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John Sinclair 274 (eBook)

Nadine Bergers Geheimnis (2. Teil)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3035-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 274 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Nadine Bergers Geheimnis.

Nadine Berger möchte wieder frei und glücklich sein! Sie will es nicht länger hinnehmen, mit der Seele eines Menschen im Körper eines Wolfs leben zu müssen. Da es bisher niemandem gelungen ist, sie aus dieser Notlage zu befreien, will sich Nadine an den Götterwolf wenden. Als Geschenk möchte sie ihm die tote Lupina bringen. Doch damit schliddert Nadine noch tiefer in ihr Unglück hinein, denn Lupina und den Götterwolf verbindet etwas sehr Lebendiges ...

John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

Nadine Bergers Geheimnis (2. Teil)


Sie hatte das Krachen der Beretta vernommen, und jeder Schuss war für sie wie eine Note in einem höllischen Konzert. Siewusste, dass ihre Diener den geweihten Silberkugeln nichts entgegensetzen konnten, aber sie war nicht in der Lage, ihnen zur Seite zu stehen. Sollte der verfluchte Geisterjäger sie doch vernichten, das machte ihr nichts mehr, denn sie war selbst völlig am Ende. Man hatte einen Teil von ihr zerstört!

Lupina merkte kaum, dass sie durch den Gang in Richtung Tür torkelte. Sie tat dies alles automatisch, die Königin der Wölfe war nicht mehr Herr ihrer Reaktionen.

Mit Luparos Tod war auch für sie der dämonische Alltag wieder eingekehrt. Jetzt musste sie sich vor den geweihten Silberkugeln fürchten, und sie musste wieder dort beginnen, wo sie auch angefangen hatte. Ganz unten …

Lupina stieß gegen die Tür. Für einen Moment war sie irritiert, da sie die Tür nicht öffnen konnte, dann rutschte ihre Pranke nach unten, sie fand den Griff und zog die Tür auf.

Nach dem langen Sommertag empfand sie die Nachtluft als kalt. Die Werwölfin stolperte fast über ihre eigenen mit Fell bedeckten Füße, als sie in den großen Vorgarten torkelte, der vor dem leicht erhöht stehenden Bungalow der Conollys lag. Ein paar Schritte lief sie noch weiter, bevor sie schwankend stehen blieb.

Jetzt musste sie sich entscheiden. Blieb sie hier und rächte den Tod ihrer Diener, oder lief sie weg und suchte eine neue Chance?

Sie durfte nicht zu lange zögern, denn Sinclair würde sicherlich nach ihr suchen.

Und sie entschied sich dafür, nicht am Haus zu bleiben, sondern so rasch wie möglich zu verschwinden. Erst wenn sie wieder neue Kraft gefunden und die Enttäuschung überwunden hatte, konnte sie darangehen, Pläne zu schmieden. Dafür jedoch brauchte sie Ruhe und eine gewisse Abgeschiedenheit.

Ihr Blick flog durch den Garten. In den kalten gelben Raubtieraugen leuchtete noch immer der blanke Hass, aber auch die Wut über die neue Niederlage. Lupina hatte sich nicht völlig verwandelt. Sie lief als eine Mutation zwischen Mensch und Wolf umher. Menschlich war der Kopf, der übrige Körper gehörte einem Wolf.

Auch im Vorgarten brannte Licht. Es waren nette, kleine Gartenlaternen, wahlweise irgendwo verteilt, mal höher hängend, mal tiefer stehend und ein gelbes Licht verbreitend, das helle Inseln in die sonst dunkle Fläche riss.

Diese Abschnitte wollte Lupina bei ihrer Flucht durch den Garten auf jeden Fall vermeiden. Wenn jemand am Fester stand, sah er sie immer durch den Lichtschein huschen und konnte auch schießen, da sie jedes Mal ein Ziel bot.

Noch einen Blick warf sie zurück. Sie schaute das Haus zwar an, aber sie meinte John Sinclair, denn in ihren Augen loderte ein unbeschreiblicher Hass auf diesen Mann. Obwohl sie nicht beweisen konnte, dass er an der Vernichtung ihres Sohnes die Schuld trug, schob sie ihm alles in die Schuhe.

»Ich kriege dich!«, quetschte sie hervor. »Verdammt, du Hund, ich kriege dich!« Während der letzten Worte verschluckte sie sich fast an ihrem eigenen Hass.

Dann lief sie weg.

Sie duckte sich dabei und wandte sich nach links, wo sie in die Dunkelheit eintauchte. Licht gab es nur über dem Eingang.

Während sie durch den Garten hetzte, dachte sie darüber nach, welches Ziel sie anvisieren sollte. Da gab es eigentlich nur eins. Der alte Bunker mit seiner unheimlichen Wolfsmagie, wo sich Vergangenheit und Gegenwart trafen und eine folgenschwere Allianz eingegangen waren. Sicherlich ahnte auch Sinclair, wohin sie fliehen wollte, sie musste eben schneller sein als er.

Rasch hatte Lupina den Garten hinter sich gelassen und erreichte das große Tor, das verschlossen war. Schwierigkeiten, den Zaun zu überklettern gab es für sie nicht. Sie hatte zwar den Kopf eines Menschen, dafür den Körper eines Raubtieres, und der besaß die Geschmeidigkeit eines Wolfes. Kaum war sie an der anderen Seite zu Boden gesprungen, als sie die heulenden Sirenen vernahm.

Polizeiwagen rollten an.

Blitzschnell zog sie sich in die Deckung eines großen Baumstamms zurück, und als der Widerschein des ersten Rotlichts über den Stamm geisterte, war sie längst nicht mehr zu sehen.

Wie kam sie am schnellsten voran?

Diese Frage stellte sich ihr automatisch. Sie brauchte einen fahrbaren Untersatz!

Da keiner zur Hand war und sie auch nicht zaubern konnte, musste sie ihn sich besorgen. In dieser Straße nicht. Die Bewohner der Häuser besaßen samt und sonders ihre Garagen, in denen die Wagen standen. Aber es gab Zweitautos, kleinere Modelle, und die waren auf einem Parkplatz abgestellt worden.

Lupina suchte sich einen Golf aus. Sie hielt sich nicht lange mit dem Knacken des Türschlosses auf, sondern drosch ihre Krallen einmal hart gegen die Seitenscheibe.

Mit einem platzenden Laut brach das Glas. Zwei Sekunden später hatte die Königin der Wölfe den Wagen geöffnet, blieb auf dem Fahrersitz hocken, schaute sich um und sah eine Decke auf dem Rücksitz. Die schnappte sie sich. Wenig später hing sie um Lupinas Schulter, die es jetzt riskieren konnte, sich wieder in einen Menschen zu verwandeln. Das beherrschte sie ausgezeichnet, sie brauchte sich auf diesen Vorgang nur zu konzentrieren.

Starr saß sie da. Die Augen waren halb geschlossen, sodass sie kleine, gelbe Halbmonde bildeten. Lupina konzentrierte sich auf ihre Rückverwandlung und schaffte es tatsächlich, wieder zu einem Menschen zu werden. Hätte die Decke nicht um ihre Schultern gehangen, wäre sie eine nackte Frau gewesen, so aber war sie wenigstens zum Teil bedeckt.

Mit weicheren Gesichtszügen hätte man sie durchaus als schöne Frau bezeichnen können. So aber waren die Züge wutverstellt. Das bleiche Oval zwischen den Haaren sprühte vor Hass.

Lupina wusste genau, wie man einen Wagen kurzschließen musste. So etwas hatte sie sich, wie damals auch Lady X, angeeignet. Es war eine Sache von zwei Minuten, der Motor sprang willig an.

Als sie das Geräusch vernahm, zuckte ein Lächeln über ihr Gesicht. Sie manövrierte ihn aus der Lücke. Die beiden Scheinwerfer bildeten helle Lanzen, als Lupina sie einschaltete, und in ihrem Licht glaubte sie, einen Schatten zu sehen.

Er war vierbeinig, huschte quer über die Straße und sah aus wie ein Wolf!

Lupina wollte schon bremsen, als der Schatten wieder verschwunden war. Vielleicht eine Täuschung, dachte die Werwölfin, allerdings erinnerte sie sich auch an Nadine Berger. Sie hatte sich ebenfalls bei den Conollys befunden, sich aber aus dem Kampf herausgehalten, aus welchen Gründen auch immer.

Lupina fuhr durch London. Sie musste in Richtung Osten und über die Themse. Dabei hielt sie sich genau an die Vorschriften, fuhr nicht schnell, denn sie wollte keiner Polizeistreife auffallen. Das hätte vieles zerstören können.

Den Weg kannte sie natürlich, und sie nahm die Vauxhall Bridge, um über den Strom zu gelangen. Des öfteren verrutschte ihre Decke. Jedesmal griff sie danach und zog sie sehr schnell wieder gerade, sodass ihre Blöße verborgen blieb.

Je mehr sie sich von dem eigentlichen Ort des Geschehens entfernte, umso ruhiger wurde sie. Lupina hatte Zeit, die Sache zu überdenken, und sie wusste genau, dass der Fall noch nicht ausgestanden war. Es gab Luparo nicht mehr, aber sie würde alles daransetzen, um seinen Tod zu rächen und auch in seinem Sinne weiterzumachen.

Wie konnte er nur umgekommen sein? Wie war so etwas möglich. Und wer zeigte sich dafür verantwortlich? Sollte es ihr jemals gelingen, ihn in die Finger zu bekommen, würde sie ihn in Stücke reißen.

Aus ihrem Mund drang ein drohendes Knurren, als sie daran dachte. Und sie hoffte stark, dass sie in der Höhle, wo die Uralt-Magie noch vorhanden war, neue Kraft finden konnte.

Sehr weit hatte sie es nicht mehr bis zu ihrem Ziel. Die Straßen waren enger geworden, die Gegend ärmlicher. Wer hier lebte, besaß keinen Luxus. Zahlreiche Menschen nutzten die Kühle der Nacht aus und hockten vor ihren Häusern, wo sie so manche Flasche kreisen ließen.

Ein paarmal wurde Lupina zugewinkt, sie fuhr stur weiter. Es fehlte ihr noch, wenn sich jetzt jemand mit ihr beschäftigen wollte.

Sie fuhr auch dort in der Nähe vorbei, wo sie den dritten Werwolf aus der Kneipe geholt hatte. Und bald schon tauchte der Schrottplatz auf. Dort hatten zwei Männer ihr Leben lassen müssen, von den Werwölfen grausam getötet.

Wie ein großes, gelbes Auge stand der Vollmond am Himmel. Es war Werwolfwetter, Lupina hatte die Nacht besonders ausgenutzt, aber ihre Aktionen waren schiefgelaufen.

Nun musste sie neue magische Energie tanken. Das wollte sie in der Höhle, die einmal ein Bunker hatte werden sollen, um Menschen vor den Bomben des Krieges zu schützen.

An einer Bahnschranke musste sie stoppen. Ausgerechnet zu dieser Zeit fuhr noch ein Zug. Der Golf war der einzige Wagen, der vor der Schranke stand. Lupina schaute in den Innen- und Rückspiegel und war beruhigt.

Kein Verfolger hatte sich auf ihre Fersen gesetzt. So jedenfalls glaubte sie …

Dann rollte der Zug aus der Dunkelheit. Eine Maschine zog Dutzende von Güterwaggons hinter sich her. Als der Zug vorbeigerauscht war, öffnete sich die Schranke noch immer nicht, denn aus der Gegenseite kam noch ein Zweiter.

Lupina verlor Zeit.

Ein Dämon kannte eigentlich keine Nervosität, aber sie konnte eine gewisse Unruhe nicht verbergen. Als sie wieder einmal in den Rückspiegel schaute, glaubte sie abermals, den Schatten heranhuschen zu sehen. Er verschwand aber zu schnell, sodass sich Lupina kein zweites Mal überzeugen konnte.

Endlich öffnete sich die...

Erscheint lt. Verlag 1.7.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-3035-6 / 3838730356
ISBN-13 978-3-8387-3035-6 / 9783838730356
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