John Sinclair 663 (eBook)
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-0268-1 (ISBN)
Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!
Das Unheil erwacht (1. Teil).
FLÜSSIGES LEBEN!
Nur dieser eine Begriff beherrschte das Denken meines Freundes und ließ sich auch aus meinen Gedanken nicht vertreiben.
Wir wussten jetzt, wie wir Nadine Berger möglicherweise von ihrem Dasein als Blutsaugerin erlösen konnten, aber wir wussten noch immer nicht, wer oder was sich genau hinter dem Begriff verbarg.
War es tatsächlich Blut, war es so einfach?
Nein, es war nicht so einfach ...
John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.
* * * (S. 34-35)
Sie trug auch jetzt die dunkle Brille. Etwas von der bleichen Helligkeit spiegelte sich in deren Gläser, so daß sie unheimlich und fremd wirkten. »Mutter…«, hauchte Jade. Mehr konnte sie nicht sagen, die Kehle war zugebunden. »Ich – habe – es – gewußt.« Alma Prentiss sprach so abgehackt wie ein Roboter. »Was hast du gewußt?«
»Daß du hier das Böse versteckt hältst. Meine einzige Tochter hat sich mit dem Bösen zusammengetan.« Jade wollte lachen, es gelang ihr nicht. Sie blieb aber gelassen und fragte: »Wie kannst du so etwas nur behaupten, Mutter? Das ist eine Unterstellung, eine Unverschämtheit.« Die Blinde streckte den Arm aus und deutete auf ein Ziel. »Ich spüre es eben, Kind. Ja, ich spüre es genau. Ich habe mich nicht geirrt.« Jade war nicht gewillt, das hinzunehmen.
Sie mußte ihre Mutter ablenken, denn diese Frau störte. Es stimmte ja, sie hatte sich nicht geirrt. Etwas Böses, Fremdes hatte in ihrem Haus seinen Nistplatz gefunden, und es war vor der Mutter versteckt worden. »Geh wieder nach oben, Mutter.« Jade ging einen raschen Schritt vor, damit sie zwischen das Ei und ihre Mutter treten konnte. So fühlte sie sich sicherer. Obwohl ihrer Mutter das Augenlicht genommen war, hatte sie den Eindruck, als wüßte diese genau über gewisse Dinge Bescheid, das gefiel ihr überhaupt nicht.
»Du willst mich nicht unten haben, Tochter. Stimmt`s?« »Gewissermaßen hast du…« »Ja, ich spüre es, mein Kind. Du bist es, die das Böse versorgt. Du hast es in unser Haus aufgenommen und verborgen. Dieser Keller hier ist anders als sonst…« Ihre Stimme steigerte sich. Von einer Hysterie wollte Jade nicht sprechen, doch weit davon entfernt war die Stimme der Frau nicht. Alma Prentiss wußte Bescheid, und sie war plötzlich wieder zu einem Energiebündel geworden.
»Ich bitte dich, Mutter, das ist alles an den Haaren herbeigezogen. Wie lange warst du nicht mehr hier unten? Ein Jahr, oder ist es vielleicht zwei Jahre her? Du mußt wirklich lernen, anders zu denken. Dein Reich sind die oberen Etagen…« »Ich will wissen, was hier vorgeht. Noch gehört das Haus mir. Nie habe ich die Nähe des Unheils so deutlich gespürt wie hier unten. Sag nichts, Jade. Verteidige dich nicht, denn über deine Lippen werden nur gesprochene Lügen dringen.« Sie wollte vorgehen, aber Jade hielt sie zurück.
»Nein, Mutter, nicht!« Ihre Hände lagen auf Almas Schultern. »Das ist nicht dein Platz. Geh wieder!« Die Frau blieb stehen. Beide Gesichter waren nicht mehr weit voneinander entfernt. Jades Blick war scharf und abweisend. Die Augen der Mutter waren hinter den dunklen Gläsern der Brille nicht zu sehen, aber das Gesicht lebte. Vor Anstrengung hatte sich die Haut gerötet, die schmalen Lippen zuckten. Bebend stieß sie die Worte hervor. »Ich möchte nicht, daß es dir so ergeht wie deinem Bruder Larry.«
»Larry? Was ist mit ihm?« »Er ist in London. Glaubst du denn, ich hätte nicht gemerkt, daß ihr beide vor mir Geheimnisse habt? Er ist nicht der, den du mir vorspielen willst. Larry ist auf dem falschen Weg, Tochter. Sein Anruf hätte mich warnen müssen. Was heckt ihr aus, ihr beiden?« Jade wollte keine Antwort geben, und sie drückte ihre Mutter zurück.
»Es ist genug, ich will, daß du gehst. Hörst du, Mutter? Du mußt gehen!« Jades Stimme klang scharf, sie duldete keinen Widerspruch, was auch Alma Prentiss merkte. »Ich bin blind, mein Kind. Deshalb kannst du machen, was du willst. Ich komme gegen dich nicht an. Ja, ich werde gehen. Ich verlasse den Keller, doch ich werde für dich beten. Vielleicht habe ich eine Möglichkeit, dich von dem bösen Einfluß zu befreien.« »Tu das, Mutter!« Alma Prentiss drehte sich um und ging auf die Treppe zu.
| Erscheint lt. Verlag | 1.6.2010 |
|---|---|
| Reihe/Serie | John Sinclair | John Sinclair |
| Verlagsort | Köln |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Fantasy / Science Fiction ► Fantasy |
| Literatur ► Fantasy / Science Fiction ► Science Fiction | |
| Literatur ► Krimi / Thriller / Horror ► Horror | |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies |
| ISBN-10 | 3-8387-0268-9 / 3838702689 |
| ISBN-13 | 978-3-8387-0268-1 / 9783838702681 |
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