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John Sinclair 238 (eBook)

Belphégors Rückkehr (1. Teil)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-2998-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 238 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Belphégors Rückkehr.

Ein Name, ein Dämon, ein Albtraum - Belphégor!

Belphégor ist ein mordendes Monstrum. Er erscheint in einer Woche, verkleidet, und er trägt nicht wie damals eine Flammenpeitsche bei sich, sondern eine Säge. Damit geht er auf die Suche nach Opfern, denn seit kurzem steht er mit den Großen Alten in Verbindung, besonders mit Kalifato, dem Todesboten. Dieser mächtige Urzeit-Dämon lässt die Menschen aus der Leichenstadt entkommen - als Skelette. Und in einer alten Mühle versieht er sie mit neuen Körpern, einer homogenen Mischung aus Magie und Technik.

John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

Belphégors Rückkehr


Zuerst war nur ein gewaltiges Rauschen zu hören. Dann löste sich aus dem Grau der Dunkelheit ein riesiger Schatten, bewegte seine Flügel, spielte mit dem Wind und glitt näher.

Glühende Augen durchbrachen mit ihren Blicken die Dunkelheit, und als sich die Flügel zusammenfalteten, stieß das Untier einen fauchenden Laut aus.

»Du kommst spät!«, stellte die Frau in dem schwarzen hautengen Lederdreß sachlich fest, »wir warten schon!«

»Was ist für Vampiro-del-mar schon die Zeit?«, wurde der Frau geantwortet.

»Seit ich die Mordliga führe, wird nach meinen Gesetzen vorgegangen«, gab sie zurück.

»Bilde dir nichts ein!« Grollend stieß die Riesenfledermaus die Worte hervor. »Noch habe ich dich geduldet, aber wenn du versuchst, uns unter die Knute zu drücken, werde ich dich vernichten!«

 

»Dann fang jetzt an!« Die Frau baute sich breitbeinig auf. Hinter ihr erhoben sich die Felsen als konturenlose Schatten. Dazwischen gähnte dunkel der Eingang einer Höhle. Die Frau konnte sich ihrer Sache sicher sein, denn unter ihrer Führung existierte die Mordliga weiter. Oder vielmehr deren Reste. Dazu gehörten Vampiro-del-mar, Xorron, Herr der Zombie und Ghouls, und last not least Lady X, die Frau mit dem schwarzen Lederanzug, »von Beruf« Vampir.

Das bewies sie deutlich, indem sie ihre Zähne entblößte. Zwei scharfe Hauer kamen zum Vorschein, und mit einer lässig anmutenden Bewegung ließ sie die Maschinenpistole von der Schulter rutschen. Sie hatte diese Waffe mit Silberkugeln geladen. Etwas Unwahrscheinliches und Außergewöhnliches, dass ein Schwarzblütler mit den Waffen schoss, die eigentlich für ihn tödlich waren.

Sie richtete die Mündung auf Vampiro-del-mar. »All right, Supervampir«, bemerkte sie spöttisch. »Willst du die Entscheidung, oder willst du sie nicht?«

Vampiro-del-mar hatte sich verwandelt. Weg von der Fledermaus und zurück in ein grauenerregendes Monstrum, als dass er normalerweise herumlief.

Gewaltig war sein Körper. Bedeckt wurde er von lumpenartiger Kleidung. Sein Gesicht war als solches kaum zu bezeichnen. Eine schreckliche Kraterlandschaft, überdeckt mit Pusteln, Geschwüren und von winzigen Blutadern durchzogen.

Seine Vampirzähne erinnerten an die Reißer eines Säbelzahntigers. Wenn er sie gegen ein Opfer einsetzte, war es verloren. Vampiro-del-mars Blutdurst konnte man als unstillbar bezeichnen, aber er hütete sich auch, allzu sehr gegen Lady X vorzugehen, denn sie besaß genau die Waffen, die er gern gehabt hätte.

Da war nicht nur die mit Silberkugeln geladene MPi, auf die hätte er verzichten können, sondern auch der Würfel des Unheils. Wer ihn hatte, besaß die Macht, denn der Würfel ließ sich manipulieren, er passte sich den Wünschen seines Besitzers an. Waren diese nun schlecht, dann reagierte der Würfel dementsprechend und vernichtete. Bei guten Gedanken jedoch war er eine große Stütze.

»Ich warte«, sagte Lady X kalt.

Vampiro-del-mar hob die knochigen Schultern. »Nein«, erwiderte er dumpf, »den Zeitpunkt bestimme ich.«

»Wie du willst, dann geh in die Höhle!«

Sie konnten sicher sein, dass sie hier niemand störte. Beide befanden sich dort, wo kaum eines Menschen Fuß hinkam. Hoch oben in einem verlassenen Gebirgstal der Anden, wo der Wind um die Felsen heulte, und der steinige Boden nicht zuließ, dass irgendetwas wuchs. Hier konnte kein Mensch existieren, und auch Bergsteiger mieden diesen Flecken Erde. Sie suchten sich andere Hochtäler für ihre Kletterpartien aus.

Vamprio-del-mar hatte diese Höhle gefunden, als er mit seinen Helfern, den roten Vampiren, unterwegs war. Nachdem die Festung auf Feuerland zerstört worden war, brauchten sie einen neuen Unterschlupf, um von ihm aus ihre Aktionen starten zu können.

In dieser Höhle fühlten sie sich einigermaßen sicher.

Es war ein teuflisches Trio, das sich da zusammengefunden hatte. Monstren, die die Welt aus den Angeln heben konnten, wenn sie wollten. Sie wollten auch, doch zum Glück gab es da einige Menschen, die inzwischen bemerkt hatten, was die Geschöpfe der Finsternis versuchten. Mutige Männer und Frauen, wie John Sinclair und dessen Freunde, Erzfeinde der Mordliga und immer auf dem Sprung, diese zu vernichten.

In der Höhle brannte ein Feuer. Das Holz hatten sie beschafft. Es war so trocken, dass die Flammen kaum Rauch absonderten, als sie der Höhlendecke entgegenleckten und ihren Widerschein auf die dritte Gestalt warfen, die in der Höhle wartete.

Xorron!

Ein Untier, ein Monster – das alles traf auf ihn zu. Er war kaum zu beschreiben und auch nicht zu erfassen. Milchig weiß schimmerte seine Gestalt. Wenn man ihn näher anschaute, sah man die Umrisse eines Knochengestells innerhalb des Körpers. Aus was die Haut bestand, wusste niemand. Sie war aber so gut wie unzerstörbar. Weder Feuer, Kugeln, noch Granaten konnten ihr etwas anhaben, und auch Weiße Magie schaffte es nicht, sie zu vernichten.

Xorron war der Fels in der Brandung Weißer Magie.

Erst beim Näherkommen fiel auf, dass sich sein Gesicht doch nicht so glatt präsentierte, wie es den Anschein hatte. In dem großen, ovalen Schädel befanden sich Schlitze, womit Mund, Nase und Augen angedeutet werden sollten. Wenn er allerdings den Mund öffnete, kamen Zähne zum Vorschein, die an ein Stahlgebiss erinnerten. Damit konnte er alles zerreißen, wie er es auch jetzt demonstrierte, als die beiden anderen die Höhle betraten.

Xorron war auf Jagd gegangen. Und er hatte es geschafft, sich einen Bergpuma zu holen. Ihn fraß er auf. Seine Zähne rissen die Fleischstücke aus dem Körper und verschluckten sie. Die Knochen schleuderte er ins Feuer, sodass Funken hoch aufstiegen.

Der Gigant ließ sich auch nicht stören, als Vampiro-del-mar und Lady X die Höhle betraten. Er riss und fraß weiter, bis der Bergpuma verspeist war.

Lady X schaute aus kalten, glitzernden Augen zu, wobei sie an John Sinclair dachte. Sie hoffte, dass Xorron irgendwann mit ihm einmal das Gleiche anstellen würde wie mit diesem Puma.

Eigentlich fehlte noch jemand in diesem illustren Kreis. Eine todgeglaubte Person, die einmal zur Mordliga gehört hatte und von Lady X mit einer Garbe aus der Silberkugel-MPi getötet worden war. So dachte die Vampirin jedenfalls. Bis sie eines Besseren belehrt wurde und Lupina, die Werwölfin, wieder vor ihr stand.

Sie war nicht gestorben, sondern mit ihrem Sohn, mit Orapul oder Luparo eine magische Symbiose eingegangen, die sie weiterhin am Leben hielt. Wie dies genau abgelaufen war, wusste Lady X bis heute noch nicht zu sagen, hoffte allerdings, es einmal zu erfahren.

Die beiden waren Feinde. Lupina hatte sich der Vampirin eigentlich nur gezeigt, um mit ihr abzurechnen und sie gleichzeitig in eine Falle zu locken. Das lief aber schief, und sie mussten sich zwangsläufig wieder verbünden, um gegen ihren gemeinsamen Feind, John Sinclair, anzugehen, der dabei war, die Geheimnisse seines Kreuzes zu enträtseln.

Sie hatten im Verein mit dem Spuk alles versucht, um es zu verhindern, aber nicht geschafft. John Sinclair war um eine große Erfahrung reicher geworden, und die Schwarzblütler hatten das Nachsehen. 1

Was Lupina jetzt tat und wo sie sich herumtrieb, das interessierte Lady X nicht, sie hatte im Augenblick andere Sorgen, und die wollte sie ihren Verbündeten mitteilen.

Mit einem letzten Schmatzen schluckte Xorron den Fleischrest und schleuderte einen Knochen ins Feuer. Aus seinem strichdünnen Mund rann Blut.

Die Scott schaute wieder auf Vampiro-del-mar. Der hatte den Blick gesenkt, wahrscheinlich wälzte er finstere Rachepläne, wie er es immer tat, wenn sie nicht gerade eine gemeinsame Aufgabe hatten. Er konnte es nie überwinden, dass er nicht an das Blut der Frau herangekommen war, als sie noch als normaler Mensch herumlief. Das hatte Solo Morasso, der zu der Zeit die Mordliga noch führte, verboten, nun war Lady X selbst hinter dem Blut der Menschen her.

Wie gern hätte Vampiro-del-mar die Führung der Mordliga übernommen, aber er musste immer wieder zurückstecken und sich den Argumenten der anderen beugen.

Lady X besaß ihm gegenüber einen Vorteil. Sie hatte ihr menschliches Aussehen in etwa behalten, sah man von ihren Vampirzähnen ab. Bei Vampiro-del-mar konnte man das nun nicht behaupten. Da die ehemalige Terroristin zudem zur neuen Art der Vampire gehörte – sie konnten sich auch tagsüber bewegen –, war es ihr vergönnt, sich unter die Menschen zu mischen, ohne großes Aufsehen zu erregen. Sie war ein erstklassiger Späher und Kundschafter. Zudem besaß sie noch den Vorteil, dass Xorron bedingslos auf ihrer Seite stand, und vor ihm und seiner gewaltigen Kraft fürchtete sich selbst ein Monstrum wie Vampiro-del-mar.

Wenn Lady X eine Besprechung einberief, ging es meist um wichtige Dinge, ansonsten ließ sie ihren Vasallen freie Bahn. Da zog Vampiro-del-mar mit seinen roten Blutsaugern durch das Land, schlug hier und da ein Opfer und war auch auf der Suche nach den Strigen, seinen Feinden aus der Urzeit.

Einmal waren sie bisher zusammengestoßen. Die roten Vampire hatten Verluste erleiden müssen, denn die Satans-Eulen, wie die Strigen auch genannt wurden, waren nicht so einfach zu vernichten. Schließlich galt der Eulenzauber als einer der ältesten der Welt.

Lady X hatte sich ihre Worte zuvor genau zurechtgelegt. Deshalb formulierte sie fehlerfrei: »Bisher hat man uns in Ruhe gelassen. Ich spreche da nicht von John Sinclair, sondern von den anderen Schwarzblütlern wie die Großen Alten, die...

Erscheint lt. Verlag 24.6.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-2998-6 / 3838729986
ISBN-13 978-3-8387-2998-5 / 9783838729985
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