten, dann woanders.

Suko wandte sich ab. Er drehte dem Hügel den Rücken zu und suchte sich eine Stelle aus, die sich als Beobachtungspunkt besser eignete. Dort blieb er stehen.

Der Chinese konnte jetzt die Ruine im Blickfeld behalten und auch einen Teil des Geländes. Wenigstens den, der vor dem Haus lag. Im Rücken hatte er keine Augen.

Genau da tat sich aber etwas.

Der Dreckhaufen geriet in Bewegung. Zunächst war es nur ein feines Rieseln trockener Erde. Kaum zu hören. Je mehr der aufgeworfene Hügel jedoch von innen her belastet wurde, umso stärker geriet alles in Bewegung.

Auch die ersten Steine.

Sie rutschten an den Seiten herab. Die kleineren schneller als die größeren, und letztere wurden auch von den kleinen Steinen eingeholt, sodass sie aneinandertickten.

Das hörte Suko.

Er kreiselte herum, schaute auf den Erdhaufen, sah die Bewegungen, sprang vor und wusste Bescheid.

Seine Hand raste zur Waffe.

Suko passierte im Prinzip das Gleiche wie seinem Freund John Sinclair. Auch er wurde überrascht, allerdings auf eine andere Art und Weise als John.

Die Gefahr kam von hinten und gleichzeitig aus der Höhe. Auf dem Dach der Baubude hatte sich eine seltsame Gestalt aufgerichtet, die etwas in der Hand hielt, das wie ein Lasso aussah.

Und die Schlinge schleuderte das Wesen mit einer kaum zu verfolgenden Handbewegung.

Suko glaubte noch, ein Surren zu vernehmen und wollte den Kopf einziehen.

Da erwischte ihn die Schlinge. Sie huschte vor seinem Gesicht vorbei und drehte sich innerhalb eines Sekundenbruchteils um seinen Hals, wobei sie augenblicklich von dem auf dem Bauwagendach lauernden Wesen zugezogen wurde.

Durch den gewaltigen Ruck wurde Suko nach hinten gerissen, geriet ins Taumeln und stolperte außerdem noch über seine eigenen Beine. Sein Gesicht hatte sich verzerrt. Weit stand der Mund offen, der Inspektor wollte nach Luft schnappen, die aber wurde ihm radikal abgesperrt.

Mit dem Rücken schlug er auf. Zum Glück blieb sein Hinterkopf verschont, denn...

Erscheint lt. Verlag 1.7.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-3057-7 / 3838730577
ISBN-13 978-3-8387-3057-8 / 9783838730578
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