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pech & blende

Gedichte | Georg-Büchner-Preis 2023

(Autor)

Buch | Softcover
96 Seiten
2000 | 8. Auflage
Suhrkamp (Verlag)
978-3-518-12161-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

pech & blende - Lutz Seiler
CHF 13,90 inkl. MwSt
lt;p>In einer gehärteten Sprache außerhalb aller Moden sucht Lutz Seiler nach dem Essentiellen, nach den Spuren unseres Herkommens. Seine Gedichte rufen die dunklen Seiten unseres Daseins auf, graben tief im Vergangenen, legen dessen Schichten frei.

Lutz Seilers Gedichte sind »Erkundungen der Kindheitslandschaften zwischen Abraumhalden und paramilitärischen Formierungen, sie überzeugen durch ihre Intensität der sinnlichen Ausdruckskraft und ihre vielschichtige Bilderwelt. Seine ganz eigene, suggestive Stimme eröffnet einen glaubwürdigen poetischen Raum, wie er in der Gegenwartsdichtung selten zu finden ist«, heißt es in der Begründung zur Verleihung des Kranichsteiner Literaturpreises 1999 an den Autor.

Lutz Seiler (geboren 1963) wuchs in Ostthüringen auf. Sein Heimatdorf Culmitzsch wurde 1968 für den Uranbergbau geschleift. In Gera schloss er eine Lehre als Baufacharbeiter ab und arbeitete als Zimmermann und Maurer. Während seiner Armeezeit begann er sich für Literatur zu interessieren und selbst zu schreiben. Bis Anfang 1990 studierte er Geschichte und Germanistik an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale). 1990 ging Seiler nach Berlin, wo er einige Jahre als Kellner arbeitete. Längere Auslandsaufenthalte in Rom, Los Angeles und Paris. Seit 1997 leitet er das literarische Programm im Peter-Huchel-Haus bei Potsdam. Seiler lebt als freier Schriftsteller mit seiner Frau in Wilhelmshorst und Stockholm. Von 1993 bis 1998 war Seiler Mitbegründer und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift moosbrand. Er schrieb zunächst vor allem Gedichte (fünf Gedichtsammlungen sind erschienen) und Essays, später auch Erzählungen und Romane. Für die Erzählung Turksib wurde Seiler 2007 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für sein Romandebüt Kruso erhielt er 2014 den Deutschen Buchpreis. Der Roman wurde in 25 Sprachen übersetzt, mehrfach für das Theater adaptiert und von der UFA verfilmt. Sein zweiter Roman Stern 111 wurde 2020 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Im August 2021 erschien der Gedichtband schrift für blinde riesen. 2023 wird Lutz Seiler mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

»Seilers Kunst ist dies Dazwischen, das ein Geheimnis bleibt, solange es einem nicht gelingt, die Gedichte 'begehbar' zu machen, sie als Evokationen zu lesen, als gedämpfte Schläge an eine innere Glocke und Aufforderung, sich als Ameise durch die eigenen Schallbezirke zu bewegen.« Martin Ahrends DIE ZEIT 20001116

»Seilers Kunst ist dies Dazwischen, das ein Geheimnis bleibt, solange es einem nicht gelingt, die Gedichte ›begehbar‹ zu machen, sie als Evokationen zu lesen, als gedämpfte Schläge an eine innere Glocke und Aufforderung, sich als Ameise durch die eigenen Schallbezirke zu bewegen.«

»Dieses schmale, großartige Buch ist wie eine Muschel: ein Stück Deutschland ist darin eingeschlossen und rauscht.«

Erscheint lt. Verlag 26.7.2000
Reihe/Serie edition suhrkamp ; 2161
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Maße 108 x 176 mm
Gewicht 90 g
Themenwelt Literatur Anthologien
Literatur Lyrik / Dramatik Lyrik / Gedichte
Schlagworte Anthologie • Auswahl • Berliner Literaturpreis 2023 • Bertolt-Brecht-Preis 2023 • Blütenlese • Bremer Literaturpreis 2004 • Deutscher Buchpreis 2014 • edition suhrkamp 2161 • ES 2161 • ES2161 • essentiellen • Gedichtband • Gedichte • Georg-Büchner-Preis 2023 • Ingeborg-Bachmann-Preis 2007 • Lyrik • Lyrik/Gedichte • Lyrisch • Poesie • poetisch • Preis der Leipziger Buchmesse 2020 • Sammlung • Taschenbuch • vergangenen • Zusammenstellung
ISBN-10 3-518-12161-8 / 3518121618
ISBN-13 978-3-518-12161-0 / 9783518121610
Zustand Neuware
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