Gesammelte Gedichte
Suhrkamp (Verlag)
978-3-518-42476-6 (ISBN)
Zbigniew Herbert, geboren 1924 in Lemberg, erlebte als Schüler die sowjetische, dann die deutsche Okkupation und schloss sich 1943 dem polnischen Widerstand an. Seit 1956 veröffentlichte er Gedichte und Essays. Jahrelang bereiste er Italien, Frankreich und Griechenland. Herbert, der 1998 in Warschau starb, zählt zu den großen europäischen Dichtern des 20. Jahrhunderts.
Karl Dedecius, 1921 in Lodz geboren, galt als bedeutendster Mittler polnischer Literatur und Kultur in Deutschland. Als Übersetzer hunderter Bücher, Autor zahlloser Reden und Aufsätze, Herausgeber der Polnischen Bibliothek, Gründer des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt wurde er vielfach gewürdigt und ausgezeichnet, u.a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1990), dem Orden des Weißen Adlers (1999) in Polen und dem Deutschen Nationalpreis (2010). Karl Dedecius starb am 26. Februar 2016 im Alter von 94 Jahren in Frankfurt am Main.
Renate Schmidgall, geboren am 26. März 1955 in Heilbronn, ist deutsche Übersetzerin polnischer Literatur und lebt in Darmstadt. Sie studierte Slawistik und Germanistik in Heidelberg und war anschließend als Bibliothekarin am Deutschen Polen-Institut beschäftigt. Von 1990 bis 1996 arbeitete sie dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Seither ist sie als freie Übersetzerin tätig.
Michael Krüger wurde am 9. Dezember 1943 in Wittgendorf/Kreis Zeitz geboren. Nach dem Abitur an einem Berliner Gymnasium absolvierte er eine Verlagsbuchhändler- und Buchdruckerlehre. Daneben besuchte er Veranstaltungen der Philosophischen Fakultät als Gasthörer an der Freien Universität Berlin. In den Jahren von 1962-1965 lebte Michael Krüger als Buchhändler in London. 1966 begann seine Tätigkeit als Literaturkritiker. Zwei Jahre später, 1968, übernahm er die Aufgabe des Verlagslektors im Carl Hanser Verlag, dessen Leitung er im Jahre 1986 übernahm und bis 2013 innehatte. Seit 1981 war er Herausgeber der Literaturzeitschrift Akzente. Im Jahr 1972 veröffentlichte Michael Krüger erstmals seine Gedichte, und 1984 debütierte er als Erzähler mit dem Band Was tun? Eine altmodische Geschichte. Es folgten weitere zahlreiche Erzählbände, Romane, Editionen und Übersetzungen. Michael Krüger lebt in München.
Hermes, Hund und Stern (1957)
- Taufe
- Am Tor des Tals
- Berührung
- Ich möchte beschreiben
- Stimme
- Echnaton
- Nofretete
- Reise nach Krakau
- Dornen und Rosen
- Was machen unsere Toten
- Gleichnis
- Klapper
- Erwählte der Sterne
- Drei Studien zum Thema Realismus
- Niemals von dir
- Unverbesserlichkeit
- Reife
- Weißer Stein
- Balkone
- Möbliertes Zimmer
- Regen
- Der Lehrer für Naturkunde
- Bambussammler
- Madonna mit Löwe
- Der siebte Engel
- Zur Übersetzung von Gedichten
- Das rosige Ohr
- Episode
- Seide der Seele
- Meine Stadt
- Fünf Männer
- Lebenslauf
- An die Faust
- Bitte
- Ornamentatoren
- Lied von der Trommel
- Kleiner Vogel
- Gleichnis von den russischen Emigranten
- Wie man uns einführte
- Substanz
- Antwort
- Den Ungarn
Prosagedichte
- Die Geige
- Der Knopf
- Die Prinzessin
- Die Mutter und ihr Sohn
- Trinker
- Das Cembalo
- Gegenstände
- Das Land
- Die Katze
- Zwerge
- Der Brunnen
- Episode in der Bibliothek
- Die Wespe
- Die Verrückte
- Paradies der Theologen
- Die Toten
- Die Krypta
- Nach dem Konzert
- Hölle
- Hotel
- Sieben Engel
- Das Städtchen
- Die Mauer
- Krieg
- Der Wolf und das Lamm
- Ballade von den alten Junggesellen
- Der Turm
- Café
- Bären
- Die Harfe
- Piraten
- Großväterchen
- Der Bahnwärter
- Vom Ende her
- Auf dem Weg nach Delphi
- Wind und Rose
- Die Henne
- Klassiker
- Der Maler
- Bahnlandschaften
- Hermes, Hund und Stern
- Die Näherin
- Botanischer Garten
- Der Wald
- Der Kaiser
- Der Soldat
- Der Elefant
- Stillleben
- Fische
- Das Leben des Kriegers
- Begräbnis eines jungen Wals
- Das Opfer der Iphigenie
- Das Lachkabinett
- Im Schrank
- Selbstmörder
- Gleichgewicht
- Die Mangel
- Von der Technologie der Tränen
- Japanisches Märchen
- Des Kaisers Traum
- Der Organist
- Der Mond
- Das Fernrohr des Kapitäns
- Russisches Märchen
- Kaiserpanorama
Studium des Gegenstands (1961)
- Die Schachtel namens Phantasie
- Vogel aus Holz
- Schreiben
- Gar nichts Schönes
- In der Werkstatt
- Gauguin Ende
- Schwarze Rose
- Apoll und Marsyas
- Fragment
- Pompeji zu Hilfe
- Das Fürstentum
- Mona Lisa
- Letzte Bitte
- Schublade
- Unsere Angst
- Ende einer Dynastie
- Sie sitzen auf Bäumen
- Aus der Mythologie
- Gerechter Herbst
- Jona
- Die Heimkehr des Prokonsuls
- Fortinbras' Klage
- Nackte Stadt
- Überlegungen zum Problem der Nation
- Der Hund voran
- Väter des Sterns
- Versuch einer Beschreibung
- Studium des Gegenstands
- Der Kiesel
- Das Wasserpferd
- Tamariske
- Offenbarung
- Die innere Stimme
- An meine Knochen
- Der Nagel im Himmel
- Holzwürfel
- Die Kirchenmaus
- Der Schornstein
- Die Zunge
- Die Uhr
- Das Herz
- Der Teufel
- Nur kein Engel
- Se
»Zbigniew Herberts Gedichte haben nichts eingebüßt von ihrer Gedankenklarheit und Grazie, ihrer Anschauungskraft und ihrer Menschen- und Weltzugewandtheit.« Peter Hamm DIE ZEIT 20170412
»Zbigniew Herberts Gedichte haben nichts eingebüßt von ihrer Gedankenklarheit und Grazie, ihrer Anschauungskraft und ihrer Menschen- und Weltzugewandtheit.«
»Diese Vollendung ist ein Ereignis!«
»Das Gesamtwerk des großen polnischen Lyrikers Zbigniew Herbert liegt nun einer vorzüglichen Edition auch auf deutsch vor … Es ist ein wahrhaft bedeutendes Buch …«
»Endlich liegt das lyrische Lebenswerk des polnischen Dichters Zbigniew Herbert in einem Band vor.«
»Dem lyrischen Werk dieses großen Dichters über die Jahrzenhte noch einmal zu folgen, und seine Weite, sein Wissen und seinen Witz sich wieder zu erlesen – das ist eine wahre Freude.«
»Oft verwendet Herbert Klänge und rhythmische Verschiebungen ... Die deutschen Versionen lassen erahnen, dass die Übersetzungen äußerst gelungen sind. Fünf Übersetzer für neun Gedichtbände, besonders Renate Schmidgall hat immer wieder schöne Lösungen gefunden.«
»Mit [diesem Buch] kann man sich auf eine eindrucksvolle Reise in den atemberaubend schönen Lyrikkosmos von Zbigniew Herbert begeben und seine unvergleichlichen, wundervollen Gedichtsterne hell und heller strahlen sehen.«
»Es gibt Gedichte, nach deren Lektüre man seine Umgebung und das Geschehen darin für eine Weile neu wahrnimmt, die eine Welt anderer Gesetze greifbar machen. Die des polnischen Schriftstellers Zbigniew Herbert zählen dazu.«
| Erscheint lt. Verlag | 16.11.2016 |
|---|---|
| Nachwort | Michael Krüger |
| Übersetzer | Henryk Bereska, Karl Dedecius, Renate Schmidgall, Klaus Staemmler, Oskar Jan Tauschinski |
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | Collected Poems |
| Maße | 150 x 221 mm |
| Gewicht | 895 g |
| Themenwelt | Literatur ► Anthologien |
| Literatur ► Lyrik / Dramatik ► Lyrik / Gedichte | |
| Schlagworte | Anthologie • Auswahl • Blütenlese • Collected Poems deutsch • Eichendorff-Literaturpreis 2017 • Gedichtband • Gedichte • Johann-Heinrich-Voß-Preis 2017 • Lyrik • Lyrik/Gedichte • Lyrisch • Poesie • Poeta Laureatus des Literaricum Lech 2023 • poetisch • Polen • Sammlung • Zusammenstellung |
| ISBN-10 | 3-518-42476-9 / 3518424769 |
| ISBN-13 | 978-3-518-42476-6 / 9783518424766 |
| Zustand | Neuware |
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