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John Sinclair 249 (eBook)

Mein Grab in der Teufelsschlucht

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3008-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 249 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Mein Grab in der Teufelsschlucht.

Ich, John Sinclair, Feind aller Schwarzblütler, sollte in der Viamala mein Grab finden. Mein Grab in der Teufelsschlucht. Was war geschehen?

In London hatte ich einen Ruf meiner alten Bekannten Jane Collins erhalten, war ihm gefolgt und in der Schweiz gelandet. Es wurde kein spaßiges Abenteuer, denn schon bald stand ich an dem rauschenden Wasserfall, dessen Schlucht meine letzte Ruhestätte werden sollte ...

John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

Mein Grab in der Teufelsschlucht


Urplötzlich fuhr ein Windstoß durch den engen Felskanal in die Höhle hinein, wirbelte Staub und kleine Steine in die Höhe, bevor er mit seinem gewaltigen Atem in die rote Glut des Feuers blies, die Flammen erst auseinanderfächerte und dann in langen Zungen hochschleuderte, so dass sie mit ihren Spitzen fast die Decke berührten.

Für die Länge dieses Augenblicks wurde das Innere des Berges erhellt, und es entstand in der gewaltigen Höhle ein gespenstisches Spiel aus Licht und Schatten, das sich zuckend und wabernd an den Wänden widerspiegelte und einen unheimlichen Eindruck hinterließ.

Das Feuer brannte in der Höhlenmitte. Es waren normale Flammen, die an den sorgfältig aufgerichteten Holzscheiten fraßen, sie gierig verschlangen oder sie zum Platzen brachten, sodass Funkenbahnen in die Höhe stoben.

Nach einer Weile beruhigten sich die Flammen wieder, und das Feuer brannte ruhig wie eh und je weiter.

»Hat uns der Teufel eine Antwort gegeben?«, fragte eine weibliche Stimme aus dem Hintergrund der Höhle.

 

»Nein, noch nicht. Wir müssen ihn erst rufen!« Eine ebenfalls weibliche Stimme antwortete, und wie abgesprochen lösten sich zwei Gestalten aus dem Hintergrund der Höhle.

Sie gingen aufeinander zu. Nur durch das Feuer waren sie getrennt. Die eine Frau trug ein langes, giftgrünes Kleid, eigentlich ihre Standardkleidung. Im ersten Augenblick wirkte es sehr züchtig, doch wer genauer hinschaute, der sah den tropfenförmigen Ausschnitt zwischen ihren Brüsten, der, wenn die Frau sich bückte, noch weiter auseinanderklaffte. Und wer seinen Blick dann weiter in das Gesicht hochgleiten ließ, der sah eine Haut fast so weiß wie der frisch gefallene Schnee, einen etwas schmalen, blassen Mund, eine kleine Nase und zwei Augen, die an dunkle Perlen erinnerten.

Das Haar besaß die Farbe von schwarzem Lack. In der Mitte war es gescheitelt, doch rechts und links dieses Scheitels, direkt an der Stirn, wuchsen zwei Schlangen.

Das Satanszeichen.

Aber auch ihr Zeichen.

Das Mal der Wikka!

Sie, die oberste aller Hexen, der Günstling des Teufels, sie allein war es, die in dieser finsteren Höhle regierte und die große Beschwörung durchführen wollte.

Wenn sie einen Schritt nach vorn machte, bewegte sich die andere Person auch.

Sie hatte im Gegensatz zu Wikka langes blondes Haar. Unterschiedlicher hätten die beiden Frauen nicht sein können, und doch gab es etwas, das sie fast untrennbar miteinander verband.

Die Macht des Satans!

Beide glaubten an den Teufel. Wikka schon immer, aber die Blonde erst seit kurzer Zeit. Vor einem Jahr noch hatte sie auf der Gegenseite gestanden, da bekämpfe sie das Böse und galt als Gefährtin des Geisterjägers John Sinclair. Doch sie war in den Bann des Rippers geraten, der sich ihrer Seele angenommen hatte und die Frau, die auf den Namen Jane Collins hörte, somit vom Guten abkehrte.

Jetzt gehorchte sie nur noch Wikka. Und damit dem Teufel, denn Wikka war der treueste Diener oder die folgsamste Dienerin des großen Höllenfürsten.

Sie baute er langsam und allmählich auf. Er hatte eine schwere Niederlage durch die Vernichtung seiner Tochter erlitten und gab sich selbst einen Teil der Schuld. Das sollte ihm nicht noch einmal passieren. Der Satan wollte nichts mehr überstürzen, sondern allmählich vorgehen, um dann umso härter zuschlagen zu können.

Wikka hatte günstige Voraussetzungen geschaffen, indem es ihr gelang, Jane Collins von Sinclairs Seite zu reißen. Sie war voll integriert worden und hatte es auch durch schlimme Taten bewiesen, in dem sie sich für zwei schreckliche Morde an jungen Menschen verantwortlich zeigte.1

Für Jane gab es kein Zurück mehr.

Wie allerdings ihre ehemaligen Freunde darüber dachten, wusste Wicka nicht. Für sie stand Sinclair an erster Stelle, und sie wollte ihn in ihre Gewalt bekommen.

Nur deshalb kamen sie in dieser Höhle zusammen. Als das Feuer sie fast berührte, blieben die beiden Frauen stehen. Über die Flammen hinweg schauten sie sich an.

Das Gesicht der Jane Collins war eine glatte, kühle Maske. Nichts verriet, was sich in ihrem Innern tat, und ihre Augen waren starr auf die Meisterin gerichtet.

Jane war normal angezogen. Sie trug Hosen, Stiefel und einen dicken Pullover, denn sie sollte nicht in der Höhle warten, sondern aktiv angreifen.

»Können wir anfangen?«, flüsterte Jane. Ihre Augen glänzten plötzlich. Sie konnte es einfach nicht erwarten.

»Es wird nicht leicht sein«, erwiderte Wikka.

»Aber du hast doch den Weg gefunden.« Jane hatte die Lautstärke ihrer Stimme gesteigert, und sie hallte durch die Höhle.

»Das schon. Nur weiß ich nicht, ob der Zauber dieser Bergdämonen noch wirkt.«

»Versuche es!«, zischte Jane Collins und ballte die rechte Hand zur Faust. »Ich will ihn haben. Er hat mir auf dem Festplatz des Teufels eine zu große Niederlage bereitet. Versuche es jetzt!« Zuletzt klang ihre Stimme schrill.

Wikka nickte, und die Schlangen an ihrer Stirn bewegten sich in diesem Rhythmus mit. »Keine Angst, kleine Jane, wir packen ihn. Er kann gar nicht anders, wenn der uralte Zauber der Bergdämonen seine volle Wirkung entfaltet.«

»Soll ich sie holen?«

»Nein, das mache ich.«

Jane Collins nickte. Sie hatte sich zu fügen, denn Wikka war ihre Meisterin. Wenn sie etwas sagte, dann musste Jane es ausführen. Die ehemalige Detektivin blieb am Feuer stehen. Sie drehte sich nur um 90 Grad, um den Weg der Oberhexe zu verfolgen.

Im Widerschein der Flammen sah das Gesicht der Jane Collins aus wie eine zum Leben erweckte Maske. Sie selbst zuckte mit keinem Muskel, doch der Flammenschein malte es an, gab ihm Bewegung, sodass es wirkte, wie mit einem geisterhaften Leben erfüllt.

Jane Collins fieberte. Sie sehnte sich nach John Sinclair. Aber nach einem John Sinclair, der ihr wehrlos zu Füßen lag und den sie dann vernichten konnte.

Sie stellte sich die Szene vor. Sinclair hier am Feuer liegend. Sie vor ihm stehend, ein langes Messer in der Hand und dann immer wieder nach unten stoßen.

Einmal, zweimal, bis es nicht mehr ging und ihr Hass endlich abgekühlt war.

Die Collins stöhnte auf, so erregt hatte sie diese grauenhafte Vorstellung.

Aber es gab auch noch eine andere Möglichkeit. Man musste ihn zum Dämon machen, ihn einreihen in die Geschöpfe der Finsternis, damit er an ihrer Seite lebte und existierte, als Schwarzblütler, als magisch beeinflusster, kurzum, als Dämon.

Sie und Wikka hatten lange über eine Möglichkeit gesprochen, Sinclair zu vernichten. Da gab es zahlreiche Dinge, die man anstellen konnte, aber er sollte auch würdig sterben, das verlangte der Teufel. Nach einem magischen Ritual.

Bis sie auf den Zauber der Bergdämonen gekommen waren. Diese kleinen, gefährlichen Wesen waren eine Mischung aus Zwerg und Affe. Und sie waren uralt. Den Legenden nach zu urteilen, hatten sie bereits existiert, als durch gewaltige Erdverschiebungen die mächtigen Alpen entstanden. Und die Bergdämonen überlebten die Zeiten. Sie zogen sich dorthin zurück, wo es am finstersten war, in die tiefsten Höhlen und Schluchten. Zumeist bestanden sie aus Stein. Ja, sie hoben sich von den Steinen nicht ab, nur wenn sie es wollten oder beschworen wurden, zeigten sie sich in ihrer wahren Gestalt.

Diese kleinen Dämonen gehörten zu den niederen Völkern. Wikka hätte sich auch kaum um sie gekümmert, wenn diese Wesen nicht von einem Geheimnis umgeben wären.

Sie waren Telepathen.

Über große Entfernungen hinweg konnten sie Gedanken tragen und glichen darin den großen Überlandleitungen, die den Strom in die entferntesten Dörfer transportierten.

Und sie sollten den Weg zu Sinclair finden, um ihn in das andere Land zu locken.

Wikka kam zurück.

Sie hatte zwei Berggeister gefunden. Zwei dämonische Geschöpfe, die tatsächlich seltsam aussahen, ein graues, wie mit Asche überstäubtes Fell besaßen, runde, rotgelbe Augen, einen großen Schädel und etwa an die Größe von Affen heranreichten.

Sie konnte die beiden tragen wie zwei Taschen, denn sie rührten sich nicht.

»Sie sind tot?«, fragte Jane.

»Noch nicht.«

»Dann willst du sie sterben lassen?«

Wikka blieb dicht neben dem Feuer stehen. Abermals trafen sich die Blicke der beiden Personen über die Flammen hinweg. »Ja, ich werde sie vernichten, ich muss es sogar, denn sie besinnen sich erst in höchster Lebensgefahr auf ihre Kräfte.

Jane nickte, obwohl sie nichts verstand. Aber Wikka wusste schon, was sie wollte. Um ihre Lippen spielte ein hartes Lächeln, als sie um die Flammen herumschritt und neben der Hexe Jane Collins stehen blieb.

»Jetzt wirst du eine sehr sonderbare Magie erleben«, versprach sie im Flüsterton. »Gib genau acht, meine kleine Schülerin. Wikka zeigt dir etwas von ihren Kräften.« Sie begann meckernd zu lachen, die Schlangen an ihrer Stirn bewegten sich unruhig, dann schleuderte Wikka ihre Arme nach hinten und noch in derselben Sekunde wieder nach vorn.

In jeder Hand hielt sie einen Bergdämon. Und sie öffnete ihre Hände in dem Augenblick, als die Arme wieder zurückschwingen wollten.

Die beiden Kreaturen fielen herab.

Genau ins Feuer.

»Jetzt wirst du es sehen, kleine Jane!«, rief die Oberhexe zu ihrer Schülerin. »In den nächsten Augenblicken siehst du die Magie der Wikka, der keiner gewachsen ist. Nur der Satan persönlich.« Sie wollte sich vor Lachen schütteln, und Jane Collins bekam...

Erscheint lt. Verlag 24.6.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-3008-9 / 3838730089
ISBN-13 978-3-8387-3008-0 / 9783838730080
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