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John Sinclair 268 (eBook)

Wikkas Rache (2. Teil)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3029-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 268 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Wikkas Rache.

Hexen, wohin Suko auch schaute!

Sie hielten den Ort Blackmoor besetzt und waren in ihn eingefallen wie gierige Raubtiere. In den Häusern hockten sie, auf Dächern, sie lauerten in engen Gassen, in Schuppen, auf Speichern und erfüllten die finstere Nacht mit ihrem gellenden Gelächter.

Und Suko stand allein!

Sein Freund John Sinclair hatte ihn verlassen. Er war gegangen, um den zu suchen, der höchstwahrscheinlich die Verantwortung für den Horror trug.

Mason Cordtland, der Hexenwürger!

John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

Wikkas Rache (2. Teil)


Es hatte keine andere Möglichkeit gegeben, als sich die Arbeit zu teilen. So war Suko im Ort geblieben und John in den tückischen Sumpf gegangen, wo auch die Ruine des alten Schlosses stand.

Noch war der Ort verlassen. Das heißt, die eigentlichen Bewohner hatten ihn nicht wieder in Besitz genommen. Wahrscheinlich warteten sie vor dem Dorfeingang, nachdem sie im Sumpf gewesen waren und ihre Beschwörung durchgeführt hatten.

Der Inspektor stand ungünstig. Und zwar genau im Scheitelpunkt einer Kurve, die die Dorfstraße durchschnitt. Deshalb konnte er den eigentlichen Eingang nicht so recht unter Kontrolle halten. Er hatte sich trotzdem einen günstigen Platz ausgesucht, denn Suko befand sich ziemlich im Mittelpunkt des Dorfes. Genau an dieser Stelle lag auch das einzige Gasthaus von Blackmoor. Zur Zeit war es von kreischenden Hexen besetzt, die Suko schon angedroht hatten, ihn und John zu töten.

Noch sah der Chinese der Sache gelassen entgegen, zuckte aber zusammen, als sich vom Dach eines Hauses plötzlich eine Furie löste, die, eingehüllt in einen grünflammigen Schweif, durch die Luft raste und dicht über den Kopf des Inspektors hinwegfuhr.

Dabei griff sie zu einer Hinterlist, denn aus ihren Fingern zuckten feurige Ringe auf Suko zu.

Sie waren zum Glück nicht besonders schnell, sodass der Chinese Abwehrmaßnahmen ergreifen konnte.

Seine Dämonenpeitsche hatte er nicht nur gezogen, sondern auch die drei Riemen ausgefahren.

Aus dem Handgelenk schlug er zu. Die Riemen wirbelten in die Höhe und trafen genau die Ringe.

Sie verpufften wirkungslos.

Die Hexe jagte weiter und hockte sich auf einem Dachfirst nieder, wobei sie dort mit der Dunkelheit verschmolz.

Suko krauste die Stirn. So harmlos, wie sich die Furien noch vor Minuten gegeben hatten, waren sie nicht, aber er wunderte sich trotzdem, weshalb sie nicht konzentrierter angriffen. Es wäre ein Leichtes für sie gewesen, über den Chinesen herzufallen und ihn zu töten.

Da musste es Gründe geben!

Wenn Suko genauer darüber nachdachte, kam er zu dem Entschluss, dass die Hexen auf irgendetwas lauerten. Vielleicht brauchten sie eine gewisse Zündung, um ihren Angriff starten zu können. Was das sein konnte, darüber zerbrach sich der Inspektor vergeblich den Kopf.

Sie hatten jedenfalls dafür gesorgt, dass das einzige christliche Zeichen des Dorfes zerstört wurde. Mit glühenden Lassos war das große Kreuz auf dem Kirchturm von ihnen herabgeholt worden. Es lag jetzt irgendwo am Boden.

Im Moment herrschte Ruhe. Selbst die Hexenweiber in der Gaststätte verhielten sich still, sodass Suko sich auf andere Geräusche konzentrieren konnte.

Wenn die Dorfbewohner kamen, musste er ihre Schritte hören können, da sie zahlreich waren und nicht lautlos marschieren konnten. Aber es blieb still. Die Leute verhielten sich seltsam ruhig.

Auf der Straße wollte Suko auch nicht länger stehen bleiben. Der Vergleich mit einer Zielscheibe kam ihm in den Sinn, deshalb machte er kehrt und wandte sich dem Eingang der Gastwirtschaft zu, um durch die Scheiben die dort anwesenden Hexen zu beobachten.

Sie hatten es sich »gemütlich« gemacht!

Wie die Vandalen waren sie in den Schankraum eingefallen. Tische und Stühle lagen kreuz und quer durcheinander. Dazwischen zersplitterte Gläser und zerbrochene Flaschen.

Ein Chaos, sicherlich. Am schlimmsten jedoch waren die Hexen. Man konnte sie kaum beschreiben, jede sah irgendwie anders aus, obwohl sie sich im Prinzip glichen.

Die Hexen stammten aus einer anderen Zeit. Auslaufendes Mittelalter, schätzte Suko. Sie hatten überleben können, weil es ihnen gelungen war, sich in Raben und Krähen zu verwandeln, in Tiere, die einfach nicht starben und auf ein großes Ereignis warteten.

Das war nun eingetreten.

Der Hexenwürger, ein alter Feind, kam zurück und fand Hexen vor. Die Überlebenden von damals in ihrer Urgestalt. Diesen Grund begriff Suko nicht so recht. Weshalb hatten sich die Vögel wieder in Hexen verwandelt? Sie hätten es sonst viel besser haben können und wären nicht in die Klauen des Hexenjägers geraten.

Den Chinesen ritt in diesem Augenblick der Teufel. Vielleicht würden ihm die Furien selbst Antwort geben. Er wandte sich zwei Schritte nach links, stand vor der Eingangstür und wuchtete sie mit einem heftigen Fußtritt auf.

Dies geschah so überraschend, dass selbst die Hexen zusammenzuckten, denn mit dem auf der Türschwelle stehenden Suko hatten sie nicht gerechnet. Zehn Furien hatten sich versammelt. Sie alle wandten ihre Blicke der Tür zu.

Und was für Blicke!

Kalt, hinterlistig, tückisch, lauernd und feindselig. Aber auch gierig und hasserfüllt. Gleichzeitig abschätzend, denn die Hexen sahen in Suko das Opfer.

Der Chinese hatte sich breitbeinig aufgebaut. Die Dämonenpeitsche hielt er in der linken Hand, in der rechten die Beretta. Das Magazin war mit geweihten Silberkugeln geladen, zwei Ersatzmagazine besaß der Inspektor ebenfalls. Er war also gerüstet, wenn es hart auf hart kommen sollte.

Bleiche, manchmal grün wie Schimmel schimmernde Gesichter mit toten, leeren Augen starrten Suko an. Lumpen trugen die Hexen. Die meisten von ihnen waren alte Frauen mit strähnigen Haaren, in denen Läuse und Flöhe Platz fanden.

Durch zahlreiche Löcher in der Kleidung schimmerte die welke Haut in einem grauen Ton. Suko sah auch Wunden, die Folterinstrumente in der Vergangenheit gerissen hatten.

Insgesamt boten die Hexen einen scheußlichen Anblick. Nur wenige jüngere befanden sich unter ihnen. Eine hockte auf der Theke. Ihr Haar war ehemals rot gewesen, jetzt überwog der Grauschimmer, zudem war es völlig verfilzt.

Sie rutschte herunter. »Was willst du hier, Mann?«, fragte sie und schleuderte ihr Haar zurück. Dabei wurde das gesamte Gesicht frei, und Suko sah neben dem linken Ohr die offene Wunde, die wohl ein Schlag mit der Peitsche oder eine glühende Zangenbacke hinterlassen hatte.

»Ich will wissen, was hier gespielt wird.«

»Wo?«

»Frag nicht so dumm«, erwiderte Suko. »Hier, natürlich. Sagt mir, aus welchem Grund ihr euch hier versammelt habt?«

Die Hexe kicherte laut. »Wir haben uns hier versammelt, um Menschen zu töten. Wir bereiten ein Hexenmahl vor. Und mit dir wollen wir den Anfang machen.«

Suko hatte für diese Worte nur ein spöttisches Lächeln übrig. »Möglich«, gab er lässig zurück. »Aber ihr werdet euch wundern, ich bin nämlich unverdaulich. Außerdem halte ich hier Dinge in den Händen, die euch echte Schwierigkeiten machen können. Wer von euch möchte denn einmal mit der Dämonenpeitsche oder einer geweihten Silberkugel Bekanntschaft machen, wie?«

Sukos Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. Die Sprecherin zog sich zurück.

Eine andere, die auf einem umgekippten Tisch hockte, sagte: »Er blufft, Clara, er blufft!«

Da bewies Suko das Gegenteil. Er konnte auch mit links schießen. Zwar nicht so gut wie mit der rechten Hand, aber um den Körper der Hexe zu treffen, reichte es alle Mall.

Fast bedächtig hob er den Arm, ließ die widerliche, hässliche Untote für einen kurzen Moment in die Mündung schauen und drückte ab.

Kaum meßbar war die Zeitspanne, in der die Hexe in das fahle Mündungslicht stierte. Dass es wieder zusammenfiel, bekam sie nicht mehr mit, denn die geweihte Silberkugel saß.

Die anderen Furien mussten miterleben, wie ihre Hexenschwester verging. Die Kugel schien den mageren Körper auseinanderreißen zu wollen, dies allerdings geschah nicht. Statt dessen puffte eine Rauchwolke hoch, die widerlich nach Schwefel stank und aus der Hölle selbst zu kommen schien. Von der Hexe blieb nichts mehr zurück.

Vielleicht ein Rest von Staub. Auf den jedoch achtete niemand.

»Das war’s dann«, sagte Suko und schwenkte die Beretta im Halbkreis. »Habt ihr auch Lust, meine Peitsche auszuprobieren?« Er bewegte locker den rechten Arm, grinste dabei und blickte in die starren Visagen der Hexen.

»Du hast sie getötet«, sagte die Sprecherin.

»Sehr richtig.«

»Wir könnten dich …«

»Nicht so große Reden. Als nächste werde ich mir dich vornehmen. Und auch das Spucken von Feuerringen wird euch nicht viel nutzen. Ich bin immer schneller.« Damit übertrieb Suko zwar, doch er glaubte in seiner Forschheit die große Chance zu sehen. Tatsächlich überlegten sich die Hexen einen Angriff. Statt dessen wurde Suko nur angestarrt.

»Wer bist du?«, fragte jemand aus dem Hintergrund. »Bist du auch ein Hexenjäger?«

»Nein, mit Mason Cordtland habe ich nichts gemein, das könnt ihr mir glauben. Aber ich bin etwas Ähnliches. Ihr könnt mich einen Geisterjäger nennen. Ich jage nicht nur Hexen, sondern auch andere Dämonen. Und darin habe ich Routine bekommen. Zudem bin ich es hier, der die Fragen stellt, und ihr habt meine Erste noch nicht beantwortet. Also, noch einmal: Was sucht ihr hier? Auf wen wartet ihr?«

Bisher hatten die dämonischen Wesen ziemlich steif dagesessen. Nun gerieten sie in eine gewisse Unruhe und bewegten sich auf ihren Plätzen hin und her.

»Lange warte ich nicht mehr!«, drohte Suko.

Er bekam eine Antwort. Wieder war es die Rothaarige, die sie ihm gab. »Wir warten auf unsere Königin!«

Suko hatte einen bestimmten Verdacht. Trotzdem fragte er: »Wer ist es?«

»Wikka!«

Jetzt war der Name heraus. In den Augen des Chinesen blitzte es. Verdammt, also doch.

Wieder Wikka!

»Wieso? Weshalb wartet ihr auf sie?«

»Ihr Ruf erreichte uns. Und sie, die Königin, hat noch eine alte Rechnung mit dem Hexenwürger...

Erscheint lt. Verlag 1.7.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-3029-1 / 3838730291
ISBN-13 978-3-8387-3029-5 / 9783838730295
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