Herbstnacht in Northern Creek
Pandämonium Verlag
978-3-944893-00-6 (ISBN)
Als diese unheilige Nacht endlich da ist, wird das kleine Dorf Northern Creek von den bösen Mächten heimgesucht, Geister gehen auf den Straßen um, und eine Zeit des Grauens bricht an.
Nur Claire Lockhart wagt es, sich Neamonar und seinem Auserkorenen entgegenzustellen. Dabei erhält sie unerwartete Hilfe aus dem Reich der Toten.
Ein Fluch lastet auf der Familie Blackburn. Cameron, der letzte männliche Nachkomme einer langen Ahnenreihe, ist von Geburt an dazu bestimmt, seinen Leib einem finsteren Wesen mit Namen Neamonar zu überlassen. Seit Jahrtausenden wartet Neamonars Geist im Jenseits auf eine Möglichkeit, ins Leben zurückzukehren. Gestärkt durch unzählige Menschenopfer, sehnt er die einzige Nacht des Jahres herbei, in der die Welten der Lebenden und der Toten miteinander verschmelzen: Halloween, das Fest am Vorabend zum Allerheiligentag.
Als diese unheilige Nacht endlich da ist, wird das kleine Dorf Northern Creek von den bösen Mächten heimgesucht, Geister gehen auf den Straßen um, und eine Zeit des Grauens bricht an.
Nur Claire Lockhart wagt es, sich Neamonar und seinem Auserkorenen entgegenzustellen. Dabei erhält sie unerwartete Hilfe aus dem Reich der Toten.
Bereits seit seiner Kindheit begeistert sich Uwe Siebert für Literatur. Schon früh ersann er eigene Geschichten. Im Verlauf seines Lebens entwickelte er ein großes Interesse für archaische Mythen und Sagen, die er in das Konzept seiner Romane einfließen ließ. Besonders beliebt sind seine Dark-Fantasy-Geschichten um den grausamen Krieger Larkyen, der in einer frühzeitlichen Welt ums Überleben kämpft. Uwe Siebert betrieb zwischenzeitlich diverse berufliche Tätigkeiten, so führte er u. a. einen Underground Mailorder für Rock - und Heavymetal Bands. Er lebt im Landkreis Kassel. Jedes Jahr verbringt er einige Zeit in Norwegen und erfreut sich an der dortigen Landschaft, sowie an ausgedehnten Wandertouren durch das Hochgebirge. Auch weiterhin widmet er sich mit großer Freude dem Schreiben.
Von all den Dingen, die Kummer und Schmerz bereiten können, ist der Verlust eines geliebten Menschen das schlimmste, das wusste Claire Lockhart, und nie wieder im Leben würde sie es vergessen. Die asphaltierte Straße schlängelte sich den Hügel hinauf, und Claire bewegte sich unsicher voran, mit beinahe zaghaften Schritten. Ihr Puls beschleunigte sich, als sie den Friedhof erreichte. Mit ihren Fingern fuhr sie an dem Metallgitterzaun entlang, der die Welt der Lebenden vom Reich der Toten trennte. Während sie zwischen den Gräberreihen hindurchging, konnte sie auf die Küste hinabsehen, die sich als ein langer Streifen aus Sand und Felsgestein in der Ferne verlor. Vom Atlantik kam ein nasskalter Wind. Der Herbst schien hier früher Einzug zu erhalten als sonst irgendwo im Land. Die meisten Gräber waren bereits von goldgelbem Laub gesäumt, und immer wieder taumelten neue Blätter aus den Baumkronen zur Erde und knisterten unter Claires Schritten. Vor einem weißen marmornen Grabstein blieb sie schließlich stehen. Ihr Blick überflog die eingemeißelten Lettern einer Inschrift, die für fremde Augen nichts als ein bedeutungsloser Name war. Für Claire aber bedeute jener Name die Welt: Robert Blake. Ihr Verlobter war Anfang September bei einem Unfall gestorben. Der Fischer war am frühen Morgen wie gewohnt mit dem Auto nach Gloucester gefahren und mit einem Kutter in See gestochen. Das Meer hatte sein Leben genommen, wie es schon viele Leben genommen hatte. Manchmal fraß es die Fischer sogar mit Haut und Haaren auf, doch Roberts leblosen Leib hatte es nur vier Wochen vor der geplanten Hochzeit zurück an die Küste gebracht. Seit jenem Tag war ihr Schicksal eng mit diesem Friedhof verknüpft, sie kannte diesen Ort mittlerweile gut und würde ihn noch besser kennenlernen. Im Winter, wenn Schneetreiben ihre kleine Welt in eine weiße, kalte Decke einbettete; im Frühling, wenn die Natur nach langer, kalter Zeit aus ihrem Schlaf erwachte, und das Konzert der Vögel in den Wipfeln der Bäume erklang; und auch im Sommer würde sie hier oben sein, wenn eine warme Brise durch die Baumkronen wehte und an Zeiten erinnerte, die ohne Trauer hätten sein sollen. In einer ihrer Fantasien sah sie sich an ebenjenem Grab stehen und beobachtete, wie ihre Haut faltiger wurde und ihre Haare ergrauten. Dann war sie eine alte Frau, schwach, mit trüben Augen, und von einem Leben gebeugt, in dem es nur Kummer gegeben hatte. Es waren ohne Frage selbstzerstörerische Gedanken, wie sie die dunkle Jahreszeit bei manchen Menschen mit sich bringt. Der brausende Wind erinnerte Claire an ein Flüstern, als wollten die Toten ihr sagen, dass sie nicht allein sei, und dass es noch Hoffnung gebe – oder war es nur das Klagen all jener, die viel zu früh aus dem Leben geschieden waren? Hirngespinste eines verwirrten Verstandes, tote Menschen sprachen nicht.
| Sprache | deutsch |
|---|---|
| Maße | 150 x 210 mm |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror ► Horror |
| Schlagworte | Dämon • Geister • Gespenster • Grusel • Halloween • Hexen • Horror • Lovecraft • Magie • Okkultismus • Samhain • Satan • Tod |
| ISBN-10 | 3-944893-00-X / 394489300X |
| ISBN-13 | 978-3-944893-00-6 / 9783944893006 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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