Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

John Sinclair Gespensterkrimi - Folge 16 (eBook)

Das Höllenheer

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Auflage
64 Seiten
Verlagsgruppe Lübbe GmbH & Co. KG
978-3-7325-0040-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair Gespensterkrimi - Folge 16 -  Jason Dark
Systemvoraussetzungen
1,99 inkl. MwSt
(CHF 1,90)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen

Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1973 - 1978, die in der Reihe Gespenster-Krimi erschienen sind!

Das Höllenheer.

Die Göttin Kalhori plant eine schreckliche Herrschaft über die Menschen auf der Erde und schickt ihre Schergen aus, um ihre Rückkehr auf die Erde vorzubereiten.

Ihre Gefolgsleute sind gesichtslose Wesen in Mönchskutten, die gnadenlos alles töten, was sich ihnen in den Weg stellt. John Sinclair versucht alles, um die Pläne der Göttin zu durchkreuzen.

Er findet eine Waffe, mit deren Hilfe er der Göttin entgegentreten kann. Doch um sie wirksam bekämpfen zu können, muss er eine weite Reise ins das Reich der Dämonen antreten

John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

Wie lange Mary-Lou unbeweglich auf einem Fleck gestanden hatte, wusste sie nicht.

Erst später überfiel sie das Grauen.

Ihr Schrei gellte durch das verlassene Haus und endete in einem leisen Wimmern.

Wie magnetisch wurde ihr Blick von dem blutigen Geländer angezogen.

Das Blut zog sich wie ein dunkelroter Film über den gesamten Handlauf, bis zu dem ersten Knick, der den Beginn eines Ganges anzeigte.

»Ich – ich kann nicht mehr!«, stöhnte die Frau und schlug beide Hände vor das Gesicht.

Die blutige, rechte Handfläche schmierte über ihre Haut. Mary-Lou spürte die klebrige Flüssigkeit und riss die Hände angewidert zurück.

Schluchzend sank sie zusammen. Sie fiel auf den mit dicken Teppichen belegten Boden und vergrub ihr Gesicht in den angewinkelten Armen.

Sie hatte es geahnt! Der grässliche Fluch der Kalhori war Wirklichkeit geworden. Erst hatte sie es nicht wahrhaben wollen, aber jetzt …

Mary-Lou Nikuta hatte sich zum Spaß dieser Sekte angeschlossen. Einer Sekte, die eine schreckliche Dämonengöttin aus dem fernen Tibet verehrte.

Mary-Lou hatte eigentlich nur vorgehabt, etwas anderes, Außergewöhnliches zu erleben. Ihr ganzes Dasein war nach dem Tod ihres Mannes sinnlos geworden. Langeweile kroch in ihr Leben. Dann war sie durch Zufall auf die Sekte gestoßen. Jetzt hatte sie wieder eine Aufgabe gehabt. Sie war eingeweiht worden in geheimnisvolle fernöstliche Rituale, hatte sich mit den Lehren der Dämonengöttin Kalhori befasst und war schließlich zu einer Dienerin der Göttin geworden.

Doch dann verlangte man von ihr das erste Opfer.

Sie sollte einen Menschen töten.

Ein junges Mädchen!

Mary-Lou Nikuta hatte abgelehnt. Und ihr war bewusst gewesen, dass dies einem Todesurteil gleichkam. Denn die Rache der Göttin war grauenhaft.

Zwei Wochen waren seitdem vergangen. Wochen, in denen sich nichts ereignet hatte.

Bis zu der heutigen Nacht.

Langsam hob die Frau ihren Kopf. Noch immer stierte sie aus weit geöffneten Augen auf das blutverschmierte Treppengeländer, und ihr wurde überdeutlich bewusst, dass sie Kalhoris Rache nicht entgehen konnte.

Plötzlich hörte sie Schritte!

Mary-Lou erstarrte.

Die Schritte kamen aus dem Obergeschoss, näherten sich mit einer nahezu brutalen Gleichmäßigkeit.

Mary-Lous Herz pochte rasend.

Wollte man sie jetzt holen? War die Stunde der Vergeltung gekommen?

Die Schritte verstummten.

Mary-Lous Atem ging keuchend. Hatte sie sich das alles nur eingebildet? Spielten die überreizten Nerven ihr einen Streich?

Nein, das blutbesudelte Geländer blieb!

Mary-Lous Blicke wanderten höher, tasteten jede einzelne Stufe ab. Und dann sah sie den Mann!

Groß, drohend und unheimlich stand er vor der letzten Stufe. Das Licht reichte gerade aus, um alles genau erkennen zu können.

Der Mann war ein Mönch! Ein Diener Kalhoris.

Er trug eine gelbe Kutte und hatte die Arme in die weiten Aufschläge seiner Ärmel geschoben. Sein Gesicht war entstellt. Der Mönch trug eine schreckliche Maske, die das Aussehen eines Vogels hatte. Über dem langen Schnabel wuchsen zwei riesige Augen, in denen rote Kreise flirrten. Der Mund war eine kleine, ovale Öffnung. In unregelmäßigen Abständen quollen heiße Schwaden daraus hervor.

Dieser Mönch war eine Kreatur der Hölle!

Der Unheimliche begann zu sprechen. In einer fremden, uralten Sprache, die Mary-Lou Nikuta nie zuvor gehört hatte und doch plötzlich verstand.

»Du hast der Göttin den Gehorsam verweigert. Und deshalb wird Kalhori dich in ihr finsteres Reich nehmen. Du wirst sterben und doch nicht sterben. Die Qualen des Dämonenreiches werden dir zuteil werden, und du wirst es bereuen, eine Abtrünnige geworden zu sein!«

Der Mönch setzte sich in Bewegung. Langsam nahm er die Stufen. Wie ein vorprogrammierter Roboter. Wahrscheinlich war er das auch. Auf jeden Fall kannte er nur ein Ziel: Der Göttin zu dienen.

Mary-Lou Nikuta schüttelte den Kopf. Ihr dunkles Haar wirbelte hin und her. Sie hatte beide Handflächen auf den Boden gestützt und konnte das Unheimliche nicht begreifen.

Dicht vor der Frau blieb der Mönch stehen.

Seine Hände glitten aus den weiten Ärmeln. Schwarze, verkohlte Haut kam zum Vorschein. Seine Hände sahen aus, als wären sie verbrannt worden. Die Finger waren lang und extrem kräftig, regelrechte Mordwerkzeuge.

Mary-Lou Nikuta sah nur diese Finger. Sie spürte sie schon um ihren Hals und hatte plötzlich das Gefühl, sich übergeben zu müssen.

»Steh auf!«, befahl der Mönch.

Die Frau gehorchte.

Sie bebte an allen Gliedern, lehnte mit dem Rücken gegen die Tür und dachte doch nicht einen Moment an Flucht.

Die rechte Hand des Mönchs verschwand unter seiner gelben Kutte. Als sie wieder hervorkam, hielten die Mörderfinger einen spitzen Stab umklammert.

Der Stab war durchsichtig und funkelte im Lampenlicht in unzähligen Farben.

»Es ist der Stab der Rache«, sagte der Mönch. »Er ist Jahrtausende alt und von der Göttin selbst erschaffen worden. Durch diesen Stab wirst du als Mensch die Hölle der Dämonen kennenlernen, wirst in einem ewigen Feuer dahinsiechen.«

Der Mönch hob den Arm.

Jetzt endlich erwachte Mary-Lou aus ihrer Erstarrung.

»Nein!«, flüsterte sie. »Ich will nicht sterben. Bitte, lasst mich leben! Ich werde alles tun, ich werde alles …«

»Zu spät, Abtrünnige!«

Der Stab glitzerte vor Mary-Lous Augen. Sie sah die Spitze, scharf wie ein Diamant.

Mit einer verzweifelten Bewegung warf Mary-Lou Nikuta sich vor, prallte mit einem letzten Aufbäumen gegen die Gestalt des Unheimlichen.

Der Mönch wurde von dem plötzlich Angriff überrascht. Er wich automatisch zurück.

Dadurch bekam die Frau seine Maske zu fassen.

Mit einem Ruck riss sie sie ab!

Das Entsetzen sprang sie an wie ein Tier.

Der Mönch hatte kein Gesicht!-

Eine blaugraue, schwammige Fläche bot sich den Augen der Frau. Und plötzlich begann die Fläche zu strahlen, wurde immer heller und schien mit einem leisen Knall zu zerplatzen.

Aber das sah Mary-Lou bereits nicht mehr. Bewusstlos lag sie am Boden.

Ihre Nerven hatten nicht mehr mitgespielt.

Dieser Mönch beugte sich über die leblose Frau. Dann stieß er mit dem gläsernen Dolch zu.

Die Göttin Kalhari hatte ihre Rache vollendet.

*

Schneeflocken tanzten wie kleine, glitzernde Punkte durch die Luft.

Es war kalt, und dazu fegte noch ein schneidender Februarwind über London. Wer in dieser Nacht nicht unbedingt hinaus musste, blieb in der Wohnung hinter dem warmen Ofen oder Heizung hocken.

Anders die beiden Männer.

Sie standen in einer Einfahrt, einigermaßen geschützt vor dem kalten Wind. Sie trugen dicke, fellgefütterte Wintermäntel und hatten die Kragen hochgeschlagen.

»Wenn wir uns hier umsonst die Füße anfrieren, kündige ich dir die Freundschaft«, sagte der große, blondhaarige Mann und unterdrückte gewaltsam ein Niesen.

Sein Begleiter schüttelte den Kopf.

»Sei doch nicht so verdammt ungeduldig. Wenn ich sage, dort drüben ist es, dann stimmt das. Mein Informant ist zuverlässig.«

»Wie heißt noch das Sprichwort? Irren ist menschlich.«

»Bei dir vielleicht.«

»Da hast du sogar recht, mein lieber Bill«, erwiderte John Sinclair. »Ich mache den Fehler nicht noch einmal und suche mir dich doch als Freund aus.«

John Sinclair und Bill Conolly beobachteten das Haus schon über zwei Stunden. Bill hatte gehört, dass sich dort eine Sekte versammeln sollte, die irgendeinen Dämon oder den Teufel anbetete. Und John Sinclair interessierte sich immer für solche Dinge.

John Sinclair war Inspektor bei Scotland Yard. Er war praktisch die Ein-Mann-Feuerwehr dieser Organisation und wurde nur dort eingesetzt, wo normale kriminalistische Mittel versagten. Immer wenn etwas Übersinnliches im Spiel war, trat John Sinclair in Aktion. Er hatte in seiner kurzen Laufbahn schon die haarsträubendsten Abenteuer erlebt, die ein normal denkender Mensch kaum begreifen konnte. Dabei war John Sinclair oft nur knapp mit dem Leben davongekommen, und es war immer eine Frage, ob er auch den nächsten Fall überstehen würde, denn wer sich mit der Welt der Geister und Dämonen anlegt, bleibt meistens der zweite Sieger.

John Sinclair hatte die Dreißig eben überschritten, war groß, sportlich durchtrainiert und hatte blondes, kurz geschnittenes Haar. Seine Augen blickten meist etwas spöttisch, und um seine Mundwinkel lag immer ein jungenhaftes Lächeln. Man hätte diesen Mann eher für einen Tennis-Star halten können, als für einen Geister-Killer.

Sein Freund Bill Conolly, mit dem er in dieser zugigen Toreinfahrt stand, war Reporter von Beruf. Er arbeitete nach seiner Heirat als freier Mitarbeiter bei allen großen Magazinen der Welt, und was John Sinclair als Beruf hatte, war bei ihm Hobby. Sehr zum Leidwesen seiner jungen, außerordentlich hübschen Frau Sheila, die auch schon in manches Abenteuer mit hineingezogen worden war.

Das Haus, das die beiden Männer beobachteten, lag in einer schmalen Straße im Londoner Stadtteil Soho. Hier schien die Zeit stehen geblieben zu sein.

Die Häuser waren schmal und uralt. Die Fassaden waren zum Teil abgeblättert, sodass das rohe Mauerwerk durchkam. Das Pflaster der Straße bestand aus Kopfsteinen, auf denen der feine Schnee sofort schmolz.

In der Nähe des Hauses, das sie beobachteten, brannte eine alte Gaslaterne, deren Schein jedoch noch nicht einmal den Boden erreichte.

Bis jetzt war noch niemand in das...

Erscheint lt. Verlag 6.5.2015
Reihe/Serie John Sinclair Gespensterkrimi
John Sinclair Gespensterkrimi
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 2017 • Bastei • blutig • Classic • classics • Clown • Dämonenjäger • Geisterjäger • Gruselroman • Grusel-Roman • Grusel-serie • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror deutsch • horror deutsch kindle • Horror-Roman • Horrorroman deutsch • Horror-Serie • horror thriller • Horror-Thriller • horror thriller deutsch • Jason Dark • Julia-meyer • Krimi-Bestseller • Krimi-deutsch • Krimi kindle • krimi neuerscheinungen 2017 • Krimi-Thriller • Lovecraft • Paranomal • Professor Zamorra • Pulp Ficition • Roman-Heft • Sinclair • sinclair classics • Slasher • spannend • Splatter • Stephen King • Stephen-King • Steven King • Terror • Thriller-Serie • Tony Ballard • Walking Dead • Zombies
ISBN-10 3-7325-0040-3 / 3732500403
ISBN-13 978-3-7325-0040-6 / 9783732500406
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Ohne DRM)

Digital Rights Management: ohne DRM
Dieses eBook enthält kein DRM oder Kopier­schutz. Eine Weiter­gabe an Dritte ist jedoch rechtlich nicht zulässig, weil Sie beim Kauf nur die Rechte an der persön­lichen Nutzung erwerben.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich
HORROR | Die Vorgeschichte des Katz-und-Maus-Duetts

von H. D. Carlton

eBook Download (2025)
VAJONA (Verlag)
CHF 11,70