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Passionskantate (Klavierauszug) - Gottfried August Homilius

Passionskantate (Klavierauszug)

Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld, HoWV I.2

(Autor)

Uwe Wolf (Herausgeber)

Buch
104 Seiten
2006 | Standard-Auflage
Carus-Verlag
979-0-007-08723-4 (ISMN)
CHF 41,95 inkl. MwSt
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„Er war ohne Widerrede unser größter Kirchenkomponist“, so schrieb der Lexikograph E. L. Gerber wenige Jahre nach Homilius’ Tod 1785. Als langjähriger Kreuzkantor hatte der Bach-Schüler Homilius aufgrund der Zerstörung der Kreuzkirche seine Hauptwirkungsstätte an der Dresdner Frauenkirche.

Die „Passionskantate“ war im 18. und frühen 19. Jahrhundert sehr beliebt und weit verbreitet: Ihre Bekanntheit verdankte sie auch dem Umstand, dass sie 1775 bei Breitkopf in voller Partitur gedruckt wurde – eine seltene Ehre, die im 18. Jahrhundert nur noch einer weiteren Passion zuteil geworden war (Grauns „Tod Jesu“). Ihr Text schildert das Passionsgeschehen aus sehr persönlicher Sicht: Der Fokus liegt weniger auf dem Geschehen selbst, als vielmehr auf den Gefühlen des Betrachters. Diese subjektive betroffene Erzählweise spiegelt sich in einem sehr dramatisch geprägten Rezitativstil wider, der einen reizvollen Kontrast zum expressiven Chorstil und den stark melodiegeprägten Arien darstellt.

Gottfried August Homilius wurde am 2. Februar 1714 in Rosenthal (Sachsen) als Sohn eines Pastors geboren. Im Mai 1735 wurde er als Jura-Student an der Universität Leipzig immatrikuliert. Die durch Johann Adam Hiller bezeugte Schülerschaft bei Johann Sebastian Bach dürfte in diese Zeit fallen. Außer zu Bach bestand Kontakt zu dem Bachschüler und Nicolai-Organisten Johann Schneider, dessen Aufgaben Homilius vertretungsweise übernahm. Nach einer erfolglosen Bewerbung auf eine Organistenstelle in Bautzen erhielt Homilius 1742 eine Anstellung als Organist an der Dresdner Frauenkirche. 1755 trat er schließlich die Nachfolge Theodor Christlieb Reinholds als Kreuzkantor und Musikdirektor der drei Dresdner Hauptkirchen an, ein Amt, das er bis zu seinem Tod am 2. Juni 1785 inne hatte.

Uwe Wolf studierte Musikwissenschaft, Geschichte und Historische Hilfswissenschaft in Tübingen und Göttingen. Nach seiner Promotion 1991 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Johann-Sebastian-Bach-Institut in Göttingen. Ab 2004 arbeitete er im Bach-Archiv Leipzig. Er leitete dort eine der beiden Forschungsabteilungen, beteiligte sich maßgeblich an der Neugestaltung des Bach-Museums und entwickelte das Online-Projekt Bach digital. Seit Oktober 2011 ist er Cheflektor beim Carus-Verlag. Er lehrte an verschiedenen Universitäten und gehört zum Herausgeberkollegium mehrerer Gesamtausgaben.

Der Chor ist in dieser Passionskantate ... nicht auf die biblischen Texte festgelegt. Er vertritt vielmehr die dem Passionsgeschehen folgende Christengemeinde und ist damit gegenüber den oratorischen Passionen deutlich aufgewertet. Große Chorszenen prägen die Passionskantate, mehrfach finden sich Mischformen aus Chor und Arie.
(Singende Kirche, 54. Jahrgang, Heft 2 2007)

Erscheint lt. Verlag 1.3.2006
Mitarbeit Libretto: Ernst August Buschmann
Verlagsort Stuttgart
Sprache englisch; deutsch
Maße 190 x 270 mm
Gewicht 295 g
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Musik Klassik / Oper / Musical
Kunst / Musik / Theater Musik Musikalien
Schlagworte Chormusik • Dresden • Frauenkirche • Homilius, Gottfried A.; Musikalien • Musikalien; Klavierauszüge • Musikalien; Passionen • Noten (Musik) • Ostern • Passion
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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