Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

Der Zustand meiner Welt

Aus den Tagebüchern 1974-1994

(Autor)

Almut Giesecke (Herausgeber)

Buch | Hardcover
623 Seiten
2014 | 3. Auflage
Aufbau (Verlag)
978-3-351-03289-0 (ISBN)
CHF 39,90 inkl. MwSt
Nirgendwo in seinem Werk äußerte sich Erwin Strittmatter so offen und so intim wie in diesen späten Tagebüchern. Mit Anfang fünfzig, in der „besten Zeit seines Lebens“, liegen die Zumutungen des Alterns noch vor ihm. Krisen, emotionales Chaos und Zerwürfnisse ziehen sich ebenso durch die Jahre wie bohrende Selbstbefragung und Zensurkonflikte. Nüchtern verfolgt der kritische Beobachter die Auflösung der DDR. Er ist ein Dichter, der das Ideal der Gelassenheit anstrebt, ein Meister der poetischen Reflexion, der Tage vor seinem Tod notiert: „Wer kommt hinter die Schliche des Lebens?“
lt;p>"Denn was zählt, ist unsichtbar und führt zu einem Ziel, was keiner von uns kennt." 31. 3. 1975 Nirgendwo in seinem Werk äußerte sich Erwin Strittmatter so offen und so intim wie in diesen späten Tagebüchern. Mit Anfang fünfzig, in der "besten Zeit seines Lebens", liegen die Zumutungen des Alterns noch vor ihm. Krisen, emotionales Chaos und Zerwürfnisse ziehen sich ebenso durch die Jahre wie bohrende Selbstbefragung und Zensurkonflikte. Nüchtern verfolgt der kritische Beobachter die Auflösung der DDR. Er ist ein Dichter, der das Ideal der Gelassenheit anstrebt, ein Meister der poetischen Reflexion, der Tage vor seinem Tod notiert: "Wer kommt hinter die Schliche des Lebens?" An keiner anderen Stelle seines Werkes äußert sich Erwin Strittmatter so offen und so intim wie in diesen späten Tagebüchern. Er spricht von kräftezehrenden Ehekrisen, dem emotionalen Chaos, in das ihn die Entfremdung zu seiner Frau Eva stürzt, seiner Eifersucht auf die Beziehung der Söhne zu ihrer Mutter, von Schwierigkeiten des Alterns und seinem Bemühen, im Taoismus geistigen Halt zu finden. Trotz seines Rückzugs aus dem öffentlichen Leben bleibt er der kritische Beobachter und Zeitgenosse. Eine zentrale Frage, die ihn nicht loslässt, gilt seiner früheren Parteigläubigkeit. Schon längst glaubt er nicht mehr an Utopien, und das Fazit seines DDR-Lebens ist nüchtern: "Ich ernte, was ich anbaute." Emotionslos und gelassen registriert er die Auflösung der sozialistischen Welt. Die Umbruchprozesse von 1989/90 wertet er unsentimental als Konsequenz der verfehlten DDR-Politik. Seine Notizen dokumentieren eindrucksvoll die Hektik und die sich überstürzenden Ereignisse jener Jahre. Und wie ein bewusstes Innehalten stehen in diesem Kontext Strittmatters Naturbeobachtungen. Hier gelingen ihm die erstrebte Gelassenheit und die Hingabe an den Augenblick, verbunden mit jener poetischen Leichtigkeit, die sein Spätwerk auszeichnet. "Das Selbstporträt eines einzigartigen Künstlers, gleichsam ein Entwicklungsroman." Neues Deutschland

Erwin Strittmatter wurde 1912 in Spremberg als Sohn eines Bäckers und Kleinbauern geboren. Mit 17 Jahren verließ er das Realgymnasium, begann eine Bäckerlehre und arbeitete danach in verschiedenen Berufen. Von 1941 bis 1945 gehörte er der Ordnungspolizei an. Nach dem Kriegsende arbeitete er als Bäcker, Volkskorrespondent und Amtsvorsteher, später als Zeitungsredakteur in Senftenberg. Seit 1951 lebte er als freier Autor zunächst in Spremberg, später in Berlin, bis er seinen Hauptwohnsitz nach Schulzenhof bei Gransee verlegte. Dort starb er am 31. Januar 1994.Zu seinen bekanntesten Werken zählen sein Debüt »Ochsenkutscher« (1950), der Roman »Tinko« (1954), für den er den Nationalpreis erhielt, sowie die Trilogien »Der Laden« (1983/1987/1992) und »Der Wundertäter« (1957/1973/1980).

» Eine Fundgrube zum Alltag der DDR und der Wendezeit. [...] Strittmatters Tagebücher sind eine ergiebige Quelle zur Politik, zum Kulturbetrieb und zum Alltag in der DDR. « Ulrich Baron Ulrich Baron Süddeutsche Zeitung 20150121

» Eine Fundgrube zum Alltag der DDR und der Wendezeit. [...] Strittmatters Tagebücher sind eine ergiebige Quelle zur Politik, zum Kulturbetrieb und zum Alltag in der DDR. « Ulrich Baron

Erscheint lt. Verlag 18.8.2014
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Maße 125 x 215 mm
Gewicht 760 g
Themenwelt Literatur Anthologien
Literatur Biografien / Erfahrungsberichte
Literatur Briefe / Tagebücher
Schlagworte 1989/90 • 20. Jahrhundert • Anthologie • Autobiografie • DDR • Deutschland • Ereignisse • Erinnerungen • Erwin Strittmatter • Geschichte • Literatur • Politik • Sammlung • Schriftsteller • Strittmatter • Strittmatter, Erwin; Tagebücher • Tagebuch • Tagebücher
ISBN-10 3-351-03289-7 / 3351032897
ISBN-13 978-3-351-03289-0 / 9783351032890
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
Mehr entdecken
aus dem Bereich

von Franziska Hauser; Maren Wurster

Buch | Hardcover (2025)
Frankfurter Verlagsanstalt
CHF 34,90