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John Sinclair Gespensterkrimi - Folge 07 (eBook)

Die Töchter der Hölle

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Auflage
64 Seiten
Verlagsgruppe Lübbe GmbH & Co. KG
978-3-7325-0031-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair Gespensterkrimi - Folge 07 -  Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1973 - 1978, die in der Reihe Gespenster-Krimi erschienen sind!

Die Töchter der Hölle.

Zwei junge Reporter entdecken in einer verfallenen Abtei den Sarg der Gräfin Barthony. Durch einen unglücklichen Zufall erwacht die tote Gräfin jedoch wieder zum Leben. Nachts, wenn alles dunkel ist, geistert sie durch ein altes Schloss und beginnt mit ihrer grausamen Mordserie ...

John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung.

Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

Auch Jim Cody musste zugeben, dass er nicht der Ruhigste war.

Laura Patton bückte sich plötzlich. Mit beiden Händen begann sie den Dreck und das Laub, das auf den Steinplatten lag, wegzuschaufeln.

»Ich hab’s«, rief sie triumphierend. »Da, sieh doch, Jim!«

Der junge Mann ging auf die Knie. Im scharf gebündelten Strahl der Lampe sah er den Eisenring, der in einem Haken in einer Steinplatte hing. Haken und Ring waren gleichermaßen stark verrostet und schienen schon eine Ewigkeit lang nicht mehr benutzt worden zu sein.

»Hilf mir mal, Jim!«

Gemeinsam packten die jungen Leute den Ring und zogen mit aller Kraft daran.

Langsam, unendlich langsam begann sich die Steinplatte zu bewegen. Der feine Sand in den Ritzen knirschte, als der Stein aus seiner waagerechten Lage nach oben gehievt wurde.

Endlich war es geschafft. Mit einem dumpfen Laut kippte der Stein nach hinten.

Ein gähnendes Loch starrte die beiden jungen Leute an.

Jim leuchtete mit der Taschenlampe in die Tiefe.

»Das ist sie, Jim. Die Steintreppe. Los, die müssen wir runter!«

»Ist das nicht gefährlich?«

Laura lächelte verächtlich. »Wer wollte denn unbedingt das Grab der Hexe sehen?«

»Ich natürlich. Aber …«

»Kein Aber. Komm jetzt! Und du willst Reporter sein? Dass ich nicht lache.«

Während der letzten Worte hatte sich Laura schon an den Abstieg gemacht.

Vorsichtig setzte sie Fuß für Fuß auf die schmalen Steinstufen. Es war nicht leicht, die Balance zu halten. Spinnweben streiften Lauras Gesicht. Eine fette Ratte huschte quiekend davon.

Jim Cody folgte Laura nur zögernd. Der junge Mann hatte tatsächlich Angst. Angst vor der eigenen Courage.

Die Treppe mündete in einen Felsengang. Gemauerte Rundbögen stützten in Abständen die Erdmassen oberhalb des Gangs. Auf dem Boden lag knöcheltiefer Staub. Kriechtiere huschten in die Ritzen und Spalten der Felswände.

Jim Cody ging jetzt vor. Der scharf gebündelte Lampenstrahl zerschnitt die Dunkelheit wie ein Messer.

»Wie weit ist es denn noch?«, fragte Jim.

»Laut Plan müssten wir gleich an eine Tür kommen. Und dahinter liegt das Grab der Hexe.« Laura wies mit der Hand nach vorn. »Da! Sieh doch, Jim. Die Tür.«

Tatsächlich. Aus der Dunkelheit schälten sich die Umrisse einer Holztür, die nach oben hin spitz zulief.

Jim Cody leuchtete die Tür genau ab. Sie besaß eine rostige Eisenklinke und war mit Metallbeschlägen verziert. Natürlich war alles im Laufe der Jahre vom Rost zerfressen worden.

Jim drückte probehalber auf die Klinke. Zu seinem Erstaunen schwang die Tür auf. Sie quietschte in den Angeln.

»Ob- schon vor uns einer hier war?«, fragte Laura leise.

Jim zuckte nur die Achseln und schob sich in den dahinterliegenden Raum.

»Gräfin Barthonys Grabkammer«, sagte Laura fast ehrfürchtig.

Die Grabkammer war ein viereckiges Verlies, in deren Mitte ein steinerner Sarkophag stand.

Langsam traten die beiden jungen Leute näher. Sie gingen auf Zehenspitzen, so als hätten sie Angst, die Ruhe der Gräfin Barthony zu stören.

»Ob wir den Sarg öffnen können?«, wisperte Laura.

»Ich weiß nicht.«

Jim zuckte die Achseln. »Das ist doch verboten.«

»Unsinn. Niemand weiß, dass wir hier sind. Komm, fass mal mit an!«

Laura ging an das Fußende des Sarkophags und fasste nach dem Deckel.

Jim klemmte sich die Taschenlampe zwischen die Zähne und tat es dem jungen Mädchen nach.

Gemeinsam begannen sie, den Deckel hochzuheben.

Er war verhältnismäßig leicht.

»Komisch. Mir ist, als wenn man uns erwartet hätte«, sagte Laura.

Vorsichtig legten sie den steinernen Deckel auf den Boden.

Dann erst leuchtete Jim Cody in den Sakophag.

Ein grässlicher Totenschädel starrte ihn an.

»Jim!«

Laura presste beide Arme um den jungen Mann. Der Anblick war doch nichts für sie.

Jim ließ den Strahl der Lampe weiterwandern.

Von der Gräfin war nur noch ein bleiches Skelett übrig geblieben.

Jim Cody sah Laura an. »Ist das alles, was du sehen wolltest?«

»Ja. Aber die Leute sagen viel. So, und jetzt setzen wir den Deckel wieder auf.«

»Warum? Hier kommt sowieso keiner mehr hin.«

»Meinetwegen. Wäre auch nur unnötige Arbeit.«

Laura hatte jetzt ihren Schreck überwunden. Sie trat nochmals dicht an den Sarkophag heran und beugte sich über das Skelett. Laura wollte sich gerade abwenden, als sie mit ihrem Handballen gegen eine scharfe Kante des Sarkophags stieß.

»Au!«, schrie sie auf.

»Was ist denn?«, fragte Jim, der schon fast an der Tür war.

»Ich habe mich geritzt.«

Laura hielt ihre Hand hoch. Das Blut lief wie ein kleines Rinnsal an ihrer Hand herab, sammelte sich und tropfte nach unten.

Keiner der beiden jungen Leute bemerkte, dass einige Blutstropfen genau in den halb geöffneten Mund des Totenschädels fielen.

*

Der Mond hing als bleiche Scheibe am Himmel und versuchte vergeblich, die Dunkelheit zu durchdringen.

Es war eine kühle Nacht. Bodennebel kroch schlangengleich zwischen Büschen und Sträuchern umher und legte sich wie Watte auf knorrige Äste und Zweige.

Eine schwarzgekleidete Gestalt schlich durch den verwilderten Park, der die Abtei umgab. Die Gestalt kannte sich aus. Zielstrebig umging sie natürliche Hinternisse und gelangte schließlich auf den Weg, der zum Grab der Gräfin führte.

Die Gestalt blieb stehen, als sie den offenen Einstieg sah. Ein lautloses Lachen schüttelte ihren Körper.

Es war erreicht! Endlich! Bald würde die Gräfin wiederkommen und ihren blutigen Terror fortsetzen, so wie sie es vor über 200 Jahren versprochen hatte.

Die Gestalt bückte sich und packte den Stein. Mit übermenschlicher Anstrengung schob sie ihn wieder in die alte Lage.

Den Grabschändern war der Rückweg abgeschnitten.

*

»Ich bin froh, dass wir hier wegkommen, Jim. Es ist doch unheimlich«, sagte Laura leise.

Jim Cody grinste. »Du hast es nicht anders gewollt.«

Auch seine Forschheit war nur gespielt. Aber was tut man nicht alles, um einem jungen Mädchen zu imponieren?

»Da ist schon die Treppe.«

Jim deutete mit der freien Hand nach vorn. »Gleich haben wir es geschafft.«

Laura ging an dem jungen Reporter vorbei und nahm die ersten Stufen.

Plötzlich schrie sie auf. »Jim! Der Stein! Wir können nicht mehr raus! Die Öffnung ist zu.«

»Red keinen Quatsch!«

Jim Cody leuchtete nach oben.

Tatsächlich! Laura hatte recht. Der Stein war wieder in seine alte Lage geschoben worden.

Laura wandte Jim Cody ihr bleiches Gesicht zu. »Wer hat das getan?«, flüsterte sie.

»Ich weiß es nicht«, gab Jim mit belegter Stimme zurück.

»Jetzt kommen wir nie mehr hier raus«, rief Laura.

»Nun verlier nicht die Nerven, Mädchen«, beruhigte sie der Reporter. »Lass mich mal vorbei. Vielleicht kann ich den verdammten Stein hochstemmen.«

Jim nahm die Stufen und drückte sich oben mit beiden Schultern gegen den Stein.

Vergebens. Er bewegte sich keinen Millimeter.

»Jetzt müssen wir für immer hierbleiben, Jim, nicht wahr?«, fragte Laura mit flatternder Stimme.

»Unsinn!«, keuchte Jim, der vor Anstrengung schweißnass war. »Es gibt bestimmt noch einen anderen Ausgang.«

»Aber wo?«

»Den müssen wir eben finden.«

»Sollen wir es nicht doch lieber noch mal versuchen? Warte, ich helfe dir.«

Gemeinsam drückten sich Laura und Jim jetzt gegen den Stein.

Sie schafften es nicht.

Laura begann zu weinen. »Hätte ich doch nur nicht mitgemacht«, schluchzte sie.

Jim gab keine Antwort. Er überlegte fieberhaft, wie sie aus diesem Labyrinth entkommen konnten.

Plötzlich hörten sie ein Geräusch. Es klang wie das Knarren einer Tür.

»Jim, was ist das?«

»Weiß ich auch nicht.«

Laura klammerte sich ängstlich an ihren Begleiter.

»Ich geh’nach unten«, sagte Jim.

»Nein, Jim. Bitte nicht. Lass mich nicht auf der Treppe allein!«

»Gut, dann komm mit.«

Die beiden jungen Leute schlichen wieder die Stufen hinunter.

Schlurfende Schritte drangen an ihre Ohren. Sie kamen von der Grabkammer der Gräfin her. Jim hielt die Taschenlampe gesenkt. Er wagte nicht, sie zu heben und in den Gang zu leuchten. Die Angst lähmte seine Bewegungen.

Die Schritte wurden lauter. Gleichzeitig klang noch ein grässliches Stöhnen auf.

Lauras Fingernägel bohrten sich in Jims Arm. Er spürte es nicht.

Das unheimliche Stöhnen wurde lauter, drang fast schmerzhaft in die Ohren der beiden jungen Menschen.

Da hielt es Jim Cody nicht mehr länger aus.

Er riss die Lampe hoch.

Der Strahl schnitt durch die Finsternis und traf eine grauenhafte Gestalt. Es war die Gräfin Barthony!

*

»Sie sind wirklich ein Glückspilz, Sir«, sagte der pausbäckige Bürgermeister der kleinen Ortschaft Longford.

Lord Cheldham lächelte verbindlich. »Wie meinen Sie das?«

»Sie besitzen ein Schloss, eine schöne Frau und viel Geld«, erwiderte der Bürgermeister.

Lord Cheldham zog die buschigen weißgrauen Augenbrauen zusammen. »Was wollen Sie, Herr Bürgermeister?«

»Sehen Sie, Sir. Longford ist ein kleiner Ort. Die Bürger sind meistens Bauern oder arbeiten im Bergwerk. Es ist klar, dass bei ihrem Einkommen die Gemeindekasse nicht gerade mit Steuern gesegnet wird. Folglich …«

»Sie wollen also Geld«, schnitt Lord Cheldham dem...

Erscheint lt. Verlag 6.5.2015
Reihe/Serie John Sinclair Gespensterkrimi
John Sinclair Gespensterkrimi
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 2017 • Bastei • blutig • Classic • classics • Clown • Dämonenjäger • Geisterjäger • Gruselroman • Grusel-Roman • Grusel-serie • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror deutsch • horror deutsch kindle • Horror-Roman • Horrorroman deutsch • Horror-Serie • horror thriller • Horror-Thriller • horror thriller deutsch • Jason Dark • Julia-meyer • Krimi-Bestseller • Krimi-deutsch • Krimi kindle • krimi neuerscheinungen 2017 • Krimi-Thriller • Lovecraft • Paranomal • Professor Zamorra • Pulp Ficition • Roman-Heft • Sinclair • sinclair classics • Slasher • spannend • Splatter • Stephen King • Stephen-King • Steven King • Terror • Thriller-Serie • Tony Ballard • Walking Dead • Zombies
ISBN-10 3-7325-0031-4 / 3732500314
ISBN-13 978-3-7325-0031-4 / 9783732500314
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