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John Sinclair 644 (eBook)

Der Leichenfürst von Leipzig (1. Teil)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2010 | 1. Aufl. 2010
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-0194-3 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 644 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Der Leichenfürst von Leipzig (1. Teil).

Die beiden Männer standen in einer derartigen Finsternis, dass der eine den anderen kaum wahrnehmen konnte. Wenn sie sich unterhielten, geschah es flüsternd. Meist über ein Thema, das für fremde Zuhörer nicht geeignet war. Über Tod, Teufel und Leichen!

Der Mann mit den dunklen Haaren, der blassen Haut, den finsteren Augen und dem kantigen Gesicht dachte daran, dass er wieder zurückgekehrt war. Weg von Aibon, hinein in die normale Welt, wo er Baphomeths Ziele verfolgen wollte.

Sein Gegenüber dachte ähnlich. Nur besaß er nicht die direkte Macht, den Einfluss und die Beziehungen, aber er hatte stets nur auf einen gehört - den Teufel.

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

* * * (S. 39-40)

Plötzlich war die Luft dicker. Sie schien wie ein Schwamm im Zimmer zu stehen. Jeder Laut wurde aufgesaugt. Der Schreck des Erlebten saß tief. Suko rührte sich nicht, obwohl er soeben etwas Unfaßbares erfahren hatte. Die Tote war zurückgekehrt. Erika Meinhardt stand vor ihrer Nachbarin und begehrte Einlaß. Wahrscheinlich begriff Grete Schulz die Tragweite des Ganzen noch nicht, wie hätte sie sonst so unbeweglich dastehen und die Besucherin anschauen können?

Suko sah die Dinge anders. Er hatte seine Erfahrungen mit den lebenden Toten, den Zombies, gesammelt. Ihn konnte so leicht nichts mehr aus der Bahn werfen, obwohl er zugeben mußte, daß er damit auch nicht gerechnet hatte. Grete Schulz hatte Erika eine Frage gestellt, aber keine Antwort bekommen. Sie wollte noch etwas hinzufügen, doch der weibliche Zombie drückte die Tür auf. Obwohl Grete die festhielt, schob Erika die Tür auf und auch die Frau nach innen. In ihrer schlichten Kleidung sah sie einfach furchtbar aus. Man konnte Angst vor ihr bekommen. Sie trug ein helles Leichenhemd aus einem sackähnlichen Stoff, der um ihre Figur flatterte.

Die Gesichtshaut zeigte eine bleiche Grundfarbe mit einem bläulichen Schimmer darüber, der bis hoch zu den Augen reichte, in denen kein Gefühl mehr zu lesen war, weil sie völlig glanzlos waren. Die Haare auf dem Kopf bildeten einen Wirrwarr, als wären zahlreiche Finger durch sie gefahren. Sie ging vor. Einen Schritt, den zweiten…

Grete Schulz ging zurück. Sie behielt das Tempo bei, die Distanz änderte sich nicht. Doch sie hatte es jetzt geschafft, sich zu überwinden und eine Frage zu stellen. »Erika… Himmel… du… du bist doch tot. Du bist tot!« schrie sie. »Ich… ich habe es selbst gesehen, wie man dich umbrachte.« Es sah so aus, als würde Erika Meinhardt den Kopf schüteln. Das konnte aber auch eine Täuschung sein, so genau hatte der Inspektor das nicht mitbekommen.

Für ihn allerdings stand fest, weshalb Erika wieder in das Haus gekommen war. Sie wollte eine Zeugin aus dem Weg schaffen. Alle Spuren mußten verwischt werden. Und dann griff sie zu. So schnell daß selbst Suko überrascht wurde. Die lebende Tote hatte Glück, daß Grete Schulz gegen den Tisch gestoßen war und nicht weiterkam. Die Totenhände packten sie. Grabkalte Klauen, die sich auf Gretes Schultern legten. Frau Schulz öffnete den Mund. Ein Schrei wollte ihr nicht über die Lippen.

Und Erika drückte zu. Spielerisch leicht mutete es an, wie sie es schaffte, die ehemalige Nachbarin nach hinten zu pressen und rücklings auf den Tisch zu drücken. Wenn sie ihren Griff änderte und die Hände um den Hals der Frau legte, war diese in wenigen Sekunden tot. Doch da war noch Suko. Er löste sich schattengleich aus seinem Versteck und hetzte quer durch den Raum. Eine geweihte Silberkugel hätte das Problem aus der Welt schaffen können, darauf aber verzichtete der Inspektor. Er ging davon aus, daß die Untote mit einem Auftrag gekommen war, geschickt von irgendeiner Person, die hinter ihr stand und die Fäden zog.

Diese Person wollte der Inspektor finden. Vom Tisch her wehte ihm das Röcheln der alten Frau entgegen. Das Geräusch schnitt durch Sukos Herz, und einen Moment später schlug er beide Hände auf die Schultern der Person. Es war ein wuchtiger Schlag, und er drückte seine Finger vor wie kleine Zangen. Die Untote bäumte sich auf, als Suko es schaffte, sie in die Höhe zu zerren. Weit stand ihr Maul offen. Suko zerrte sie mit einer gewaltigen Kraftanstrengung zurück, und auch die Klauen rutschten plötzlich ab. Grete Schulz war frei. Suko wirbelte herum, und er riß dieses lebende Monstrum mit. Dann ließ er Erika los.

Die Fliehkraft packte sie und schleuderte sie dorthin, wo Suko es hatte haben wollen. Direkt gegen die Wand neben der Tür, wo ein Landschaftsbild hing. Es zeigte ein Motiv der Mecklenburger Seenplatte, war unter Glas, das durch den Aufprall zerbrach, die Splitter zu Boden regnen ließ oder dafür sorgte, daß sich Reste im Totenhemd der Person festklammerten. Erledigt war sie nicht, sie kam wieder hoch. Das Gesicht leblos, der Wille, zu töten war nach wie vor da, aber Suko ließ sie kommen und erwartete sie breitbeinig. Hinter ihm regte sich Grete Schulz. Sie rollte sich herum.

Erscheint lt. Verlag 1.6.2010
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Literatur Fantasy / Science Fiction Science Fiction
Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-0194-1 / 3838701941
ISBN-13 978-3-8387-0194-3 / 9783838701943
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