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John Sinclair 204 (eBook)

Horror-Rock

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-2963-3 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 204 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Horror-Rock.

Was die Großen Alten erschaffen, kann vielleicht in Vergessenheit geraten, aber es kann nicht zerstört werden. Denn Schwarze Magie ist beständig und überdauert Jahrtausende.

Es schlummert in den Tiefen der Dimensionen, oder unter unerforschtem Meeresgrund.

Doch irgendjemand wird sich an das Schreckliche erinnern und es erwecken.

Und es wird zu einer Katastrophe unvergleichbarem Ausmaße kommen.

John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

Horror-Rock


Wenn der Teufel Atem holt und mit der Kraft der Hölle den Boden des Meeres aufwühlt, sodass selbst die Macht des Wassers gegen das heiße Gestein nicht ankommt und es ausspeiht wie ein riesiger Rachen, dann flieht, ob ihr zu Lande, zu Wasser oder in der Luft seid, denn der Brodem der Hölle wird euch vernichten.

So lautete ein altes Sprichwort aus Spanien. Und die Fischer der Costa del Sol kannten es alle. Es wurde nie oder höchst selten davon gesprochen, aber es war stets gegenwärtig. Wenn die Boote hinaus in den Golf von Almeria fuhren, dachte auch so manch junger Fischer an die alten Warnungen.

Sie wurden nie umsonst ausgesprochen, ein wahrer Kern steckte in ihnen, und es gab Nächte, wo sich die alten Fischer weigerten, aufs Meer zu fahren.

So eine Nacht hatte den Tag abgelöst.

Kein Wind, nur eine lange Dünung, die sich irgendwo in der Weite des Golfes verlor. Die Dunkelheit war ebenfalls nicht wie sonst. Eine seltsame graue Farbe hatte sich über den Himmel gelegt. Sie verdeckte den Mond und das Heer der Sterne.

Von Afrika her brachte der Südwind nicht nur warme Luft mit, sondern auch winzig kleine Sandkörner aus den unfassbar weiten Wüsten dieses Kontinents.

Dort mussten gewaltige Sandstürme toben, deren Ausläufer sogar Europa erreichten.

Einige Fischer fuhren trotzdem. Sie brauchten die Früchte des Meeres, um überleben zu können. Die Fische waren immer weniger geworden oder hielten sich nicht mehr in Küstennähe auf, da die Abwasserleitungen der Touristenhotels ins Meer führten.

Sechs Boote hatten den kleinen Hafen verlassen. Sie wiegten sich auf den Kämmen der langen Dünung. Die Motoren tuckerten, die Takelage knarrte und ächzte, als wollte sie von den uralten Gesichtern der Meergeister berichten.

Segel konnten nicht gesetzt werden. Der Südwind würde die Boote zu sehr auf die Küste zutreiben. Und gegen den Wind zu segeln war nicht jedermanns Sache.

Eine unheimliche Ruhe lag über dem Meer. Es war die Ruhe vor dem Sturm. Wenn die Wellen gegen die hölzernen Bordwände klatschten, funkelten die Gischtspritzer auf wie kleine Diamanten.

Das Wasser war dunkel. Strudel, Untiefen und Strömungen quirlten es an manchen Stellen auf. Weiter draußen begannen die Wellen zu kabbeln. Sie lösten die lange Dünung ab, liefen schnell, unruhig hintereinander, als wollte eine Welle die andere einholen, obwohl dieser Versuch vergeblich war. Sie würde es nie schaffen.

Die Fischer sprachen kaum. Jedes Boot war mit mindestens drei Männern besetzt. Hin und wieder glühten Zigaretten auf und zeichneten kleine, rote Kreise in die graue Schwärze.

Jeder fühlte, dass bald etwas geschehen musste. Irgendwie war es seltsam, die Luft schien dicker zu werden, man konnte sie schmecken. Das Licht der Bordlaternen flackerte unruhig. Da die Lampen sehr hoch hingen, erreichte sein Schein oft nicht einmal das Deck.

Es wurde schwül.

Am Tag hatte die Sonne gebrannt, und es war auch eine leichte Brise vom Meer her gekommen. Mit Einbruch der Dunkelheit jedoch wurde alles anders. Da vereinigten sich die Geister der Nacht und hielten Wacht über den Wind, als würden sie bestimmen, wann er zu wehen hatte.

Er schlief ein …

Kein Sand mehr, der von der Wüste herangebracht wurde, nur eine drückende Schwüle lag über dem Wasser.

Und dann das Grollen.

Weit entfernt und tief unter den Booten hatte es seinen Anfang gefunden. Wie ein Donnerhallen pflanzte es sich fort, wurde von Urgewalten angetrieben, wanderte weiter, bewegte sich in Richtung Westen, und die Gesichter der Fischer wurden bleich wie Hammelfett.

Kreuzzeichen wurden geschlagen. Spröde Lippen murmelten hastige Gebete. Augen waren starr auf die Oberfläche des Meeres gerichtet, als würde dort jeden Augenblick der Arm eines Ungeheuers erscheinen und die Boote samt Besatzung in die Tiefe zerren.

Das Grollen näherte sich.

Noch befand es sich sehr tief, bebte auf dem Meeresgrund und zerriss dort gewaltige Berge, die ähnlich hoch waren wie die auf dem Festland.

Ein Seebeben rollte heran.

Und es würde eine gewaltige Flutwelle mitbringen, die gegen die Küste lief und dort alles zerstörte, was sie aufhalten wollte.

»Die Hölle öffnet ihren Rachen!«, schrie einer der Fischer plötzlich. »Da, seht!« Der Rufer stand auf der Reling, hielt sich mit der linken Hand an der Takelage fest und deutete nach Osten.

Jetzt sahen es auch die anderen beiden.

Ein dunkelroter Schein schwebte über dem Wasser wie eine gewaltige Glocke.

»Das ist der Teufel!«, schrie ein anderer. »Jesus, Maria, sei uns armen Seelen …«

Das Wort gnädig erstarb ihm auf den Lippen. Urkräfte wühlten die See auf. Tausende und Abertausende von Tonnen Wasser wurden in die Höhe geschleudert. Eine gewaltige riesige Säule, ein Vorbote der zischenden, heißen Lava, die ein nicht meßbarer Druck aus einem unterseeischen Berg schleuderte und noch glühend in den Himmel stieß, denn das Wasser hatte es nicht geschafft, die Glut der heißen Lavasteine zu löschen.

Hoch fuhren sie hinauf. So hoch, als wollten sie am Himmel sogar die Sterne auslöschen. Dann verlief sich ihre Kraft, und ein mörderischer, alles zerstörender glühender Steinregen fiel zurück in die kochende See.

Sechs Boote waren aus dem Hafen gefahren.

Zwei verglühten unter den Gesteinsmassen und mit ihnen acht tapfere Fischer.

Vier Boote waren noch übrig. Die beiden zerstörten hatten als eine Art Pfadfinder gedient, sie hatten sich zu weit hinausgewagt, aber der Schrecken nahm noch kein Ende.

Auch die anderen Boote erwischte es.

Ein heißer Ascheregen fiel wie ein gewaltiger Vorhang über sie. Er brannte sich durch die schlaffen Segel, hinterließ seine Spuren im Holz des Bootes und verglühte auf der Haut der Fischer.

Die Alten hatten mit ihren Warnungen recht. Der Teufel räumte wirklich auf.

Noch immer spie der unterirdische Berg die Lava. Allerdings nicht mehr so hoch. Weiterhin fielen die Steine zurück und machten das Meer zu einer brodelnden, kochenden Hölle, die wie das Maul eines Untieres alles in sich hineinfraß.

Obwohl die kleine Flotte zwei ihrer Boote verloren hatte, konnten sich die Fischer einer gewissen Faszination nicht entziehen. Sie starrten auf den Herd dieses gewaltigen Bebens und sahen einen glühendroten Schein am Himmel, in den der heiße Dampf als gewaltige Wolke hineinschwebte und sich zu einem himmelumspannenden Fächer ausbreitete.

Ein Naturschauspiel, das es nur äußerst selten gab. Prallgefüllt mit einer makabren Schönheit, hinter der sich die Fratze der Hölle verbarg, denn die Katastrophe hatte noch längst nicht ihr Ende gefunden.

Die Flutwelle kam!

Wo tief unter der Oberfläche der Boden aufgerissen worden war, hatte sie ihren Ursprung. Sie schob sich hoch, vereinigte sich mit den mörderischen Strudeln und gefährlichen Strömungen, suchte freie Bahn und türmte das über ihr stehende Wasser zu haushohen Wogen auf.

Ein gewaltiger Wasserberg entstand.

Langsam nur, wie in einem Zeitlupenfilm schob er sich in die Höhe, rot angestrahlt vom Widerschein der Lava und zu einem spukähnlichen Gebilde verzerrt. Mit 1000 gierigen, alles verschlingenden Armen, die sich weiter vorwälzten und das in sich hineinzogen, was sich ihnen in den Weg stellte.

Er rollte heran.

Mörderisch, unheimlich – alles gierig überschwemmend und auffressend. Das Donnern grollte jetzt nicht unter Wasser, sondern auf der Oberfläche, und es wurde weitergetragen, sodass es die Ohren der entsetzt schauenden Fischer erreichte.

Der gläserne Berg lebte. In ihm steckte die Kraft der Geister, der Tiefe, einer längst vergessenen Zeit und eines längst vergessenen Kontinents, der in grauer Vorzeit einmal versunken war, ebenso verschlungen von dem Moloch Ozean wie die beiden Schiffe.

»Der Berg! Die Wellen! Sie werden uns fressen, sie vernichten uns! Sie töten …«

Die nächsten Worte gingen in einem gewaltigen Brausen und Donnern unter. Als der gläserne Berg entstanden war, hatte er sich zu weit entfernt befunden, sodass sein grollendes Geräusch nicht bis an die Ohren der Fischer drang.

Nun schien es ihnen, als hätte die Hölle alle Pforten geöffnet. Es gab keine Chance mehr für sie. Der gläserne Wellenberg würde sie zerschmettern.

Wie Zwerge kamen sie sich vor. Winzig gegenüber den Urgewalten einer entfesselten und mit dem Teufel im Bunde stehenden Natur, die alles vernichten wollte.

Schreie aus menschlichen Kehlen vergingen wie das Flöten eines Vogels, wenn ein Düsenjäger über den Himmel rast und ihn verstummen lässt. Sekunden hatten sie noch zu leben.

Ein letztes Gebet, der verzweifelte Schrei eines jungen Mannes nach seiner Mutter, das allerletzte Denken an Frau und Kinder, dann kippte der gläserne Berg über die Männer.

Der Moloch Meer holte sich seine Opfer.

Für einen Moment sah es so aus, als würde er über die Schiffe hinweggeschleudert. Unsichtbare Hände hoben die Boote an und schmetterten sie mit Urgewalten wieder zurück.

Sie wurden regelrecht zerfetzt, als bestünden sie nur aus dünnen Zündhölzern.

Das Meer kannte keine Gnade. Der Wellenberg spie Menschen und Planken aus, ließ Bootstrümmer wie Papiere durch die Luft wirbeln und wanderte mit seiner urwüchsigen Kraft weiter auf die Küste des spanischen Kontinents zu.

Die Männer starben einen schnellen Seemannstod, ohne es richtig erfasst zu haben.

Natürlich hatte man an der Küste die Katastrophe bemerkt. Überall in den kleinen Orten läuteten die Alarmglocken.

Das Meer befand sich in Aufruhr, die...

Erscheint lt. Verlag 24.6.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-2963-3 / 3838729633
ISBN-13 978-3-8387-2963-3 / 9783838729633
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