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Seelenfeuer

Geschichten und Gedichte über das ganz große Gefühl
Buch | Hardcover
280 Seiten
2012 | 1., Auflage
Schweitzerhaus Verlag
978-3-86332-005-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Seelenfeuer - Alf Glocker, Ana Otera, Anja Kubica, Anne Zegelmann, Annette Dell'Aere, Antje Patrizia Henrichsen, Barbara Keller, Beate Schmidt, Bibi Bellinda, Birgit Painold, Britt Glaser, Chenila Booker, Chiara Zinterl, Christa Huber, Christine Feldmann, Christine Schneider, Christoph Hartmann, Claudia Paal, Cornelia Koepsel, Curtis Nike, Dana Krösche, Danielle Weidig, Dusanka Jablanovic, Elly Lindt, Eva Mileder, Eva Stadlbauer, Friedhelm Rudolph, Gerhard Schulz, Gise Kayser-Gantner, Gisela Schäfer, Harry Michael Liedtke, Heike Knaak, Henriette Nittel, Henry Wimmer, Herbert Heymann, Hermann Bauer, Ingrid Dressel, Jessica Janssen, Jochen Hübbe, Karin Hufnagel, Katharina Dobrick, Katja Heimberg, Kerstin Surra, Kerstin Wadehn, Lidia Martel, Liliana Kremsner, Lorenz-Peter Andresen, Lucas Kordt, Mano Anandason, Marion Redzich, Michalis Yawingha, Mira Viehstädt, Monika Hinz, Nicole Marschall, Nicoleta Craita Ten'o, Oliver Gunther, Paola Reinhardt, Peter Uttendorf, Petra Ottkowski, Regina Schleheck, Renate Zinterl, René Steininger, Rosemarie Gerst, Sabine Eva Rädisch, Samson Cvetkovic, Sarah Stritzelberger, Karin Schweitzer, Sarah Teicher, Silvia Friedrich, Steve Kußin, Susanne Czuba-Konrad, Susanne Maria Ulrike Albrecht, Sven Linnartz, Tanja Sawall, Tanja Teusch, Thorsten Ehlers, Torsten Geistreiter-Fink, Ulla Stumbauer, Ulrike Zimmermann, Ursula Schulz-Debor, Veronika Brunner, Veronika Wehner
CHF 20,85 inkl. MwSt
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... über die Liebe!
Geschichten und Gedichte, geschrieben von Frauen und Männern, die die Geschehnisse ihres Herzens, ihrer Phantasie, ihrer Erlebnisse und ihre Gefühle zu Papier gebracht haben. Ein unvergleichliches Kaleidoskop an Emotionen, arrangiert zu einem wunderbaren Strauß von Sinnlichkeit und Vergnügen.
Die Liebe, die bis zum Morgengrauen anhält ...
Die Liebe zu einem ganz besonderen Pferd ...
Die Liebe zum Leben ...
Die Liebe zu einem ganz besonderen Ort ...
Ein magischer Platz ...
Die Liebe zwischen zwei Menschen...
Ein verlorenes Herz ...
Heimliche Liebe, die keiner erfahren darf ...
Unvergessliche Momente ...
und vieles mehr.
Diese Geschichten entführen Sie in die Welt der Liebe, mit spannenden, lustigen und kurzweiligen Texten. Für besondere Gelegenheiten und zwischendurch, ein Geschenk für Freunde, ein Buch, statt Blumen.
82 Autoren mit über 100 Beiträgen!
Lassen Sie sich überraschen. Nachgedacht ...
Die große Liebe oder die ganz große Liebe, war das Thema dieser Ausschreibung. Wir wollten wissen, welche Träume und Wünsche die Autoren mit der großen Liebe verbinden. Der Inhalt war ihnen freigestellt, so konnten hier auch die Liebe zu einem magischen Platz, einem Tier oder einem Land Raum finden.
Die Geschichten sind facettenreich, unterhaltsam, lassen uns eintauchen in fremde Welten und geben uns einen Einblick in die Gefühle anderer Menschen. Als ich die Geschichten lektorierte ist mir so manches mal eine Träne die Wange heruntergekullert (Tränen der Rührung) und auch Gänsehaut habe ich bekommen, aber nicht, weil es gruselig war.
Als ich gefragt wurde, was ich liebe, ob die Liebe nicht nur für einen Partner bestimmt sei, musste ich nicht lange überlegen. Ja, die große Liebe gab es, nicht nur einmal; zu einem Mann, zu meinem Kater Sokrates, meine treuen Hunde liebte ich und in meinen jetzigen Kater Noah bin ich total vernarrt. Wem gilt also die große Liebe ? Als ich zum Lago Maggiore fuhr, das Tal sich unter mir öffnete, als ich die Berge verließ, wusste ich, tief in meinem Herzen, das wird mein zu Hause, wenn ich in Rente gehe. Ich fühlte mich dort sofort heimisch und wollte aus diesem Urlaub gar nicht mehr nach Hause. Und meine Kinder, die liebe ich auch, sehr sogar und auch meine Enkelkinder habe ich in mein Herz geschlossen. Und heute, nach sechzig Lebensjahren kann ich nicht mehr sagen, was meine absolut einzige große Liebe war. Es gab viele und jede fühlte sich anders an.
. über die Liebe!

Geschichten und Gedichte, geschrieben von Frauen und Männern, die die Geschehnisse ihres Herzens, ihrer Phantasie, ihrer Erlebnisse und ihre Gefühle zu Papier gebracht haben. Ein unvergleichliches Kaleidoskop an Emotionen, arrangiert zu einem wunderbaren Strauß von Sinnlichkeit und Vergnügen.

Die Liebe, die bis zum Morgengrauen anhält.
Die Liebe zu einem ganz besonderen Pferd.
Die Liebe zum Leben.
Die Liebe zu einem ganz besonderen Ort.
Ein magischer Platz.
Die Liebe zwischen zwei Menschen.
Ein verlorenes Herz.
Heimliche Liebe, die keiner erfahren darf.
Unvergessliche Momente.
und vieles mehr.

Diese Geschichten entführen Sie in die Welt der Liebe, mit spannenden, lustigen und kurzweiligen Texten. Für besondere Gelegenheiten und zwischendurch, ein Geschenk für Freunde, ein Buch, statt Blumen.
82 Autoren mit über 100 Beiträgen!

Lassen Sie sich überraschen.

Karin Schweitzer Verlegerin aus Passion. Künstlerin aus ganzem Herzen. Liebhaberin guter Literatur. Auf der Suche nach neuen und ungewöhnlichen Dingen. Positiv denkender und handelnder Mensch. „Ich lieb den Augenblick, den Moment und lebe im Hier und Jetzt. Ich habe Träume, die ich verwirklichen will. Ich glaube an die Chance des "Zufalls". Denn wenn wir auf dem richtigen Weg sind, fallen uns die richtigen Dinge vor die Füße. Zur richtigen Zeit und am richtigen Ort könnte man auch sagen.“ 1952 wurde sie im Zeichen des Löwen in Düsseldorf geboren, 17 Jahre verbrachte sie in Hochdahl, das nun Erkrath heißt. Nach vier Jahren Zwergschule Thekhaus, besuchte sie in Mettmann das Konrad-Heresbach-Gymnasium. Anschließend studierte sie Sport, nach erfolgreichem Abschluss unterrichtete sie in Frankfurt/Höchst am Mädchengymnasium Helene-Lange-Schule. Nachdem sie vier Kindern das Leben geschenkt hatte, studierte sie noch Kunst und belletristisches Schreiben. 23 Jahre arbeitete sie mit ihrem Mann zusammen in der gemeinsamen Firma, verließ diese jedoch, um einen Verlag zu gründen und sich ganz der Literatur zu widmen, in dem sie ihre erworbenen Kenntnisse einbringen konnte. Ihre Hobbies? Schreiben, malen, musizieren, mit Freunden quatschen, sich weiterbilden, der Garten, Manuskripte lesen, ihr Hund und ihre Katzen. 2006 startete sie ihren Verlag, um unbekannten, guten Autoren den Weg in die Bücherregale zu ebnen. Durch ihre Literatur-Wettbewerbe hat sie viele junge Autoren kennen gelernt und ihnen die Chance gegeben, ihr Manuskript zu veröffentlichen.

Nachgedacht. Die große Liebe oder die ganz große Liebe, war das Thema dieser Ausschreibung. Wir wollten wissen, welche Träume und Wünsche die Autoren mit der großen Liebe verbinden. Der Inhalt war ihnen freigestellt, so konnten hier auch die Liebe zu einem magischen Platz, einem Tier oder einem Land Raum finden. Die Geschichten sind facettenreich, unterhaltsam, lassen uns eintauchen in fremde Welten und geben uns einen Einblick in die Gefühle anderer Menschen. Als ich die Geschichten lektorierte ist mir so manches mal eine Träne die Wange heruntergekullert (Tränen der Rührung) und auch Gänsehaut habe ich bekommen, aber nicht, weil es gruselig war. Als ich gefragt wurde, was ich liebe, ob die Liebe nicht nur für einen Partner bestimmt sei, musste ich nicht lange überlegen. Ja, die große Liebe gab es, nicht nur einmal; zu einem Mann, zu meinem Kater Sokrates, meine treuen Hunde liebte ich und in meinen jetzigen Kater Noah bin ich total vernarrt. Wem gilt also „die große Liebe“? Als ich zum Lago Maggiore fuhr, das Tal sich unter mir öffnete, als ich die Berge verließ, wusste ich, tief in meinem Herzen, das wird mein zu Hause, wenn ich in Rente gehe. Ich fühlte mich dort sofort heimisch und wollte aus diesem Urlaub gar nicht mehr nach Hause. Und meine Kinder, die liebe ich auch, sehr sogar und auch meine Enkelkinder habe ich in mein Herz geschlossen. Und heute, nach sechzig Lebensjahren kann ich nicht mehr sagen, was meine absolut einzige große Liebe war. Es gab viele und jede fühlte sich anders an.

Von Herz zu Herz Rosemarie Gerst Eigentlich geht es überhaupt nicht um die äußeren Umstände, aber zum besseren Verständnis gehört ihre Erwähnung an diese Stelle. Lukas, der mit mir Heiratsabsichten hatte, lud mich zu Silvester nach Mittenwald ein, zum Feiern und Ski laufen. Am späteren Abend besuchten wir ein gutes Lokal im Zentrum Mittenwalds, wo Tanz und Musik geboten wurde. Freunde von Lukas, ein Musikerehepaar, war auch dabei. Wir setzten uns an einen größeren Tisch, an dem später noch ein Ehepaar aus Flensburg Platz nahm. Der Mann war Architekt wie Lukas. Die Zeit verging mit Reden und Tanzen. Alle unterhielten sich gut, es wurde viel gelacht und auch dem Alkohol zugesprochen. Ich aber, ich fühlte mich allein und nicht recht zugehörig. Um Mitternacht wünschte man sich gegenseitig ein „Gutes Neues Jahr“, Küsschen rechts, Küsschen links, halt das Übliche. Im Raum war es etwas leer geworden. Einige Leute waren schon gegangen oder tanzten im Erdgeschoss, wie Lukas und die Frau des Flensburger Architekten. Ich sah mich im Raum um, der Trubel war sanfter Musik gewichen und ganz unerwartet setzte sich der Flensburger Architekt zu mir. Für mich war er ein wildfremder Mann. Er wirkte intelligent und kultiviert. Nichts Eitles oder Geziertes war an ihm. „Gefällt es ihnen nicht? Sie haben so gequälte Augen“, sprach er mich an. Das war bemerkenswert, weil es zumindest ein Zeichen seiner Aufmerksamkeit und seines feinen Gefühls war. Ich antwortete auf seine Frage: „Die Menschen gefallen mir nicht.“ Darauf entgegnete er entschieden: „Ich liebe sie und Sie gefallen mir sehr.“ Mit einem seltsam tiefen Blick, wie ich ihn noch nie erlebt hatte, sah er mir in die Augen. Es war fast ein wenig unheimlich, aber zugleich auch wohltuend. Konzentration und Zuneigung lag in diesem Blick. Einmal wandte ich meinen Blick ab, worauf er mich bat: „Bleiben Sie doch da, sehen Sie nicht weg.“ Für einen kurzen Augenblick bemerkte ich auf dem Grund seiner Augen ein Aufleuchten und etwas wie Innigkeit und Lauterkeit. Mein Gefühl und mein spontaner Eindruck waren sofort seinem allerpersönlichsten Innenleben begegnet zu sein. Diese Wahrnehmung war tief berührend und geheimnisvoll. Eine unsagbare Leichtigkeit und eine tiefe Zuneigung zu ihm durchströmte mich. Ich konnte ihm ganz vertrauen und ihn vollkommen bejahen. Deshalb war diese Begegnung so schön, einfach nicht von dieser Welt, wie ich fand. Ich glaube, dass er ebenso glücklich war wie ich. Dann gingen wir nach unten um zu tanzen. Kein Kuss, keine Umarmung, weder Scherz noch Getändel, fand statt. Es war ein Fest der Gefühle auf einer höheren Ebene, kein einfaches Mitnehmen, was der Zufall so bot. Aus ihm und mir war ein Wir geworden, eine Einheit, distanziert von den Anderen. Einmal nahm er beim Tanzen meine Hand: „Sie haben wunderschöne Hände! Der Mondstein am Ring Ihrer Hand entspricht genau Ihren Augen. Dieses wundervolle Blau, schwebend in dieser Helligkeit, einfach erstaunlich. Mir ist so wohl in Ihrer Nähe.“ Ich bestand nur noch aus einem tiefen Gefühl für diesen Menschen. Alle Realität war mir abhanden gekommen. Den Rest des Abends, über zwei Stunden, blieb er immer bei mir, um nur mit mir zu tanzen. Für mich war es der glücklichste Tanz meines Lebens. Später sagte er mit leisem Bedauern: „Ich glaube, Lukas drängt zum Aufbruch.“ Ich lehnte meine Stirn an seine Schulter und flüsterte: „Wer ist Lukas?“ In meinem Rücken spürte ich den feinen Druck seiner Hand, er hatte mich verstanden. Es war spät geworden. Das Orchester packte die Instrumente ein und wir standen zuletzt ganz alleine auf der Tanzfläche. Fast alle Leute waren fort. Nur schwer konnten wir uns voneinander lösen. Dann musste alles ziemlich rasch gehen. Lukas verabredete sich mit ihm und seiner Frau für den nächsten Vormittag bei der Skisprung-Schanze. Die Verabredung platze jedoch, denn am anderen Morgen wollte Lukas lieber schlafen. Später fuhr er mit mir zum Stadion und da sah ich, wie eben ein Auto mit Flensburger Kennzeichen wegfuhr. Dieses Aus für immer war schmerzlich. Wie hätte es weitergehen sollen? Er war verheiratet und wohnte so weit weg, am äußersten Ende Deutschlands. Jeder für sich hatte seinen Weg zu gehen. Der Abschiedsschmerz war vielleicht der Tribut, den wir zu entrichten hatten, und doch gab mir dieses unbegreifliche Geschehen Zuversicht für die Zukunft. Lukas bemerkte Tage später: „Du bist sehr verändert seit Silvester.“ Ich antwortete: „Du meinst durch Fabian. Ich kenne nicht einmal seinen Nachnamen und ich werde ihn nie wieder sehen, aber dich kann ich nicht heiraten, es tut mir leid, Lukas.“ Ungläubig schaute er mich an: „Das ist nicht dein Ernst!“ „Doch, Lukas, und ich erkläre es dir so: Wenn ich an einem See stehen würde und du wärst am jenseitigen Ufer, würde ich vielleicht ein Boot nehmen, um zu dir zu kommen, wäre aber Fabian am gegenüberliegenden Ufer, könnte ich übers Wasser laufen, um bei ihm zu sein, das weiß ich.“ Langsam und bedächtig packte Lukas seine Sachen in eine Tasche, so, als wollte er mir noch die Gelegenheit geben, alles zu widerrufen, doch dann ging er wortlos zur Tür.

Von Herz zu Herz
Rosemarie Gerst
Eigentlich geht es überhaupt nicht um die äußeren Umstände, aber zum besseren Verständnis gehört ihre Erwähnung an diese Stelle. Lukas, der mit mir Heiratsabsichten hatte, lud mich zu Silvester nach Mittenwald ein, zum Feiern und Ski laufen. Am späteren Abend besuchten wir ein gutes Lokal im Zentrum Mittenwalds, wo Tanz und Musik geboten wurde. Freunde von Lukas, ein Musikerehepaar, war auch dabei. Wir setzten uns an einen größeren Tisch, an dem später noch ein Ehepaar aus Flensburg Platz nahm. Der Mann war Architekt wie Lukas. Die Zeit verging mit Reden und Tanzen. Alle unterhielten sich gut, es wurde viel gelacht und auch dem Alkohol zugesprochen. Ich aber, ich fühlte mich allein und nicht recht zugehörig.
Um Mitternacht wünschte man sich gegenseitig ein Gutes Neues Jahr , Küsschen rechts, Küsschen links, halt das Übliche.
Im Raum war es etwas leer geworden. Einige Leute waren schon gegangen oder tanzten im Erdgeschoss, wie Lukas und die Frau des Flensburger Architekten.
Ich sah mich im Raum um, der Trubel war sanfter Musik gewichen und ganz unerwartet setzte sich der Flensburger Architekt zu mir. Für mich war er ein wildfremder Mann. Er wirkte intelligent und kultiviert. Nichts Eitles oder Geziertes war an ihm. Gefällt es ihnen nicht? Sie haben so gequälte Augen , sprach er mich an. Das war bemerkenswert, weil es zumindest ein Zeichen seiner Aufmerksamkeit und seines feinen Gefühls war.
Ich antwortete auf seine Frage: Die Menschen gefallen mir nicht.
Darauf entgegnete er entschieden: Ich liebe sie und Sie gefallen mir sehr.
Mit einem seltsam tiefen Blick, wie ich ihn noch nie erlebt hatte, sah er mir in die Augen.
Es war fast ein wenig unheimlich, aber zugleich auch wohltuend. Konzentration und Zuneigung lag in diesem Blick. Einmal wandte ich meinen Blick ab, worauf er mich bat: Bleiben Sie doch da, sehen Sie nicht weg.
Für einen kurzen Augenblick bemerkte ich auf dem Grund seiner Augen ein Aufleuchten und etwas wie Innigkeit und Lauterkeit. Mein Gefühl und mein spontaner Eindruck waren sofort seinem allerpersönlichsten Innenleben begegnet zu sein. Diese Wahrnehmung war tief berührend und geheimnisvoll.
Eine unsagbare Leichtigkeit und eine tiefe Zuneigung zu ihm durchströmte mich. Ich konnte ihm ganz vertrauen und ihn vollkommen bejahen. Deshalb war diese Begegnung so schön, einfach nicht von dieser Welt, wie ich fand.
Ich glaube, dass er ebenso glücklich war wie ich.
Dann gingen wir nach unten um zu tanzen. Kein Kuss, keine Umarmung, weder Scherz noch Getändel, fand statt. Es war ein Fest der Gefühle auf einer höheren Ebene, kein einfaches Mitnehmen, was der Zufall so bot. Aus ihm und mir war ein Wir geworden, eine Einheit, distanziert von den Anderen.
Einmal nahm er beim Tanzen meine Hand: Sie haben wunderschöne Hände! Der Mondstein am Ring Ihrer Hand entspricht genau Ihren Augen. Dieses wundervolle Blau, schwebend in dieser Helligkeit, einfach erstaunlich. Mir ist so wohl in Ihrer Nähe.
Ich bestand nur noch aus einem tiefen Gefühl für diesen Menschen. Alle Realität war mir abhanden gekommen.
Den Rest des Abends, über zwei Stunden, blieb er immer bei mir, um nur mit mir zu tanzen. Für mich war es der glücklichste Tanz meines Lebens.
Später sagte er mit leisem Bedauern: Ich glaube, Lukas drängt zum Aufbruch.
Ich lehnte meine Stirn an seine Schulter und flüsterte: Wer ist Lukas?
In meinem Rücken spürte ich den feinen Druck seiner Hand, er hatte mich verstanden.
Es war spät geworden. Das Orchester packte die Instrumente ein und wir standen zuletzt ganz alleine auf der Tanzfläche. Fast alle Leute waren fort. Nur schwer konnten wir uns voneinander lösen.
Dann musste alles ziemlich rasch gehen. Lukas verabredete sich mit ihm und seiner Frau für den nächsten Vormittag bei der Skisprung-Schanze. Die Verabredung platze jedoch, denn am anderen Morgen wollte Lukas lieber schlafen.
Später fuhr er mit mir zum Stadion und da

Erscheint lt. Verlag 21.5.2012
Mitarbeit Cover Design: Karin Schweitzer
Vorwort Karin Schweitzer
Verlagsort Erkrath
Sprache deutsch
Maße 124 x 192 mm
Gewicht 366 g
Einbandart gebunden
Themenwelt Literatur Anthologien
Schlagworte Große Liebe • Kurzgeschichten • Leidenschaft • Liebe • Liebe; Anthologien • Lyrik • Träume
ISBN-10 3-86332-005-0 / 3863320050
ISBN-13 978-3-86332-005-8 / 9783863320058
Zustand Neuware
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