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John Sinclair 167 (eBook)

Kampf der schwarzen Engel

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-2926-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 167 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Kampf der schwarzen Engel.

Das Unheil kam aus dem Dunkeln! Ich sah nicht einmal einen Schatten, so finster war es. Dafür spürte ich einen heftigen Schlag im Gesicht, riss instinktiv meine Arme hoch und fühlte zwischen den Fingern etwas Festes, Lederartiges. Haut! Aber woher? Was hatte mich da attackiert? Ich torkelte zurück, prallte gegen die rissige Felswand und verfluchte abermals den Umstand, der mich hergebracht hatte. Das Fauchen des Angreifers kam mir bekannt vor. Ich zog den Kopf ein, und endlich gelang es mir, den Gegner so zwischen die Finger zu bekommen, dass ich ihn zu Boden schleudern konnte. Ich hörte noch den Aufprall und wollte sehen, was mich da so hinterrücks überfallen hatte ...

John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

An meinem Gürtel hing die Taschenlampe. Ich drehte sie hoch und schaltete sie ein.

Der Strahl traf eine Fledermaus!

Ein Riesentier, wirklich, aber kein Vampir im Sinne meines Berufs. Die Fledermaus verwandelte sich nicht in einen Menschen und umgekehrt. Dafür schwebte sie in die Höhe und huschte davon. Sehr schnell verschwand sie in der Dunkelheit.

Ich wischte mir über die Stirn. Schweißnass glänzte mein Handrücken. In diesem verdammten Höhlenlabyrinth herrschte eine Luft, die kaum ein Mensch atmen konnte. Sie war stickig, heiß und schwül. Manschmal kam sie mir vor, als wäre sie von giftigen Gasen durchzogen, aber dann hätten mich Myxin und Kara wohl nicht in dieses Höhlensystem hineingeführt. Wo steckten die beiden überhaupt?

Das war die große Frage. Sie waren vorgegangen und dann in der Dunkelheit verschwunden. Jetzt stand ich da mit meiner Weisheit. Zurück konnte ich zwar, aber allein hätte ich niemals aus diesem Labyrinth herausgefunden. Da brauchte ich schon die Hilfe meiner beiden Partner.

Und dabei hatte ich bisher nicht einmal einen zählbaren Erfolg verbuchen können. Eigentlich wusste ich selbst nicht, warum ich hier in Sizilien steckte, aber Myxin und Kara hatten etwas von Schwarzen Engeln und Lichtschwertern gesagt, sodass ich mich entschlossen hatte, sie zu begleiten.

Suko war mit von der Partie. Der konnte auch nichts tun, denn er wartete draußen vor dem Eingang, wo die Junisonne erbarmungslos auf das Gestein brannte und es so aufheizte, dass man darauf hätte Spiegeleier braten können.

In der Höhle war es zwar kühl, dafür jedoch feucht. Irgendwo rann und tropfte immer Wasser. Meine Haare waren nass, die Kleidung klebte mir am Körper, der Boden war uneben, zerklüftet, durchsetzt mit Spalten und Rissen, aus denen es machmal dampfte und zischte.

Ich musste mich auf einem unterirdischen Vulkan befinden. Eine andere Erklärung hatte ich nicht zur Hand. Ich hoffte nur, dass wir unser Ziel bald erreichten, denn eine halbe Stunde turnten wir in diesem unterirdischen Labyrinth bereits herum, ohne dass sich irgend etwas ereignet hätte. Bis eben auf den Angriff der Fledermaus.

Allein war ich ja nicht. Deshalb rief ich die Namen meiner beiden Freunde.

Es hallte wie in einem Dom.

Meine Stimme kam mir fremd vor. Sie wurde als Echo weitergetragen und geisterte durch den gewaltigen unterirdischen Höhlenkomplex, bis sie nicht mehr zu hören war.

Ich bekam Antwort.

Myxin hatte gerufen, denn die Stimme klang dunkler. »W-e-i-t-e-r …«

»Spaßvogel!«, knurrrte ich. Der kleine Magier hatte gut reden. Vor Betreten der Höhle hatte er mir klargemacht, dass ich vorsichtig mit dem Licht sein sollte, da die Batterien nicht ewig brannten, und jetzt führte er mich noch tiefer in dieses verdammte unterirdische Labyrinth hinein.

Der Weg war vielleicht ein Yard breit. Danach fiel eine regelrechte Schlucht steil ab. Wenn ich in die Tiefe leuchtete, sah ich zwar das Ende, aber auf dem Grund schimmerte es hell und dunkel. Dort musste sich Wasser befinden.

Manchmal kickte ich Steine weg, die auf dem Weg lagen und kleine Hindernisse darstellten.

Ich pfiff auf Myxins Warnungen und ließ die Lampe eingeschaltet, als ich weiterging.

Verstecke für diese komischen Fledermäuse gab es genug. Unter der Decke, an den Wänden, eigentlich überall dort, wo das Gestein rissig war und sie sich gut verbergen konnten.

Eine hatte ich aufgeschreckt. Ich sah andere Tiere, wie sie sich festgekrallt hatten und sich auch nicht von dem hellen, tanzenden Lampenschein stören ließen.

Vorsichtig ging ich weiter. Der Weg beschrieb eine Kurve, wurde noch schmaler und führte in die Tiefe.

Bevor ich meinen Weg fortsetzte, leuchtete ich erst einmal. Der Lichtkegel traf auf ein kleines Plateau, einen Vorsprung, der sich wie eine ausgestreckte Zunge über den Abgrund hinwegschob. Für einen Moment glaubte ich, Myxin und Kara zu sehen, war mir aber nicht sicher.

Mehr rutschend als gehend schaffte ich die Strecke und atmete auf, als ich den Vorsprung erreicht hatte.

Hier kam mir die Luft noch stickiger und schwüler vor. Sie war kaum zu atmen. Ich schwitzte noch mehr. Die unterirdische Landschaft bereitete mir körperliches Unbehagen. Sie war so fremd, so grausam, so anders …

Ich spürte die Gefahr.

Meine Nackenhärchen stellten sich hoch, eisige, unsichtbare Finger krochen über meinen Rücken. Bisher hatte ich die Beretta nicht gezogen, doch meine rechte Hand befand sich nun in Nähe des Griffs, damit ich die Waffe schnell hervorreißen konnte.

Aus der Tiefe drang ein wildes Gurgeln zu mir hoch. Dort schäumte ein unterirdischer Fluss über die Steine und mündete irgendwo in der Tiefe der Höhle.

Ich schmeckte den salzigen Schweiß, als meine Zunge über die Lippen fuhr. Er war mir auch in die Augen geronnen, die sofort anfingen zu brennen.

Der Pfad schlängelte sich an der Wand entlang. Sehr schmal, sehr gefährlich, halsbrecherisch …

Ich schaute nach oben.

So hoch wie ein Dom kam mir die Höhle vor. Sie war angefüllt mit Schatten, mit düsteren Drohungen, mit einem Unheil, das ich fast körperlich spüren konnte.

Etwas lauerte auf mich.

Ich wurde noch vorsichtiger, aber das nutzte nichts, denn aus der Tiefe hatte es sich bereits herangeschoben und griff blitzschnell an, bevor ich noch reagieren konnte.

Diesmal sah ich den Schatten, wie er für einen winzigen Moment den Lichtschein verdunkelte, dann hatte er mich erwischt. Er klatschte von der Seite gegen mich, warf mich gegen die Wand und wickelte sich blitzartig um meinen Körper.

Eine Schlange!

Verdammt, es war eine Schlange, die aus der Tiefe links neben mir hochgeflogen war und mich umbringen wollte. Daran gab es keinen Zweifel, denn sie hatte sich regelrecht um meinen Körper gewickelt wie ein starkes Band und drückte erbarmungslos zu. Schlagartig wurde mir die Luft abgeschnürt. Ich riss noch den Mund auf, doch auf meinem Brustkasten schienen Zentnergewichte zu liegen.

Die Lampe ließ ich fallen. Sie brannte am Boden weiter, und in ihrem Lichtstrahl erkannte ich meinen Gegner genauer.

Es war ein Schlangenungeheuer.

Vielleicht halb so groß wie ein ausgewachsener Mensch, dazu schwarz wie die Nacht und irgendwie fettig glänzend. Sie hatte auch ein Maul, einen gefährlichen Schlund, der mir aufgerissen entgegenstarrte. Bei einer normalen Schlange waren es zwei Giftzähne und eine Zunge, hier aber sah ich ein gefährliches Gebiss von spitz zulaufenden Zähnen vor mir, das bereit war, meinen Hals zu zerbeiβen, denn der aufgerissene Rachen befand sich schon dicht vor meinem Gesicht.

Es kam auf Sekunden an, und ich reagierte genau richtig. Die Schlange hatte mich zwar umklammert, aber die Hand mit der Beretta befand sich in einem günstigen Winkel zum Kopf.

Ich feuerte.

Der Schuss erklang dreimal so laut in dem gewaltigen Höhlenlabyrinth. Weit rollte das Echo, und die Kugel hieb dicht unter dem Kiefer in den Kopf der Schlange.

Das Tier wurde hochgerissen. Ich sah, wie ein Teil zerplatzte. Mir flogen Fetzen um die Ohren, das Silbergeschoss musste der Schlange unerhört zu schaffen gemacht haben.

Sie zerfiel.

Plötzlich konnte ich wieder frei atmen. Voller Wut trat ich auf die Überreste dieses gefährlichen Tieres und sah, dass sie zerfielen. Da wurde mir mit letzter Gewissheit klar, dass die Schlange kein natürliches, sondern ein dämonisches Wesen war.

Sofort dachte ich an Apep, die Höllenschlange. Sollten sie und Asmodina hier ihre Hände im Spiel haben? Das war gar nicht so weit hergeholt, denn die Teufelstochter machte nach wie vor Jagd auf Myxin, den kleinen Magier. Ihn wollte sie unbedingt in ihre Klauen bekommen, bisher hatten wir es verhindern können.

Ich war gewarnt und wusste, was mir noch alles auf dem gefährlichen Weg bevorstehen konnte.

Fliegende Schlangen!

So etwas hatte ich auch noch nicht erlebt. Wirklich nicht. Die andere Seite überraschte immer wieder mit neuen Variationen des Schreckens.

Myxin und Kara mussten den Schuss gehört haben, aber sie rührten sich nicht. Das machte mich zuerst ärgerlich, gleichzeitig auch misstrauisch, denn unter Umständen war es ihnen gar nicht mehr möglich, einzugreifen. Vielleicht waren sie in eine Falle gelaufen.

Hart biss ich die Zähne zusammen und schritt vorsichtig auf dem schmalen Weg voran. Die Lampe hatte ich aufgehoben, hielt sie in der linken Hand und leuchtete.

Manchmal trat ich gegen kleinere Steine, die in die Tiefe kollerten und dann ins Wasser klatschten.

Bange Minuten folgten, denn immer war ich darauf gefasst, von irgendwelchen Schlangen angegriffen zu werden, doch da tat sich zum Glück nichts.

War es wirklich nur eine Schlange gewesen?

Nein, es waren mehrere.

Ich sah sie, als ich um eine Felsecke bog. Da das Wasser sich nicht mehr weit entfernt befand, sah ich sie plötzlich an der Oberfläche.

Sie schwammen in der Strömung, ließen sich treiben, und verdammt noch mal, sie behielten mich auch genau im Auge. Manchmal hüpften sie auch aus dem Wasser, dabei erinnerten sie mich an Delphine, und wenn sie dann wieder eintauchten, glitten sie wie Schatten unter der dunklen Wasseroberfläche dahin.

Gefährliche, dämonische Wesen, die es auf mich abgesehen hatten und meinen Weg begleiteten.

Ich wäre vielleicht umgekehrt, wenn ich allein gewesen wäre. So aber dachte ich ah Kara und Myxin, die sich nicht gemeldet hatten und sich vielleicht in der Gewalt dieser dämonischen Schlangen befanden. Nein, wenn es eben ging, wollte ich ihnen helfen und zur Seite stehen. Auch die Schlangen konnten und durften mich dabei nicht...

Erscheint lt. Verlag 10.6.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-2926-9 / 3838729269
ISBN-13 978-3-8387-2926-8 / 9783838729268
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