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John Sinclair 219 (eBook)

Lupinas Sohn (2. Teil)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-2978-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 219 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Lupinas Sohn (2. Teil).

John Sinclair wusste nicht, wer Lupinas Sohn war und ob er tatsächlich Orapul hieß. Auf der Suche nach dem Dämon fand er an der Tür zu einem Turmverlies einen Hinweis. Dieser Turm war die Zentrale des Monster-Klubs. Als John und Suko sie stürmten, sahen sie sich acht Werwölfen gegenüber. Es kam zu harten Kämpfen. Die Dämonenpeitsche, der Dolch und die Silberkugeln räumten unter den Bestien auf. Zwei Werwölfe konnten allerdings fliehen. John und Suko nahmen sofort die Verfolgung auf ...

John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

Lupinas Sohn (2. Teil)


Der Sturm heulte und tobte mit einer wahren Urgewalt. Riesige Wolken jagten über den Himmel. Er hatte seine Schleusen geöffnet und einen Regen auf die ausgetrocknete Erde geschickt, der schon bald einer Sintflut glich. Als nie abreißende Vorhänge fielen die Wassermassen aus den tief liegenden Wolken. Sie überspülten Felder, Dörfer und Städte. In tiefer liegenden Niederungen an den Flüssen wurde Hochwasseralarm gegeben, und die ersten Keller liefen voll, da die Rohrleitungen die Wassermassen nicht fassen konnten.

Es war böses Unwetter. Die Hölle schien ihren Rachen geöffnet zu haben, um den Menschen zu zeigen, wessen sie fähig war.

 

Peitschend hallte der Donner über das Land und verrollte irgendwo in der Ferne als grummelndes Echo.

Blitz auf Blitz folgte. Ein fahlgelbes Verwirrspiel aus gezackten Linien und Pfeilen, zu Netzen verflochten, für Bruchteile von Sekunden als abstraktes Mosaik in den düsteren Wolken stehend, um dann wieder zu verschwinden, als hätte jemand ein Tuch darüber ausgebreitet.

Das Land erlebte an diesem Tag ein schaurig-schönes Naturschauspiel, ein Frühlingsgewitter, wie es nur selten vorkommt, und von einer Größe und Dauer, an die sich selbst ältere Leute kaum noch erinnern konnten.

Auch die Natur stöhnte unter der Last des Gewitters. Bäume bogen sich im Sturm. Zweige wurden geschüttelt. Die schwächeren fielen ab, und der Wind spielte mit ihnen.

Die Regenfluten ergossen sich über Äcker, Weiden und Wälder. Vieh suchte Schutz vor dem Unwetter, und manche Blitze jagten wie Speere in einsam stehende Bäume, teilten sie oder verbrannten sie.

Wieder einmal stand der Mensch den Kräften der Natur hilflos gegenüber. In den größeren Städten hatten Polizei und Feuerwehr Großeinsatz. Die Wagen wühlten sich förmlich durch die Straßen, die man schon mit Seen vergleichen konnte.

Der Himmel schien seine Wut an der Welt auszulassen und sie für ihr Tun zu bestrafen.

Wer eben konnte, verkroch sich in den Häusern und Wohnungen. Ältere Menschen beteten oder zündeten Kerzen an, damit dieses mörderische Gewitter so rasch wie möglich vorbeiging.

Sie flehten und hofften, andere fluchten über das Wetter, doch beeinflussen konnte es weder die eine noch die andere Gruppe.

Das Unwetter tobte sich weiter mit einer wahren Brachialgewalt über dem Land aus. Es hinterließ seine Spuren. Verletzte, drei vom Blitz erschlagene Menschen und eine ertrunkene alte Frau, die in ein Überschwemmungsgebiet geraten war und sich selbst nicht hatte helfen können.

War das Unwetter für die Menschheit wie eine Geißel, so wurde es von der Schattenwelt nur begrüßt. Dämonen interessierten sich sehr für Witterungsverhältnisse. Ihnen waren Sturm, Nacht und Dunkelheit lieber als das Licht des Tages.

Je schauriger und unheimlicher die äußeren Bedingungen waren, umso wohler fühlten sie sich.

Sie suchten sich meist die Orte und Plätze aus, die von den Menschen gemieden wurden. Alte Burgen, Schlösser, verfallene Abteien oder Friedhöfe.

Dort fanden sie immer eine Heimat und den Unterschlupf, der sie vor allzu früher Entdeckung schützte.

Auch die alte Ruine des ehemaligen Burgturms war den Kräften der Natur voll preisgegeben. Der Wind wütete regelrecht. Er heulte und pfiff um den Turm, der wie ein alter Zigarrenstummel in den nachtdunklen Himmel ragte.

Die Regenmassen klatschten gegen die Ruine und fanden gemeinsam mit dem Wind den Weg in die Öffnungen und Spalten der alten Turmruine. Es pfiff und heulte in dem Gemäuer.

Krachend entlud sich über der Ruine der Donner. Blitze jagten dem Boden entgegen, und mehr als einer war schon in den Turm eingeschlagen.

Normalerweise ließ sich dort niemand blicken, aber der Mann, der vor dem Gewitter Zuflucht gesucht hatte, gehörte in die Gegend. Es war Barry Mason, der Förster. Er hatte sich auf einem Pirschgang befunden und war von dem Unwetter überrascht worden.

Auf dem freien Feld wollte er nicht bleiben, dort hätte er zu leicht vom Blitz erschlagen werden können. Zum Glück fiel ihm die alte Ruine ein. Das Gemäuer war zwar nicht dicht, es tropfte immer Wasser durch, aber dem konnte man ausweichen.

Mit seinem Hund Rex erreichte er die Ruine in dem Augenblick, als die ersten Tropfen fielen.

Dann begann das Unwetter, und selbst der Förster konnte nur den Kopf schütteln. So etwas hatte er noch nie erlebt, Er starrte in die Blitze, hörte den Donner und hatte das Gefühl, als würde dieser die Welt auseinandersprengen.

Auch Rex war unruhig. Nervös lief er hin und her, schaute mehrmals nach draußen und zuckte jedes Mal zurück, wenn ein Blitz den dunklen Himmel spaltete, als wäre ein Vorhang in zwei Teile zerrissen worden.

Barry Mason musste seinen treuen Begleiter jedes Mal beruhigen. »Bleib ruhig, Rex!«, murmelte er und vergrub seine Finger in das dichte Fell am Nacken. »Uns passiert schon nichts.«

Rex jaulte dann, als hätte er die Worte genau verstanden.

Über eine halbe Stunde tobte das Gewitter bereits. Der Förster hatte sich an die peitschenden Donnerschläge längst gewöhnt. Er zuckte nicht einmal mehr zusammen, nur wenn der Blitz in der Nähe oder in den Turm einschlug, dann bekam er Furcht, denn einmal hatte er ein bläuliches Licht über die Mauer laufen sehen, bevor es im Boden verschwand. Getan hatte es ihm zum Glück nichts.

Wie lange musste er noch warten?

Längst hatte er zu Hause sein wollen. Sicherlich machte sich seine Frau Sorgen, aber hier konnte er nicht telefonieren, und irgendwann musste das Unwetter schließlich weiterziehen.

Es war wie verhext. Die Gewitterfront schien sich direkt über diesen Landstrich zusammenzuballen. Sie zog einfach nicht vorbei und entlud sich mit aller Kraft.

Eigentlich war es faszinierend, diesen gewaltigen Kräften der Natur zuzuschauen, und auch der Förster ertappte sich bei dem Gedanken, dass er die Folge von Blitz und Donner regelrecht genoss und ihr positive Seiten abgewann.

Bis zu dem Zeitpunkt, als Rex, sein Hund, auf einmal verrückt spielte.

Bis jetzt hatte er, von einigen Ausnahmen abgesehen, ruhig in der Ecke gesessen. Plötzlich sprang er wie von der Tarantel gestochen in die Höhe, bellte laut und fordernd und rannte zum Eingang, wo er beide Vorderpfoten einstemmte und stehen blieb.

»Rex, was hast du?«, rief der Förster, näherte sich seinem Hund und wollte ihn am Halsband zurückzerren.

Rex knurrte nur, machte sich schwer und wollte nicht auf seinen alten Platz.

Es hatte nur wenige Situationen in den letzten Jahren gegeben, wo Rex so reagiert hatte. Und wenn, dann war immer etwas im Busch gewesen, so wie jetzt.

An dem Gewitter konnte es nicht liegen. Daran hatte sich der Hund längst gewöhnt. Also musste es etwas anderes sein, was ihn belastete. Eine Störung von außen.

Nur – woher kam sie?

Der Förster kniete neben seinem Hund nieder und streichelte das Fell. »Ist ja schon gut, Rex. Hör auf, da ist nichts. Wirklich …« Barry Mason hatte seinen Blick erhoben und schaute nach draußen. Was er sah, hinderte ihn am Sprechen, denn das war einfach unwahrscheinlich, und augenblicklich zuckte ein wahnsinniger Gedanke durch seinen Kopf.

Ein UFO.

Verdammt, das ist ein UFO.

Was er mit einem UFO verglich, war ein blaugrauer Nebelstreif, der sich auf dem nahe liegenden kleinen Hügel niedergesenkt hatte und aus den Wolken gekommen sein musste. Wie eine Spirale kam er und trotzte sogar dem Wind.

Er war auch durch den Regenvorhang zu sehen, nur wurde das von ihm ausgehende Licht durch die Regentropfen gebrochen, sodass er verschwommen wirkte.

Rex wurde immer wilder. Er zerrte, kratzte mit den Läufen und wollte raus. Irgendetwas musste von dieser Erscheinung ausgehen, das ihn völlig verrückt machte. Unheimlich war es schon, das gab auch der Förster zu. Er spürte, wie es kalt seinen Rücken hinablief. So etwas hatte er noch nie gesehen, aber den Gedanken an ein UFO verwarf er wieder.

Nein, UFO’s fielen nicht so zusammen, wie dieser Nebelstreifen, denn er drängte sich über dem Boden, als hätten ihn unsichtbare Hände zusammengedrückt.

Wieso?

Ein drohendes Knurren ließ den Förster zusammenzucken. Rex hatte es ausgestoßen, und Barry Mason kannte das Zeichen. Wenn er ihn jetzt noch hielt, würde der Hund ihn unter Umständen anfallen.

Er lockerte den Griff.

Darauf hatte der Hund gewartet. Mit einem heftigen Ruck riss er sich los. Er schleuderte seinen Kopf zurück und raste bellend und mit weiten Sätzen hinaus in den strömenden Regen, wobei er sich auch nicht um Blitz und Donner kümmerte.

Rex wollte die Erscheinung sehen.

Auch der Förster, aber sein Sichtbereich wurde schlechter, denn der bläuliche Nebel war völlig verschwunden, und der Platz schien ihm leer zu sein.

Wirklich leer?

Nein, da war etwas. Da bewegte sich jemand. Eine Gestalt, die ähnlich aussah wie ein Bär, aber keinem Menschen glich.

Der Förster bekam Angst. Ihm fielen wieder alte Geschichten ein, die er mal gelesen hatte. Gefährliche Wesen aus dem All kamen auf die Erde, um die Menschheit zu terrorisieren und zu unterdrücken. Als er das Bellen des Hundes hörte, atmete er direkt auf, da er nun wusste, dass er keinen Traum erlebte, sondern alles Wirklichkeit war.

Rex war wie von Sinnen. Er schlug auch Haken. Barry Mason verfolgte ihn mit seinen Blicken und sah dann, wie Rex das Ziel erreicht hatte und kläffend an ihm hochsprang.

Jetzt würde er zupacken – jetzt …

Und dann geschah das Grauenhafte!

Ein...

Erscheint lt. Verlag 24.6.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-2978-1 / 3838729781
ISBN-13 978-3-8387-2978-7 / 9783838729787
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