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My ain kind Dearie O - Mei anzech woare liab

Liebeslieder des schottischen Barden Robert Burns im Original und im Wiener Dialekt

(Autor)

Buch
124 Seiten
2010 | 1., Auflage
Robert Burns Society (Verlag)
978-3-9502886-0-5 (ISBN)
Preis auf Anfrage
  • Titel ist leider vergriffen;
    keine Neuauflage
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Liebeslieder des schottischen Barden Robert Burns im Original und im Wiener Dialekt, übersetzt von Dieter Berdel.

Inhalt / Inhoid:
10 / 11: Handsome Nell / De fesche Nelly
14 / 15: My Luve Is Like A Red, Red, Rose / Mei schazz is wia a rosn rod
16 / 17: I Love My Jean / E liab mei Jean
18 / 19: My Bony Mary / Mei fesche Mary
20 / 21: John Anderson My Jo / John Anderson, mei heazz
22 / 23: What Can A Young Lassie Do Wi` An Auld Men /
Wos kaun a junx madl med an schdaoidn maun
24 / 25: The Banks O`Doon / De ufa fon Doon
26 / 27: On A Bank Of Flower / En a bleamalbed
30 / 31: Oh Wert Thou In The Cauld Blast / O, schdangast du en koidn schduam
32 / 33: Comin Thro` The Rye / Se woa draust am föd
36 / 37: The Lea-Rig / Am raund fon föd
38 / 39: Will Ye Go To The Indies / Kumbst med noch Westindien
42 / 43: Lassie Wi` The Lint-White Locks / Madl med de blondn schnekaln
46 / 47: O Whistle, And I`ll Come To Ye, My Lad /
O bfeif, e kumm zu dia, mei heazz
48 / 49: Highland Harry / Hochlaund Harry
52 / 53: Mary Morison / Mary Morison
54 / 55: The Rigs O` Barley / Es geaschtnföd
58 / 59: The Lass That Made The Bed To Me / Des madl, wos ma s bed hod gmocht
64 / 65: Scottish Ballad / Schottische balladn
68 / 69: A Highland Lad My Love Was Born /
Mei schazz is en hochlaund drom gebuan
72 / 73: The Gowden Locks Of Anna / De goidanan wukaln fon Anna
76 / 77: Ae Fond Kiss / A zoaz bussal
80 / 81: Dainty Davie (fi rst version) / Glassa Davie (easchte fossung)
84 / 85: Dainty Davie (second version) / Glassa Davie (zweite fossung)
88 / 89: Green Grow The Rashes / Grean san de bladln
94 / 95: Ode To Spring / Ode aun s fruajoa
96 / 97: The Trogger / Da tandla
98 / 99: I`ll Tell You A Tale / E eazö eich a gschicht
104 / 105: Wha`ll Mow Me Now? / Wea mocht ma s jezt?
109: Glossar Wiener Dialekt : Deutsch
120: Quellenangaben

Zur Einführung / Zua Eifiarung Ein junger Poet aus der Region Ayrshire, ärmlich-bäuerlichen Verhältnissen entstammend, kommt im November 1786 nach Edinburgh, um sein erstes Werk in der schottischen Hauptstadt zu präsentieren. Er wird sogleich zur literarischen Sensation. Die Opinion Leaders der aufgeklärten Edinburgher Gesellschaft sind begeistert vom „caledonischen Barden“, dessen Buch „Poems, chiefly in the Scottish dialect“ kurz vorher erschienen ist und zum Bestseller wurde. Als Robert Burns im Alter von 37 Jahren stirbt, hinterlässt er Hunderte von Natur- und Liebesgedichten, Balladen und Texte zu populären Melodien, politisch-satirische Schriften und Briefe. Längst war er weit über Schottland hinaus bekannt und wird seither als Rekonstrukteur caledonischen Liedguts und als Nationaldichter verehrt. Robert Burns war ein gebildeter und belesener junger Mann und ein äußerst diskussionsfreudiger und streitbarer Geist seiner Zeit. Die ländliche Herkunft hat er in seinen Texten jedoch nicht verleugnet. So mag die Einbeziehung des Dialekts in die Sprache der Dichtung zwar ein gewagtes Unterfangen gewesen sein, für Burns aber war es nahe liegende Konsequenz. Allerdings gibt es von ihm kaum einen Text, der ausschließlich in Scottisch dialect verfasst ist. Die meisten seiner Gedichte und Liedtexte sind eine raffinierte Mischung aus Englisch und regionalem Lallands bzw. Scots, dem Dialekt der Lowlands im Südwesten Schottlands. Nicht gemeint damit ist die keltische Sprache der Skoten, das Gälische, das ursprünglich im ganzen Land verbreitet war, nach der Einwanderung von Angelsachsen in den Süden Schottlands jedoch in die Highlands und auf die Hebriden verdrängt wurde. Robert Burns war und ist aber nicht nur seiner volksnahen Sprache wegen äußerst beliebt. Ein guter Teil seines Ruhms und seiner Bekanntheit kann auch der Zuneigung zu rustikalen Gelagen mit exzessivem Genuss von Gerstensäften und den zahlreichen amourösen Affären des Dichters zugeschrieben werden. Aus einem sittenstrengen, presbyterianischen Hause kommend, war Robert Burns alles andere als ein Kostverächter. Angesichts des Umfanges seines literarischen Werkes ist die Frage wohlberechtigt, wie der Barde dies alles in solch einer kurzen Lebens- und Schaffenszeit unter einen Hut bringen konnte. Denn Robbie, wie er von seinen Freunden gelegentlich genannt wurde, hat Anna oder Annie, Jean, Mary und Nelly in seinen Texten beileibe nicht nur in romantischer Verklärung besungen, auch Nancy, Jenny, Jessy und viele andere „Lassies“ nicht nur aus der Ferne schwärmerisch angehimmelt. Er hat sich unter den schönen Töchtern seiner schottischen Heimat wahrhaftig begehrlich umgesehen. Mit weit reichenden Folgen: Burns soll Vater von schätzungsweise sechzehn Kindern gewesen sein, davon mindestens zehn außerehelichen, einschließlich der vier vorehelichen mit seiner späteren Gattin Jean Armour. Allerdings sind auf diese Art und Weise unzählige Liebeslieder, die zu den schönsten ihres Genres in der Weltliteratur zählen, entstanden und auf unsere Tage überliefert. Dass die jungen Damen und deren Familien immer ihre helle Freude mit dem dichtenden Liebhaber hatten, kann bezweifelt werden. Nicht nur aus finanziellen Nöten (seine Versuche als Farmer zu überleben sind oft fehlgeschlagen), sondern auch aus Furcht wegen falscher Heiratsversprechen belangt zu werden, plante Burns sogar die Flucht nach Westindien (genauer gesagt nach Jamaika), wozu es nie gekommen ist. Alleine hätte er jedoch Schottlands Strände ohnedies nicht verlassen, eine seiner „Lassies“, Mary, war als Begleiterin vorgesehen. In Anbetracht des Burns`schen Liebeslebens mag der gewählte Titel dieses Büchleins „My ain kind Deary O!“ (eine Zeile aus dem Song „The Lea-Rig“) wie das verschmitzte Understatement eines Schürzenjägers klingen. Dabei sollte jedoch nicht übersehen werden, dass in den Liebesliedern des Barden nicht nur Frauen besungen werden, sondern auch „Laddies“, also junge Männer. In manchen Fällen handelt es sich dabei um Spott- oder Klagelieder enttäuschter bzw. verlassener Frauen. Burns dürfte also durchaus verstanden haben, dass die Eskapaden und amourösen Freiheiten, die er für sich in Anspruch genommen hat, bei seinen Partnerinnen nicht immer auf Zustimmung oder sogar Gegenliebe gestoßen sind. Jedenfalls schlägt Burns in seinen Liebesliedern nicht nur zarte, romantische und harmlos-heitere Töne an, sondern oft auch freche, frivole und sinnlich-derbe. Manche Texte aus seiner Feder wurden von der Kritik als obszön und vulgär abgelehnt und von Verlegern als „bawdy poems“ zensuriert. Gedichte und Liedtexte von Robert Burns wurden in zahlreiche Sprachen und Dialekte übersetzt. So auch um 1840 vom oberösterreichischen Dichter Franz Stelzhamer in „obderenns`scher Volksmundart“. Literaten wie Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine und Theodor Fontane schätzten sein Werk. Viele seiner Lieder wurden in das Volksliedgut anderer Länder aufgenommen und Komponisten wie Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Robert Schumann bis zu den Liedermachern der 1970er-Jahre wie Hannes Wader und Wolf Biermann haben Burns-Texte vertont. Die Herausgabe und erfolgreiche Aufführung der Burns`schen Kantate „The Jolly Beggars / De fi dön Bettla“ im Wiener Dialekt zur Burns Night im Vorjahr war Reiz und Verführung genug, dem caledonischen Meister abermals zweisprachig die ihm gebührende Reverenz zu erweisen. Möge auch diese kleine Auswahl von Liebesliedern zum 251. Geburtstag des Barden und zur 10. Burns Night in Wien die geschätzte Leser- und Zuhörerschaft erfreuen! Wien, im Jänner 2010 Wean, en Jenna zwadausentundzene

Sprache englisch; deutsch
Maße 145 x 207 mm
Gewicht 155 g
Einbandart Paperback
Themenwelt Literatur Zweisprachige Ausgaben Deutsch / Englisch
Schlagworte Dialekt • Robert Burns • Schottland
ISBN-10 3-9502886-0-0 / 3950288600
ISBN-13 978-3-9502886-0-5 / 9783950288605
Zustand Neuware
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