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Das Buch des Verderbens 2: Luzifer und der Tempelritter (eBook)

Mystery-Horror-Thriller
eBook Download: EPUB
2014
280 Seiten
MainBook (Verlag)
978-3-944124-46-9 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Das Buch des Verderbens 2: Luzifer und der Tempelritter -  Lili Belkoski
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Ein diabolisches wie begehrtes Buch... Um die Menschheit vor dessen böser Macht zu schützen, setzt der Papst alles daran, das Buch des Teufels durch drei Rituale endgültig zerstören zu lassen. Doch Luzifer gelingt es, das Buch - das aus seiner Feder stammt - kurz vor der endgültigen Vernichtung zurückzubekommen. Jähzornig schwört er Rache und schmiedet einen teuflischen Plan: Ein Dritter Weltkrieg soll die Welt nuklear in den Abgrund stürzen. Doch dann taucht Dee Withcomb, ein Tempelritter, auf, der das Buch in früheren Zeiten sein Eigen nannte, und die Jagd nach dem Buch des Teufels entbrennt erneut. Doch Withcomb und seinem Gefolge bleibt nicht viel Zeit, Luzifer zu stoppen - denn die Welt steht bereits kurz vor der möglichen Apokalypse...

Lili Belkoski wurde 1964 in Belgrad geboren, kam 1965 nach Deutschland, ging in Bonn zur Schule und wohnt heute in Frankfurt mit ihrer Chihuahua-Hündin Tequila. Ihr Vater arbeitete als Nachtwächter in einer geschlossenen Psychiatrie, ihre Mutter als Altenpflegerin. Sie liebt Horrorfilme und Tattoos, ist selber tätowiert von Steve Soto, dem bekannten Tattoo-Künstler der Goodfellas in Orange County und von Dee Withcomb vom Studio 'Wyld Chyld Tattoo' (New York). Lili Belkoski kam die Idee für 'Das Buch des Verderbens' in einem Traum. Als ihre Mutter die Geschichte hörte, überredete sie sie dazu, es zu schreiben.

Lili Belkoski wurde 1964 in Belgrad geboren, kam 1965 nach Deutschland, ging in Bonn zur Schule und wohnt heute in Frankfurt mit ihrer Chihuahua-Hündin Tequila. Ihr Vater arbeitete als Nachtwächter in einer geschlossenen Psychiatrie, ihre Mutter als Altenpflegerin. Sie liebt Horrorfilme und Tattoos, ist selber tätowiert von Steve Soto, dem bekannten Tattoo-Künstler der Goodfellas in Orange County und von Dee Withcomb vom Studio 'Wyld Chyld Tattoo' (New York). Lili Belkoski kam die Idee für "Das Buch des Verderbens" in einem Traum. Als ihre Mutter die Geschichte hörte, überredete sie sie dazu, es zu schreiben.

Prolog


Im Jahre des Herrn 1095


Der Donnerhall der Hufe war bis ins nächste Tal zu hören. Die Reiter waren größtenteils Bauern, unheimliche Gestalten, flammende Herzen. Am Wegesrand hinterließen sie Asche und Zerstörung und in den Wäldern, Bergen und Dörfern brandschatzten sie, bis Rauch in den Himmel stieg. Sie plünderten alles, was sie in die Finger bekamen, töteten Frauen und Kinder. Wenn sie weiterritten, hörten sie die Schreie der Verletzten. Tote Tiere lagen im Wasser und Geier umkreisten die Kadaver. Der Gestank von Feuer, Schweiß und Blut machte sie halb wahnsinnig. Einige fingen an zu halluzinieren, sie wussten nicht, wie lange sie es in der Gluthitze ohne sauberes Trinkwasser noch aushalten würden.

Kamen sie an einen Tümpel, stürzten die Dürstenden ans Wasser und Blutegel bissen sich an ihren Hälsen fest, saugten sie aus. Sie bekamen Schwellungen, die die Kehle zudrückten – einige erstickten.

Ihr Gehorsam leitete sie. Auf Geheiß von Papst Urban II. galt es, Jerusalem, die heilige Stadt der Christen, zurückzuerobern und von den Heiden zu befreien. „Tötet die Ungläubigen“, hatte Urban am 27. November 1095 auf der Synode von Clermont seinen ihm zujubelnden Untertanen entgegengerufen. „Ich verspreche euch, meinen Kriegern, Gott wird euch eure Sünden vergeben und ihr werdet ein ewiges Leben im Dienste Christi führen. Jene, die das Heilige Land leichtfertig in ihren Besitz genommen haben, werden den Staub schmecken und die harte Hand der Gläubigen zu spüren bekommen. Tötet sie alle!“

Seine dreckigen und verschwitzten Gotteskrieger jagten über die Steppe, als gäbe es kein Morgen. Sie gelangten an die Tore Belgrads. Am Haupteingang der Festung Kalemegdan, dem Tor des Despoten, gewährte man ihnen Einlass. Von Durst und Hunger geplagt drangen sie in die Burg ein, in der Hoffnung etwas Trinkbares und Essbares zu erhalten.

Kummer bereitete ihnen, dass die Pest die Stadt in ihren Krallen hielt und Tausende an der Seuche krepiert waren. Sie entschieden, eine Nacht zu bleiben, um Kräfte zu tanken – sie waren geschwächt vom langen Ritt. Was sie nicht freiwillig bekamen, nahmen sie sich. Doch schon am nächsten Tag zogen sie weiter und setzten ihren Raubzug fort.

Anno Domini 1098 schließlich eroberten sie Antiochia, machten sich bald weiter gen Jerusalem, das Anno Domini 1099 fiel.

Papst Urban II. jedoch war es nicht beschieden, diesen Triumph der Christen mitzufeiern, starb er doch am 29. Juli 1099.

Im Jahre des Herrn 1307


Nach fast zwei Jahrhunderten mit Kreuzzügen und Verwüstungen quer über den europäischen Kontinent befehligte Papst Clemens V. eine Ritterschaft, die ihm treu ergeben folgte. Bis auf einen: Sir Dee Withcomb. Er widersetzte sich ständig seinen Befehlen und warf ihm Feigheit vor, weil Clemens wehrlose Frauen und Kinder töten ließ.

Sir Dee Withcomb gehörte zum Orden der Tempelritter, der Anno Domini 1118 infolge des Ersten Kreuzzuges in Jerusalem gegründet worden war, um die Straßen des Heiligen Landes für christliche Pilger zu sichern. Es waren gläubige Gotteskrieger, die weder Tod noch Teufel fürchteten. Sie handelten sowohl nach den Idealen der adligen Ritterschaft als auch der der Mönche und dienten einzig und allein der Kirche.

Die Tempelritter waren mächtig von Gestalt und trugen gestutzte Bärte auf sonnengegerbter Haut. Wohin sie auch kamen, zeigten sie sich in Kettenhemden und weißen Waffenröcken, auf denen ein rotes Kreuz prangte – das Zeichen der Gotteskrieger. Auf dem Kopf thronte ein Helm, darunter saß eine Kettenhaube. Ihr Schwert, das sie stets an der Hüfte mitführten, verbreitete Angst und Schrecken.

Ab dem Jahre 1305 jedoch, waren vermehrt Gerüchte zu vernehmen, die Tempelritter seien zu einer Gemeinschaft der Abtrünnigen geworden. Man sprach von Häresie, homosexuellen Ausschweifungen, der Anbetung von Götzen und der Ausübung dämonischer Praktiken.

Diese wilden Gerüchte konnte Papst Clemens V. nicht länger mit anhören. Er beschloss, nach Jerusalem zu reisen, um sich selbst ein Bild über den Zustand des Templerordens zu verschaffen. In seinem Gepäck befanden sich zwei Exemplare der Templerstatuten und ein weiteres, sehr wertvolles Buch, das ihm Auskünfte über richtiges und falsches Verhalten der Templer geben konnten.

Was ihn in Jerusalem erwartete, war in der Tat erschreckend: Viele Templer frönten einem ausschweifenden Leben, sprachen dem Alkohol zu und nahmen sich Huren wo immer es ging. Sie beteten Dämonen an und verrieten damit die christlichen Ideale, brandschatzten in muslimischen Dörfern und unterwarfen selbst Frauen und Kinder.

Als Clemens V. bereits einige Zeit in Jerusalem weilte, stattete ihm Dee Withcomb einen Besuch ab. Hoch zu Ross sprach Dee Withcomb zum Papst, der auf einer Empore in seinem Sessel saß. „Ich will nicht länger dem Orden der Gotteskrieger angehören, wenn ich unschuldige Frauen und Kinder töten soll.“

„Diese Frauen, von denen wir hier reden“, empörte sich der Papst, „gebären die Ungläubigen. Wenn Euch die Muslime zu Wein einladen oder Euch gefangen nehmen, werdet Ihr keine Gnade erfahren, sondern enthauptet.“

„Ich werde Gott und der Kirche unter diesen Umständen nicht länger dienen. Wer genauso denkt wie ich, kann sich mir gerne anschließen.“

Er gab seinem Pferd die Sporen und ritt davon.

Tage später hatte sich der Verrat in ganz Jerusalem herumgesprochen. Zwei tapfere Ritter, die davon gehört hatten, wollten sich umgehend Dee Withcomb anschließen.

Es waren Parsifal und Artorius, denen Papst Clemens V. einen Fluch hinterherschickte, als auch sie die Bruderschaft verließen und wegritten. „Ab dem heutigen Tag seid ihr Deserteure und werdet als solche behandelt!“ Er bebte vor Zorn.

Dee Withcombs Freude über seine beiden künftigen Begleiter war groß. Sie trafen sich in einer verlassenen Ruine am Rande Jerusalems, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Ritter Parsifal zeigte sich besorgt. „Wenn wir in die Hände von Clemens‘ Ritterschaft fallen, wird er seine Wut an uns auslassen.“

„Welche Strafe haben Deserteure zu befürchten?“, hakte Artorius nach.

„Den Kerker!“, rief Dee und lachte schallend. „Wir würden neben Pestkranken verfaulen.“

„Oh, Himmel!“, zitterte Parsifal. „Ich sehe uns schon bei Wasser und Brot schmachten.“

Einen Moment wartete Dee ab und betrachtete die ernsten Mienen seiner beiden neuen Kumpane. „Keine Sorge, wir lassen uns nicht erwischen. Niemand weiß, wo sie uns finden können und bald werden wir die Stadt verlassen. Eines jedoch müssen wir vorher noch erledigen.“

„Du willst noch warten?“, rief Artorius mit belegter Stimme. „Wäre es nicht klüger, sofort von hier zu verschwinden?“

„Vielleicht, aber Clemens hat etwas, das mir gehört und das ich unter allen Umständen zurück in meinen Besitz bringen muss.“

„Was ist es?“, fragte Artorius neugierig.

„Ein uraltes Buch“, erklärte Dee. „Das Buch des Teufels – Luzifer hat es höchstpersönlich verfasst. Es ist von unschätzbarem Wert.“

„Aber Clemens wird es euch niemals freiwillig ausliefern“, gab Artorius zu bedenken.

„Sicher nicht…“, grübelte Dee. „Aber bitte, vertraut mir! Wir werden das Buch an uns nehmen und sicher aus der Stadt gelangen.“

Papst Clemens V. thronte auf dem Stuhl in seinem Empfangszimmer, während Dee, Artorius und Parsifal gesenkten Hauptes vor ihn traten.

„Ihr hattet um eine Audienz gebeten“, sprach Clemens würdevoll. „Nun, ich nehme an, ihr wollt euch entschuldigen, um Gnade bitten und um eine Wiederaufnahme flehen, …“

„Heiliger Vater...“, begann Dee.

Der Papst unterbrach ihn schroff. „Doch so einfach, wie ihr euch das vorstellt, ist es nicht. Ihr habt mich beleidigt. Ihr habt den Orden und die gesamte Ritterschaft mit Füßen getreten. Wie stellt ihr euch eine Begnadigung vor!?“

„Heiliger Vater“, versuchte es Dee erneut, „bitte hört mich an!“ Er trat unmittelbar vor ihn und hob seinen Kopf, sodass er Clemens direkt anblicken konnte. Ein leichtes Blitzen schoss aus Dees schwarzen Augen und traf Clemens mitten auf der Stirn. „Ihr irrt, wenn Ihr glaubt, wir seien in dieser Absicht gekommen.“

„Soso, was wollt ihr denn dann? Noch mehr Frechheiten vortragen? Ich habe keine Zeit für diesen unnützen Kram. Verschwindet aus meinen Augen!“ Er wischte mit dem Arm vor sich, als wolle er die drei aus dem Raum werfen. Doch als Clemens für einen...

Erscheint lt. Verlag 2.6.2014
Reihe/Serie Buch des Verderbens
Buch des Verderbens
Verlagsort Frankfurt am Main
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Dämon • Horror • Horrorgeschichte • Horror-Thriller • Luzifer • Mystery • Mystery-Thriller • Tempelritter • Templer • Teufel • Thriller
ISBN-10 3-944124-46-4 / 3944124464
ISBN-13 978-3-944124-46-9 / 9783944124469
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