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John Sinclair 269 (eBook)

Killer-Bienen

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3030-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 269 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Killer-Bienen.

Er hockte in der Anstalt und lauerte auf seine Chance!

Wochenlang tat sich nichts. Monate vergingen, aber er gab nicht auf, denn er wusste, dass es eines Tages soweit war. - Nachts, wenn sich die Stille wie eine gläserne Decke über das Gebäude gelegt hatte, stand er am offenen Fenster und hatte seine Hände um die eisernen Gitterstäbe gekrallt. Dann schaute er hinaus in die Finsternis, wobei sich seine Lippen bewegten und unhörbare Worte formten.

Seine Chance würde kommen. Die Killer-Bienen ließen ihn nicht im Stich, das wusste er. Shaw Braddock wartete weiter ...

John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

Killer-Bienen


Das Grauen schlägt oft zu wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Im Nu verändert es die Gegebenheiten, erfasst die Menschen und reißt sie in den tödlichen Strudel aus Schrecken und Chaos.

Dabei nutzt es eiskalt die Hilflosigkeit der Menschen aus und führt sie hinein in die große Katastrophe.

Keiner der Passagiere machte sich darüber Gedanken, als sich die Maschine aus Paris allmählich dem riesigen Areal des Heathrow Airport näherte.

Das Zeichen zum Anschnallen war bereits gegeben worden, und auch die Stewardessen hatten auf ihren Sitzen Platz genommen. Zwei unterhielten sich noch über die neueste Mode, die sie in Paris gesehen hatten und waren übereinstimmend der Meinung, dass die Preise zu hoch waren.

Im Cockpit lief alles normal. Der Kapitän, sein Copilot und der Bordingenieur beachteten die Instrumente und waren zufrieden. Auch das Wetter war freundlich: Klare Sicht bei hoher Bewölkung. Als sie die große Schleife flogen, erkannten sie unter sich das graue Band der Themse.

Ein Routineflug, mehr nicht.

Nur etwas irritierte.

Der Kapitän bemerkte es zuerst. Es war ein leises Summen, das überhaupt nicht in das Cockpit passte. Der Mann zeigte sich verwundert, drehte den Kopf, und noch in der Bewegung huschte etwas dicht an seinen Augen vorbei.

Ein Insekt.

»Verdammt, eine Biene!« Der Ingenieur formulierte es genauer, und der Copilot stieß einen Fluch aus, bevor er mit der flachen Hand gegen die Wange klatschte.

Auf der Haut blieb ein Fleck zurück. Die zerquetschte Biene hatte ihn hinterlassen, aber sie hatte den Mann bereits gestochen.

Der Kapitän grinste. »Ich habe immer gedacht, dass du Bienen sammelst und nicht tötest.«

»Ja, verdammt, aber nur zweibeinige.«

»Das musst du auch dabei sagen.«

Der Copilot holte ein Tuch aus der Tasche und wischte damit über seine Wange. Es gelang ihm, die Reste des Insekts wegzuputzen.

»Da ist noch eine«, sagte der Bordingenieur.

»Wo?«

Der Funker deutete in die Höhe, wobei der Copilot mit seinen Blicken der Zeigefingerspitze folgte.

»Macht sie kaputt«, sagte der Kapitän. »Das Tier stört mich.«

»Erst mal haben.« Ingenieur Hobson stand auf. Er verfolgte den Flug des Insekts genau, hörte auch das Summen, und es gefiel ihm überhaupt nicht, denn irgendwie klang es anders als normal. Viel aggressiver, wie er meinte.

Dann sah er das Tier wieder. Es hockte auf der Konsole, starrte in seine Richtung und schien zu überlegen, ob es angreifen sollte.

Hobson hob den Arm. Mit der flachen Hand wollte er zuschlagen, doch es sollte nicht soweit kommen.

Er hörte ein Stöhnen.

Auf seinem Sitz fuhr Hobson herum und sah den Copilot, der sich zur Seite gebeugt hatte, wobei er einen Arm nach unten pendeln ließ, sodass die ausgestreckten Fingerspitzen den Boden berührten. Hobson sah auch das Gesicht des Mannes, erkannte deutlich die linke Seite und eine Beule auf der Wange.

Rot schimmerte sie, in der Größe glich sie einer Kirsche, während sie allmählich wuchs.

Zuerst war Hobson sprachlos, dann sprang er auf, riss sich den Hörer vom Kopf, warf ihn auf das Pult, packte seinen Kollegen unter den Achseln und wuchtete ihn wieder hoch, während die Maschine im Landeanflug rasch an Höhe verlor.

Vom Tower her hatte die Crew das Okay bekommen. Alles war für die Landung klar, und ausgerechnet jetzt passierte dieses verdammte Missgeschick.

»Ernie, reiß dich zusammen!«, fuhr Hobson den Mann an. »Was ist nur mit dir los, Mensch?«

An die Biene dachte er nicht mehr. Auch nicht an die Zweite, die noch immer auf der Lauer lag.

Ernie, der Copilot, hörte die Worte zwar, aber er reagierte nicht. Matt und erschlafft hing er in seinem Sessel, die Augen und den Mund weit geöffnet. Speichel rann über die Lippen. Er hatte eine seltsame Färbung angenommen und leuchtete in einem intensiven Gelb.

Hobson erschrak. Ihm war plötzlich bewusst, dass da etwas nicht stimmte. So konnte sich ein Mensch innerhalb von Minuten nicht verändern, das war unfassbar.

»Wie ist es, Hobson?«, hörte der Ingenieur die Stimme des Kapitäns.

»Seltsam.«

»Was?«

»Das mit Ernie. Er hat sich verändert. Dieser Bienenstich muss schlimme Folgen haben. Der ist fast hin …«

»Machen Sie keinen Quatsch …«

Hobson hob den Blick. »Wenn ich es Ihnen sage, Sir. Er braucht dringend ärztliche Behandlung.«

»Okay, ich werde mich mit dem Tower in Verbindung setzen.«

»Das wäre gut, Sir.«

Während der Kapitän sprach, kümmerte sich Hobson um seinen Kollegen. Er redete auf ihn ein, hob ihn wieder an und setzte ihn zurück auf den Sessel.

Der Kopf des Mannes kippte nach hinten. Mit dem Nacken blieb er auf dem oberen Ende der Lehne. Hobson erkannte, dass Ernie dicht vor einem Kollaps stand. Sein Atem ging röchelnd, und in seinen Augen stand ein seltsam gelbes Leuchten, das sogar ein Muster innerhalb der Pupillen bildete.

Hobson zuckte zurück. Plötzlich fürchtete er sich vor diesem Mann, und er sah nicht die zweite Biene, die ihn in seinem Rücken anflog, ihren Platz auf seinem Nacken fand und zustach.

»Ahhh!« Hobson fuhr noch mehr in die Höhe, drehte sich, hörte das Summen und sah die Biene davonfliegen. Sein Schlag puffte ins Leere. »Verdammt, die hat mich auch gestochen!«

Der Kapitän wurde grau im Gesicht. »Hobson, machen Sie keinen Mist, Mensch! Wir sind noch nicht unten.«

»Das weiß ich, Sir.« Hobson taumelte zu seinem Sitz und ließ sich schwer nieder.

Selbst dem abgebrühten Flugkapitän durchfuhr es kalt, als er seine beiden Männer sah. Auch Hobson hatte es erwischt. Von einer Sekunde zur anderen war er ein anderer geworden. Lethargisch hockte er auf seinem Platz, die Augen aufgerissen, den Mund ebenfalls, und über seine Lippen drang ein abgehacktes Keuchen.

»Hobson!«, schrie der Kapitän den Ingenieur an. »Reißen Sie sich zusammen. Sie können doch nicht …«

»Mir ist so heiß, verflucht. Ich spüre mein Blut. Es … es kocht. Da ist alles anders.«

»Warten Sie noch ein paar Minuten!« , drängte der Kapitän. »Noch ein paar Minuten, dann ist der Arzt da …«

»Okay, okay …«

Der Chefpilot musste sich wieder um seine Maschine kümmern. Er dachte an die zahlreichen Passagiere. Die Maschine war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Zumeist Geschäftsleute, die in Paris zu tun gehabt hatten.

Der Tower meldete sich. Eine Stimme fragte quäkend, ob alles okay wäre.

Nichts ist okay, gar nichts. Das allerdings sprach der Pilot nicht aus, er gab eine positive Meldung durch.

Danach konzentrierte er sich auf die Landung. Ein Kinderspiel für ihn, den erfahrenen Flugzeugführer. Er sah die Beleuchtung bereits. Sie brannte auch am Tage. Und wie eine gewaltige Straße öffnete sich vor und unter ihm die Landebahn.

Ein riesiger grauer Streifen, der in die Unendlichkeit zu führen schien und an beiden Seiten von grün schimmerndem Rasen flankiert wurde.

Das Fahrwerk war ausgefahren, die Maschine zur Landung bereit. Alles lief normal, wäre da nicht die Biene gewesen.

Sie schwirrte vor den Augen des Flugkapitäns. Er schlug nach ihr, hatte Glück und schloss die Faust.

»Verdammtes Biest, jetzt habe ich … ahhh …« Der Schrei war nur kurz, fast so kurz wie der Stich, aber beides reichte aus, um den Flugkapitän wissen zu lassen, dass er nun an der Reihe war.

Ihn hatte es als Dritten und Letzten erwischt.

Für einen Moment starrte er auf seine Hand und schaute sich die Stichstelle genau an.

Sie wurde sehr rasch größer. Innerhalb von Sekunden wuchs sie an und besaß bereits die Ausmaße eines Kirschkerns. Auch leuchtete sie rot mit einem gelben Kranz darin. Sie sah erschreckend aus. Der Kapitän hatte sich auch erschrocken und stellte danach fest, dass er bereits über der Piste schwebte.

Er musste runter.

Die Bewegungen, die den Landevorgang einleiteten, waren tausendmal und mehr geübt. Da konnte er sich überhaupt nicht verkalkulieren. Es gab höchstens mal eine harte Landung, aber sonst blieb alles beim alten.

Bodenkontakt!

Diesmal packte es die Maschine. Sie war doch sehr hart aufgekommen, und der Vogel aus Metall schüttelte sich unwillig, als wollte er wieder in die Höhe steigen.

Das Gesicht des Piloten verzerrte sich. »Bleib schön unten«, flüsterte er und stierte durch die große Scheibe nach draußen. Dort huschte die Piste wie ein grauer Schleier unter ihm weg. Er war viel zu schnell. Es bestand die Gefahr, die Maschine nicht mehr rechtzeitig genug stoppen zu können.

Auch vom Tower machte man ihn darauf aufmerksam. Aus den Lautsprechern seines Kopfhörers schallten die quäkenden Stimmen, denen der Pilot keinerlei Beachtung schenkte.

Er konnte es auch nicht mehr, denn in seinen Adern toste das Blut, als wäre es erhitzt worden. Längst perlte dicker Schweiß auf seiner Stirn. Er reagierte nicht mehr normal, und vor seinen Augen begann die Rollbahn zu tanzen.

Die Passagiere schwebten plötzlich in Lebensgefahr.

Noch einmal drehte er sich um, als er hinter sich einen dumpfen Fall hörte.

Der Copilot war von seinem Sitz gerutscht. Er lag auf dem Boden, sein Gesicht war dem Kapitän zugewandt, und dieser sah, dass es sich verändert hatte.

Die Augen besaßen fast das Dreifache ihrer ursprünglichen Größe. Die Nase war völlig verschwunden, kleine Fühler wuchsen aus der Haut und winzige Härchen zitterten.

Aus dem Mund rann eine gelbe Flüssigkeit. Sie hatte bereits eine Lache neben dem Gesicht gebildet.

...

Erscheint lt. Verlag 1.7.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-3030-5 / 3838730305
ISBN-13 978-3-8387-3030-1 / 9783838730301
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