Der Zauberer von Oz
Eric Shanower zeigte schon früh Interesse für Comics. Mit sechs Jahren entdeckte er Der Zauberer von Oz und schrieb eine eigene Fortsetzung der Geschichte. Das Thema begleitet ihn bis heute – 2011 bekam er unter anderem den Eisner Award für The Marvelous Land of Oz als beste Buchadaption.
Skottie Young arbeitet bereits seit über zehn Jahren als Illustrator unter anderem für Marvel. Seine gestalterische Umsetzung von Der Zauberer von Oz hat dabei sowohl Fans als auch Kritiker begeistert. Momentan lebt er mit seiner Familie in Illinois.
Ein hochwertiger, gebundener Band im Großformat sammelt die komplette Adaption des ersten "Oz"-Romans in Comicform. Mit einem umfangreichen Bonusteil mit vielen Skizzen und Erläuterungen, einem exklusiven Vorwort von Zeichner Skottie Young für die deutsche Ausgabe und einer Einführung von Alexander Bubenheimer, die nachfolgend ungekürzt wiedergegeben ist:Das smaragdgrüne Oz und seine deutschen LeserIn einer Zeitspanne von nur fünfzehn Jahren entstanden zum Ende des 19. Jahrhunderts zwei zeitlose Klassiker der Kinderliteratur, die bis heute den Kanon der amerikanischen Lieblingsbücher anführen: Huckleberry Finn von Mark Twain und Lyman Frank Baums Wizard of Oz. Beide haben mehr gemein, als es auf den ersten Blick scheint - hinter der Fassade des (kindgerechten) Abenteuers verbergen sich System- und Gesellschaftskritik, aber vor allem wurden sie von zahllosen Verlegern weltweit "noch kindgerechter" zurechtgestutzt und verstümmelt. Die Wiederentdeckung der originalen Texte lohnt sich ungemein, insbesondere beim Zauberer von Oz, auch um die im kollektiven Gedächtnis verankerten Bilder und Handlungsstränge zu ergänzen, für die Hollywood verantwortlich zeichnet, das in seinem goldensten Jahr 1939 einen grandiosen und mit zwei Oscars ausgezeichneten Musicalfilm mit Judy Garland auf die Leinwände schickte (über den Flop von Diana Ross und Michael Jackson Jahrzehnte später sollte dagegen besser der Mantel des Schweigens gebreitet werden). Interessant ist aber auch der Unterschied in Themen, Sprache und Gesellschaftsdenken zum anderen großen eskapistischen Kinderklassikers jener Tage, des fünfunddreißig Jahre älteren Alice im Wunderland. Die Unterschiede zwischen britischer und amerikanischer Mentalität sind kaum einfacher herauszustellen als im direkten Vergleich dieser Werke aus der oberen britischen Mittelschicht und dem bodenständigen amerikanischen Urvertrauen in die eigene Schaffenskraft.Der Zauberer von Oz (The Wonderful Wizard of Oz) wurde 1900 von L. Frank Baum geschrieben und graphisch von W.W.Denslow ergänzt, dessen herausragende Illustrationen auch heute noch wunderschön anzuschauen sind. Die Popularität von Dorothy, dem kleinen Mädchen aus Kansas, das im fremden Land Oz mit der Vogelscheuche ohne Verstand, dem Blechmann ohne Herz und dem feigen Löwen ein fantastisches Abenteuer erlebt und die böse Hexe des Westens besiegen muß, um vom mächtigen Zauberer Oz Hilfe für den Heimweg zu bekommen, kannte schnell keine Grenzen mehr. Baum selbst schrieb zwei Jahre später eine musikalische Bühnenfassung, die zuerst am Broadway und dann im ganzen Land ein sensationeller Erfolg wurde. An eine Fortsetzung des Romans hatte er allerdings nicht gedacht, doch die überwältigende Resonanz von Kindern aus dem ganzen Land, die ihn mit Bittbriefen überschütteten, sorgte letztlich für ein Umdenken Baums. Zuerst kehrte er 1904 mit Das erstaunliche Land Oz (The Marvelous Land of Oz) nach Oz zurück, ab 1907 folgte dann fast jährlich bis zu seinem Tod Roman auf Roman, insgesamt vierzehn an der Zahl (aufgrund des Zerwürfnisses zwischen Baum und Denslow alle solide illustriert von John R.Neill). Nach seinem Tod 1919 beauftragte der amerikanische Verleger die Autorin Ruth Plumly Thompson, die Oz-Reihe fortzuführen. In der bewährten Unterstützung des Illustrators Neill schuf Thompson im jährlichen Rhythmus weitere neunzehn Romane. Neill selbst verfasste dann drei zusätzliche Romane, gefolgt von anderen Autoren. Wie sehr Oz auch heute noch smaragden schimmert, zeigt der Erfolg der "Wicked"-Romane und des gleichnamigen Musicals, nun gänzlich an ein erwachsenes Publikum gerichtet.Während in Amerika jedes Kind Oz und seine Charaktere kennt, ist hierzulande die Oz-Welt im Vergleich beispielsweise zu Mark Twain fast nur über die musikalischen Versionen (des Films von 1939 als auch der aktuellen Musicals) verbreitet. Bezeichnend ist, dass gerade einmal sieben (!) Romane den Weg in die deutsche Sprache fanden - bei verschiedenen Verlagen, über die lange
| Erscheint lt. Verlag | 18.6.2012 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Der Zauberer von Oz | Panini Comics |
| Illustrationen | Skottie Young |
| Übersetzer | Bernd Kronsbein |
| Vorwort | Skottie Young |
| Zusatzinfo | Durchgehend vierfarbig |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | The Wonderful Wizard of Oz 1-8 |
| Maße | 183 x 277 mm |
| Gewicht | 900 g |
| Einbandart | gebunden |
| Themenwelt | Literatur ► Comic / Humor / Manga ► Comic |
| Schlagworte | Billina • blechmann • böse Hexe • Comic • Comicadaption • Comics • Comics; Graphic Novel • der große Oz • Der Zauberer von Oz • Dorothy • Eisner Award • Fantasy • feiger löwe • geflügelte Affen • Graphic Novel • gute Hexe • Hexe • Hexe des Nordens • Hexe des Ostens • Hexe des Südens • Jack Kürbiskopf • Kansas • Kinderbuchklassiker • L. Frank Baum • Literaturcomic • Literaturcomics • Löwe • Lyman Frank Baum • Marvel • Mombi • Munchkin • Onkel Henry • OZ • Preisgekrönt • silberne Schuhe • Smaragdstadt • Tante Em • Toto • Vogelscheuche • winkies • Wirbelsturm • Zauberer |
| ISBN-10 | 3-86201-281-6 / 3862012816 |
| ISBN-13 | 978-3-86201-281-7 / 9783862012817 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
aus dem Bereich