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John Sinclair 41 (eBook)

Das Amulett des Sonnengottes

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-2795-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 41 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1978 - 1979! Das Amulett des Sonnengottes. Drohend trat mir der Anhänger des Sonnengottes entgegen. 'Packt ihn, diesen Schnüffler!', brüllte er hasserfüllt. Von allen Seiten schnellten die Helfer hervor, packten mich und warfen mich auf den steinernen Altar. Sie wollten mich dem Sonnengott opfern... John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

Suko war blendender Laune. Er hatte zusammen mit seinen Freunden John Sinclair und Jane Collins einen wunderbaren Abend verbracht. Zuerst hatten sie sich den neuesten Science-Fiction-Film im Londoner Westend angesehen. Danach waren sie essen gegangen.

Suko, der riesige Chinese mit dem gutmütigen Pfannkuchengesicht, grinste still vor sich hin, als er sein Apartment betrat. Schon lange hatte er sich nicht so gut unterhalten.

Er schloss sorgfältig hinter sich ab und betrat den Wohnraum seines Apartments, das direkt neben Johns Wohnung lag. Auf der Schwelle stockte sein Fuß.

Ihm war, als habe er aus dem Nachbarapartment einen unterdrückten Schrei gehört. Sollte das John gewesen sein?

Ehe der Chinese zu einem Entschluss kam, glomm vor seinen Augen ein schwacher Lichtpunkt mitten in seinem Wohnzimmer auf. Instinktiv reagierte er auf die Gefahr.

Er dachte nicht lange nach. Ein Lichtpunkt – das konnte nur bedeuten, dass jemand in seine Wohnung eingedrungen war und hier auf ihn lauerte.

Mit einem Schrei flog Suko durch die Luft und schlug mitten in den Lichtpunkt hinein. Seine Handkante stieß ins Leere.

Suko jedoch erhielt einen Schlag, der ihn durch das Zimmer schleuderte. Mit einem dumpfen Poltern prallte er gegen die Wand, knickte ein und rutschte im Zeitlupentempo auf den Boden.

Er hatte keine Ahnung, was eben passiert war. Es hatte sich angefühlt, als habe er direkt in eine Starkstromleitung einen Karateschlag geknallt. Und jetzt war bei ihm die Sicherung durchgeschlagen.

Der Chinese mit der hünenhaften Gestalt kauerte stöhnend auf dem Boden. Er konnte sich nicht bewegen, doch das kam nicht von dem schweren Sturz. Etwas anderes geschah mit ihm, etwas unsagbar Fremdartiges.

Es hielt ihn fest, zwang ihn, auf den Lichtpunkt zu starren, der sich nun rasch vergrößerte und zu einer etwa tellergroßen Scheibe anwuchs.

Aus entsetzt flackernden Augen blickte Suko in einen Wirbel farbiger Lichtblitze, der seine Gedanken in sich aufsog und ihn zu einem Zombie machte. Zu einem Lebewesen mit einem funktionierenden Körper, aber ohne jeden Verstand.

Wie ein Roboter stand er auf und trat dicht an die leuchtende Scheibe heran. Sie schwebte auf ihn zu, verharrte minutenlang vor seinem Gesicht und erlosch endlich.

Suko griff teilnahmslos nach der Scheibe und ließ sie unter seinem Jackett verschwinden. Mit schleppenden Schritten verließ er sein Apartment.

An den Schrei, den er aus Johns Wohnung gehört hatte, dachte er überhaupt nicht mehr.

*

Als ich schon glaubte, in das Höllenfeuer zu stürzen, bremste eine unbekannte Kraft meinen Sturz. Im nächsten Moment fand ich mich in meinem Wohnzimmer wieder.

Vor mir schwebte eine ungefähr tellergroße Scheibe, von der ein rätselhaftes schillerndes Leuchten ausging. Es verblasste jedoch sehr rasch und erlosch nach wenigen Sekunden.

Völlig verwirrt wischte ich mir den Schweiß von der Stirn und lehnte mich aufatmend gegen die Wand. Erst jetzt merkte ich, dass sich meine rechte Hand um mein Silberkreuz krampfte, das ich immer bei mir trug. Dieses Kreuz besaß ungeahnte Kräfte zur Abwehr des Bösen. Das hatte es oft genug bewiesen. Es hatte mich auch diesmal gerettet.

Ehe ich mich der Scheibe näherte, dachte ich nach. Es hatte keinen Sinn, einfach etwas zu unternehmen und dadurch vielleicht ein zweites Mal in die Falle zu gehen.

Diese goldfarbige Scheibe hatte sich schon in dem Apartment befunden. Jemand hatte sie hergeschafft, um mich mit ihrer Hilfe zu vernichten.

Ich war nicht wirklich in einen Abgrund gestürzt, sondern hatte alles nur in einer Vision erlebt. Sicher aber wäre ich tot gewesen, hätte mich dieses Höllenfeuer verschlungen.

In höchster Not hatte ich offenbar instinktiv nach meinem Silberkreuz gegriffen. Es hatte mich wieder zurückgeholt und die Macht der magischen Scheibe gebrochen.

Nur für einen Moment wandte ich den Blick von dem unheimlichen Gegenstand und betrachtete das Kreuz. Als ich wieder hochsah, lag die Scheibe auf dem Boden. Ich ging vorsichtig näher und betrachtete den rätselhaften Gegenstand.

Als erstes fielen mir geometrische Muster auf, die sich zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügten. In meinem Gehirn regte sich eine Erinnerung, kam jedoch nicht an die Oberfläche. Ich war sicher, ein ähnliches Muster schon einmal gesehen zu haben.

Jegliches Leuchten war verschwunden. Die magische Scheibe wirkte wie ein buntbemalter, folkloristischer Teller. Zögernd streckte ich die Hand danach aus.

In meiner Tätigkeit als Oberinspektor bei Scotland Yard, Spezialgebiet Magie und Bekämpfung von Geistern und Dämonen, hatte ich noch niemals eine solche Scheibe gesehen. Ich konnte mir daher nicht vorstellen, wie sie funktionierte. Vielleicht löste ich durch eine Berührung den ›Mechanismus‹ erneut aus. Möglicherweise war ich rettungslos verloren, weil bei einem direkten Kontakt mit diesem magischen Gegenstand auch mein Kreuz nicht mehr half.

Dennoch wagte ich es. Während ich meine rechte Hand fest um das Silberkreuz schloss, legte ich die linke auf die bunte Scheibe.

Im nächsten Moment glaubte ich, mein Körper würde in tausend Stücke gerissen.

Ich wollte schreien, konnte jedoch nicht. Ich besaß keinen Körper mehr, sondern schwebte als reines Bewusstsein durch einen dunklen Raum.

Unvorstellbare Kräfte waren am Werk, Kräfte, die mich einem ganz bestimmten Punkt entgegenzogen.

Obwohl ich nichts sah und nichts hörte, mich daher auch nicht orientieren konnte, spürte ich die enorme Geschwindigkeit nicht.

Ich hatte auch jedes Zeitempfinden verloren. Daher wusste ich nicht, wie viel Zeit vergangen war, als ich weit vor mir einen rötlichen Lichtschein erblickte.

*

Jane Collins, die hübscheste Privatdetektivin der Welt, erlebte einen grauenhaften Abschluss des wunderschönen Abends. Nichtsahnend betrat sie ihr Apartment, schaltete das Licht ein und schrie im nächsten Moment auf.

Sie glaubte, die Deckenlampe wäre explodiert, mit einer Höllenmaschine gekoppelt, mit einer Magnesiumbombe präpariert.

Instinktiv wollte sie sich zu Boden werfen, doch eine ihr unbekannte Kraft hielt sie stocksteif aufrecht. Sie konnte sich nicht mehr bewegen, nichts zu ihrer Rettung tun.

Sie erkannte nur, dass die Gefahr nicht von einer Bombe oder einem ähnlichen Mordwerkzeug ausging.

Mitten im Zimmer schwebte eine tellergroße, jetzt in allen Spektralfarben leuchtende Scheibe, die ihr einen unbeugsamen Willen aufzwang. Innerhalb weniger Sekunden wurde Jane Collins zu einer willenlosen Sklavin der leuchtenden Scheibe.

Mit ausdruckslosen Augen ging sie auf die unheimliche Erscheinung zu und griff danach. Kaum berührten ihre Finger die Scheibe, als diese erlosch.

Jane sah sich forschend um. Endlich ging sie zu ihrem Bett, klappte es hoch und blickte nachdenklich auf den Teppichboden darunter. Sie lief in die Küche, kam mit einem Messer wieder und schnitt ein kreisrundes Stück aus dem Teppich. Sorgfältig versteckte sie die magische Scheibe, passte den Teppich sorgfältig wieder ein und klappte ihr Bett herunter.

Danach entkleidete sie sich, warf ihre Sachen achtlos auf einen Sessel und lief ins Bad hinüber. Sorgfältig regulierte sie die Temperatur der Dusche, wobei der abwesende Ausdruck nicht aus ihren Augen wich.

Erst als die warmen Wasserstrahlen auf ihren Körper prasselten, blinzelte sie verblüfft.

»Das darf doch nicht wahr sein!«, rief Jane Collins und blickte verwirrt um sich.

Sie wusste ganz genau, dass sie mit John und Suko zusammen nicht zu viel getrunken hatte. Im Gegenteil, an diesem Abend hatte sie sich betont zurückgehalten.

Wie kam es dann, dass sie sich nicht mehr erinnern konnte, wie sie unter die Dusche gelangte? Von dem Moment an, als sie ihr Apartment betreten hatte, klaffte eine Lücke in ihrem Gedächtnis.

Jane Collins schöpfte Verdacht. War etwas geschehen, woran sie sich nicht erinnern durfte? Es wäre nicht das erste Mal, dass sie es mit einem besonders raffinierten Gauner zu tun hätte, der geistige Waffen einsetzte.

Angestrengt dachte sie nach. Sie beschloss, sich an John zu wenden, wenn sie sich nicht innerhalb der nächsten paar Minuten exakt an alles erinnern konnte.

Jane war die Lust zum Duschen vergangen. Das heißt, eigentlich hatte sie gar keine Lust dazu gehabt.

Sie stellte den Wasserstrahl ab, trat aus der Dusche und schlang ein Badetuch um ihren schlanken Körper. Wassertropfen schimmerten auf ihrer weichen Haut. Jane kümmerte sich nicht darum.

Auf nackten Sohlen ging sie nass in den Wohnraum hinüber. Dort war die Tür, durch die sie hereingekommen war. Und hier lagen ihre Kleider auf dem Sessel.

Jane schlug sich an die Stirn. Wieso hatte sie das vergessen? Sie war blendender Laune ins Zimmer gekommen, hatte sich blitzschnell ausgezogen und war unter die Dusche gegangen.

Kopfschüttelnd kehrte Jane ins Bad zurück. Manchmal geschahen schon merkwürdige Dinge, die dann aber doch eine harmlose Erklärung fanden, dachte sie und betrachtete lächelnd ihr Spiegelbild, während sie sich abtrocknete.

Sie fühlte sich jetzt wirklich müde. Die Kur mit der heißen Dusche hatte offenbar gewirkt. Da war nur ein unangenehmer, dumpfer Druck im Kopf.

Jane Collins schob es auf die Erschöpfung nach dem langen Abend. Sie dachte zwar noch intensiv an John, aber das hatte nichts mehr mit ihrer Gedächtnislücke zu tun.

Es gab sie ja nicht, diese Gedächtnislücke …

*

Obwohl ich in diesen Momenten nicht körperlich existierte, merkte ich, dass ich langsam auf das Licht zutrieb. Ich erkannte es einfach daran, dass sich der Lichtschein nicht so schnell...

Erscheint lt. Verlag 13.5.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-2795-9 / 3838727959
ISBN-13 978-3-8387-2795-0 / 9783838727950
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