Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

John Sinclair 180 (eBook)

Die Grabstein-Bande (2. Teil)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-2939-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 180 - Jason Dark
Systemvoraussetzungen
1,99 inkl. MwSt
(CHF 1,90)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen

Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Die Grabstein-Bande.

Paul Sorvino war wie elektrisiert, als er von dem Unglück auf dem Schloss hörte. Er konnte es nicht fassen, dass sein Sohn Ralph umgekommen sein sollte. >>Kennen Sie den Mörder?<<, fragte er die Betreuerin der Jugendreisegruppe.

Cathy Barker zögerte zunächst, dann rückte sie mit der Wahrheit heraus. >>Es ist ein Geist gewesen.<<

>>Das ist doch Unsinn!<<, brüllte der Anwalt, >>es gibt keine Geister.<<

Die Betreuerin war im Moment hilflos, und sie brachte meinen Namen mit ins Spiel. >>Oberinspektor Sinclair ist mein Zeuge.<<

Und damit hatte ich Paul Sorvino am Hals, und das nicht zu knapp.

John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

»Sind Sie noch dran?« vernahm er wieder die Stimme der Frau.

»Ja, reden Sie.« Während der Anwalt zuhörte, griff er automatisch zu den Zigaretten. Er öffnete den Deckel des Holzkästchens und nahm ein Stäbchen hervor. Mit dem goldenen Feuerzeug zündete er den Glimmstängel an und rauchte.

Es war zwei Uhr nachts. Der Anruf hatte ihn aus dem Schlaf gerissen, und er hockte in seinem Arbeitszimmer vor dem wuchtigen Palisanderschreibtisch. Zum Glück befand sich seine Frau nicht im Haus. Sie war schon seit über zwei Wochen in Deutschland und machte dort eine Kur.

Die Anruferin sprach lange. Sie hieß Cathy Barker und war Betreuerin einer Jugendgruppe, zu der auch die Anwaltssöhne Ralph und Gary gehört hatten.

Jetzt lebte nur noch Gary. Ralph war tot. Und der Anwalt hörte, wie es passiert war. Kein Unglück, sondern Mord. Man hatte seinen Sohn mit einem Messer umgebracht.

»Kennen Sie den Mörder?«, unterbrach er die Anruferin und wunderte sich selbst, wie ruhig seine Stimme war.

»Das ist etwas kompliziert. Es ist ein Geist gewesen.«

»Was?«

»Ich muss Ihnen da etwas erklären. Wie Sie wissen …«

»Reden Sie keinen Unsinn, Miss. Ich will wissen, wer ihn umgebracht hat?«

»Ein Wesen, Sir. Ein nichtmenschliches, wirklich. Das hat der Oberinspektor auch gesagt.«

»Welcher Oberinspektor?«

»John Sinclair, Sir.«

Nach dieser Antwort war Sorvino still. Er hörte sein Herz pumpen, denn der Name war ihm ein Begriff. Um sicher zu sein, erkundigte er sich noch einmal: »Wiederholen Sie den Namen, Miss Barker.«

»Oberinspektor Sinclair.«

»Aus London?«

»Ja, ich glaube, Sir. Er fährt einen Bentley und hat einen Chinesen bei sich.«

»Das ist er«, flüsterte der Anwalt.

»Kennen Sie ihn, Sir?«

Auf diese Frage ging Sorvino gar nicht ein. »War er dabei, als man meinen Sohn umbrachte?«

»Nein, aber Oberinspektor Sinclair konnte es nicht verhindern, Mr. Sorvino. Er hat getan, was in seinen Kräften stand und diese beiden Mordwesen auch getötet, doch zuvor hat es drei Opfer gegeben. Ihr Sohn Ralph befand sich leider auch darunter.«

»Ja, ich weiß. Und Gary?«

»Er ist okay. Wollen Sie mal mit ihm sprechen?«

Sorvino dachte einen Augenblick nach. »All right«, sagte er dann. »Geben Sie ihn mir.« Wenig später hörte er die dünne Stimme seines Sohnes.

»Daddy.«

»Gary, mein Junge, wie geht es dir?«

»Gut. Aber Ralphi …«

»Ich weiß, Gary. Auch mir tut es weh. Aber sei jetzt mal ein Mann. hörst du?«

»Ja, Dad.«

»Wir wollen doch alle, dass Ralphies Tod gesühnt wird. Und deshalb wirst du mir einen Gefallen tun, denn nur so kannst du dir und mir helfen.«

»Was soll ich denn tun, Dad?«

»Es geht um diesen Oberinspektor John Sinclair, Gary. Sag jetzt nichts und hör mir genau zu …«

Gary gehorchte tatsächlich, während ihm sein Vater einen Plan zurechtlegte. Er sprach etwa fünf Minuten, zuckte zusammen, als die Glut der Zigarette seine Fingerkuppen berührte und warf sie hastig in den Aschenbecher. Zum Schluss erkundigte er sich: »Hast du alles verstanden, mein Junge?«

»Ja, Dad.«

»Gut, ich bin bald bei dir. Vielleicht noch in dieser Nacht. Spätestens aber am nächsten Morgen. Und gib auf dich acht, mein Kleiner, okay?«

»Geht in Ordnung, Dad. Was ist mit Mum?«

»Ich werde sie noch anrufen. Es wird sie noch schlimmer treffen als mich, denke ich.«

»Bestimmt, Dad.«

Als Paul Sorvino den Hörer aufgelegt hatte, zeigte er eine dicke Schweißschicht dort, wo die Hand ihn umklammert hatte. Der Anwalt dachte gar nicht daran, seine Frau anzurufen. Die hätte nur durchgedreht. Für ihn war ein anderer wichtig.

John Sinclair!

Dieser Name hatte ihn elektrisiert. Sorvino wusste, wer Sinclair war, denn sein Brötchengeber, der Mafioso Logan Costello, hatte ihn eingeweiht. Costello hasste Sinclair, weil dieser am Tod seines Bruders die Schuld trug. Dieser Hass hatte sich auch auf Paul Sorvino übertragen, der erst einige Wochen für Costello arbeitete, aber schon mit allen dreckigen Geschäften seines Mandanten vertraut war. Und er gehörte auch zu den wenigen, die von Costellos Verbindung zu einem geheimnisumwitterten Mann namens Solo Morasso wussten. Sorvino hatte diesen Mann noch nie gesehen, es gab kein Foto von ihm und auch keine Aufzeichnungen, aber er musste ungeheuer mächtig sein und noch stärkere Verbündete haben. Dieser Solo Morasso hasste John Sinclair ebenfalls, er wollte seinen Tod.

Längst hatte sich der Anwalt entschlossen. Er wollte Logan Costello anrufen, auch wenn es schon nach Mitternacht war. Der Mafioso musste alles wissen.

Sorvino kannte die Geheimnummer des Mannes. Er tippte sie ein und wusste, dass jetzt neben Costellos Bett das Telefon klingeln würde. Es dauerte etwas, bis der Mafioso abhob, und seine Stimme klang verdammt unangenehm.

»Sorvino«, sagte der Anwalt.

»Was, zum Teufel, willst du denn, Rechtsverdreher?«

»Bist du allein?«

»Ja, dumme Frage.«

»Dann hör zu, denn ich habe dich nicht umsonst angerufen. Mein Sohn Ralph ist tot.« Er ließ seine Worte wirken, und als er keine Reaktion vernahm, fuhr er fort: »Oberinspektor Sinclair war dabei, als er umgebracht wurde.«

»Du bist verrückt, Paul.«

»Nein, völlig normal.« Sorvino begann zu reden. Es wurde ein langes Gespräch, und als er auflegte, da wartete er auf einen Rückruf seines Brötchengebers.

Sorvino stand auf, nahm seinen Bademantel und hängte ihn über. Er öffnete den Barschrank, holte eine Flasche Whisky hervor und auch ein Glas. Fast zur Hälfte schenkte er es voll. Und er trank. Er ließ das scharfe Zeug in seinen Rachen laufen, leerte das Glas bis auf den letzten Tropfen und schleuderte es dann gegen die Wand, wo es klirrend zerbrach.

Ralph war tot! Ein junger Mensch. Ihn würde niemand mehr lebendig machen können, aber die, die es zu verantworten hatten, die wollte er sich holen.

Da war ja nicht nur der verdammte Oberinspektor, sondern noch die sogenannte Aufsicht.

Mrs. Geraldine Frominghton, Billy Elting und Cathy Barker, mit der er gesprochen hatte. Im nachhinein wunderte er sich, dass sie und nicht die Frominghton ihn angerufen hatte. Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass Geraldine Frominghton ebenfalls ein Opfer des geisterhaften Mordspuks geworden war.

Und Costello hatte sich bereit erklärt, etwas zu unternehmen. Fragte sich nur, was er machen wollte. Die Zeit verging ihm viel zu langsam. Zudem begann der hastig hinuntergekippte Alkohol zu wirken, seine Gedanken zerliefen. Es fiel ihm immer schwerer, sich zu konzentrieren. Wenn doch Costello endlich anläuten würde!

Da klingelte das Telefon. Wie die Klaue eines Geiers, so heftig schlug der Anwalt auf den Hörer und riss ihn an sich. »Ja«, meldete er sich.

»Ich bin es.«

»Hast du was erreicht?«

»Reiß dich zusammen, Paul. Wir werden die Sache schon schaukeln, darauf kannst du dich verlassen. Ich habe inzwischen eine bestimmte Nummer angerufen, bekam jedoch nicht die Verbindung, die ich haben wollte. Solo Morasso hält sich nicht dort auf, wo ich ihn vermutete. Aber er ist nicht allein, ich sprach mit Marvin Mondo und habe ihm den Fall erklärt. Es sieht so aus: Sollte es irgendeine Chance für uns geben, diesem Sinclair an die Wäsche zu gehen, dann müssen wir sie auf jeden Fall wahrnehmen. Mondo war sofort dafür. Er will sich selbst um den Fall kümmern und hat auch schon einen Plan entwickelt.«

»Welchen?«

»Darin werde ich dich nicht einweihen, aber dein Junge muss mitspielen. Du bleibst in London und hältst dich zurück. Marvin Mondo wird die Sache schon allein schaukeln, das heißt, nicht allein. Er bringt noch einen Helfer mit.«

»Wieso nur einen? Ich denke, Sinclair ist so stark.«

Da lachte Costello. »Sicher ist er stark, aber dieser Helfer ist es ebenfalls. Er lechzt sozusagen nach Blut, und wenn der Plan klappt, wird es in Faversham, so heißt der Ort in der Nähe, eine reine Hölle geben.«

»Verdammt, Logan, sag mir den Namen. Wen will dieser komische Mondo mitbringen?«

»Du bist mir zu aufgeregt, Paul. Aber ich kann dich verstehen, du hast an deinem Sohn gehangen. Der Name lautet«, und jetzt legte Costello eine Kunstpause ein, bevor er ihn so aussprach, dass jede Silbe fast auf der Zunge verging.

»Vampiro-del-mar!«

*

In der Halle standen drei Särge!

Sie wirkten wie Mahnmale der Toten an die Lebenden, wobei sie einen makabren Anblick boten. Die Särge bestanden nicht aus Holz, sondern aus grauem Kunststoff, Plastik. Sie waren auch flacher als die normalen, und sie wurden nur von der Polizei verwendet, um Mordopfer abzutransportieren.

Drei Menschen waren ums Leben gekommen. Drei Särge standen in der großen Schlosshalle.

Ich schritt sie der Reihe nach ab. Vor dem ersten blieb ich stehen. Die aufgehende Morgensonne schien durch die Fenster und malte einen langen Streifen auf den Boden. Sie übergoss auch die Hälfte der Totenkisten mit ihrem Licht.

Vor dem ersten Sarg blieb ich stehen. Ich wusste, wer hier lag. Mrs. Geraldine Frominghton, eine Frau, die sich als Leiterin einer Jugendgruppe sehr eingesetzt hatte, obwohl sie als schrullig und verschroben galt. Im Augenblick höchster Gefahr hatte sie Mut bewiesen, doch gegen ein Messer aus dem Hinterhalt war auch sie machtlos gewesen. Ihr Tod war ebenso sinnlos wie der der beiden anderen.

Ein Schritt nur trennte mich von dem zweiten Sarg. Harvey Ollik hieß der Mann, der darin lag. Ich hatte ihn nur kurz gesehen. Er war der Hausmeister und Mädchen für...

Erscheint lt. Verlag 10.6.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-2939-0 / 3838729390
ISBN-13 978-3-8387-2939-8 / 9783838729398
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Wasserzeichen)

DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasser­zeichen und ist damit für Sie persona­lisiert. Bei einer missbräuch­lichen Weiter­gabe des eBooks an Dritte ist eine Rück­ver­folgung an die Quelle möglich.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich
HORROR | Die Vorgeschichte des Katz-und-Maus-Duetts

von H. D. Carlton

eBook Download (2025)
VAJONA (Verlag)
CHF 11,70