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Tronie und Porträt in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts

Buch | Hardcover
552 Seiten
2008
Mann, Gebr. (Verlag)
978-3-7861-2567-9 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Tronie und Porträt in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts - Dagmar Hirschfelder
CHF 137,20 inkl. MwSt
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Die Arbeit untersucht den in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts verbreiteten Bildtyp der Tronie, welcher Phantasieporträts, Studien- und Charakterköpfe umfasst. Die neue und selbstständige Bildaufgabe wurde von Jan Lievens, Rembrandt und Frans Hals begründet. Im Vergleich mit der formal verwandten Gattung Porträtwerden Charakteristika, Typologie, Funktion und Bedeutung analysiert. Der umfangreiche Katalog liefert einen Überblick über die wichtigsten Troniemaler und Tronietypen.
Tronien waren ein äußerst beliebtes Sujet der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts. Viele dieser nach dem lebenden Modell gemalten Brustbilder und Halbfiguren in fiktiver Kostümierung könnte man auf den ersten Blick für Bildnisse halten. Doch waren sie nicht als solche konzipiert, sondern als Phantasieporträts, Studien- und Charakterköpfe. Von Jan Lievens, Rembrandt und Frans Hals begründet und von einer Vielzahl bedeutender Figurenmaler fortgeführt, etablierten sich Tronien als neue und selbstständige Bildaufgabe. Die Studie zu dem bislang kaum erforschten Phänomen leistet eine systematische Untersuchung und Definition. Ein Schwerpunkt liegt auf der Abgrenzung von Tronie und Porträt, da sich die funktional zu unterscheidenden Werkkategorien in formaler Hinsicht ähneln und gegenseitig befruchteten. Aus der Analyse ihres Verhältnisses ergeben sich Erkenntnisse zu Bedeutung, Funktion und zeitgenössischer Wertschätzung von Meisterwerken des Goldenen Zeitalters. Auch in der Porträtforschung schließt der vorliegende Band eine Lücke. Darüber hinaus liefert er einen umfangreichen Katalog der verschiedenen Troniemaler und -typen.

This book, the first systematic examination of the tronie, is a valuable resource. It is very useful, and the illustrations are of high quality. [Renaiss. Quarterly]

Dagmar Hirschfelder, geb. 1973, studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik in Bonn und Paris (Sorbonne). 2001–04 Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes; 2005 Promotion. Seit 2001 Redakteurin beim Rezensionsjournal sehepunkte für niederländische Malerei und Grafik des 15.– 17. Jh. 2005– 07 wiss. Volontärin am Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg (Abteilung Gemälde bis 1800 / Glasmalerei), seitdem wiss. Mitarbeiterin im Projekt 'Neukonzeption der Schausammlung zu Kunst und Kultur 1500–1800'.

The "tronie" was one of the few genres in Dutch painting that did not have its own complete survey. Since Hirschfelder's book, though, we realise what we have been missing.
H-ArtHist

D. Hirschfelder hat das Thema (...) konzeptionell überzeugend erschlossen, mit zahlreichen Erkenntnissen ein differenziertes Bild der Entwicklung von Tronien im Verhältnis zum Porträt gezeichnet sowie ein solides Fundament für die weitere Forschung auf diesem Gebiet gelegt.
sehepunkte.de

Ihre Arbeit stellt insofern ein Grundlagenwerk dar, als es erstmals dem Leser verlässliche und brauchbare Kriterien an die Hand gibt, Tronien als solche zu identifizieren. Über diesen "praktischen" Nutzen hinaus bietet es einen wichtigen Beitrag zur Kenntnis der künstlerischen Praxis des 17. Jahrhunderts in den Niederlanden.
arthist.net

Erscheint lt. Verlag 28.10.2008
Zusatzinfo 24 Taf. mit 49 farb. Abb., 111 Taf. mit 323 schw.-w. Abb.
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Maße 220 x 280 mm
Gewicht 2619 g
Einbandart gebunden
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Kunstgeschichte / Kunststile
Kunst / Musik / Theater Malerei / Plastik
Schlagworte 17. Jahrhundert • HC/Kunst/Kunstgeschichte • Niederlande / Holland, Kunst; Malerei • Niederlande, Kunst; Malerei • Niederländische Malerei • Porträt • Porträtforschung • Porträtmalerei • Tronie • Tronietypen
ISBN-10 3-7861-2567-8 / 3786125678
ISBN-13 978-3-7861-2567-9 / 9783786125679
Zustand Neuware
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