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Auf den Schwingen der Hölle

Norwegen Thriller

(Autor)

Buch
200 Seiten
2012 | 2. Auflage
fhl Verlag Leipzig
978-3-942829-31-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Auf den Schwingen der Hölle - Jan Flieger
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Ein Ehepaar sucht auf den Lofoten den vorzeitig aus der Haft entlassenen Vergewaltiger und Mörder ihrer Tochter. Doch suchen sie die Nadel im Heuhaufen, denn sie wissen nur, dass der Gesuchte ein rotes Auto fährt. Sie verfolgen ihn durch eine dramatische Landschaft, von Insel zu Insel, von Fischerdorf zu Fischerdorf. Der traumatisierte Vater lässt sich durch nichts aufhalten, doch entgeht ihm dabei, dass seine Frau bei dieser Suche endgültig zerbricht. Die Jagd wird für den Jäger, seine Frau und den Gejagten zu einem Alptraum, als sie in der Herberge eines entlegenen Fischerdorfes aufeinandertreffen und sich zu belauern beginnen. Die Spannung steigert sich bis zu einem gänzlich unerwarteten und schockierenden Finale. Ein Thriller, der für Kontroversen sorgt, drastisch, düster, aber auch voller Poesie.

Jan Flieger wurde 1941 in Berlin geboren. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur schreibt Krimis, Thriller, Lyrik, schwarzhumorige Geschichten und Kinderbücher und ist Theodor-Körner-Preisträger. Seine Texte wurden ins Englische, Chinesische, Niederländische, Russische, Tschechische und Dänische übersetzt; seine Geschichten erschienen in Schullesebüchern Frankreichs, Norwegens und Schwedens. Zwei seiner Krimis erschienen vor 1989 beim S. Fischer Verlag, seine zwölf Kinderbücher beim Arena Verlag Würzburg. Sein Krimi ›Der Sog‹ wurde 1988 verfilmt und als ›Alles umsonst‹ mehrfach im Fernsehen ausgestrahlt. Jan Fliegers Krimi ›Tatort Teufelsauge‹ war 2006 nach der Übersetzung ins Englische als einer von drei ausgewählten deutschen Krimis Lehrstoff an der Universität Toronto/Kanada im Kurs ›Deutsche Kriminalliteratur‹. Jan Flieger lebt in Leipzig. ›Auf den Schwingen der Hölle‹ ist sein erster Thriller im fhl Verlag Leipzig.

Keine Sieger, nur Opfer: Jan Flieger provoziert mit Selbstjustiz-Thriller Muss, kann ein Krimi politisch korrekt sein? Wohl kaum. Aber darf er als Plädoyer für Selbstjustiz daherkommen? Diese Frage wirft das Roman-Comeback von Jan Flieger auf.Nach längerer Pause legt er als einer der erfolgreichsten, schon zu DDR-Zeiten viel gelesenen sächsischen Autoren jetzt ›Auf den Schwingen der Hölle‹ vor. Einen Thriller, in dem es von der ersten bis zur letzten Seiten um Selbstjustiz geht. Die will Ex-Fallschirmjäger Bachmann, einen Vornamen hat er nicht, am Mörder seiner Tochter Manu üben. Ein Drang, der unerträglich wird, als er erfährt, dass dieser nach neun Jahren vorzeitig aus der Haft entlassen wurde, mit Hilfe eines Erbes sogar ein neues Leben beginnen kann. Fliegers geschickter Schachzug, der das Buch zugleich umstritten macht: Er legt Bachmann Thesen in den Mund, die an den meisten Stammtischen und nicht nur dort höchst populär sind. Dass der Staat sich zu viel um die Täter und zu wenig um die Opfer kümmere, beispielsweise. 'Sie haben den Täter therapiert, aber für uns, die Eltern des Opfers interessieren sie sich wenig. Und das ist das wirklich Schreckliche', argumentiert er. Oder: 'Die Gesellschaft sorgte sich um ihn und Heerscharen von Psychologen. Nur wer sorgt sich um uns?', sagt er zu seiner Frau und Manus Mutter Sarah. Mörder Heiko Emmerlein bekomme eine zweite Chance, ihre geliebte Tochter aber sei für immer tot und sie müssten lebenslang leiden.Mit dieser Sichtweise überredet er Sarah, die Trost in der Leipziger Gothic-Szene gefunden hat und zum Verzeihen bereit ist, keinen neuen Mord will, an seinem Rachefeldzug teilzunehmen. Der führt ihn, das Fallschirm-Messer im Gepäck, nach Tipps eines Privatdetektivs auf die Lofoten. Ein geografischer Trick, der dem Buch den verkaufsträchtigen Untertitel "Ein Norwegen-Krimi" ermöglicht, aber auch zu eindrucksvollen Landschaftsbeschreibungen führt und zu psychologisch packenden Dialogen über den Sinn von Rache und Vergebung, von Liebe und Hass zwischen Sarah und Bachmann im schwachen Schein der Mitternachtssonne. Bis es endlich zur Begegnung mit Emmerlein kommt.Bei vielen Krimis siegt am Ende das Gut über das Böse, und alle sind zufrieden. So einfach ist es bei Flieger nicht. Denn wer ist der Gute, wer der Böse? Der angeblich geläuterte Mörder oder der rachsüchtige Vater? Und auch beim dramatischen Show down in Nebel und Sturm hoch über dem Meer gibt es keinen Sieger, sondern nur Opfer.Ein Finale, das den Leser noch einmal so richtig packt und das Verständnis für Rache und Selbstjustiz ein wenig relativiert. 24.04.2012, Leipziger Volkszeitung, Hartwig Hochstein

Verlagsort Leipzig
Sprache deutsch
Maße 120 x 180 mm
Gewicht 198 g
Einbandart Paperback
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Krimi / Thriller
Schlagworte Blutrache • Grufti • Jagt • Kindermord • Kindsmord • Leipzig • Lofoten • Lofoten; Krimis/Thriller • Norwegen • Norwegen; Krimis/Thriller • Rache • Selbstjustitz • Selbstjustiz • WGT
ISBN-10 3-942829-31-2 / 3942829312
ISBN-13 978-3-942829-31-1 / 9783942829311
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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