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John Sinclair 68 (eBook)

Todeswalzer

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-2822-3 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 68 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1978 - 1979!

Todeswalzer.

Rhodes ist ein begnadeter Künstler. Seine Bilder verzücken Millionen und erzielen Rekordeinnahmen. Doch dann kommt die Krise. Der Erfolg bleibt aus.

Rhodes greift zur Spritze. Er wird heroinsüchtig. Auf seinen Trips will er vergessen. Aber nach wenigen Stunden taucht er zurück in die Wirklichkeit, und seine Schmerzen beginnen von neuem. Da kommt ihm eine Idee. Er beschwört den Teufel und bittet ihn um Heilung.

Doch er bietet einen hohen Preis. Seine Seele ...

John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

Rhodes war ein genialer Maler. Die Bilder, die er schuf, erzielten Rekordpreise. Doch nach einer Krise lebte er in ständigem Hader mit Malvyn Marshall, dem Galeriebesitzer, in dessen Räumen er seine Werke ausstellte.

Wie jeder Künstler, wollte auch Chris Rhodes einmal in seinem Leben etwas Großes schaffen. Seit Jahren träumte er davon.

Und jedes Mal, wenn er dachte, ihm wäre der große Wurf nach der Krise gelungen, wurde sein Gemälde von Marshall und den Kritikern buchstäblich zerrissen.

Das nagte tief in Rhodes’Innerem. Er griff zu immer härteren Drogen, weil er glaubte, sie würden ihm helfen, das Bild aller Bilder zu malen.

Doch das Gegenteil war der Fall. Seine Bilder wurden immer schlechter, und Malvyn Marshall hatte bereits gedroht, nichts mehr von ihm auszustellen, wenn das Niveau seiner Werke noch weiter sinken würde.

Es war ein Teufelskreis, in dem Chris Rhodes gefangen war. Die beruflichen Rückschläge deprimierten ihn.

Dadurch war er gezwungen, öfter das Vergessen mit Rauschgift zu suchen. Und das Suchtgift wiederum höhlte ihn mehr und mehr aus, sodass er kaum noch in der Lage war, einen vernünftigen Pinselstrich auf die Leinwand zu bringen.

Es war Abend.

Chris Rhodes befand sich allein in seinem Haus. Das Gebäude war uralt und hätte einer dringenden Restaurierung bedurft.

Es regnete durch das Dach, die Wasserleitung war undicht, die Mauern waren krank vom Schimmelpilz.

Aber Chris Rhodes hatte nicht das Geld, um das Haus zu sanieren. Bald würde das Geld nicht einmal mehr reichen, um die laufenden Abgaben bezahlen zu können, von denen die Erlaubnis abhing, dass er in diesem Haus wohnen durfte.

In diesem Dilemma befand sich Rhodes, als er der nächsten Spritze entgegenfieberte. Für Stoff brachte er immer wieder Geld auf.

Wenn er Heroin brauchte, war er im Geldverdienen ungemein erfinderisch. Er malte Schilder für den Supermarkt und Reklametafeln für mehrere Werbeagenturen.

Da er das aber im Grunde seiner Seele unter seiner künstlerischen Würde fand, tat er es nur, wenn es wirklich nicht mehr anders ging.

Rhodes leckte sich nervös die dünnen Lippen. Er war mager. Die Augen hatten keinen Glanz und lagen in dunklen Höhlen.

Rhodes spürte dieses lästige Ziehen entlang sämtlicher Nervenbahnen, während er seine Vorbereitungen für die erlösende Spritze traf.

Er stellte eine Wasserkaraffe auf den Tisch, holte das Heroinbriefchen, das er von einem Dealer am Picadilly Circus gekauft hatte, legte einen langstieligen Löffel neben die Karaffe, nahm aus der Tischlade eine Kerze und die Spritze.

Sobald das Teufelszeug, das ihm irre Träume versprach, ihn aber in Wahrheit mehr und mehr kaputt machte, in der Spritze war, band er sich den Oberarm mit einem Gummischlauch ab.

Der Blutstau ließ die Vene anschwellen. Chris Rhodes stach mit der Kanüle ein und ließ den Kolben langsam fahren.

Von dieser Sekunde an überschwemmte das Rauschgift seinen Körper und seinen Geist. Er entspannte sich, lehnte sich mit geschlossenen Augen zurück, genoss die Wirkung.

Er hatte die Mischung diesmal etwas härter gemacht, weil er gefühlt hatte, dass er heute mehr von dem Zeug brauchte als sonst, um vergessen zu können.

Bald nahm seine Nervosität ab. Er atmete ruhig, fühlte sich von Herzschlag zu Herzschlag besser.

Er gewann Abstand von seinen Problemen. Sie erschienen ihm nicht mehr so schlimm. Er wurde zuversichtlich, dass ihm der große Sprung vorwärts doch noch eines Tages gelingen würde.

Mit Gottes Hilfe …

Plötzlich stockte der Gedankenfluss des Malers. Gott hatte ihm bisher noch nicht geholfen. Von dem war bestimmt auch in Zukunft keine Hilfe zu erwarten.

Aber es gab noch jemanden, den man um Hilfe bitten konnte!

Natürlich. Warum hatte er noch nie daran gedacht? Der Teufel würde sich bestimmt zu einem kleinen Geschäft überreden lassen.

Rhodes besaß zwar nichts als seine Seele, aber gerade auf die war der Satan ja besonders scharf. Man sagte, dass der Höllenfürst nie genug von Menschenseelen bekommen konnte.

Rhodes wollte dem Teufel seine Seele anbieten. Asmodis konnte sie haben, wenn er ihm dafür zu ein bisschen Genialität verhalf.

Chris Rhodes erhob sich.

Mit bleiernen Füßen schlurfte er durch das Zimmer. Es fiel ihm schwer, zu denken. Das Heroin zauberte ihm ständig irgendwelche Trugbilder vor die Augen und entführte seinen Geist in irre Traumwelten.

Das Buch! dachte Chris Rhodes mühsam. Es ist hier irgendwo im Haus. Es fiel mir erst neulich in die Hände …

Es war ein Buch über Teufelsbeschwörung. Als Rhodes noch Geld ausreichend besaß, hatte er in einem Antiquariat gleich eine ganze Kiste alter Bücher gekauft.

Er hatte die Kiste auf den Dachboden gestellt und lange Zeit nicht angesehen. Erst kürzlich hatte er, als er krank gewesen war, in einigen alten Schmökern geblättert.

Jenes seltsame Buch war dabei gewesen.

Rhodes glaubte, sich erinnern zu können, dass er das Buch in den Schlafzimmerschrank gelegt hatte.

Er sah sofort nach. Tatsächlich, da lag es auf alten, zerschlissenen Hemden. In Schweinsleder gebunden. Mit Goldprägung.

WIE MAN DEN TEUFEL BESCHWÖRT stand darauf. Der Autor war unbekannt.

Ein brennendes Prickeln durchrieselte den süchtigen Maler. Dieses Buch schien ihm mit einem Mal der Schlüssel zum lange ersehnten Erfolg zu sein.

Wenn es ihm gelang, einen Pakt mit dem Teufel zu schließen, hatte er ausgesorgt. Asmodis würde dafür sorgen, dass sein Name innerhalb kürzester Zeit weit über die Grenzen England hinaus bekannt sein würde.

Wie einen wertvollen Schatz presste Rhodes das Buch an seine Brust. Er fragte sich, warum er erst heute auf den Gedanken gekommen war, den Teufel zu beschwören.

Er hätte sich viel Kummer ersparen können, wenn er es schon früher getan hätte.

Vor innerer Erregung bebend kehrte Chris Rhodes mit dem Buch ins Wohnzimmer zurück. Er setzte sich in einen Sessel, knipste die Stehlampe an und begann zu lesen.

Immer wieder verschwammen ihm die Buchstaben, denn er war ziemlich high. Aber er las weiter, denn er wollte wissen, was zu tun war, um den Teufel für seine Seele zu interessieren.

Mit Hilfe des Buches traf Rhodes die nötigen Vorbereitungen. Er entwickelte dabei einen Eifer, wie er ihn noch nie aufgebracht hatte.

Sobald die Vorbereitungen abgeschlossen waren, löschte er das elektrische Licht. Im Schein von Kerzen, die in einer bestimmten Anordnung aufgestellt waren, las Chris Rhodes dann die Beschwörungsformeln.

Sie waren in einer Sprache abgefasst, die Rhodes nicht kannte. Manche Worte waren die reinsten Zungenbrecher.

Rhodes konnte nur hoffen, dass er sie richtig aussprach, sonst würde die Beschwörung wahrscheinlich nicht klappen.

Nachdem er die letzten Worte gesprochen hatte, sank er auf die Knie, wie es im Buch verlangt wurde.

Er senkte das Haupt und wartete.

Nichts geschah. Rhodes schluckte schwer. Er biss sich auf die Unterlippe. Hatte er irgendetwas falsch gemacht?

Hatte es einen Fehler bei der Vorbereitung gegeben? Oder während des Aufsagens der Beschwörungsformel? Wo war der Haken?

Rhodes’Enttäuschung wuchs von Sekunde zu Sekunde.

So sehr hatte er darauf gehofft, mit dem Teufel ins Geschäft zu kommen, doch es hatte nicht funktioniert.

Vermutlich war das Rauschgift, das durch seine Adern jagte, daran schuld. Er hoffte, den Mut zu einer neuerlichen Beschwörung aufzubringen, wenn er wieder bei klarem Verstand war.

In dem Augenblick, wo Chris Rhodes sich erheben wollte, vernahm er plötzlich ein geisterhaftes Knistern im Raum.

Rhodes stockte der Atem.

Klappte es nun doch?

Vage glaubte er, erkennen zu können, dass hinter dem Kerzenschein die Luft flimmerte. Sekunden später wusste er mit absoluter Sicherheit, dass außer ihm noch jemand im Raum war.

Er nahm eine Bewegung wahr.

Aus dem Nichts trat auf einmal jemand hervor!

Eine hagere Gestalt, die schwarze Kleidung trug. Chris Rhodes blieb beim Anblick des Unheimlichen die Luft weg.

Das war nicht der Teufel, der ihm gegenübertrat. Von vielen Gemälden her kannte Rhodes die zahlreichen Gestalten, derer sich der Höllenfürst bediente, wenn er sich den Menschen zeigte.

Dies hier musste jemand anders sein.

Ein Dämon!

Rhodes begann vor Furcht zu zittern und zu schwitzen. Er glaubte, einen gefährlichen Fehler gemacht zu haben. Wenn er eines der fremden Worte während der Beschwörung falsch ausgesprochen hatte, konnte das Ganze einen anderen Sinn bekommen haben.

Dann war die Beschwörung nicht mehr an den Teufel, sondern an jemand anders gerichtet …

Der Unheimliche trat näher.

Chris Rhodes schauderte. Ein grauenerregender schwarzer Totenschädel grinste ihn an. Helle Augen leuchteten aus den Höhlen. Ihr Blick bohrte sich in die Augen des Malers.

Er rang nach Luft und nach Fassung. Plötzlich hoffte er, dass diese Erscheinung nur ein Gebilde seiner rauschgiftverseuchten Fantasie war.

»Wer … wer bist du?«, fragte er krächzend.

Würde seine Fantasie so weit gehen, den Unheimlichen antworten zu lassen?

»Du hast den Teufel beschworen«, sagte die grauenerregende Erscheinung.

»Ich … ich muss einen Fehler gemacht haben.«

Der Schreckliche schüttelte den Totenschädel. »Es war alles richtig.«

»Aber du bist nicht der Satan.«

»Ich bin die rechte Hand des Teufels. Man nennt mich den Schwarzen Tod!«, sagte der Dämon. »Asmodis hat keine Zeit für dich. Ich bin ermächtigt, in seinem Namen zu verhandeln. Was willst...

Erscheint lt. Verlag 20.5.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-2822-X / 383872822X
ISBN-13 978-3-8387-2822-3 / 9783838728223
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