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John Sinclair 667 (eBook)

Das Horrorhaus von Pratau

(Autor)

eBook Download: EPUB
2010 | 1. Aufl. 2010
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-0272-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 667 - Jason Dark
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ndlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Das Horrorhaus von Pratau (5. Teil).

>>Ich werde dich töten müssen, Nadine!<< schrie ich. Die Frau, die ich von ihrem Vampirdasein erlösen wollte, saß vor mir in einem Sessel. Nadine hob den Kopf und schaute mich an. Dabei verzog sie den Mund zu einem wilden Grinsen. So konnte ich die beiden Vampirzähne gut erkennen, die aus ihrem Oberkiefer ragten. Nadine war kein Mensch mehr, auch keine Wölfin, sie war zu einer gefährlichen Blutsaugerin geworden. Und sie stand in Diensten des mächtigen Supervampirs Will Mallmann! Er hatte Nadine dafür vorgesehen, die Herrschaft über die Vampirstadt Berlin zu übernehmen.

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

* * * (S. 18-19)

Nach der Wende war Werner Kraus arbeitslos geworden. In seinem Betrieb, der Fliesen herstellte, lohnte es sich nicht mehr, auch nur einen Tag länger zu arbeiten. Die Leute hatte man entlassen, um sie anschließend in das soziale Netz Westdeutschlands fallen zu lassen. Das war auch alles gut, dagegen hatte er auch nichts einzuwenden, aber Werner Kraus gehörte zu den Menschen, die ihr Leben gern selbst in die Hand nahmen. Und so hatte er sich einen neuen Job gesucht. Er war flexibel und gleichzeitig auch lernbegierig, so war ihm der Wechsel in eine andere Branche leichtgefallen.

Er arbeitete jetzt als Vertreter für einen großen Verlag aus dem Westen. Er mußte dafür sorgen, daß Romane und Zeitschriften an die Großhändler geliefert wurden. Auch um andere Dinge mußte er sich kümmern. Der Job war stressig, denn zu seinem Gebiet gehörte Sachsen, Sachsen-Anhalt und auch noch ein Teil von Brandenburg. Da mußte er einige Kilometer zurücklegen, um das Gebiet zu bereisen und die Termine zu halten. Einen Nachteil hatte der Job allerdings zu bieten. Es lag nicht an der Arbeit selbst, dafür an seinem fahrbaren Untersatz, dem hellblauen Trabi, den er noch immer fuhr.

In der Firmenleitung hatte man ihm allerdings versprochen, daß er bald einen Westwagen bekommen würde. Oft genug mußte Werner Kraus außerhalb übernachten. Wenn es die Reiseroute aber eben zuließ, sorgte er dafür, daß er am Abend oder in der Nacht zurück in die Nähe von Wittenberg fahren konnte, wo er auch wohnte. Geheiratet hatte er zwar, war aber inzwischen geschieden worden und wieder zu seiner Mutter, einer Witwe, gezogen.

Hinzu kam, daß die Hotels im Osten nicht gerade das Wahre waren und er zu Hause sich unter die Dusche stellen konnte und sich nicht nur mit einem Waschbecken begnügen mußte. An diesem Wochentag war er lange unterwegs gewesen. Die Strecke allerdings hatte er so gelegt, daß er am Abend hätte zu Hause sein können. Leider war ihm etwas dazwischen gekommen. Nichts Berufliches, sondern etwas Wetterbedingtes: Frost und Glatteis. Auf einigen Straßen hatte er nur im Schrittempo fahren können.

Der alte Trabi hatte sein Bestes gegeben, der Lkw vor ihm nicht, er war in den Graben gefahren bei einem Ausweichmanöver, und der zweite Wagen hatte die Fahrbahn blockiert. Das bedeutete zwei Stunden Zwangspause. Mittlerweile war es dunkel geworden. Kraus befand sich auf dem platten Land, sein Vorrat an Zigaretten neigte sich dem Ende entgegen, er verspürte Hunger und sagte sich, daß er es bis zu Hause nicht mehr aushielt. Also fuhr er das nächste Dorf an, wo ein trübes Außenlicht die Tür einer Eckkneipe streifte und sich auf einer schmutzigen Scheibe verlor. In der Kneipe war es warm, weil der Kanonenofen in der Ecke bullerte, leider auch stank. Ein Gruß aus dem Westen war ebenfalls vorhanden.

Der nagelneue Zigarettenautomat, an dem sich Kraus zunächst einmal versorgte. Es saßen nur drei Gäste an der Theke, an den Tischen hockte niemand, der Wirt las in einer Zeitung und schaute erst auf, als sich Werner Kraus als vierter Gast an den Tresen stellte. »Nabend.« »Hallo.« Der Wirt legte die Zeitung weg. »Was darf`s denn sein, der Herr?« Werner Kraus strich durch seinen Bart, der den Mund wie dunkel gewordenes Sauerkraut umwuchs. Er rückte die Brille höher und meinte: »Eigentlich hätte ich Hunger.«

»Den habe ich auch!« meldete sich einer der Gäste. Der Mann hinter der Theke schaute den Sprecher kurz an. »Halt den Mund, Raasch. Du kannst zu Hause essen.« »Warum?« »Weil ich nur meine Spezialitäten an den verkaufe, der auch bezahlen kann.« Die anderen lachten, während Raasch nur die Schultern hob und seinen Schnaps kippte. »Was möchten Sie denn?« Kraus hob die Schultern. »Was haben Sie?« »Bockwurst und Bouletten.« Werner Kraus nickte. »Sind die Thekenflöhe gut?«

Erscheint lt. Verlag 1.6.2010
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Literatur Fantasy / Science Fiction Science Fiction
Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-0272-7 / 3838702727
ISBN-13 978-3-8387-0272-8 / 9783838702728
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