Johann Gottfried Herder
Licht - Liebe - Leben
Seiten
2026
Weimarer Verlagsgesellschaft ein Imprint von Verlagshaus Römerweg
978-3-7374-0229-3 (ISBN)
Weimarer Verlagsgesellschaft ein Imprint von Verlagshaus Römerweg
978-3-7374-0229-3 (ISBN)
- Titel wird nachgedruckt (ca. Juni 2026)
- Portofrei ab CHF 40
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27 Jahre lang bis zu seinem Tod 1803 lebte Johann Gottfried Herder in Weimar. Er prägte die klassische Epoche mit - neben Goethe, Wieland und Schiller. Dennoch ist heute der große Umfang und die Vielfältigkeit seines Schaffens als Theologe, Philosoph, Literat, Übersetzer und Pädagoge nur Fachleuten bekannt. Das ist erstaunlich, weil Herder ein bedeutender Denker war, der die Strömungen seiner Zeit zusammenfasste und zugleich vollkommen Neues in die Welt brachte - auf vielen Gebieten. Herder war der Poet unter den Theologen und der Historiker unter den Philosophen. Seine Stimme klingt noch immer.
Johann Gottfried Herder war Philosoph und Historiker. In Königsberg studierte er bei Kant; später entwickelte er sich eigenständig. Sein Zugang war dabei immer konkret: Die Augen, die Ohren, der Tastsinn galten ihm als Königsweg zur eigenen Philosophie. Ihm lag daran, alle Dinge und Erscheinungen, alles Menschliche und Geschichtliche zusammenzuhalten. Mit dieser Ganzheitlichkeit überwand er die Aufklärung und ihren Rationalismus. Herder betätigte sich als Volksliedersammler. Diese Lieder und Gedichte las er als das poetische Erbe der Völker - seien es deutsche, lettische, schottische, spanische, hebräische und Texte vieler anderer Kulturen. Damit regte er die Romantiker an. Die Nationen galten ihm als unterschiedlich und doch gleichrangig. So verwarf er schon im Ansatz den Nationalismus, der im 19. Jahrhundert grassierte. Herder war Pädagoge und Theologe. Er entwickelte eine neue Schule, die auf lebende Sprachen und Naturkunde setzte. Nach Weimar war er als Generalsuperintendent berufen worden, als eine Art Bischof des Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach. Der religionsskeptischen Elite seiner Zeit versuchte er, das Christentum als anspruchsvolle und humane Welt- und Lebenssicht zu vermitteln. Eine Generation später knüpfte Schleiermacher daran an. Herder war schließlich Sprach- und Altertumswissenschaftler, Dichter und Schriftsteller, Ehemann seiner Frau Karoline, mit der er eine damals viel bestaunte partnerschaftliche Ehe führte, Vater von sieben Kindern, aufmerksamer Freund seiner Freunde (unter denen viele Frauen waren) und ein unermüdlicher Briefeschreiber. Er erkannte die weltgeschichtliche Bedeutung der französischen Revolution mit ihrer Proklamation der Menschenrechte. Herder war der Poet unter den Theologen und der Historiker unter den Philosophen. Seine Stimme klingt bis heute.
Johann Gottfried Herder war Philosoph und Historiker. In Königsberg studierte er bei Kant; später entwickelte er sich eigenständig. Sein Zugang war dabei immer konkret: Die Augen, die Ohren, der Tastsinn galten ihm als Königsweg zur eigenen Philosophie. Ihm lag daran, alle Dinge und Erscheinungen, alles Menschliche und Geschichtliche zusammenzuhalten. Mit dieser Ganzheitlichkeit überwand er die Aufklärung und ihren Rationalismus. Herder betätigte sich als Volksliedersammler. Diese Lieder und Gedichte las er als das poetische Erbe der Völker - seien es deutsche, lettische, schottische, spanische, hebräische und Texte vieler anderer Kulturen. Damit regte er die Romantiker an. Die Nationen galten ihm als unterschiedlich und doch gleichrangig. So verwarf er schon im Ansatz den Nationalismus, der im 19. Jahrhundert grassierte. Herder war Pädagoge und Theologe. Er entwickelte eine neue Schule, die auf lebende Sprachen und Naturkunde setzte. Nach Weimar war er als Generalsuperintendent berufen worden, als eine Art Bischof des Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach. Der religionsskeptischen Elite seiner Zeit versuchte er, das Christentum als anspruchsvolle und humane Welt- und Lebenssicht zu vermitteln. Eine Generation später knüpfte Schleiermacher daran an. Herder war schließlich Sprach- und Altertumswissenschaftler, Dichter und Schriftsteller, Ehemann seiner Frau Karoline, mit der er eine damals viel bestaunte partnerschaftliche Ehe führte, Vater von sieben Kindern, aufmerksamer Freund seiner Freunde (unter denen viele Frauen waren) und ein unermüdlicher Briefeschreiber. Er erkannte die weltgeschichtliche Bedeutung der französischen Revolution mit ihrer Proklamation der Menschenrechte. Herder war der Poet unter den Theologen und der Historiker unter den Philosophen. Seine Stimme klingt bis heute.
Marie-Elisabeth Lüdde studierte Theologie und Literatur in Greifswald und Leipzig. Nach einer Professur für Theologie an der Evangelischen Hochschule Berlin lebte sie als freie Autorin in Weimar. Neben verschiedenen belletristischen Veröffentlichungen erschien zuletzt die Anthologie „Verbrenn diesen Brief! – Herder und die Frauen“.
| Erscheint lt. Verlag | 30.6.2026 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Kleine Personenreihe |
| Verlagsort | Wiesbaden |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 135 x 210 mm |
| Gewicht | 374 g |
| Themenwelt | Literatur ► Biografien / Erfahrungsberichte |
| Schlagworte | 1780 • August von Einsiedel • Biografie • Bückeburg • Carl Leonhard Reinhold • Generalsuperintendent St. Peter und Paul Weimar • Goethe • Herder, Johann G. • Herderkirche • Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach • Herzogin Luise von Sachsen-Weimar-Eisenach • Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit • Karl Ludwig von Knebel • Karoline Herder • Klassik • Königsberg • Kopernikus • Laokoon oder über die Grenzen der Mahlerey und Poesie • Laokoonstreit • Lessing • Mohrungen • Neuhumanismus • Prediger • Reuchlin • Riga • Rousseau • Savonarola • Schiller • Shakespeare-Übersetzungen • Stadtführung • Sulzer • Teutscher Merkur (1773–1789) Aufsätze Hutten • Vom Einfluss der Regierung auf die Wissenschaften und der Wissenschaften auf die Regierung • Weimarer Klassik • Wieland • Wilhelm-Ernst-Gymnasium • Winckelmann |
| ISBN-10 | 3-7374-0229-9 / 3737402299 |
| ISBN-13 | 978-3-7374-0229-3 / 9783737402293 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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