Potiki
Unionsverlag
978-3-293-20577-2 (ISBN)
In den Kreislauf von Mensch und Natur, Leben und Tod in der Maori-Siedlung an der Küste Neuseelands kommt Unruhe. Der »Dollarmann« taucht auf - und mit ihm die Verheißung vom Fortschritt. Die Dorfgemeinschaft versucht, den Bulldozern und der Verlockung des großen Geldes zu widerstehen.
Der alte Maori-Holzschnitzer konnte sein größtes Lebenswerk, das Versammlungshaus mit den Ahnenfiguren, nicht vollenden; der letzte Pfosten blieb leer. Und Toko, das Kind mit den hellseherischen Kräften, empfängt eines Tages bedrohliche Visionen von der Zukunft seines Dorfes. So kommt Unruhe in den magischen Kreislauf von Mensch und Natur, Tag und Nacht, Leben und Tod in der Maori-Siedlung an der Küste Neuseelands. Der »Dollarmann« taucht auf: Ein moderner Freizeitpark an der Küste verheißt Fortschritt und Einkommen. Die Dorfgemeinschaft versucht den Bulldozern und der Verlockung des großen Geldes zu widerstehen. Da wird Tokos Vision wahr: Die Dollarmänner überfluten die Felder und den Friedhof, und eines Nachts steht sogar das heilige Versammlungshaus in Flammen.
Patricia Grace, geboren 1937 in Wellington, Neuseeland, war viele Jahre Lehrerin. 1975 gelang ihr mit dem Erzählband Wairaki als erster Maori-Autorin eine Veröffentlichung. Für den Roman Potiki – ihr erstes Buch, das auf Deutsch übersetzt wurde – erhielt Patricia Grace 1994 den LiBeraturpreis. 2006 wurde sie mit dem neuseeländischen Prime Minister’s Award for Literary Achievement geehrt. Die Autorin lebt auf dem Land ihrer Vorfahren.
Dieter Riemenschneider, Professor für Anglistik an der Universität Frankfurt, unterrichtete Deutsch an den Universitäten Chandigarh und Delhi und promovierte über den indischen Roman in englischer Sprache. Zahlreiche Publikationen belegen seine Forschungstätigkeit in den englischsprachigen Literaturen und Kulturen, insbesondere Indiens, Afrikas und Neuseelands.
Helmi Martini-Honus und Jürgen Martini übersetzen seit 1982 Bücher aus dem Englischen. Waren es zunächst afrikanische Romane und Jugendbücher, so haben sie inzwischen auch einen philippinischen Roman und mehrere Romane von Patricia Grace übersetzt.
Jürgen Martini und Helmi Martini-Honus übersetzen seit 1982 Bücher aus dem Englischen. Waren es zunächst afrikanische Romane und Jugendbücher, so haben sie inzwischen auch einen philippinischen Roman und mehrere Romane von Patricia Grace übersetzt.
»Potiki ist Maori-Poesie in Roman-Form UND eine politische Handlung. Anders formuliert: Man ist dabei, wenn der alte Schnitzer die Figuren, die im Baum verborgen sind, herausholt; und hört zu, wenn der 'Dollarmann' zu den Ureinwohnern an die Küste kommt und ihnen Touristen schmackhaft machen will (denen sie dann in den Hotelanlagen die Klos putzen dürfen).« Peter Pisa Kurier
»Es fällt schwer, durch die Lektüre nicht traurig und nachdenklich gestimmt zu werden. Patricia Grace schreibt im Alphabet des Erinnerns und Bewahrens. Sie ist ein Mittler, durch den Verborgenes sichtbar gemacht, aber auch Verschwindendes festgehalten wird.«
| Erscheint lt. Verlag | 12.7.2012 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Unionsverlag Taschenbücher |
| Nachwort | Dieter Riemenschneider |
| Übersetzer | Helmi Martini-Honus, Jürgen Martini |
| Verlagsort | Zürich |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | Potiki |
| Maße | 115 x 191 mm |
| Gewicht | 300 g |
| Themenwelt | Literatur ► Historische Romane |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | Ahnenverehrung • Maori • Maori; Romane/Erzählungen • Neuseeland • Neuseeland; Romane/Erzähl. • Neuseeland; Romane/Erzählungen • Pazifik • Religion • Tradition |
| ISBN-10 | 3-293-20577-1 / 3293205771 |
| ISBN-13 | 978-3-293-20577-2 / 9783293205772 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
aus dem Bereich