Vom Leben und Regen in Wuppertal
Verlag Edition Köndgen
978-3-939843-53-5 (ISBN)
Es gibt zwei Arten von Lehrenden. Die einen haben eine klare Vorstellung davon, was richtig ist, und wollen, dass alle ihre Schüler es genauso machen, wie sie es vorgeben. Ich will nicht verhehlen, dass ich ein solcher Lehrer war, als ich anfing, Schreibende auf ihrem Weg zum fertigen Text zu begleiten. Ich hatte mehrere Romane und Dutzende Kurzgeschichten veröffentlicht, da war es doch wohl nicht zu viel verlangt, dass meine Schülerinnen und Schüler einsahen, wie weise und allwissend ich war. Aber diese Phase dauerte nicht lange. Ein einziger Schüler reichte aus, um mein Weltbild zu erschüttern. Er machte alles anders, als ich es gemacht hätte, und schuf trotzdem eine wunderschöne, mitreißende Geschichte. Und mit vier locker gesetzten Seiten schlug er mich von meinem hohen Ross, ließ mich meine Verblendung erkennen und, wie ich hoffe, zur zweiten Art eines Lehrenden werden. Es gibt das Handwerk des Schreibens, und das kann und muss gelernt werden, wenn man gute Geschichten verfassen will. Aber ist dieses Fundament erst einmal gemeistert, öffnen sich dem Künstler Tausend mögliche Wege, um eine begeisternde Erzählung zu verfassen. Ein Lehrender der zweiten Art gibt dem Schüler keinen Weg vor, sondern hilft ihm, seinen eigenen Weg zu finden. Und was am Ende dieses Weges liegt, ist oftmals so viel wertvoller. Ich freue mich, dass meine Schreibschülerinnen und -schüler mit den Geschichten in diesem Buch einmal mehr beweisen, dass sie ihren Weg längst gefunden haben und sich selbstbewusst Autorin oder Autor nennen können. Und manch eine(r) ist längst vom Schüler zum Meister geworden. André Wiesler, Januar 2015
Es gibt zwei Arten von Lehrenden. Die einen haben eine klare Vorstellung davon, was richtig ist, und wollen, dass alle ihre Schüler es genauso machen, wie sie es vorgeben. Ich will nicht verhehlen, dass ich ein solcher Lehrer war, als ich anfing, Schreibende auf ihrem Weg zum fertigen Text zu begleiten. Ich hatte mehrere Romane und Dutzende Kurzgeschichten veröffentlicht, da war es doch wohl nicht zu viel verlangt, dass meine Schülerinnen und Schüler einsahen, wie weise und allwissend ich war. Aber diese Phase dauerte nicht lange. Ein einziger Schüler reichte aus, um mein Weltbild zu erschüttern. Er machte alles anders, als ich es gemacht hätte, und schuf trotzdem eine wunderschöne, mitreißende Geschichte. Und mit vier locker gesetzten Seiten schlug er mich von meinem hohen Ross, ließ mich meine Verblendung erkennen und, wie ich hoffe, zur zweiten Art eines Lehrenden werden. Es gibt das Handwerk des Schreibens, und das kann und muss gelernt werden, wenn man gute Geschichten verfassen will. Aber ist dieses Fundament erst einmal gemeistert, öffnen sich dem Künstler Tausend mögliche Wege, um eine begeisternde Erzählung zu verfassen. Ein Lehrender der zweiten Art gibt dem Schüler keinen Weg vor, sondern hilft ihm, seinen eigenen Weg zu finden. Und was am Ende dieses Weges liegt, ist oftmals so viel wertvoller. Ich freue mich, dass meine Schreibschülerinnen und -schüler mit den Geschichten in diesem Buch einmal mehr beweisen, dass sie ihren Weg längst gefunden haben und sich selbstbewusst Autorin oder Autor nennen können. Und manch eine(r) ist längst vom Schüler zum Meister geworden.André Wiesler, Januar 2015
| Erscheint lt. Verlag | 8.4.2015 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Maße | 120 x 190 mm |
| Gewicht | 150 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Literatur ► Anthologien |
| Schlagworte | Regionalliteratur • Schwebebahn • Wuppertal |
| ISBN-10 | 3-939843-53-9 / 3939843539 |
| ISBN-13 | 978-3-939843-53-5 / 9783939843535 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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