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John Sinclair 184 (eBook)

Schlimmer als der Satan

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-2943-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 184 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989! Schlimmer als der Satan. Name: Jason Kongre! Beruf: Physiker und Biologe! Aus dem staatlichen Dienst entlassen, weil seine Forschungen die Würde des Menschen verletzten! Doch Kongre ruhte nicht. Er machte weiter, forschte, probierte, war besessen von seiner Idee und erreichte sein teuflisches Ziel. Jason Kongre erschuf schreckliche Mutanten und war somit ein guter Partner für Dr. Tod und dessen Mordliga, denn er hatte kein Gewissen und war schlimmer als der Satan ... John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

Die Stimme klang erregt, in höchster Panik. Sie signalisierte Lebensgefahr.

»Sinclair, verdammt, Sie müssen mir helfen. Sonst ist alles zu spät. Er hat es geschafft. Dieser Satan hat es geschafft! Kommen Sie, schnell, ich …«

Die Stimme verstummte. Nur ein heftiges Röcheln war zu hören.

Ich wusste genau, was ich bei Anrufen dieser Art zu tun hatte. Da gab es gewisse Regeln, die eingehalten werden sollten. Mit möglichst ruhiger Stimme formulierte ich meine Antwort. »Sagen Sie mir bitte Ihren Namen, und wo wohnen Sie.«

»Ich bin …verdammt, er ist schon da. Ich schaffe es nicht mehr, Sinclair, ich …«

»Den Namen.« Ich presste den Hörer hart ans Ohr. Ich lauschte genau. Vernahm Hintergrundgeräusche und auch das Splittern eines Gegenstandes aus Glas. Dann ein Schrei. Er gellte in meinen Ohren.

»Sagen Sie etwas!«

»Kongre, Jason Kongre.« Ein langer Seufzer folgte, danach ein hämisches Lachen, und dann vernahm ich eine andere Stimme. Sie klang kalt, herzlos, irgendwie überheblich.

»Wen immer dieser Mann auch angerufen hat und wer immer Sie sind, Sinclair, hüten Sie sich. Lassen Sie die Finger aus diesem Fall. Er ist zu groß für Sie.«

»Moment mal …« Das letzte Wort hätte ich mir sparen können, denn es knackte. Das typische Geräusch, das entsteht, wenn jemand den Hörer auf die Gabel legt.

Ich saß da und konnte nichts tun. War vielleicht ein Mensch gestorben? Hatte man ihn eiskalt ermordet, während ich am Telefon saß und nur zuhören konnte?

Ich zündete mir eine Zigarette an. Das Gespräch war nicht über die Zentrale gelaufen, sondern hatte mich direkt erreicht. Zudem war es aufgezeichnet worden. Ich konnte es mir also wieder anhören.

Die Kassette stand in der Schublade meines Schreibtisches. Ich ließ das Band noch einmal abspielen.

»Nein, ich brauchte mir keinerlei Vorwürfe zu machen. Ich hatte nicht anders handeln können. Der Mann war nicht mehr dazu gekommen, mir Informationen zu geben. Doch er hatte einen Namen gesagt, der sich in meinem Gedächtnis festhaftete.

Jason Kongre!

Ich dachte nach und merkte nicht, dass die Asche abfiel und auf der Schreibtischunterlage landete. Ich pustete sie zu Boden. Die Putzfrau würde sie wegsaugen.

Den Namen hatte ich noch nie gehört. Ich überlegte hin und her, doch zu einem Ergebnis kam ich nicht. Jason Kongre war mir völlig unbekannt, was jedoch nicht hieß, dass er ein Unbekannter war. Da gab es sicherlich eine Akte in unserem Archiv.

Ich verließ mein Büro. Glenda Perkins war damit beschäftigt, die Ablage zu sortieren. Als ich die Tür aufdrückte, drehte sie den Kopf.

»Direkt neidisch könnte man werden, wenn man Ihre Bräune sieht, John.«

»Ja, die paar Tage haben mir gutgetan.«

»Trotz der Zombie-Piraten?«

»Auch das.« Glenda spielte damit auf meinen letzten Fall an, der mich mit den Zombie-Piraten vom Knochenschiff zusammengeführt hatte. Die Conollys, Suko, Shao, Jane und ich hatten eigentlich Urlaub machen wollen, doch dann war etwas dazwischen gekommen, wie schon so oft. Es waren trotzdem herrliche Tage geworden. Kurz danach hatte es noch einen Fall gegeben, an den Glenda mich jedoch nicht erinnerte. Ich wollte auch nicht daran erinnert werden, denn Dr. Tod hatte es tatsächlich geschafft, Xorron zu erwecken. Das war zu der Zeit, als sich Suko und ich ebenfalls in New York aufhielten. Es war wirklich eine Sache, die man so rasch wie möglich vergaß. Zudem hatten wir noch den Tod eines liebgewordenen Freundes zu beklagen gehabt. Joe Barracuda, der G-man, war ein Opfer der Zombies geworden.1

»Der Alte ist noch da?«, erkundigte ich mich.

Glenda nickte. »Sicher, das Büro ist doch seine zweite Heimat. Und Besuch hat er auch nicht.«

»Okay, dann gehe ich mal hin.«

»Soll ich einen Kaffee bringen?«, fragte Glenda.

»Im Prinzip ja. Ich weiß nur nicht, ob ich bei Sir James sitzenbleibe. Es ist durchaus möglich, dass ich nach unten ins Archiv verschwinde.«

»Sie können ja anrufen.«

»Mach ich.«

*

Links und rechts klatschten die Schläge in das Gesicht des Mannes. Sein Kopf wurde von einer Seite auf die andere geworfen, und die Wangen schwollen an, wobei sie sich rötlich färbten. »Du verdammter Hund«, zischte der Mann, der geschlagen hatte. »Ich werde es dir zeigen, mich so zu verraten.«

Wieder schlug er zu. Diesmal mit der Faust. Und er traf andere Stellen des Körpers.

Der Gepeinigte krümmte sich, er würgte, spie und stöhnte herzerweichend. Obwohl er wesentlich größer war als sein Gegenüber, konnte er nichts unternehmen. Der Angreifer hatte ihn gefesselt. Und zwar auf eine raffinierte Art und Weise.

Die Hände des Geschlagenen steckten in Handschellen. Die Arme waren ihm auf den Rücken gedreht worden, und der Mann hing in einer unbequemen Schräglage. Blut sickerte aus seinem Mund und lief über das Kinn. Ein Hieb hatte seine Unterlippe getroffen.

Am anderen Ende waren die Handschellen mit dem Stahlgitter eines Käfigs verbunden. Er zeigte eine viereckige Form, war ziemlich hoch und endete dicht unter der Decke des als Labor eingerichteten Raumes.

Der Wand gegenüber stand ein zweiter Käfig. Er glich dem ersten aufs Haar, nur war der zweite Käfig beim ersten Hinsehen leer. Wer genauer nachschaute, sah die kleine Wespe, die innerhalb des Käfigs summte und nicht herauskonnte, denn vor den Eisenstäben befand sich ein sehr enges Maschendrahtgeflecht, das höchstens eine kleine Mücke passieren ließ, aber keine Wespe.

Zwischen den beiden Käfigen stand eine Konsole. Sie war graugrün gestrichen und zeigte auf ihrer der Stahlschiebetür zugewandten Seite eine Schalttafel sowie einen kleinen Monitor. Darunter befand sich das runde Fenster eines Oszillografen.

Der Schläger trat zurück. Er rieb sich die Knöchel, denn sie waren angeschwollen und schmerzten. »Du hattest mich verraten wollen, Bennet. Du allein. Aber ich bin dir auf die Schliche gekommen. Niemand wird mich verraten, denn ich bin am Ziel meiner Wünsche angelangt. Und ich habe jemanden gefunden, der sich für meine Experimente interessiert. Er wird gleich kommen.«

Der Mann im Käfig schüttelte den Kopf. »Sie sind kein Wissenschaftler, Kongre, Sie sind ein Verbrecher. Jawohl, ein mieser Verbrecher. Was Sie getan haben, ist ein schlimmes Verbrechen an der Menschheit, und ich wollte es nicht unterstützen.«

»Deshalb haben Sie mich verraten?«

»Auch, Kongre, auch. Nur sehe ich es nicht als Verrat an. Es ist eine Warnung gewesen, mehr nicht. Eine Warnung vor Ihnen, dem Verbrecher.«

»Ich bin ein Genie!«, rief Kongre.

»Das auch. Aber vergessen Sie niemals, wie nahe Genie und Wahnsinn beieinanderliegen.«

»Dann bezeichnen Sie mich als wahnsinnig?« , fragte Kongre lauernd.

Bennet hob den Kopf. Es war eine Trotzreaktion. Und er sagte laut und deutlich: »Ja.«

»Dafür müsste ich Sie tausend Tode sterben lassen, Bennet. Tausend Tode.«

»Der eine wird reichen«, erklärte Bennet kalt. Er hasste Kongre. Im Anfang, vor einigen Jahren noch, als der Privatgelehrte einen Assistenten suchte, da hatte er ihn bewundert, doch seit geraumer Zeit schon war die Bewunderung in Hass umgeschlagen, denn Professor Kongre war ein Wahnsinniger, ein Besessener, der die Menschheit verachtete und an Methoden arbeitete, um sie zu vernichten. Er hatte grausame Experimente gemacht. Wer sein Haus einmal näher durchsuchte, würde den Schock fürs Leben bekommen, falls er überhaupt noch als freier Mann aus dem Haus kam. Es war ein Teufelshaus, eine Brutstätte des Schreckens, ein Hort des Satans.

Und Kongre war dem Satan verfallen.

In den letzten Jahren hatte er sich auch körperlich verändert. Der psychische Wechsel war physisch nicht an ihm vorübergegangen. Sein Gesicht wurde mehr und mehr zu einer Grimasse. Scharfe Falten hatten sich in die Haut gegraben, die Mundwinkel waren herabgezogen, spitz stach die gekrümmte Nase hervor, und die Augen blickten, so klein sie auch waren, kalt und grausam. Kongre schien immer mehr den Gestalten zu gleichen, mit denen er Versuche angestellt hatte. Er war wirklich ein bestialischer Teufel.

Und nun wollte er die Versuche mit Menschen weiterführen. Bisher hatte Bennet geschwiegen, doch er konnte nicht mehr. Es wäre eine Todsünde gegen sich selbst und gegen die Menschheit gewesen, wenn er seinen Mund nicht aufgetan hätte.

Er hatte sich zu viel vorgenommen und war nicht vorsichtig gewesen. Kongre erwischte ihn in dem Moment, als er mit dem Anrufer sprach. Er hatte ihn mit seinem Elektrostab geschockt, auch so eine teuflische Erfindung dieses Professors. Dieser Stab, man konnte seine Voltzahl verändern, warf den stärksten Mann auf die Bretter. Selbst seine Mutationen brachte er damit zur Räson.

Kongre selbst hatte es bewiesen und hatte dabei gelacht, als er es dem jungen Bennet demonstrierte.

Kongre nickte jetzt. Sein weißes Haar stand hoch vom Kopf ab. Wie sperrige Holzsträhnen, als wäre jedes einzelne Haar elektrisch aufgeladen.

»Sie haben nur noch kurze Zeit zu leben, Bennet, und kein Hahn wird nach Ihnen krähen. Schade, Sie waren ein guter Mann, wirklich, aber sie hätten sich nicht gegen mich stellen sollen.«

Da lachte Bennet auf. »Lieber sterbe ich als geachteter Mensch.«

»Sie sterben doch nicht.« Kongre lachte. »Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie den Tod finden, ist gering. Ich habe meine Experimente genau vorbereitet, sie werden ebenso reagieren wie die Tiere, Bennet. Nichts kann mehr schiefgehen.«

»Und was haben Sie davon?«

Da verzog Kongre die Mundwinkel noch tiefer. »Ich habe mich mit einem mächtigen...

Erscheint lt. Verlag 10.6.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-2943-9 / 3838729439
ISBN-13 978-3-8387-2943-5 / 9783838729435
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