«Vergiss mein nicht!»
Fotoobjekte und Ansichtskarten des Erinnern & Vergessens
Seiten
2025
edition abcdefghijklmnopqrstuvwxyz (Verlag)
978-3-03858-418-6 (ISBN)
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978-3-03858-418-6 (ISBN)
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Erinnern und Vergessen wird traditionsgemäss mit Verschwinden und Sterben in Verbindung gebracht. «Vergiss mein nicht!» tönt nach Hilfeschrei. Doch in unserem Alltag gibt es viele Beispiele, die ganz allgemein das Erinnern thematisieren. Wir machen einen Knopf ins Taschentuch, damit wir nicht vergessen, das Kellerfenster zu schliessen. Wir legen ein Objekt auf den Küchentisch, das uns an eine Verabredung mahnen soll. Wir schreiben Einkaufszettel, damit auch alles in den Warenkorb kommt, wenn wir im Laden sind. Wir schreiben Listen oder kleben Zettel ans Anschlagbrett. Wir memorieren mehrfach vor dem Einschlafen, was wir am nächsten Morgen unbedingt erledigen wollen. Überall gibt es kleine Tricks, dies und das nicht zu vergessen, was leicht vergessen gehen kann, wenn man vergesslich ist.
Gegenüber diesen Alltagstaktiken gegen das unmittelbare Vergessen kennen wir Verstärkungen und Bezeugungen von Beziehungen. Wir verstärken Beziehungen, indem wir sie mit Objekten begleiten. Ansichtskarten, Glückwunsch- und Neujahrskarten werden gegen das stille Vergessen verschickt und schon ist wieder eine Beziehung akzentuiert, aufdatiert, für ein paar Tage oder gar Monate im Bewusstsein des Empfängers gespeichert. Für nähere Bekannte und Liebste haben wir Tauschprodukte eingerichtet: ein Medaillon am Hals, ein Ring am Finger, ein Andenkenbild auf dem Nachttischchen, ein digital erstelltes und bloss als Pixeldatei vorhandenes Porträt auf dem homescreen des Taschencomputers. Wo diese Andenken ins Gesichtsfeld kommen, ist Heimat, der Ort der Sicherheit und des Wohlbefindens. Es sind Schützlinge mit apotropäischem Charakter. Das wiederkehrende Betrachten wächst zu einem unlösbaren, unauslöschlichen Wert. Die Beziehung wird sozusagen kristallin und unverbrüchlich – bis zum Tod, oder zur profanen Ent-Scheidung.
Überhaupt brauchen wir diese Kleinodien als Referenzen unseres Beziehungssystems. Es sind Repräsentanten in der Einsicht, dass wir nicht allein und einsam sind. Oder die Objekte machen uns wenigstens glauben, wir seien von Freunden und Bekannten umgeben und geschätzt. Die Publikation ist eine erste Übersicht im deutschsprachigen Raum zum Phänomen der fotohistorischen und zeitgenössischen Fotoobjekte.
Die Publikation präsentiert auch die Bildwerke von Silvia Boss/Basel und Klaus Elle/Hamburg und setzt diese den zwei kulturhistorischen Sammlungen von Willy Steiger/Wädenswil und Fritz Franz Vogel/Diessenhofen gegenüber. Dabei sind die Ansichtskarten mit einem 3d-Scanner erfasst, sodass ihre sensationelle Haptik auch im Druck greifbar wird.
Gegenüber diesen Alltagstaktiken gegen das unmittelbare Vergessen kennen wir Verstärkungen und Bezeugungen von Beziehungen. Wir verstärken Beziehungen, indem wir sie mit Objekten begleiten. Ansichtskarten, Glückwunsch- und Neujahrskarten werden gegen das stille Vergessen verschickt und schon ist wieder eine Beziehung akzentuiert, aufdatiert, für ein paar Tage oder gar Monate im Bewusstsein des Empfängers gespeichert. Für nähere Bekannte und Liebste haben wir Tauschprodukte eingerichtet: ein Medaillon am Hals, ein Ring am Finger, ein Andenkenbild auf dem Nachttischchen, ein digital erstelltes und bloss als Pixeldatei vorhandenes Porträt auf dem homescreen des Taschencomputers. Wo diese Andenken ins Gesichtsfeld kommen, ist Heimat, der Ort der Sicherheit und des Wohlbefindens. Es sind Schützlinge mit apotropäischem Charakter. Das wiederkehrende Betrachten wächst zu einem unlösbaren, unauslöschlichen Wert. Die Beziehung wird sozusagen kristallin und unverbrüchlich – bis zum Tod, oder zur profanen Ent-Scheidung.
Überhaupt brauchen wir diese Kleinodien als Referenzen unseres Beziehungssystems. Es sind Repräsentanten in der Einsicht, dass wir nicht allein und einsam sind. Oder die Objekte machen uns wenigstens glauben, wir seien von Freunden und Bekannten umgeben und geschätzt. Die Publikation ist eine erste Übersicht im deutschsprachigen Raum zum Phänomen der fotohistorischen und zeitgenössischen Fotoobjekte.
Die Publikation präsentiert auch die Bildwerke von Silvia Boss/Basel und Klaus Elle/Hamburg und setzt diese den zwei kulturhistorischen Sammlungen von Willy Steiger/Wädenswil und Fritz Franz Vogel/Diessenhofen gegenüber. Dabei sind die Ansichtskarten mit einem 3d-Scanner erfasst, sodass ihre sensationelle Haptik auch im Druck greifbar wird.
| Erscheinungsdatum | 13.05.2025 |
|---|---|
| Zusatzinfo | Fotografien von Erinnerungsobjekten (Medaillons, Fotoobjekte aller Art), Abbildungen von Ansichtskarten (Vergissmeinnicht, Fotokarten), Abbildungen von künstlerischen Werkgruppen |
| Verlagsort | Diessenhofen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 200 x 240 mm |
| Gewicht | 910 g |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Fotokunst |
| Schlagworte | Ansichtskarten • Fotoobjekte • Kunstrahmen, Rahmenkunst • Kunstwerke • Medaillons |
| ISBN-10 | 3-03858-418-5 / 3038584185 |
| ISBN-13 | 978-3-03858-418-6 / 9783038584186 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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