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Star Trek: Enterprise Relaunch -  Julian Wangler

Star Trek: Enterprise Relaunch (eBook)

Welche Zukunft wirst Du wählen?
eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
326 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-8192-9145-6 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
8,99 inkl. MwSt
(CHF 8,75)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
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Mit der Enterprise NX-01 brachen Jonathan Archer und seine Crew auf, um der Menschheit das Tor zu den Sternen zu öffnen. Sie erforschten das All, stürzten in einen Zeitkrieg, retteten die Erde, stifteten Frieden... All das endete mit der Einstellung der Serie abrupt, wo so viel mehr hätte erzählt werden können über die Ära der Pioniere. Der Enterprise-Relaunch macht dies wahr: In der Romanfortführung müssen Archer und Co. den Romulanern die Stirn bieten und den Traum der Föderation wahr werden lassen. Dieses Sachbuch trägt alles Wichtige über das einzigartige Sequelprojekt zusammen und bespricht sämtliche Werke.

Julian Wangler ist ein deutscher Medienwissenschaftler und Autor. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter war er für das Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Tübingen tätig, arbeitete später am Institut für Demoskopie Allensbach sowie für die Fraunhofer-Gesellschaft und ist inzwischen in der allgemeinmedizinischen Versorgungsforschung tätig. Seit jeher ist Julian Wangler leidenschaftlicher Science-Fiction-Fan und (hobby-)schriftstellerisch aktiv. Unter anderem verfasste er gemeinsam mit Christian Humberg das Star Trek-Referenzwerk "Maximum Warp: Der Guide durch die Star-Trek-Romanwelten". Kürzlich von ihm erschienen sind bereits verschiedene Sachbücher zu den einzelnen Star Trek-Serien, unter anderem zu The Next Generation, Deep Space Nine, Voyager, Enterprise und PICARD.

~

Die Vorstellung beginnt., dachte Jonathan Archer, als er hinaus in die gewaltige Kammer trat, die den Föderationsrat beherbergen würde. Es war, als trete er einem neuen Tag entgegen, während ihn jäh anschwellender Applaus umfing.

Eine Menge von mindestens zehntausend Gästen, unter ihnen nahezu alle Besatzungsmitglieder der Enterprise, schaute von den Galerien, die sich um ihn herum erstreckten. Ihren Gesichtern waren Erwartung, Freude und Zuversicht eingeschrieben.

Der lange Weg hat mich hierher geführt., gewahrte sich Archer. Unwillkürlich musste er an die Tage des Aufbruchs mit der NX-01 zurückdenken. Es war eine Zeit gewesen, in der der Weltraum noch sehr viel größer gewirkt hatte. Wenn er sich der ersten beiden Jahre erinnerte, in denen er bloß ein Forscher hatte sein wollen, staunte er, wie naiv und optimistisch er und seine Besatzung gewesen waren und wie gedankenlos sie sich auf die Sterne eingelassen hatten. Und trotzdem beneidete er sein jüngeres Ich für die unbändige Abenteuerlust, für die Fähigkeit zu staunen und den schrankenlosen Optimismus, mit denen er dem Universum jenseits des Bekannten entgegengetreten war.

Archer würde diesen Geist niemals wieder für sich einfangen können, doch war dieser Geist – nach all den Zerrüttungen und Belastungsproben der vergangenen Jahre – gerettet und in einen neuen Zustand überführt worden. Ja, er hatte die Enterprise dereinst hinausgeführt in die Weite, um neues Leben und neue Zivilisationen zu suchen, wie Zefram Cochrane es ausgedrückt hatte. Er hatte sich ohne Wenn und Aber darauf eingelassen, und dann waren viele Dinge anders gekommen. Die Mission des Schiffes hatte sich dramatisch geändert; Archer hatte um das Überleben der Menschheit kämpfen müssen. Und doch sah er heute – gerade an diesem Tag – keinen Grund mehr darin, zu bedauern, dass er kein Forscher mehr war. Die Planetenunion, an deren Erschaffung er teilgehabt hatte, war eine neue Zivilisation sui generis. Eine Zivilisation, die sich direkt vor seinen Augen bildete, und er würde das Privileg haben, sie aus ihrem Innern heraus zu entdecken und zu formen. Und das war aus Sicht des Jonathan Archer von heute das denkbar größte Abenteuer, das er sich vorstellen konnte.

Die letzte Grenze beginnt hier, in dieser Halle. Erforschen wir sie gemeinsam. Das hatte er damals, bei der Formierung der Koalition, in einer Ansprache gesagt, und nun galt dies mehr denn je zuvor.

Das riesenhafte, geschlossene Auditorium sorgte für ein Gefühl von Déjà-vu. Er hatte diesen Ort und diesen Zeitpunkt schon einmal gesehen…oder zumindest einen kurzen Blick darauf erhascht. Es war auf dem Höhepunkt der Xindi-Krise gewesen. Der Zeitagent namens Daniels hatte ihn hierher versetzt.

Archer strich seine Paradeuniform glatt und vermied es, die Menge anzuschauen, vor allem die obersten Ränge in Richtung Norden. Er war sich nicht sicher, ob er in diesem Augenblick vielleicht eine jüngere Version seiner selbst dort erblicken würde; einen zornigen, getriebenen Mann, der seinen inneren Kompass verloren hatte. Daniels hatte ihn damals gebeten, seine Entscheidung zu überdenken, eine riskante Operation während der Xindi-Krise persönlich durchzuführen. In jenen dunklen Tagen hatte Archers einzige Priorität darin bestanden, die Xindi daran zu hindern, die Waffe einzusetzen, mit der sie den ganzen Planeten Erde auszulöschen beabsichtigten.

Er hätte bereitwillig den Tod akzeptiert, wenn das der Preis dafür gewesen wäre, seine Mission erfolgreich zu beenden. Doch in diesem Fall hätte er heute, Jahre später, nicht hier sein können. Er hätte nicht am Entstehen dieser einmaligen Interspeziesallianz mitwirken können. Vielleicht war an Daniels‘ Worten – so eigenartig und vertrauensunwürdig sie ihm damals zeitweilig erschienen waren – etwas dran.

Doch die Zukunft, das hatte er seit dem Jungfernflug der Enterprise mehr und mehr begriffen, war nichts Feststehendes, nichts Statisches. Sie musste im Hier und Heute gestaltet werden – jeden Tag ein Stück. Und genau das hatte Jonathan Archer vor. Er hatte nun die Freiheit und die Selbstgewissheit, sich dieser Aufgabe voll und ganz zu verschreiben.

Getragen von innerer Erfüllung hielt er vor dem Rednerpult inne, sortierte sich…und begann mit einer Ansprache für die Geschichtsbücher…

‐ ‐ ‐

«

Hohes Haus,
verehrte Gäste,

heute ist ein historischer Tag für alle von uns. Und wie es historische Tage verlangen, sollte man sie mit wohl überlegten und möglichst imposanten politischen Reden begehen. Lassen Sie mich ehrlich sein: Ich bin nie ein Politiker gewesen, also werde ich auch jetzt nicht versuchen, wie einer zu reden. Lassen Sie mich stattdessen von meinen Erfahrungen berichten. Es sind die Erfahrungen eines Captains der Sternenflotte.

Es ist jetzt mehr als zehn Jahre her: Am 16. April 2151 sind wir gestartet. Die Enterprise legte von der San-Francisco-Orbitalwerft ab. Sie war das erste Warp-fünf-Raumschiff und bot damit der Menschheit erstmals die Chance, in die unendlichen Weiten des Alls aufzubrechen.

Die Vulkanier können es bezeugen: Wir waren Stürmer und Dränger, voller Ungeduld, voller Neugier. Wir waren verträumt, aus heutiger Sicht vielleicht sogar etwas naiv. Wir wollten unbedingt glauben, dass uns hinter jedem neuen Stern etwas Wunderbares erwartet. Manchmal hatten wir Glück, und unsere Hoffnungen erfüllten sich.

Doch ein Volk, das sich in den Weltraum aufmacht, wird sehr schnell erkennen müssen, dass es nicht nur einen Ort betreten hat, an dem alle Träume gestillt werden. Der Weltraum ist auch ein Ort, an dem man seine Träume, seine Hoffnungen verlieren kann.

Schon bald lernten wir diese Lektion schmerzlich. Die Xindi-Krise kostete sieben Millionen Menschen das Leben. Wir wurden in einen temporalen Krieg hineingezogen. Die Beziehungen mit den Klingonen entwickelten sich alles andere als rosig, und der Augment-Zwischenfall war eine widerhallende Warnung aus unserer Geschichte.

Doch all das war nichts gegen den Kampf, der uns noch bevorstehen sollte. Der Satz ‚Wir kommen in Frieden‘ hatte für das Romulanische Sternenimperium keine Bedeutung. In den Schatten haben die Romulaner hinterlistig ihre Züge gemacht, Misstrauen gesät – und dann zugeschlagen. Was bis dahin Alltag auf der Erde und anderen Welten gewesen war, endete abrupt.

Dieser Krieg hat alles verändert. Vier Jahre haben wir gekämpft für unsere Ideale, aber vor allem für unser Überleben – und wir haben gewonnen. Aber der Preis war hoch. Wir haben ihn in Blut bezahlt. Wenn heute die Charta unterzeichnet wird, deretwegen wir uns hier zusammengefunden haben, dann ehren wir damit auch Jene, die ihr Leben gegeben haben. Auf dass wir hier einen heiligen Eid schwören, dass diese Toten nicht vergebens gefallen sein mögen.

Soll das also unsere Bilanz gewesen sein? Die Bilanz des Aufbruchs der Menschheit zu den Sternen? Oh nein. Denn ich will Ihnen hier und heute auch eine andere Geschichte erzählen. Die Geschichte einer Freundschaft zwischen sehr unterschiedlichen Völkern. Sie versammelten sich an einem Tisch und fanden einen Weg, ihre Differenzen – die sie zwischenzeitlich aufzuzehren drohten – beizulegen und den Blick zu weiten auf das, was sie alle miteinander vereint. Vulkanier, Andorianer, Tellariten und Menschen.

Die Koalition der Planeten war dafür der erste Schritt. Eine Institution, in der friedliche Zusammenarbeit praktiziert wurde und wir uns aufmachten, miteinander nach Lösungen zu suchen. Schnell wurde mehr daraus: Wirtschaftliche Beziehungen blühten auf, politische Kooperationsprojekte entstanden. Doch über allem stand angesichts der romulanischen Bedrohung der gemeinsame Schutz unserer Welten.

Heute schauen wir zurück, um dann nach vorne zu blicken. Wir alle sind nun vereint in einer Vereinigten Föderation der Planeten. Sie stellt weit mehr dar als es die vorangegangene Koalition jemals gewesen ist. In der Föderation reichen wir uns endgültig die Hände und verschmelzen zu einer auf Dauer angelegten politischen Union. Hier, in diesem Haus, schaffen wir eine Regierung und einen Rat, die uns alle miteinander verbinden. Daraus spricht der Wunsch, voneinander zu lernen und eine bessere Zukunft zu erbauen.

Ist das also das Ende dieser Geschichte? Ich sage: Nein, sie hat noch nicht einmal angefangen. Wir stehen am Beginn eines Zeitalters, von dem unsere Vorfahren nur träumen konnten. Es ist der Beginn einer gesegneten Ära, voller Frieden und voller Wohlstand. Doch dem nicht genug: Die Vereinigte Föderation der Planeten wird ein Leuchtfeuer sein, das in andere Winkel des Weltraums ausstrahlen wird. Mit den Idealen und gelebten Werten, die wir in diesem einzigartigen Bund teilen, werden wir für zahlreiche Welten ein Vorbild sein und das All zu einem besseren Ort machen.

Haben wir Vertrauen, dass sich die Dinge so entwickeln, wie sie sollen. Streifen wir die Furcht vergangener Tage ein für alle mal ab und öffnen unsere Herzen für...

Erscheint lt. Verlag 17.7.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Film / TV
Schlagworte Archer • Enterprise • Romulaner • Star Trek • T'Pol
ISBN-10 3-8192-9145-8 / 3819291458
ISBN-13 978-3-8192-9145-6 / 9783819291456
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