Vor dem Angriff
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Polizeifotograf Kurt Kragora ist einiges gewohnt, denn normalerweise ist er der Erste am Tatort. Aber diesmal hat er keine Leiche mit Stichwunden oder Schussverletzungen vor sich, sondern seinen Freund Adi Vogl. Er lebt. Und er sieht aus wie ein Mörder.
"Alles von dem, was ich während meiner Arbeit fotografiere, ist tot", denkt Kurt Kragora, als er an diesem 30. August seine Kamera in Position bringt. Aber diesmal ist es anders, diesmal muss er im Landesgericht einen Lebenden fotografieren: seinen Jugendfreund vom Mexikoplatz Adi Vogl. Man hat dessen DNA an der Hundeleine gefunden, mit der das Opfer erdrosselt worden ist. Damit ist alles klar, jede Unsicherheit ausgeschlossen. Kragora hat einen Menschen in höchster Bedrängnis vor sich. Für den erfahrenen Polizeifotografen ein weit schlimmerer Anblick als das, was ihm sonst so geboten wird. Und Kurt Kragora ist einiges gewöhnt, denn normalerweise ist er der Erste an einem jeden Tatort, noch vor allen Kollegen. Jeder Schauplatz muss nämlich nicht nur in der Übersicht, sondern tunlichst auch im Detail festgehalten werden. Und zwar vor dem Angriff, wie es heißt. Was für eine Ironie, dass sie in der Kriminalistik dieses Einfallen der Ermittlungsbeamten in den Tatort Angriff nennen, denkt er noch. Dann drückt er ab. Kein Zweifel, Adi Vogl sieht aus wie ein Mörder. Wenige Stunden später muss Kurt Kragora sich eingestehen, dass sogar ein so abgebrühter Polizeifotograf wie er manchmal vom Gang der Ereignisse überrumpelt wird.
"Alles von dem, was ich während meiner Arbeit fotografiere, ist tot", denkt Kurt Kragora, als er an diesem 30. August seine Kamera in Position bringt. Aber diesmal ist es anders, diesmal muss er im Landesgericht einen Lebenden fotografieren: seinen Jugendfreund vom Mexikoplatz Adi Vogl. Man hat dessen DNA an der Hundeleine gefunden, mit der das Opfer erdrosselt worden ist. Damit ist alles klar, jede Unsicherheit ausgeschlossen. Kragora hat einen Menschen in höchster Bedrängnis vor sich. Für den erfahrenen Polizeifotografen ein weit schlimmerer Anblick als das, was ihm sonst so geboten wird. Und Kurt Kragora ist einiges gewöhnt, denn normalerweise ist er der Erste an einem jeden Tatort, noch vor allen Kollegen. Jeder Schauplatz muss nämlich nicht nur in der Übersicht, sondern tunlichst auch im Detail festgehalten werden. Und zwar vor dem Angriff, wie es heißt. Was für eine Ironie, dass sie in der Kriminalistik dieses Einfallen der Ermittlungsbeamten in den Tatort Angriff nennen, denkt er noch. Dann drückt er ab. Kein Zweifel, Adi Vogl sieht aus wie ein Mörder. Wenige Stunden später muss Kurt Kragora sich eingestehen, dass sogar ein so abgebrühter Polizeifotograf wie er manchmal vom Gang der Ereignisse überrumpelt wird.
Fritz Lehner, geb. 1948 in Oberösterreich. Absolvent der Hochschule für Film und Fernsehen in Wien. Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, Frankfurt. Mitglied der Akademie der Künste, Berlin. Für seine Werke wurde er vielfach ausgezeichnet.
| Erscheint lt. Verlag | 25.3.2015 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Maße | 134 x 215 mm |
| Gewicht | 590 g |
| Einbandart | gebunden |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | Krimi • Krimis/Thriller • Spannung • Zeitgenössische Literatur |
| ISBN-10 | 3-902924-29-2 / 3902924292 |
| ISBN-13 | 978-3-902924-29-2 / 9783902924292 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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